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sehnsucht nach dem messer

Ringelsocke

Mitglied
ich fühl es, tief in mir,
es schreit

wenn ich es raus lass wird es anders sein
wenn ich es unterdrücke geht es weiter wie bis her

und wenn ich nun keins von beiden tu ?
die frage ist nur welches die dritte möcglichkeit währ

wahrscheinlich nicht unterdürcken und gleichzeitig nich raus lasen
was in meinen augen nicht geht

also lass ich es bei verstohlen kleinen wunden
oder lass ich irgendwann mal das raus was raus will
was mich in träumen und fantasie quällt
was mir tag für tag ins gesicht kotzt
und was mir eigentlich am A**** vorbeigehen müsste
-----------------------------------------------------------

ich weiss ehrlich gesagt nich direkt was ich schreiben soll,
meien schmerzen verfasse ich meistens wie dort oben ^^

dennoch muss es irgenwie aufhörn
ich kann meine haut nicht immer unter der keldiung verstecken

heute nacht bin ich ehrlich gesagt an meine persönliche grenze gestoßen
in der küche zu sitzen und drüber nachzudenken ob es sehr weh tut
und nicht weiss ob man es machen soll......

da ich angst vorm tot habe, hätt es einfach nur stark geblutet doch dazu war ich nicht in der lage
die größe d es messers die schärfe hat mri angst gemacht

die tränen haben mich überweltigt und ich verkroch mich ins bett

ich weiss das ich aufhörn sollte/muss/vll auch möchte
aber ich find es garnich so einfach
vorallem wenn man nicht wirklich weiss wieso weshalb warum?!

das was nachbleibt sind die narben, denkt man ..............

es ist nur ein teil, und zwar heute nacht.....

lieben gruß die ringelsocke
 

Anhänge:

  • derschmerz.jpg
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Hallo Ringelsocke,

ich fühl es, tief in mir,
es schreit

wenn ich es raus lass wird es anders sein
wenn ich es unterdrücke geht es weiter wie bis her

und wenn ich nun keins von beiden tu ?
die frage ist nur welches die dritte möcglichkeit währ

wahrscheinlich nicht unterdürcken und gleichzeitig nich raus lasen
was in meinen augen nicht geht
ich würde sagen, die dritte Möglichkeit wär, es gar nicht erst reinzulassen...

Sorry, falls das für dich verächtlich klingt, das war nicht meine Absicht. Aber sag mal, bekommst du denn Hilfe von irgendwo her? Hast du schon mal direkt jemanden auf deine seelischen Schmerzen aufmerksam gemacht? Also außer, dass du dich hier an das Forum wendest meine ich. Es ist nämlich oftmals so, dass die Leute indirekte Hilfe-"Rufe" nicht wahrnehmen oder missverstehen...
Wenn die Leute es nicht merken, heißt das ja noch lange nicht, dass es keinen interessiert!

Viele Grüße,
Jens
 
hey jens

erstmal danke für die schnelle reaktion

ja ich habe leute den ich es erzähle oder die es wissen

in meiner alten kalsse wusste es niemand ich habe nur (wenn überhaupt) mit leuten im internet drüber gesprochen

jetzt in meiner neuen klasse wissen es schon 4 personen
aber 2 davon machen sich da nicht weiter den kopf drum
was auch besser ist denn ich weiss nich ob es so gut ist das sie es wissen

alina, mit der ich mich recht gut versteh, rede ich garnicht drüber, ich weiss nich recht wieso...

naja und dann bleibt aus der klasse nur noch groggn
ich hab ihm viel anvertraut davon
er hat sogar ein messer was ich zu einer zeit immer benutzt habe zu sich genommen damit ich , wenn ich es sehe, nicht dran denken muss

es hat einwenig angehlaten aer auch nicht lange
ich rede manchmal mit ihm drüber aber eher ungern er wirkt .. ich weiss nich
er mag glaube ich nicht drüber sprechen oder so

naja und der der am meisten mitbekommt , den kenn ich nicht persöhnlich aber jetzt schon ein gutes jahr im internet
er möchte mir helfen, mir zuneigung geben
aber ich weiss nich ob das alles so hinhauen würde
er weiss viel über mich aber ich mag ihn damit auch nicht ständig belasten, vorallem jetzt nicht er muss seine prüfungen schaffen da muss er sich nicht auch noch ein kopf um mich machen

das gestern nacht war das erste mal das ich mich an ein forum gewand habe (das eine davor wo ich esgelöscht habe , mal nicht mitgezählt)


du nennst es hilfe-ruf

ich nenn abreagier
meine wut an mir aus lassen und nicht an anderen
mir weh tun bevor ich anderen weh tue
oder den schmerz den ich anderen zugefügt habe zurück zu mir geben

....

