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Selbstmorddrohungen meiner Mutter

Muggel

Neues Mitglied
Hallo,
meine Eltern haben sich vor ungefähr 8 Jahren getrennt, nachdem es in der Zeit zuvor häufig zu sehr heftigen Streits kam. Das hatte ich alles ganz gut ignoriert, aber konnte eigentlich nie wirklich mit jemandem darüber sprechen, da meine Freunde sich nicht sehr dafür interessierten.
Das lag vermutlich daran, dass wir alle aus relativ normalen Familien kamen und man denjenigen dem es schlecht ging, dann lieber aus dem Weg ging. Habe das damals , dachte ich zumindest, relativ gut verkraftet, aber eigentlich habe ich es nur sehr stark ignoriert und mich auf mich selbst konzentriert.
Das hat dazu geführt, dass ich ein gutes Abi gemacht habe und an einer guten Uni studiere. Dort kam ich mit vielen Leuten aus der Oberschicht zusammen, die ich von Anfang bewundert aber auch beneidet habe. Leistungsmäßig konnte ich mithalten, allerdings haben mir das Netzwerk und Umgangsformen oder die Etikette gefehlt. Nach und nach wurde ich zu dem lieben Typen, der von allen um Rat gefragt wurde, und irgendwie habe ich das mitgemacht, weil ich mich so dazugehörig fühlte. Gut, irgendwann habe ich das geschnallt, und begann mich abzugrenzen, was aber dann schon verdammt schwer war.
So, was hat das mit den Selbstmorddrohungen meiner Mutter zu tun. Die gab es auch schon vor 8 Jahren, aber wie gesagt, ich habe sie gekonnt ignoriert. Dadurch wurde ich meiner Mutter sehr kalt gegenüber und ich habe versucht, diese Beziehung in den letzten 2 Jahren deutlich zu erwärmen, da ich ihr "helfen" wollte. Ich wollte ihr zeigen, wie schön das Leben ist, habe sie zum Essen eingeladen, viel mit ihr gesprochen usw. und mir gesagt, es ist halt dein Schicksal dass deine Mutter psychisch labil ist. Jetzt hat sich meine Mutter scheinbar in den letzten Jahren stabilisiert, allerdings hat sie vorgestern am Telefon nach einem heftigen Streit mit meiner 19-jährigen Schwester wieder davon gesprochen sich vom Balkon zu stürzen, falls das alles nicht besser wird. Das Seltsame ist, dass mich das mittlerweile deutlich heftiger mitnimmt, und ich mich zur Zeit nicht einmal mehr auf meine Diplomarbeit konzentrieren kann. Ich liege im Bett und in mir werden Erinnerungen wach, als ich selbst an Selbstmord dachte, als es mir in verschiedenen Situationen nicht gut ging (Trennung von der ersten Freundin, Trennung der Elten). Damals habe ich mir immer gesagt, ist doch völlig normal, jeder denkt mal an Selbstmord, aber vor 2 Tagen, waren die Gedanken so real. Außerdem dachte ich, meine Probleme wären doch am ehesten gelöst, wenn ich nicht mich, sondern meine Mutter sich dann eben mal umbringen würde. Nun, würde mich mal interessieren, ob das für extreme Bösarigkeit spricht, oder ob das nach so langer Zeit des Verdrängens und Nicht-Darüber-Sprechens normal ist, dass solche Gedanken entstehen.
Ich glaube ich muss endlich mal darüber sprechen, da ich mir lange eingebildet habe, so schlimm sei doch alles gar nicht. Aber mein Problem war schon immer, dass ich zu stolz bin, und alles selbst regeln möchte.
Ich habe jetzt einfach mal runter geschrieben, was mir eben so durch den Kopf geht, und ich hoffe irgendjemand antwortet mir was ihm/ihr darauf so einfällt.
Danke!
 

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Ich Bin

Aktives Mitglied
Hallo Muggel.

