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Selbstmord ohne wach werden!

lavena

Neues Mitglied
Hallo zusammen!

Ein entfernter Bekannter von mir hat sich am Freitag erschossen und das sich nichts bewegt macht mich richtig sauer!!!
Von den Menschen um mich herum höre ich nur solche Sachen wie:
Man konnte es ja nicht ahnen! Man kann ja nicht in einen Menschen hinein sehen! Er war halt schwach! Es ist zwar traurig, aber das leben geht weiter! usw.
Ich bin der Überzeugung das sein tod doch einen Sinn haben muß! Merkt denn selbst, wenn man diesen Schritt geht keiner das in dieser Welt etwas völlig schief läuft??
In der Welt ist immer alles so oberflächig und bei so einer Aktion sollte es doch zumindest kurz so sein das sich die Menschen gedanken machen!?!
Oh man, warum merkt denn niemand das es wichtig ist sich für andere zu intresieren??? Dinge zu hinterfragen???
Ja, ich weiß das es nicht so ist und vielleicht ärgert es mich nur so, weil ich gehofft habe das sich zumindest mit seinem tod etwas ändert!!
Tja, genau! Wo war ich?? Wir hatten seit Jahren keinen kontakt mehr und ich bin psychisch fast genau so weit wie er... das ist aber eine andere Geschichte.
Mich ärgert eben nur das sich keiner darüber gedanken macht warum er geht und keiner nach dem Sinn fragt!!!!
Gruß! lavena
 
Du hast recht,
Es gibt viel zu wenig Menschen die es interessiert wie es anderen geht.

In dieser Welt in der das wohl der Gemeinschaft zählt, muss jeder funktionieren und tut er es nicht wird er ausgegrenzt.

Nur wie es "funktionierenden" Menschen geht fragt keiner.
Es gibt viel zu viele Menschen denen es in unserer Konsumgesellschaft schlecht geht.
Jeder versucht so lange zu "funktionieren" bis er nicht mehr kann.
Bei manchen ist das früher bei anderen später.

Ich kann mir nicht vorstellen das es unmöglich ist bei einen Menschen der einem nahe steht eine Selbstmordabsicht nicht zu bemerken.
Das ist ja kein Prozess von jetzt auf gleich.



Jeder Mensch der sich umgebracht hat, sollte in unseren Herzen bleiben und zum nachdenken anregen. Es geht nicht um das was man bei diesem Menschen falsch gemacht hat oder übrsehen hat, sondern um das was man beim nächsten richtig machen kann!



 
Ich habe selbst miterlebt, bzw. ich war nicht direkt dabei, wie ein Mensch (es war mein Freund), wegen unterschiedlichen Sachen, sich fertig gemacht hat. Ich meine nicht in der Beziehung das er selber schuld war, den ich glaubte ihm und versuchte ihm zu helfen. Er wurde bei der Arbeit gemobbt. Dazu kamen die schlimmen Erlebnisse seines Vaters, die ihn misshandelten. Er hatte zu allem Kontakt abgebrochen, bevor ich ihn kennenlernte. Mir wurde gesagt, das es Selbstmord sein kann, aber auch ausversehen. Ich weiß es nicht und halte dies offen, den er war wirklich fast am Ende und doch hatte er noch vieles vor.

Es hat mich sehr fertig gemacht und dies tut es noch heute. Ich will diesen Mensch nicht vergessen und andere sagen mir ich soll ihn ruhen lassen und mein eigenes Leben weiterführen. Ich bin kein Mensch der andere fertig machen will. Und doch gibt es andere Menschen den es Spaß macht. Habe mir fragen gestellt, wie "Warum bekriegen sich Länder?" "Warum rotten Menschen Tiere aus?" "Hat das Leben üerhaupt einen Sinn?" "Gibt es Gott wirklich? Warum lässt er Menschen sterben?" (Bin nicht gläubisch)

Ich frage mich viele Sachen und doch kriegt man nicht wirklich eine Antwort. Und wenn ein Mensch stirbt, denken die meisten Menschen, es geht mich nichts an, somit führen sie ihr Leben weiter und lassen das in ihren Köpfen löschen. Es ist eine schlimme Erfahrung, wenn man diesen Menschen kennt, aber was will man selber dagegen tun? Ich weiß es nicht ... .

Es wird sich nicht wirklich was ändern, "wenn ein Mensch stirbt".
Sieh dir den Tod von Micheal Jackson, alle waren nur berührt, weil er der King of Pop ist, weil sie die Lieder kennen etc.
Wer kennt deinen Bekannten? einen Haufen weniger Leute, es wird auch nicht wirklich im Fernsehen ausgestrahlt, "weils nicht intressant ist".

