Vielleicht fühlst du dich aber auch nur abgelehnt, während die vermeintlich Ablehnenden lediglich kein Interesse haben, weil sie selber kein Bedürfnis nach weiterer Gesellschaft verspüren. Das könnte man dann zwar egozentrisch, vielleicht auch gedanken- oder gar rücksichtslos nennen, da sie deiner Sehnsucht nach Kontakt und Zugehörigkeit nicht entsprechen. Die unterschiedlichen Motivationen sind aber schon relevant für dein Ego und viel wichtiger noch, wie du damit umgehst.
Schön wäre, wenn du genug Selbstbewusstsein hättest dir zu sagen, dass sie halt Pech haben und nie sehen werden, was für ein bereichernder Freund du für sie hättest sein können. Stattdessen suchst du den Fehler bei dir, dass etwas an dir ist, was andere womöglich sogar abstößt. Kannst du nicht versuchen zu verinnerlichen, dass eben nicht jeder mit jedem will? Dass dazu immer 2 gehören?
Indem du ja sehr wohl Freunde hast geht es dir schon viel besser als manch anderem in der heutigen Zeit. Google doch mal nach dem "halb vollen/halb leeren Glas Wasser", vielleicht verstehst du dann, was ich meine - sofern du das Bild nicht kennst.
Und klar geht es immer noch besser (aber eben auch schlechter). Die Kunst ist, zufrieden zu werden mit dem, was man hat - und es schätzen zu lernen. Du sagst, du hast sehr gute Freunde, aber niemand mag dich. Das ist ganz schön geringschätzend diesen Freunden gegenüber, denn sicher mögen sie dich.
Wenn es dir zu wenige Freunde sind. muss dich ja nicht davon abhalten, bei passenden Gelegenheiten zu versuchen, deine Kontakte zu erweitern. Wenn du das möchtest, könntest du - um deine Chancen zu verbessern - dich in Situationen begeben, in denen klar ist, dass die anderen gleiche Interessen haben. Gibt es in deinem Ort z.B. ein Online-Forum "Neu in der Stadt"? Dort suchen neu Zugezogene aktiv Kontakte und deine Chance, dort jemanden zu finden, der dich offen aufnimmt, ist höher. Dem könntest du sogar gleich etwas zurückgeben, ihm die Stadt zeigen etc. pp. So wirkst du dann auch nicht bedürftig. Wer bedürftig rüberkommt wirkt schnell klettig - und das wiederum kann tatsächlich abstoßen, da du womöglich eine soziale Distanz unterschreitest und beim anderen Flucht- oder Ablehnungsreflexe auslöst.