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Seit Umzug Leben in Scherben

Für mich gehst Du da so eine Art Ausweichstrategie.
Wenn Menschen psychische oder körperliche Gewalt ertragen müssen, dann sind die dazu geneigt, sich trotzdem wohl fühlen zu wollen.
Oftmals ist es dann der Fall, das diese Menschen sich definitiv mehr an andere Dinge binden , als an die die wegfallen, weil die der Gewalt die erfahren wird unterliegen.

Beispiel - Unfall Verletzung man kann nix dafür , Bein gebrochen. Nun sitzt man da hat Schmerzen und unterliegt der Gewalt ein kaputtes Bein zu haben, man geht nicht so oft raus , bleibt 6 Wochen eher ruhig und schaut viel TV .......dann darf man wieder laufen .....und eigentlich ,weil man ja lange nicht gelaufen ist, würde man sich auf das Laufen freuen und das tut man auch und siehe da es funktioniert, man läuft wieder man freut sich .....aber was ist das ...

grade hat man erst mal 200 Schritte gemacht und grade ist die Zeit wo eigentlich die lustige Blödelserie läuft , wo man die Seele bei baumeln lässt, da hat man dieses Gefühl ....und denkt , wie wäre es jetzt auf dem Sofa mit ein paar Chips , die Serie gucken......

dann relativiert man und stellt fest - ey 6 Wochen rumgesessen 5 Kilo zugelegt, ne Du lauf Du mal besser weiter oder man wird dicker weil man anders relativiert - das Auf dem Sofa TV gucken hat ja nur 6 Wochen gedauert, eigentlich könnte ich das noch mal 6 Wochen machen , so toll war das ......

oder das Kind wird Zuhause geprügelt und immer, wenn es sich im Garten auf die Schaukel setzt, weil die Mamma grade "Männerbesuch" hat "kompensiert" es die gewaltsame Falschbehandlung.
Die Bindung ans Schaukeln wird dann etwas existenzielles ...sie wird sehr stark.

Baut nun einer die Schaukel ab - wird das Kind an dem Tag ausrasten oder großen Druck aufbauen bzw. haben und die Sicherung brennt durch ...

Du bist jetzt umgezogen, hast aber ja eine sehr starke Bindung an Deine alte Wohnung.
Würdest Du also wieder in der alten Wohnung wohnen, wäre Dir klar - Keine Panik - kein Weinen- Keine Not - Keine Depressionen ?
Das widerspräche der Tatsache , das Du schon mehrere Jahre Therapie machst.

War denn der jetzige Umzug so etwas wie das Du Dich aus einem sicheren Umfeld bewegt hast, so das Gefühl das Du jetzt etwas ertragen musst ( gewaltsam ) was Du vorher nicht musstest ?

Na und Dein Partner - der nimmt Dein Weinen und Deine Panik und das alles eher in Kauf , als den Kompromiss wieder in das alte Umfeld zu ziehen und trennt sich dann - wenn Du aus Selbstschutz gehst ?
Hm- ich denke -ich wäre schon gegangen , gut, aber ich hab ja auch keine Depressionen.
Danke für deinen Beitrag! Ich verstehe, was du meinst. Und es stimmt auch, dass meine Bindung zur alten Wohnung sehr stark war, obwohl ich immer dort weg wollte (zu klein, renovierungsbedürftig etc). Wahrscheinlich habe ich deshalb gedacht, dass ich dort nicht bleiben will, bzw. wir mussten leider eh raus. Wir hätten allerdings noch Zeit gehabt zum Suchen. Ich fand das aber so anstrengend, dass ich nach 3 Monaten einfach froh war eine Zusage zu haben - auch wenn nicht in der Innenstadt sondern in der Stadt nebenan. Tja das war wohl eine falsche Entscheidung. Und diese Entscheidung fühlt sich jetzt an als ob ich mein Leben zerstört hätte.

Mein Partner würde sich bei einem Auszug meinerseits trennen, weil er die Wohnung allein nicht halten kann und mir dann vorwirft, was ich ihm antue etc. weil er dann eine neue Wohnung/WG finden muss. Außerdem wirft er mir vor, unser gemeinsames Leben aufzugeben und nicht genug dafür gekämpft zu haben.
 
A

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Re: Seit Umzug Leben in Scherben
Hast Du Erinnerungsstücke oder Fotos von Deiner Familie etc. Urlaubsorten Hobbys,oder sowas was Dir vielleicht irgendwie unbewußt fehlt ? Also in der alten Wohnung bspw. waren die noch da in der neuen Wohnung sind die im Keller gelandet ...oder sowas ...Trigger können recht unterschiedlich gelagert sein und zur Sichtweise Deines Freundes - da sieht er doch etwas grundlegend falsch.

Es geht doch darum das Du gesund wirst. Oder so weit mit den Problemen klar kommst, dass der Alltag für Dich keine zu fürchtende Zukunft ist, sondern ganz normal 24 Stunden jeder Tag und jede Stunde mit 3600 Sekunden, wo Du was tun kannst.

Wenn Du also sagen wir mal stationär in Behandlung gehen würdest, weil das ein Arzt als notwendig ansehen würde , dann würde ja die Miete weiter bezahlt und Dein Freund und Du würden die Wohnung nicht verlieren. Du hättest aber ärztliche Begleitung, insofern Du Medikamente nimmst, eine Kontrolle, ob alles gut vertragen wird , aber auch die akute Möglichkeit die Gefühlslage mit Ärzten zu besprechen, denkst Du, wenn Du da sozusagen räumlich aus der
Alltagsbewältigungsschublade raus bist,

geht es Dir besser ? - warum rät Dir jemand zum Vater zu ziehen , was ja auch sowas ist wie aus der Schußlinie nehmen. wenn er Dich dort nicht gefährdet sieht?
 

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