soweit erstmal ich muss nun erstmal weck

lieben gruß die ringelsocke
 
Hallo Ringelsocke,

du tust es also, um dich abzureagieren. Ok, so gesehen erscheint mir das auch logischer...
Wenn man wütend ist, kann man das entweder in sich reinfressen oder die Wut aus lassen - an sich selbst oder an anderen. Diese drei Möglichkeiten sind wohl alle ziemlich schlecht, nur hast du keine bessere zur Zeit. Und anscheinend konnte dir auch noch niemand, dem du dich anvertraut hast, eine bessere Lösung sagen. Ich denke mal, das liegt daran, dass deine Freunde ganz einfach überfordert sind damit und dir so auch nicht wirklich helfen können.
Ich hatte eigentlich eine ähnliche Erfahrung machen müssen. Es war schon schwer genug, überhaupt Leute zu finden, die bereit waren zu zuhören, aber helfen konnten sie mir damit nicht wirklich. Ich glaube, sie konnten noch nicht einmal meine Probleme so richtig nachvollziehen. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich auch deine Probleme nicht wirklich verstehen...denn um sowas zu verstehen, braucht man entweder eine entsprechende Ausbildung, oder man muss selber schon mal ähnliches durchgemacht haben.
Ich muss sagen, dass ich es im nachhinein immer bereut habe, es überhaupt meinen Freunden erzählt zu haben, denn viele haben sich dann von mir lieber distanziert, weil sie damit überfordert waren. Darum möchte ich dir nahe legen, dass du dir richtige Hilfe suchst, also die Hilfe eines Therapeuten. Denn es ist nicht gut, wenn man so komplizierte Probleme mit einfachen Mitteln zu lösen versucht. Das funktioniert nicht - denn sonst hättest du es schon längst geschafft!

Eigentlich weiß ich gar nicht, welcher Art deine Probleme sind, ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es schlimme Dinge sind. Möchtest du davon erzählen?
Es ist auch ok, wenn du hier nicht davon erzählen willst, aber bitte quäl dich nicht länger, sondern hole dir professionelle Hilfe.

Viele Grüße,
Jens
 
hey Jens

ich würde schon über meine probleme erzählen wenn ich sie selber genau wüsste

ich bin mir in so vielen dingen überhaupt nicht im klaren das ich verzweifle
denke zu viel drüber nach, zerhackstückel es in tausende teile und am ende bin ich wieder am anfang und nicht schlauer

bei manchen habe ich es auch bereut, denn wie du schon sagtest es distanzieren sich einige

ich bereue es auch manchmal mir wehgetan zu haben
denn das ewige verstecken kann auch anstrengend werden
so wie heute beim klamotten einkaufen mit meienr mum

ich weiss nich recht wie ich es ausdrücken soll
wenn ich sage es tut mir leid das du so etwas durch gemacht hast hört sich das meiner meinung komisch an
aber ich hoffe du weisst was ich meine

zu einer profesionellen hilfe hat mir chris auch schon geraten
aber ich hab angst
ich weiss garnicht was ich dem erzählen soll
und wie ich da überhaupt rangehen soll

man würde etwas aufgeben was ein schon einige zeit begleitet hat
auch wenn es nichts gutes war/ist

es ist als würde man mit einem freund zusammen sein der ein andauernd schlägt, man weiss genau man muss schluss machen , aber man bleibt bei ihm

ich weiss nich ob du das jetzt so nachvollziehen kannst, aber ich hoffe schon

lieben gruß
dit ringelsöckchen
 
Hallo Ringelsocke,

ich würde schon über meine probleme erzählen wenn ich sie selber genau wüsste

ich bin mir in so vielen dingen überhaupt nicht im klaren das ich verzweifle
denke zu viel drüber nach, zerhackstückel es in tausende teile und am ende bin ich wieder am anfang und nicht schlauer
na gut, aber ich will nun auch nicht blind drauflos raten. Versuchen wir es mal etwas einzugrenzen: Könnten diese Gedanken durch ein früheres Erlebnis verursacht sein, das du verdrängt hast? Oder haben sie mit zukünftigen Ereignissen zu tun - Zukunftsangst?

ich weiss nich recht wie ich es ausdrücken soll
wenn ich sage es tut mir leid das du so etwas durch gemacht hast hört sich das meiner meinung komisch an
aber ich hoffe du weisst was ich meine
Ich verstehe es so, dass es dir nicht weiterhilft, wenn jemand nur Mitleid hat. Also dass du nach konkreten Lösungen suchst...

