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Selbsthass

CalenderGirl

Neues Mitglied
Hallo,
ich habe mich hier angemeldet, weil ich nicht mehr weiter weiß in meinem Leben. Ich merke, dass ich mich zu einer Person entwickle, die ich nicht sein möchte, weiß aber nicht, wie ich dagegen ankommen kann.


Ich bin faul, wirklich stinkend faul und bekomme fast nichts auf die Reihe. Meinen Haushalt schaffe ich nur mit viel Überwindung und dank der Tatsache, dass ich erst spät nach Hause komme und so nicht viel dreckig machen kann.


Auf Arbeit bekomme ich auch fast nichts hin. Obwohl ich meinen Job liebe. Ich habe das studiert, was ich tun wollte und was mir Spaß macht und habe in diesem Bereich sogar einen Job gefunden, aber ich bin auf Arbeit nur noch unzufrieden. Habe keine Lust auf die Aufgaben, die mir zugewiesen werden. Und brauche zur Erfüllung der Aufgaben eeeeewig... Das Gute ist, dass ich keine Deadlines habe.


Dabei möchte ich so gerne viel erreichen, aber ich bin weder eine Kämpfernatur noch bin ich von mir überzeugt. Ehrgeiz ist nicht mein Ding. Ich gebe schnell auf und habe keine Geduld.
Ich werde auch sehr schnell aggressiv und raste öfter aus. Werde jetzt nicht gewalttätig, aber ich steigere mich in Situationen schon ziemlich rein, beginne bei Kleinigkeiten sofort zu weinen. Ich habe sogar wieder angefangen, die Haut von meinen Fingerkuppen zu reißen.


Ich habe kaum Freunde, keine Hobbies… Liege am Wochenende oft auf der Couch und schaue einfach nur TV. Richtig stumpf. Aber ich habe Angst, Menschen kennenzulernen. Angst, Freunde zu gewinnen, weil ich befürchte, ich könnte wieder enttäuscht werden. Wie es schon so oft geschehen ist.


Ich fühle mich hässlich und nicht liebenswert. Wenn ich mich im Spiegel betrachte oder meine Verhaltensweisen und Charakterzüge reflektiere, dann denke ich oft, dass ich mich, träfe ich mich auf der Straße, nicht zur Freundin haben möchte.
Ich hasse die Person, die ich bin. Nur: Wie werde ich jemand anderes? Geht das überhaupt? Kann man sich um 180° drehen?

Ich weiß, mein Post klingt etwas durcheinander. Aber das geht in mir einach gerade vor und ich kann es nicht richtig ordnen... :(
 

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texn

Gast
Als Mann kann ich nur sagen: Du bist der Traum vieler Männer, die auch das ganze Wochenende nur rumgammeln und genauso denken wie du, glaub mir. :D Außerdem hat niemand Bock auf Haushalt, vor allem nicht, wenn man schon den ganzen Tag eine Arbeit gemacht hat, auf die man ebenfalls kein Bock hat.
 
T

Trilum

Gast
Hallo CalenderGirl,

du kennst sicher diese Geschichten, von Menschen die in kurzer Zeit viel Abgenommen haben, sich selbst das Rauchen oder schlimmeres abgewöhnten.

Das Geheimnis dahinter ist, sobald du etwas jeden Tag tust, wird es zur Normalität.

Dabei geht es jetzt darum, dass du etwas für dich selbst tust, denn so wie du es beschreibst, scheint es, als hättest du dein Gleichgewicht verloren und als könnte es schlimmer werden.

Hast du mal über einen Verein nachgedacht? Sport? Irgendwas, bei dem du unkompliziert Menschen kennenlernen kannst und das dir Spaß macht? Oder wolltest du schon immer mal etwas lernen oder ausprobieren? Wenn ja, dann fange damit an, und achte darauf, dass du dich daran gewöhnen kannst und dich nicht überforderst. Dabei stehen nicht die Menschen im unmittelbaren Vordergrund, sondern dein Selbstempfinden.

