Hallo, ich hatte vor 2 Monaten schon mal einen Beitrag hier verfasst.
Die Thematik ist, dass ich vor 4 Monaten
mit meinem Partner (5 Jahre Beziehung) von der Innenstadt einer Großstadt in eine Stadt direkt nebenan (mit der Sbahn sind es 8 Minuten in die Innenstadt) gezogen bin. Wir haben zuvor schon jahrelang zusammen gewohnt, das hat gut funktioniert. Der Umzug hat bei mir zu einer schweren Depression geführt und ich war 8 Wochen stationär. Gebracht hat es nicht viel, ich bekomme weiterhin Panik in der neuen Wohnung, mein Therapeut sagt, dass ich ein traumatisches Erleben in der Wohnung habe. Konkret vermisse ich die alte Wohnung + Lage sehr und trauere viel. Die neue Stadt fühlt sich für mich bedrohlich an, das war bei den Besichtigungen (wir hatten mehrere in dieser Stadt) nie so.
Hintergrund meiner jetzigen Dekompensation ist vermutlich, dass ich aufgrund von Verlusten in der Kindheit von Bezugspersonen sehr sensibel auf Wohnortverluste/Wohnortveränderungen reagiere. Ich verstehe das, trotz allem möchte ich mein Leben wieder leben, arbeiten gehen, einfach einen ganz normalen Alltag haben ohne dauerhafte Panik, Zittern, und Weinen. Zudem verhalte ich mich teilweise wie ein Kind, weil ich mich so hilflos fühle.
Mein Therapeut möchte, dass ich versuche mehr Zeit in der Wohnung allein zu verbringen. Das ist für mich ein Albtraum. Meine Familie sagt, ich soll vorübergehend zu meinem Vater ziehen, wenn ich es eben nicht in der Wohnung aushalte. Das Problem dabei ist nur, dass sich mein Partner dann von mir trennen würde und ich nicht weiß wie schädlich das für meinen aktuellen Zustand wäre, da ich eine abhängige Persönlichkeitsstruktur habe. Mein Therapeut rät mir auch dazu, die Beziehung aufrecht zu erhalten, vermutlich um mich zu stabilisieren. Ich habe dann aber die Sorge, dass es mir nicht besser gehen wird. Ich möchte schließlich auch wieder arbeiten gehen um eigenständig zu sein und notfalls eine neue Wohnung zu suchen.
Ich möchte einfach nur mein Leben zurück und bin so verzweifelt, wie ein Umzug mich so aus der Bahn werfen konnte. Es fühlt sich, als ob ich mein Leben zerstört hätte.