Es macht jemanden wirklich sauer, aber willst du wirklich immer daran denken?
Es verbessert sich dadurch auch nix. Es ist schwer das zu glauben, aber was willst du machen?
 
In meinen Bekanntenkreis haben sich 4-5 Leute das Leben genommen.
Der eine hat sich einen "Goldenenschuss" gegeben. 1-2 andere haben sich aufgehängt. Wiederum ein anderer ist auf einem Motorrad mit über 200 km/h frontal gegen einen Pkw gefahren. u.ä.
Warum?
Sein Leben ausschalten und ??? hinterlassen!
Unfassbar...

Ich denke man tut sich so etwas schrecklich nur an wenn man keinen Ausweg mehr sieht. Wenn das Leben nur noch zur Qual wird. Wenn man keinen mehr hat mit dem man das Leben noch genießen kann.
Und wenn man immer nur vom Leben enttäuscht wurde.

Ich war ein Mensch der sehr viel Spaß und viel Freude am Leben hatte. Gerne hatte ich mit meinen Freunden gefeiert und was unternommen. Wir waren halt Teenager! Jede Todesnachricht aber hinterlasste eine Spur in meiner Seele die ständig wuchs.
Eine gute Freundin starb nach einem Verkehrunfall im Autowrack. Wir hatten die Nacht gefeiert und waren auf den Heimweg. Ich habe es schwer verletzt überlebt Sie aber leider nicht (18 Jahre). Warum habe ich überlebt?

Solche Vorfälle gehen nicht an einem so vorbei ohne ein Spur zu hinterlassen. Und immer wieder kommt das Warum?

Warum gibt es Menschen die sich bekriegen, hungern, leiden und auf der anderen Seite gibt es Menschen die ausgelassen Feiern (ich gehörte dazu), keine finanziellen und gesundheitlichen sorgen haben. WARUM???
Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin?
ich habe gesucht und Gott sei dank ich habe meine Antworten gefunden. Ja und sogar mehr!
Einige Sachen habe ich bereits geschrieben. Wenn Ihr links auf meinen Pseudonym klickt könnt Ihr in diese einsehen.
Oder hier 1-2 Links:
http://www.hilferuf.de/forum/trauer/91854-mein-glaube-an-gott-ist-erschuettert-17.html
http://www.hilferuf.de/forum/trauer/94095-suizid.html
 
weißt du ... viele menschen trauen sich auch einfach gar nicht etwas dazu zu sagen, weil sie vielleicht nicht wissen, wie sie darauf reagieren könnten. in solchen fällen gibt es verschiedene meinungen. manche sagen dies manche sagen das aber im endeffekt weiß eigentlich keiner so genau warum sich manche menschen umbringen. natürlich hat jeder seine eigenen gründe und probleme warum er sein leben beenden will, aber der tod ist nun einmal so eine sache und so ziemlich keiner weiß damit umzugehn. vielleicht wollen sich manche nicht damit beschäftigen ,weil sie einfach vor dem tod angst haben und davor sich damit auseinandersetzen zu müssen.. oder wie du vielleicht vermutest, dass es ihnen egal ist, obwohl ich bezweifle dass viele menschen so kaltherzig sein können.
es ist eben auch eine frage des charackters.. man weiß nicht was die andren denken und manchmal ist das vielleicht sogar gar nicht so verkehrt.
freu dich lieber, dass du dich von den anderen, die du kennst abhebst und dir gedanken darüber machst.

ich hoffe ich habe nicht allzu viel müll fabriziert xD

lg
 
ich kenn ca. 10 Leute die sich umgebracht haben und es auch geklappt hat.
bei vielen wurde genauso wie bei dir blöde nur das hingenommen. Bei der Bäckerei wurde sogar gelacht "wer wird wohl der Nächste sein" das nervte mich wirklich sehr.
In der heutigen Welt und auch vor vielen Jahren zählen die Menschen nicht, nur was sie können und tun. Aber innere Werte nicht.
Das merke ich auch bei meinen Kindern. Die sind nicht so gut in der Schule obwohl sie sich anstrengen , sie können es nicht besser. Bei Praktikkums sind die Leute begeistert wie gut sie arbeiten. Aber dann sehen sie auf die NOten und sie sind aussortiert. Wo haben die noch chancen in der heutigen Zeit? Das gibt es fast nicht mehr.
Oft denke ich - mich würden gerade meine Kinder vermissen sonst niemand. Das finde ich auch echt traurig. Die Kids brauchen mich noch und der Hund.
Die Nachbarn würden wie überall halt Blumen abstellen, nur dass es aussieht als ob man mitfühlt. Oder würden zum gaffen zur Beerdigung gehen. Und falls eine Presse kommt , dumm labbern. Aber verstehen??? Nein das wollen sie doch nicht.
Oft werden die Menschen auch nicht im Dorf angenommen obwohl man schon Jahrzehnte dort wohnt. Man kann versuchen was man will und wird nicht intigriert, selbst Kinder nicht.
Oft hat man innerlich viel zu kämpfen und hat niemanden.
Ich versteh die Leute besser die sich umgebracht haben als die
"scheinheiligen" die vor der Presse blöde tun als ob. Und in Wahrheit nicht einmal einen evt grüßen.
Oft sind die inneren Probleme auch zu groß um es mitzuteilen. Oder wenn man was anspricht , dass man gleich in die Psychiatrie kommen würde. Das schreckt viele ab. Freunde - echte Freunde oder so das fehlt in der heutigen Welt.
 
