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Seit Umzug Leben in Scherben

Habt ihr voerher schon zusammengelebt? Möglicherweise ist das Zusammenziehen mit dem Partner die größere Umstellung, die die Krise auslöste, als die neue Wohnung selbst?
Ja wir haben davor schon 5 Jahre zusammengelebt und das lief sehr gut.
Hast Du betreffend der frühkindlichen Traumata mal etwas unternommen ? Therapie, Gespräche, Eruierung des Geschehenen und des dazu erlebten Gefühls ???

Das wäre vielleicht der richtige Weg ....um "Trigger" zu erkennen und ihnen ihre Wirkung zu nehmen....
Ja ich war 5 Jahre in ambulanter Trauma-Therapie (bin es immer noch) und 4 stationäre Aufenthalte.
 
A

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Re: Seit Umzug Leben in Scherben
Vielleicht bist du auch empfindlich auf Veränderungen? Haben einige, das sie damit Probleme haben und gewisse Zeit brauchen um sich an die Veränderung zu gewöhnen. Ich habe auch Monate gebraucht um mich in meiner neuen Wohnung sicher zu fühlen, bin nachts von jedem Geräusch im Treppenhaus aufgewacht, bis ich mich daran gewöhnt hatte das meine Nachbarn lange arbeiten und dort spät unterwegs sind.

Fällt dir was ein, was du verändern kannst um dich sicher/er zu fühlen?

Eventuell Tür kontrollieren ob abgeschlossen oder eine kleine Safe-Space Ecke..mit Kuscheldecken die du Kokonmässig um dich wickeln kannst oder ein Tipi, Baldachin, Himmelbettkonstruktion, Vorhänge, Pulloverdecke, kleine Sitzecke mit Kissen usw. nur für dich? Entspannende Musik auf Kopfhörern? Duftkerzen? Lichterkette?
 
Hallo, ich hatte vor 2 Monaten schon mal einen Beitrag hier verfasst.
Die Thematik ist, dass ich vor 4 Monaten
mit meinem Partner (5 Jahre Beziehung) von der Innenstadt einer Großstadt in eine Stadt direkt nebenan (mit der Sbahn sind es 8 Minuten in die Innenstadt) gezogen bin. Wir haben zuvor schon jahrelang zusammen gewohnt, das hat gut funktioniert. Der Umzug hat bei mir zu einer schweren Depression geführt und ich war 8 Wochen stationär. Gebracht hat es nicht viel, ich bekomme weiterhin Panik in der neuen Wohnung, mein Therapeut sagt, dass ich ein traumatisches Erleben in der Wohnung habe. Konkret vermisse ich die alte Wohnung + Lage sehr und trauere viel. Die neue Stadt fühlt sich für mich bedrohlich an, das war bei den Besichtigungen (wir hatten mehrere in dieser Stadt) nie so.
Hintergrund meiner jetzigen Dekompensation ist vermutlich, dass ich aufgrund von Verlusten in der Kindheit von Bezugspersonen sehr sensibel auf Wohnortverluste/Wohnortveränderungen reagiere. Ich verstehe das, trotz allem möchte ich mein Leben wieder leben, arbeiten gehen, einfach einen ganz normalen Alltag haben ohne dauerhafte Panik, Zittern, und Weinen. Zudem verhalte ich mich teilweise wie ein Kind, weil ich mich so hilflos fühle.
Mein Therapeut möchte, dass ich versuche mehr Zeit in der Wohnung allein zu verbringen. Das ist für mich ein Albtraum. Meine Familie sagt, ich soll vorübergehend zu meinem Vater ziehen, wenn ich es eben nicht in der Wohnung aushalte. Das Problem dabei ist nur, dass sich mein Partner dann von mir trennen würde und ich nicht weiß wie schädlich das für meinen aktuellen Zustand wäre, da ich eine abhängige Persönlichkeitsstruktur habe. Mein Therapeut rät mir auch dazu, die Beziehung aufrecht zu erhalten, vermutlich um mich zu stabilisieren. Ich habe dann aber die Sorge, dass es mir nicht besser gehen wird. Ich möchte schließlich auch wieder arbeiten gehen um eigenständig zu sein und notfalls eine neue Wohnung zu suchen.
Ich möchte einfach nur mein Leben zurück und bin so verzweifelt, wie ein Umzug mich so aus der Bahn werfen konnte. Es fühlt sich, als ob ich mein Leben zerstört hätte.
 
Vermutlich liegen deine psychischen Probleme auch noch woanders.

Wenn du dich in der Wohnung so extrem unwohl fühlst dann suche dir eine andere Wohnung.

Wenn sich dein Partner wegen eines Umzuges von dir trennen würde dann liebt er dich vermutlich nicht tatsächlich.
 
Wie reagiert dein Partner denn auf deine Probleme seit dem Umzug?
Habt Ihr Euch beide für diese neue Wohnung entschieden, oder hast Du nur halbherzig zugestimmt? War die Beziehung vorher wirklich intakt?
Was denkst du persönlich, was dir helfen könnte?
Einen Rückzug zum Vater sehe ich als Flucht. Das würde ich raten, wenn dein Partner der Grund für deine Probleme wäre. Wenn Ihr aber wirklich schon fünf Jahre glücklich (!?) zusammengewohnt habt, scheint es daran ja nicht zu liegen. Was für mich da nicht zusammenpasst ist jedoch, dass dein Freund sich wohl lieber von dir trennen würde, anstatt dein Problem ernst zu nehmen.
 
Wenn man glücklich zusammen war würde doch dein Partner auf deine psychischen Probleme und dem Wunsch nach Rückkehr in das alte Umfeld anders reagieren..

Solche psychischen Probleme haben oft etwas mit einer schwierigen Kindheit, Elternbeziehung, aber auch Partnerbeziehung zu tun.
Familienaufstellung und Genogrammarbeit könnte dir helfen.

Wenn du dich in der Wohnung nicht wohl fühlst würde ich ausziehen.
 
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