Ja, dass ist eine schlimme Situation.
Du solltest mit Deiner Mutter, die Dir ja jetzt mehr am Herzen liegt, darüber sprechen ob das jetzt nur eine einmalige Sache war mit der Selbstmordäusserung im oder nach dem Telefonat mit Deiner Schwester.

Ich hoffe sie kann da dann auch ehrlich antworten...?
Dann hast Du schon einmal Gewissheit wie Ernst die Lage ist.

Sollte sich ihr psychischer Zustand wieder so verschlechtert haben, dass sie ganz oft solche Gedanken hat, dann ist es ja sehr Ernst zu nehmen.
Dann kann man nicht einfach zusehen und abwarten was passiert.
Aber das willste ja nicht, Du machst Dir Gedanken.
Ich weiß nicht ob Du ihr klar machen kannst, daß Du sie ganz doll liebst...
das würde vielleicht eine Hilfe für sie sein.

Kann aber auch sein, dass es so tief sitzt, diese Abwehr gegen das Leben, daß Du alleine nicht viel ausrichten kannst.

Dann muss man wohl die Notbremse ziehen, und sie in die Hände von Ärzten geben, so schlimm sich das auch erstmal anhört, denn dadurch wird Deine Mutter ja eine zeitlang entmündigt, und vom freien Willen beraubt.

Aber manchmal muss das dann sein.

Ich habe jetzt hier natürlich das worst-case-szenario gemalt.
Das muss ja alles nicht so dramatisch sein im Moment.

Aber wenn es auch nur eine einmalige Äußerung im Affekt ist, was Du ja abklären solltest,
ist die Liebe, die Du Deiner Mutter durch Anteilnahme und Hilfe, wirklich wichtig.
Das sie die spürt.
Von Deiner Schwester kommt dahingehend wohl nicht so viel, oder ?
Mutter-Tochter-Verhältnisse sind ja meinst sehr spannungsgelanden.
Und keiner kommt dann aus seiner Haut und geht auf den Anderen zu... leider...

Wenn Du mal wirklich reden willst, dann kannst Du mir gerne eine PN schicken...
ach, Du bist nicht angemeldt... dann geht das nicht.

Liebe Grüße,
Dirk
 

karma

Aktives Mitglied
Deine Mutter ist ein erwachsener Mensch und du bist ihr Sohn. Du kannst für sie dasein, wenn es ihr nicht gutgeht, aber das hat Grenzen. Denn du bist ein junger Mann der erwachsen ist und seine eigene Wege geht. Du studierst und bist fleissig was will eine Mutter mehr. Normalerweise müsste sie stolz sein und denken das du so viel arbeitest und lernst und einfach in diesem Moment nicht für sie dasein kannst. Und das sie ihre Probleme alleine hinbekommt. Aber statt dessen interessiert sie sich nicht dafür und benutzt dich als Seelsorger. Und das schlimmste ist noch das sie mit ihrem Selbstmord droht. Und das ist für mich schon ein krankes egoistisches Denken.

Was ich dir raten könnte ist Grenzen setzten. Ich denke das du ein lieber und gutmütiger junger Mann und ich vermute das du in dieser Sache schon oft ausgenutzt worden bist. Lass es nicht zum Verhängniss werden das andere Menschen dir ständig ihre Probleme aufhalsen. Das gleiche gilt auch für deine Mutter. Wenn deine Mutter noch mal anruft sagst du ihr das es dir zuviel wird. Und ob sie die Verantwortung dafür übernehmen wird, wenn du die Prüfungen wegen ihren ständigen Probleme nicht schaffst. Sage ihr das du für ihre Sorgen der Falsche bist, da du ihr Sohn bist und kein Psychotherapeut. Und ob sie nicht lieber eine Erziehungsberatungsstelle im Ort in Anspruch nehmen sollte.

Und wenn du es nicht sagen dann schreib ihr einen Brief und sage ihr das endlich. Denn es wird Zeit das sie merkt das sie alleine damit klarkommen muß. Und das du nicht auch noch ihren Seelenkrempel verarbeiten mußt. Und erst recht ihre Horrorvisionen von Selbstmord. Setzte Grenzen, sonst wird sie dich noch länger mißbrauchen. Denn du bist ihr Sohn und nicht ihr Partner.
 