Hallo Lavena, und auch Hallo an alle anderen,

Ich kenne auch das Thema Selbstmord aus nächster Nähe. Wenn Du die Person selber gut gekannt hast, kommst Du vielleicht nach Jahren zu nachvollziehbaren Gründen, warum es diese Person selbst so wollte.

Du kannst den Menschen vor den Kopf gucken; nur wenige Menschen im Verhältnis zur gesamten Menschheit sind besonders hellsichtig, und können auch beachtenswert in Deine innere Seele blicken.

Bisher verstehe ich es so, dass Selbstmord immer eine Flucht ist, vor der aktuellen Lebenssituation; wie immer diese bei den Personen aussehen mag. Für die betroffene Person so, dass sie sich selber keine Chance mehr gibt, eine Lösung oder Veränderung herbeizuführen. Die Hoffnung auf eine Veränderung schon gestorben ist.

Gründe für den Freitod können ganz unterschiedliche sein:

- Manche wollen vielleicht Aufmerksamkeit erreichen durch den Selbstmord, die sie vorher nicht in ihrem Umfeld erhalten konnten.

- Andere flüchten aus komplexen Lebenssituationen; aus einer Verzweifelung heraus, um sich so Erleichterung zu verschaffen.

Im Grunde haben die meisten Selbstmorde eines gemeinsam: es wurde vorher nicht darüber gesprochen.

Die Person selber verhielt sich oft wohl nach aussen gelöst wirkend, und unauffällig. Gelöst deswegen, weil die Entscheidung das Leben zu beenden, getroffen worden ist. Und das ein Stück weit für den Moment befreit hat.

Den Personen, welche in solche Situationen kommen, bleibt zu wünschen, dass sie vorher eine Erleuchtung bekommen, und ihren Wert für die Menschheit erkennen.

Jeder kann der Welt etwas geben. Nicht immer weiß jeder Mensch, dass er etwas geben kann.

Es wird lieber kritisiert, als gelobt. Weil die Kritik an einem anderen Menschen den Kritiker scheinbar psychologisch auf eine höhere Stufe stellt. Er hat so viel Weitsicht und Erkenntnis, dass er es besser weiß, als der von ihm kritisierte.

Lob hingegen hebt den anderen Menschen auf einen Sockel. Er wird für seine Leistung wertgeschätzt. Auch dabei können im Hintergrund sicherlich auch andere Gründe mitschwingen, wenn es kein aus tiefstem Herzen kommendes Lob ist.

Ich bin der Ansicht, dass in der Welt allgemein zu wenig gelobt wird.
Und das mehr Lob die Welt verbessern kann.

Lob stärkt - Kritik schwächt. So ganz grob gesagt.

Ein Beispiel für die Unterschiede: Wird jemand ständig über viele Jahre kritisiert, ist es sehr wahrscheinlich, dass er selber auch eine geringe bis schlechte Meinung über sich und sein Verhalten bekommt.

Wird nun Jemand über Jahre hinweg, wegen seiner Leistungen immer wieder gelobt, so wird er vermutlich von Selbstbewusstsein und Hoffnung strotzen.

- Selbstmord ist ein komplexes Thema.

Je nachdem, wie sehr Du dich selber zu dem entfernten Bekannten öffnen willst, kann das hier noch mehr auf Dich eingehend beschrieben werden.

Eine andere gute, vielleicht sogar bessere Möglichkeit ist eine Therapie.

Wo Jemand unbeteiligtes Dir aufmerksam zuhört, und vor Ort helfen kann, zur Ruhe zu kommen. Also weniger nach dem Warum fragen zu müssen.

Ich stand selbst auch schonmal gedanklich näher bei dem Thema Selbstmord.
Damals hatte ich mich dann für eine Therapie entschieden.

Das ist wohl einer der Gründe, weswegen ich hier heute schreibe.