Tue etwas für dich und lass dir Zeit da hinein zu wachsen, dann wird sich deine gesamte Welt auch besser anfühlen und du wirst zufriedener.

Erwarte dabei nicht zu viel von anderen Menschen, sondern lass dir auch hier Zeit. Das schützt vor Enttäuschungen:eek:
 

Jenny

Aktives Mitglied

Ich hasse die Person, die ich bin. Nur: Wie werde ich jemand anderes? Geht das überhaupt? Kann man sich um 180° drehen?
Hallo CalenderGirl:unschuldig:,

ich nehme mal stark an, dass Du innerlich den ganzen Tag so mit Dir sprichst, als hättest Du Deine größte Feindin in Dir und müsstest sie dauernd überall mitschleppen. Diese innere Stimme.

Statt Dir den ganzen Tag z.B. selber immer innerlich vorzubeten:

Ich bin nichts wert, keiner mag mich, ich bin schlampig, im Haushalt könnte ich schneller sein..

positiv formulieren:

Ich bin eine liebenswerte, warmherzige Frau mit Ausstrahlung, meinen Haushalt schaffe ich mit Links, ich bin stolz auf mich..



Schreibe erst Deine negativen Sätze auf, das was Du den ganzen Tag sowieso denkst u. formuliere es danach ins positive.

Google mal "Affirmationen"
Diese schreibt man in der Gegenwartsform.
Mache Dir mal die Mühe und schreibe mit ein paar Sätzen ein positives Selbstbild von Dir.
Und lese es jeden Abend, vor dem Einschlafen, durch.


So habe ich es gemacht. Mein innerer Kritiker ist ruhiger geworden.
Ein Satz den ich mir formuliert habe u. mir innerlich auswendig vorbete ist:
"Ich weiß, das Fehler machen menschlich ist. Ich verzeihe mir. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, frage ich mich, was ich dadurch gelernt habe u. hake den Fehler dann als gelernt ab. Mein Wert als Mensch bleibt immer gleich gut. Egal was ich tue."
"Ich bin eine wertvolle,......Frau."

Rede einfach mit Dir mal positiv, statt negativ.
Irgendwann glaubst Du Dir auch selbst das Positive.

Gruß

Jenny
 

CalenderGirl

Neues Mitglied
Vielen Dank für eure Antworten :)

Die haben mich doch schon einen Schritt weitergebracht.

@HESBACK: Das versuche ich mir selbst auch immer einzureden, in vielen Situationen klappt es, aber in vielen anderen leider nicht :( Aber das ist bestimmt ein Trainingssache.

@Trilum: Dein Tipp, etwas für mich selbst zu tun und in kleinen Schritten voranzugehen, werde ich beherzigen. Ich bin jemand, der, wie oben ja schon geschrieben, sehr ungeduldig ist, sprich, ich erwarte immer sofort Ergebnisse und/oder Erfolge. Treten die nicht ein, werde ich unglücklich und habe das Gefühl, nichts auf die Reihe zu bekommen.

@Jenny: Du hast recht. Meine größte Feindin bin ich wohl selbst. Und der kleine Teufel in mir macht mich selbst total fertig, wenn mal wieder nichts klappt oder ich einen Fehler mache oder oder oder. Dann fallen in meinem Kopf Sätze wie "Gott, bist du dämlich!", "Ist ja mal wieder typisch" und so weiter. Im Laufe der Jahre ist diese Stimme immer lauter geworden, bis sie alles andere übertönt hat. Ich werde mal versuchen, diese Stimme etwas leiser zu drehen und auf die guten Stimmen zu hören.

Ich merke, es steckt wohl noch ein harter Weg vor mir, der mir tatsächlich wieder Angst macht. Ich möchte diese Person loswerden, zu der ich gerade werde, aber ich habe auch Angst vor dem neuen, unbekannten Menschen, der ich werden könnte.
Seltsam, oder?
 