Ich Bin

Aktives Mitglied
Deine Mutter ist ein erwachsener Mensch und du bist ihr Sohn. Du kannst für sie dasein, wenn es ihr nicht gutgeht, aber das hat Grenzen. Denn du bist ein junger Mann der erwachsen ist und seine eigene Wege geht. Du studierst und bist fleissig was will eine Mutter mehr. Normalerweise müsste sie stolz sein und denken das du so viel arbeitest und lernst und einfach in diesem Moment nicht für sie dasein kannst. Und das sie ihre Probleme alleine hinbekommt. Aber statt dessen interessiert sie sich nicht dafür und benutzt dich als Seelsorger. Und das schlimmste ist noch das sie mit ihrem Selbstmord droht. Und das ist für mich schon ein krankes egoistisches Denken.

Was ich dir raten könnte ist Grenzen setzten. Ich denke das du ein lieber und gutmütiger junger Mann und ich vermute das du in dieser Sache schon oft ausgenutzt worden bist. Lass es nicht zum Verhängniss werden das andere Menschen dir ständig ihre Probleme aufhalsen. Das gleiche gilt auch für deine Mutter. Wenn deine Mutter noch mal anruft sagst du ihr das es dir zuviel wird. Und ob sie die Verantwortung dafür übernehmen wird, wenn du die Prüfungen wegen ihren ständigen Probleme nicht schaffst. Sage ihr das du für ihre Sorgen der Falsche bist, da du ihr Sohn bist und kein Psychotherapeut. Und ob sie nicht lieber eine Erziehungsberatungsstelle im Ort in Anspruch nehmen sollte.

Und wenn du es nicht sagen dann schreib ihr einen Brief und sage ihr das endlich. Denn es wird Zeit das sie merkt das sie alleine damit klarkommen muß. Und das du nicht auch noch ihren Seelenkrempel verarbeiten mußt. Und erst recht ihre Horrorvisionen von Selbstmord. Setzte Grenzen, sonst wird sie dich noch länger mißbrauchen. Denn du bist ihr Sohn und nicht ihr Partner.
Dem muss ich widersprechen.
Deine Mutter, Muggel, ist natürlich egoistisch, aber das hat seine Gründe.
Sie denkt falsch, und dieses falsche Denken ist folge von sich-ungeliebt-fühlen.
Gib ihr Deine Liebe, und schau mal wo sie was für sich machen könnte, dass sie wieder Eigenliebe empfinden kann.
Treib sie zum Sport... irgendein Hobby wo sie sich verwirklichen kann. Dass sie sieht, dass sie wieder etwas wert ist.
Sie hat sich wohl viel über Deinen Vater identifiziert, und das ist weggefallen... da war dann Leere... die muss sie wieder auffüllen...
Du solltst ja nicht rund um die Uhr Deine Mutter "beküken", sondern nur zeigen, daß Du sie liebst und für sie dabist, aber zeige ihr, dass sie was für sich selbst tun muss.
Wenn sie nicht völlig am Ende ist, wird sie es begreifen, und was tun.

Mach mal... wird schon... hab da Vertrauen in einen Studenten, denn Du bist ja nun nicht ganz auf den Kopf gefallen, nä? :)
und Du hast Dich seit damals auch gut weiter-entwickelt.

Du kannst Deine Liebe zu Deiner Mutter aus-drücken...
drück Deine Mutter...
die braucht das wohl mehr als Du gerade.

Auch Dir wird es was bringen... Karma-mäßig...
und wenn es Dir mal schlecht geht, vllt. ist dann genau Deine Mutter für Dich da...
oder halt ein anderer Mensch...

Kopf hoch und mutig voran. :)

LG,
d.
 

Dame

Aktives Mitglied
Hallo Muggel,

es gibt zwei Möglichkeiten:

a) Die Todesdrohung deiner Mutter ist eine emotionale Erpressung, damit ihre Kinder das tun, was sie sich wünscht.

b) Die Todesdrohung ist ihr ernst. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann sie es tatsächlich tut.