- ich kann jedem empfehlen, der sich in einer schwierigen Situation befindet, sich eine weitere Chance zu geben - und nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Familie und seinen Freunden...
 
Tja, Selbstmord,
wie heikel dieses Thema doch ist ...
Aus meiner Familie hat sich auch einer das Leben genommen. Er hat sich erhängt. Bei ihm kann ich sagen, dass er ihn "gut vorbereitet" hat. Hier näher drauf eingehen sollte ich besser nicht...
Ich hatte nicht so guten Kontakt zu ihm, bedingt durch meine Schwester. Natürlich habe ich mir lange Vorwürfe gemacht, warum ich es zugelassen habe, dass sich meine Schwester zwichen uns stellt. Im Grunde war er ein herzensguter Mensch.
Die Diskution in der Familie war, dass er feige war, seine Familie im Stich gelassen hat, nur an sich gedacht hat, und nicht an seine Kinder.
puuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuh...
Feige...
War er wirklcih so feige und ogoistisch???
Nein, ich kann es nciht so stehen lassen.
Neben ihm lag ne leere oder fast leere Flasche Wodga oder so,ich weiß es nciht mehr.
Meiner Meinung nach gehört verdammt viel Mut dazu, wenn man seinen Freitod so gut vorbereitet und auch durchgeführt hat.
Ich kenne ihn und ich kenne meine Schwester.
Mit ihr kann man einfach nicht reden...
Er war immer für seine Familie da, von Anfang an,
hat sich sogar "den A.... aufgerissen" für sie, wenn ich das so sagen darf.
Keine Ahnung, vielleicht hätte er ja gerne eine Therapie gemacht, vielleicht sogar gerne eine Partnertherapie, wer weiß.
Es wurd erzählt, dass es in der Ehe mächtig gekrieselt hat.
Doch was hhilft es, wenn nur einer was für die Beziehung bereit ist zu tun. Der andere nur von sich selbst überzeugt ist.
Ich weiß, ich darf mir nciht erlaulben, jemanden die Schuld zu geben. Schuld sind immer zwei!
Der eine mehr,der andere weniger.
Doch wenn ich höre, dass meine Schwester kurz nach dem Tod nur im Kopf hatte, wie sie es schafft, dass meißte GEld heraus zu holen, nun gut...

Ich selbst habe mir auch nicht nur einmal um Selbstmord Gedanken gemacht.
Bei mir lief es aber so, dass ich mehr oder weniger den Sm vor mir gesehen habe, wie mitten drin steckend, keine Ahnung, ob das jetzt wer verstehen kann.
So als habe ich gar keinen Einfluß darauf, ob ich es tue oder nciht.
Ich weiß nciht, wie es gelaufen wär, wenn ich meine Kinder nciht hätte. Ich weiß, wie sehr sie mich lieben,und dass für sie die Welt total zusammenbrechen würde, sie nie damit klar kommen würden. Sie haben schon so viele Menschen verloren, die sie geliebt haben, besonders ihren VAter.
Vielleicht spielt auch Angst eine große Rolle. Ich kann mir einfach nciht vorstellen wie es ist, einfach nciht mehr aufzuwachen, nciht mehr denken, fühlen, leben zu können. Dies bereitet mir sehr große Angst.
Mag sein, dass cih mir deswegen "einrede", es gibt kein Leben nach dem Tod, um es nciht zu tun. Obwohl man das so ja auch nciht so ganz stehen lassen kann...

Das ich hier im Forum gelandet bin, gerne für aandere da bin, ihnen khelfen will und es auch tue, ist nicht ganz ohne Grund. Vielleicht ist es auch nciht ohne Grund, dass ich mit anderen so mitfühle.
Es gibt immer jemanden im Leben, der einen liebt, man ist es sich selbst auch wert, man muß nur die Augen, vor allem das Herz öffnen.
Ein Psychologe sagte mal zu mir, wenn scih jeder so Gedanken um andere machen würde, mit offenem Herzen durch die Welt gehen würde, richtig zuhört, und nciht einfach nur so "aufnimmt", was ein anderer sagt,
könnte die Menschheit viel besser, viel harmonischer mit einander leben.

Sorry, für den langen Text 😱

Gruß Seelennot
 
Man kann nicht immer sehen, wenn ein mensch probleme hat und an selbstmord denkt. Ich hatte auch sollche gedanken und das jahre lang. Trozdem war ich ein "witziger typ" und "spaßvogel" in meinem freundeskreis. Und seit dem ich nen Glio habe bin ich irgendwie ruhiger und zufiedener geworden. Und so wird wohl keiner erfahren wie ich mich fühlte / fühle oder was ich geplant hatte.

Allerding würde ich es wahrscheinlich nie schaffen eine geliebte Frau zurück zulassen.
 

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