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Selbstdarstellung in Social Media = Angeberei?

  • Starter*in Starter*in Eugenie
  • Datum Start Datum Start
Und ihr müsst jetzt reinhacken, weil die, die sich hier über vermeintliche Selbstdarstellung echauffieren, dann wohl vermeintlich "kein Leben" haben? Wenn das so ist, ist das doch schade für sie, und nichts, womit man sie "beleidigen" oder "angreifen" könnte.
 
Wer angibt, hat's nötig.
Das war schon vor Facebook & Co. so.

Gegen Leute, die behaupten, bei ihnen laufe immer alles ganz toll, nichts könne sie erschüttern, niemand könne ihnen widerstehen ("Veni, vidi, vici"), bin ich seit jeher allergisch, weil so etwas nur gelogen sein kann mit der Absicht, andere übertreffen zu wollen.

Viel sympathischer, weil menschlicher, sind mir Menschen, die zugeben können, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass sie neben Erfolgen und Begabungen auch ihre Schwächen und Probleme haben. Deren Urlaubsberichte höre ich mir dann auch gern an. 😉

Es gibt in jedem Leben Licht- und Schattenseiten, und darum sollte man immer schön ehrlich bleiben und weder so tun, als ob alles super, noch so, als ob alles Sch.... sei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe nicht, warum viele gerne so einen Wind um Social Media machen müssen. Entweder ich steige ein, oder ich lasse es bleiben. That's it. Es kann eine feine Sache sein, die praktisch ist, oder ich streiche es eben aus meinem Leben - man lebt trotzdem weiter. Und wenn man nur durch Social Media am aktuellen Geschehen seiner Kontakte dran ist, sollte man seine Kontakte überdenken. Ich kann mit mir vollkommen Fremden "befreundet" sein, mit flüchtigen Bekanntschaften, oder nur mit Leuten, mit denen ich im echten Leben auch real befreundet bin.

Alles, was meine Freunde bei Facebook posten, erzählen sie mir ebenfalls von selbst, wenn wir uns treffen. Abgesehen von lustigen Bildchen - wobei, die zeigen sie mir auch 😉.

Facebook ist KEINE Blogging-Plattform. Wenn ich über das Leben tiefgehender sinnieren möchte oder komplex von meinem Alltag erzählen will, sollte ich bloggen. Aber ein paar nette Fotos zu posten, zu erzählen, dass man einen neuen super Job hat, zu zeigen, wo die nächste Urlaubsreise hingeht oder kurz anzureißen, dass ich von etwas genervt bin - dagegen spricht doch nichts. Mehr ist Facebook auch nicht.

Zum Problem wird es nur, wenn mitschwingt "Ich bin so viel toller und besser als ihr. Ja IHR! IHR, die das gerade lest!"
Oder wenn man im echten Leben keine Sozialkontakte hat, überhaupt keine Abwechslung im Alltag drin ist, ich aber schlichtweg alles aufbausche oder sogar erfinde, um nicht doof dazustehen, auch das kann zum Problem werden.

Das ist aber dann das ganz eigene Problem der Poster. Wenn ich aber einen nett oder belanglos gemeinten Beitrag, der einfach mit der Allgemeinheit irgendwas teilen möchte, als Wichtigtuerei oder Abwertung meiner Person empfinde, dann sollte ich überlegen, ob ich ein Problem habe. Abgesehen davon zwingt mich keiner, diese Beiträge anzusehen. Ich mache bei den Abos viele, viele, viele Haken raus, einfach weil es mich nicht interessiert. Oder zumindest nicht ständig.

Ich verdiene mein Geld teilweise mit Social Media. Und ja, nirgendwo wird so viel Bullshit oder für mich überflüssiger Kram gepostet, wie in sozialen Netzwerken. Aber ist halt so. Wenn es anderen Freude macht? Gibt ja verschiedene Vorlieben und Abneigungen. Der eine postet penetrant sein Mittagessen, ich finde das überflüssig, also sehe ich es mir nicht an. Jemand anderes ist vielleicht wiederum von für mich interessanten Links genervt, die ich gerne poste. Oder von lustigen Katzenvideos 😉.

Ich finde es wichtig, dass wir lernen, auch in sozialen Netzwerken auf Durchzug zu schalten. Und uns immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass wir auch jederzeit den Computer ausschalten und offline gehen können. Im Alltag klappt das ja auch bei vielen, wenn ein/e nervige/r Kollege/in in der Pause wieder vom fetten Urlaub erzählt. Dann schalten auch viele auf Durchzug, oder gehen weg und machen was anderes.

Wenn etwas an einem nagt und ganz tief in einem drin an etwas rührt, dann ist das oft ein Nerv, der getroffen wird. Und dann sollte man meiner Ansicht nach überlegen, warum. Und was ich dagegen machen kann, dass ich das nächste Mal weniger neidisch, missgünstig oder getroffen bin.
 
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Wer angibt, hat's nötig.
Das war schon vor Facebook & Co. so.

Gegen Leute, die behaupten, bei ihnen laufe immer alles ganz toll, nichts könne sie erschüttern, niemand könne ihnen widerstehen ("Veni, vidi, vici"), bin ich seit jeher allergisch, weil so etwas nur gelogen sein kann mit der Absicht, andere übertreffen zu wollen.

Viel sympathischer, weil menschlicher, sind mir Menschen, die zugeben können, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass sie neben Erfolgen und Begabungen auch ihre Schwächen und Probleme haben. Deren Urlaubsberichte höre ich mir dann auch gern an. 😉

Es gibt in jedem Leben Licht- und Schattenseiten, und darum sollte man immer schön ehrlich bleiben und weder so tun, als ob alles super, noch so, als ob alles Sch.... sei.



Sehe ich auch so! Und solche Perlen findet man auch gelegentlich! :blume:
 

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