Beides gilt es abzuklären. Die Telefonseelsorge, deren Telefonnummern du hier im Forum findest, können dir weiterhelfen und Adressen vor Ort (in deiner Nähe) heraussuchen, wohin du dich wenden kannst, um zu unterscheiden, was es mit den Drohungen auf sich hat. Du könntest auch ein psychiatrisches Krankenhaus anrufen und dort nachfragen, wie du den Zustand deiner Mutter einzuschätzen hast.

Ich denke mal, wenn sie mit Tod droht, wird sie auch Todesgedanken haben. Ich habe auch schon mit so manches gedroht, doch noch nie mich umzubringen. Das ist schon was ganz heftiges.

Auch für dich und deine Schwester wäre eine Unterstützung ganz sinnvoll, damit ihr wieder Kraft tanken könnt.

Liebe Grüße Dame:)
 

karma

Aktives Mitglied
Ich habe nicht gesagt das sie von ihm nicht geliebt werden sollte. Aber Sohnliebe hat auch ihre Grenzen. Ich bin Mutter von 4 erwachsen Söhnen zwischen 24-27 Jahre und einer Tochter von 21 Jahre. Alle leben in eigenen Wohnungen in Beziehungen mit Kinder und ohne Kinder. Ich als Mutter würde niemals meine Kinder in so einem Maße in meine Probleme ziehen. Denn es sind meine und ich alleine muß damit klarkommen. Und wenn ich es alleine nicht kann, dann hole ich mir Hilfe. In welcher Form auch immer es ist meine Entscheidung. Die Kinder von mir haben ihre eigene Leben und ich freue mich wenn sie gerne kommen ohne Angst zu haben, das ich dann in Depressionen verfalle und von Selbstmord spreche.

Für mich ist sie seelisch krank. Kinder sind nicht unsere Müllschlucker von unseren seelischen Müll. Das vergessen viele Mütter, Väter und geschiedene und getrennte Eltern. Es macht sie krank. Sie verlieren dadurch so viel an Lebensfreude und Lebensenergie. Und das sind die Kinder die auf der Straße leben und Drogen konsumieren. Sie gehen nicht zur Schule machen kein Abschluß. Sie sind schwer erziehbar und leben in Heimen. Und warum weil sie von Menschen mißbraucht werden ihr kaputtes Leben mitzuleben und es täglich mitanzusehen wie sie sich kaputtmachen. Und warum. Weil sie zu feige sind ihr Leben und ihr Leid mit Stolz anzunehmen und zu verändern. Denn Leben ist Kampf. Doch sie sind feige.
 