Jenny

Aktives Mitglied
Ich merke, es steckt wohl noch ein harter Weg vor mir, der mir tatsächlich wieder Angst macht. Ich möchte diese Person loswerden, zu der ich gerade werde, aber ich habe auch Angst vor dem neuen, unbekannten Menschen, der ich werden könnte.
Seltsam, oder?
Guten Morgen,

in gewisser Weise bestimmst Du selbst, an was Du glaubst.
Es liegt an Dir, womit Du dich gedanklich in jeder ruhigen Minute, in dem kein Mensch etwas von Dir möchte u. Du keine Aufgabe zu erledigen hast, beschäftigst.
Dein Denken bestimmst Du alleine, kein anderer Mensch sieht in Deinen Kopf rein.
Und Du gehst immer in Richtung Deiner Gedanken, Du wächst in Deine neue Rolle hinein.

"Ich bin eine wertvolle, schlaue....Frau."
"Ich kann..
" Ich habe..."
"Ich gebe..(z.B. meinen Mitmenschen die Gefühle, die ich mir von ihnen persönlich wünsche.)"
Ich schenke mir selbst (Eigenschaften)"

Angst brauchst Du dann nicht mehr zu haben, Du beschäftigst dich sowieso (wie jeder hier) pausenlos innerlich gedanklich mit sich selbst. Seine innere Stimme wird man niemals los.

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg.

Gruß

Jenny
 

Luciette

Mitglied
Hallöchen :rolleyes:

Es ist wirklich interessant, dass man andere Menschen meistens besser einschätzt als sich selber. Es sind sicher viele mit dem Haushalt überfordert und viele fauler als sie zugeben wollen/zeigen :p

Du hast einen Job den du liebst, aber du bist Motivationslos... versuche die Aufgaben, die du tust einfach zu lieben. Oft sind es Blockaden im Kopf, Dinge erscheinen schlimmer als sie tatsächlich sind...

Wenn du etwas möchtest, dann beginnt dies ja im Kopf. Man hat das Verlangen etwas zu erreichen/zu sein, was man nicht ist. Jetzt versuch nur noch dieses wollen auf deine Handlung zu übertragen. Gib bei allem was du machst einfach 10 % mehr und du wirst auf jeden Fall zufriedener sein.

Lass dich nicht von Kleinigkeiten fertig machen! Gib dir bei dem was wichtig ist Mühe und verwende deine Energie nicht darauf Kleinigkeiten eine größere Bedeutung beizumessen.

Manche Menschen brauchen mehr Raum für sich selber. Vielleicht brauchst du es auch mal einfach auf der Couch zu liegen
und solange du dich wohl fühlst ist dies auch völlig in Ordnung. Wenn du bemerkst, dass es dir nicht mehr gut tut, dann schau doch einfach im Internet, was man so in der Freizeiz machen kann.

Dann versuche charakterlich genau der Mensch zu werden, mit dem du gerne befreundet wärst. Sei unvoreingenommen und versuche dich etwas gegenüber neuem zu öffnen. Du kannst dich nur verändern wenn du offen dafür bist, neues in deinem Leben zuzulassen!


Selbst die schönsten Leute fühlen sich manchmal unattraktiv, aber ich wette du bist es nicht! Optisch gesehen ist es einfach wichtig sich gut zu pflegen, vielleicht eine neue Frisur, neue Klamotten und natürlich eine freundliche Ausstrahlung.


Sieh es nicht als eine 180 Grad Drehung sondern als eine Transformierung an! :)

LG Luciette
 

CalenderGirl

Neues Mitglied
Hallo ihr zwei,

vielen lieben Dank für eure Antworten :)

Ihr habt mir sehr geholfen. Ich werde versuchen, meiner inneren Feindin die kalte Schulter zu zeigen und definitiv an meiner Einstellung mir selbst gegenüber zu arbeiten...

Und den Tipp mit der Affirmation werde ich auf jeden Fall ausprobieren :)
 

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