Muggel

Neues Mitglied
Hallo Ich Bin,

dein Beitrag hilft mir weiter. Im Grunde denke ich auch, dass ich meiner Mutter helfen kann, ihr beistehen kann, es ist nur so, dass ich gemerkt habe, dass ich mir mit der Zeit auch ab und zu mal was von der Seele reden muss, insbesondere wo die Verantwortung im Leben größer wird. Ich bin mir sicher, dass meine Mutter es mit ihrer Todesdrohung nicht alzu ernst meint, zumindest sage ich mir das in Momenten wie diesen, wo ich bei klarem Verstand bin, da sie selbst auch zu sehr am Leben hängt. Für ihre seelischen Probleme gibt es verschiedene Ursachen, das ist in erster Linie ihre Herkunft aus kleinbürgerlichen Verhältnissen mit einem sehr strengen Vater, der sie und ihre Geschwister manchmal auch geschlagen hat. Wie schlimm das genau war, weiß ich nicht, da meine Eltern uns das nie genauer erzählen wollten. Außerdem ist ihre Mutter, meine Oma, sehr früh schizophren geworden und bereits mit Mitte 60 gestorben, weswegen sie sich sorgt, dass sie das Gleiche Schicksal ereilt.
Meine Mutter ist extrem ehrgeizig, hat als einzige von drei Geschwistern das Abitur gemacht, und meinen Vater geheiratet, der aus einer sehr reichen und gebildeten Familie kommt. Meine Großeltern hatten mehrere Ferienhäuser und ein Privatflugzeug. Der Unterschied was den familiären Hintergrund meiner Eltern betrifft ist also eklatant. Das hat dazu geführt, dass meine Mutter ab dem 24ten Lebensjahr einen großen gesellschaftlichen Sprung machte. Nach der Trennung ging ihr selbstverständlich viel verloren, auch unserer Familie als Ganzem, die Anwälte dürften sich gefreut haben, und ihr Malheur begann. Wie schon beschrieben, war das für mich anfangs halb so schlimm, da ich selbst in einer überheblichen Welt aufgewachsen bin und dort für seelische Probleme kein Platz war.
Jetzt ist es nur so, dass mich das wahrscheinlich schon immer irgendwie berührt hat und seitdem ich angefangen habe mir Gedanken über Gefühle zu machen, merke ich, dass da bei mir Nachholbedarf in der Aufarbeitung besteht.
Ich glaube eigentlich wirklich nicht, dass es meine Mutter ernst meint mit ihren Drohungen. Sie hat sowas auch schon vor acht jahren gesagt. Es ist mehr ein Hilfeschrei wie, jetzt hört mal her, mir geht es gerade nicht so gut. Leider hat sie anscheinend nie gelernt, dass man das auch einfach genau so wortwörtlich sagen kann.
An und für sich möchte ich gar nicht viel ändern, ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, sie daran zu erinnern, dass das nicht nett ist. Im Grunde weiß sie das selbst. Ich glaube, für sie ist einfach die Enttäuschung sehr groß, dass sie es nicht geschafft, sich dauerhaft in der oberen Gesellschaftsschicht zu etablieren.
Meine Mutter ist ein guter und lieber Mensch, und auch mein Vater ist ein guter Mensch, der es nur von Geburt an viel leichter hatte. Ich habe mir schon oft den Kopf zerbrochen, warum die beiden sich trennen mussten. Zu viel Liebe, die dann in Hass umgeschlagen ist. Ein Märchen für ein Mädchen vom Lande, die ihren Traumprinzen gefunden zu haben glaubte. Wie auch immer, irgendwie hoffe ich, dass das eines Tages vorbei ist und ich in Ruhe leben kann. Ich liebe meine Eltern, aber ich habe gelernt, dass es am besten ist, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Dabei sollte man dankbar sein für die Möglichkeiten, die einem der liebe Gott gegeben hat und versuchen, so viel wie möglich zurückzugeben. Es hat einige Zeit gedauert bis sich diese Erkenntnis durchgesetzt hat. Letztlich muss man seinen Platz in der Gesellschaft finden, und dann kann man auch mit so etwas leben. Nicht nach den Sternen greifen, dann ist die Enttäuschung am Ende zu groß wenns daneben geht, aber trotzdem wach bleiben und das beste aus sich machen.
Wie man schon merkt, bin ich kein psychologischer Experte. Mir fällt es oft schwer persönliche Nähe herzustellen. Ich bin eher der Redner. Ich weiß, dass mir Leute zuhören. Ich weiß nicht genau woran das liegt, ob an meiner Lebensgeschichte, an meinen Genen, manchmal denke ich, ist ja letztlich auch egal, manchmal versuche ich Nähe herzustellen und scheitere, manchmal merke ich dass ich Leute verführe, will dann aber doch lieber wieder meine Freiheit. Es ist alles recht unausgegoren, und es gibt einiges worüber ich mir Gedanken machen muss.
Für meine Mutter möchte ich die Kraft aufbringen sie weiter zu unterstützen, moralisch, dafür werde ich ab und zu mal hier in dem Forum bißchen was runter schreiben. Ist ja alles anonym, das ist das Schöne:)
LG
 
C

Catherine

Gast
Hallo Muggel,

ich möchte Dir gerne schreiben, was ich bei Deinen Worten gedacht und gefühlt habe.

Es tut sich in mir eine gewisse Leere auf, ein Gefühl von "naja, so isses halt, das Leben.....(Leere).....da muss man halt durch......(Leere)......das Beste draus machen.....(nochmals Leere)"

Es scheint, als würde Dein Leben halt nunmal so vor sich hinplätschern, ohne wirklich leidenschaftliche Emotionen.

Warst Du schon mal so richtig wütend in Deinem Leben? Bist Du schon mal ausgerastet? Hast wie wild rumgeschrien?

Ich meine das nicht böse, aber vielleicht bewegt es ja was.
 
C

Catherine

Gast
Ich habe nicht gesagt das sie von ihm nicht geliebt werden sollte. Aber Sohnliebe hat auch ihre Grenzen. Ich bin Mutter von 4 erwachsen Söhnen zwischen 24-27 Jahre und einer Tochter von 21 Jahre. Alle leben in eigenen Wohnungen in Beziehungen mit Kinder und ohne Kinder. Ich als Mutter würde niemals meine Kinder in so einem Maße in meine Probleme ziehen. Denn es sind meine und ich alleine muß damit klarkommen. Und wenn ich es alleine nicht kann, dann hole ich mir Hilfe. In welcher Form auch immer es ist meine Entscheidung. Die Kinder von mir haben ihre eigene Leben und ich freue mich wenn sie gerne kommen ohne Angst zu haben, das ich dann in Depressionen verfalle und von Selbstmord spreche.

Für mich ist sie seelisch krank. Kinder sind nicht unsere Müllschlucker von unseren seelischen Müll. Das vergessen viele Mütter, Väter und geschiedene und getrennte Eltern. Es macht sie krank. Sie verlieren dadurch so viel an Lebensfreude und Lebensenergie. Und das sind die Kinder die auf der Straße leben und Drogen konsumieren. Sie gehen nicht zur Schule machen kein Abschluß. Sie sind schwer erziehbar und leben in Heimen. Und warum weil sie von Menschen mißbraucht werden ihr kaputtes Leben mitzuleben und es täglich mitanzusehen wie sie sich kaputtmachen. Und warum. Weil sie zu feige sind ihr Leben und ihr Leid mit Stolz anzunehmen und zu verändern. Denn Leben ist Kampf. Doch sie sind feige.
Man bist Du hart. Außerdem ist es falsch was Du schreibst.
 

Dame

Aktives Mitglied
Hallo Muggel,

aus deinen Zeilen lese ich eine ganz große Liebe zu deiner Mutter. Gleichzeitig macht mich deine Geschichte ganz traurig. :( Da ist ein Kind, das seine Mutter so sehr liebt, dass es sogar sein eigenes Leben dafür aufgibt, um ihr zu helfen, ihr das Leben zu erleichtern, weil sie es ja so schlimm hatte in ihrer Vergangenheit.

Und dann sehe ich die Mutter, der diese Zuneigung sehr gut tut und die sie sogar herausfordert, indem sie mit ihrem Tod droht.

Hier läuft etwas falsch!

Kinder können nichts dafür, wie es ihren Eltern ergangen ist. Sie brauchen auch nicht ständig ihnen das zu geben, was sie von ihren Eltern verwehrt bekommen haben. Denn in dieser Falle steckst du drin lb. Muggel,, so wie ich das sehe: Bloß nicht so schlecht angeschaut werden wie einst der prügelnde Papa, wie der Exmann etc.

Du könntest deiner Mutter bei ihrer nächsten Drohung als Antwort geben: "Wann wirst du es tun? oder so ähnlich. Damit ist ein Risiko verbunden, doch so wie sie dich derzeit manipuliert, ist für dein Wohlergehen sehr schädlich. Aber das wirst du gar nicht sehen wollen, da du ein ganz liebes Kind bist.

Leider übernehmen zu wenig Erwachsene die Verantwortung für ihr Leben und wälzen es auf ihre Kinder ab, dass diese diese übernehmen. Willst du später mit deinen Kindern auch so verfahren wie deine Mutter mit dir und ihnen ihr eigenes Leben vorenthalten?

Liebe Grüße Dame
 

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