zu einer profesionellen hilfe hat mir chris auch schon geraten
aber ich hab angst
ich weiss garnicht was ich dem erzählen soll
und wie ich da überhaupt rangehen soll
Ja, das kenne ich nur zu gut. Ich habe mich so lange alleine mit meinen Problemen (Depressionen, Ängste) herumgequält, bis ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.
Die meisten gehen bei solchen seelischen Problemen auch erstmal zu einem Allgemeinarzt (Hausarzt). Psychische Erkrankungen sind genauso Krankheiten wie alle anderen auch, da brauchst du wirklich keine Angst zu haben, dass der Arzt dich da "schief anguckt" oder sowas. Du sagst einfach, dass du gern mal mit einem/einer Psychotherapeuten/in sprechen möchtest, weil du in letzter Zeit immer so viel grübeln musst und zu keinem Ergebnis kommst. Vielleicht kommt der Chris oder jemand dem du vertraust am Anfag mal mit?
Bei dem Psychotherapeuten brauchst du auch nicht gleich jedes kleinste Detail herausrücken. Das ist doch die Aufgabe des Therapeuten, herauszufinden, was eigentlich die Ursache für deine Probleme ist. Dazu wird er dir schon die richtigen Fragen stellen. In der ersten Stunde geht es sowieso erstmal um ganz allgemeine Dinge - deine familiäre Situation, dein Lebenslauf bisher usw.
Selbstverletzendes Verhalten (SVV) ist auf jeden Fall Grund genug, eine Therapie zu machen! Aber du hast am Anfang fünf Probesitzungen (die auf jeden Fall von der Krankenkasse bezahlt werden), in denen du dich entscheiden kannst, ob du eine Therapie willst und ob du sie mit diesem Therapeuten machen willst, oder lieber zu einen anderen gehen möchtest. Auch wenn du bei einem Therapeuten das Gefühl hast, dass ihr "nicht zusammenpasst" ist das überhaupt nicht schlimm, das kannst du dem Therapeuten dann auch sagen und er/sie wird dir deswegen ganz bestimmt nicht böse sein.
Bei einer Therape geht es immer nur um den Patienten. Der Patient bestimmt, was er verändern möchte, wie schnell er Fortschritte macht, welche Erwartungen er an die Therapie stellt.

man würde etwas aufgeben was ein schon einige zeit begleitet hat
auch wenn es nichts gutes war/ist
Ja, du wirst es aufgeben und etwas besseres dafür bekommen. Wär das nicht wenigstens einen Versuch wert?

Viele Grüße,
Jens
 
Hey Jens

Mir ist das Zitieren leider nicht gelungen , sry , daher hab ich einfach selbst zitat hingeschrieben 😉

ZITAT:
na gut, aber ich will nun auch nicht blind drauflos raten. Versuchen wir es mal etwas einzugrenzen: Könnten diese Gedanken durch ein früheres Erlebnis verursacht sein, das du verdrängt hast? Oder haben sie mit zukünftigen Ereignissen zu tun - Zukunftsangst?


Mir ist eigentlich nicht wirklich etwas schlimmes zugestoßen oder so
(und ich denke anschreien der mutter kann man nun wirklich nich zählen, auch wenn ich früher schon viel geweint habe oO )

eher bin ich mit dem tot nicht klar gekommen,bzw komm ich immer noch nicht mit klar
in meiner familie sind nun schon mein opa, cousin und 2 onkel gestorben
ich weiss nich wann mein opa gestorben ist , aber ich glaube ich habe erst danach mit dem ritzen angefangen

ob es nun damit zusammenhängt weiss ich nicht!

Aber ich habe angst vor dem tot
ich habe angst was danach sein wird
habe viel drüber nachgedacht und bin froh das ich nicht mehr jeden tag drüber nachdenken muss...

Zukunftsangst? hmm ja ich mein das hat glaube ich jeder einwenig oder ?
ich hab angst das ich auf der straße sitzen werde, eine schlechte mutter seinwe rde. keien ahnung gibt genug wovor man angst haben kann

ZITAT:
Ja, du wirst es aufgeben und etwas besseres dafür bekommen. Wär das nicht wenigstens einen Versuch wert?

Es währe sicherlich schön.
Allerdings werden die narben immer bleiben.. und an narben hängen erinnerungen

was ist wenn ich dann wieder anfang? ich hab ja schon zwischendurch 1 Jahr (oder eiwnenig länger)nichts gemacht , nicht dran gedacht..
doch es kam wieder

einen versuch wär es sicherlich wert nur sag mir wie ich zu einem therapeuten gehen soll , ohne das meine eltern und meine fam. das mitbekommt
ich möchte das nicht...
alle würden aufeinmal so viele fragen stellen und ich wüsste keine antwort
alle würden immer etwas im hinterkopf haben :/

ich möchte von meiner fam. als "normal" eingestuft werden
und nicht als "selbstverletzens-depri-kind"

meineer mutter ist viel an meinem verhalten aufgefallen, vorallem vor einem jahr, da war es recht schlimm mit down sein

ich war pissig und traurig, habe viel geweint(was keienr mitbekommen hat)
klar pupertät spielt hierbei auch eine wichtige rolle, denk ich

aber ich denke auch das, das nich der ganze grund ist, zumindestens währ die pupertät kein grund sich wehzutun

---------

Mir geht es gut, es sind nur die momente in denen ich in ein Loch falle und mit schnitten wieder herauskomme, in denen ich weine, in denen ich denke, in denen ich meine gefühle in texte oder gedichte verfasse......

Nur sind die Momente zu intensiv, und auch wenn es mir gut geht so ist da immer etwas in meinem hinterkopf, so denke ich......

Lieben gruß
dit Ringelsöckchen
 
Hallo Ringelsocke,

Mir ist das Zitieren leider nicht gelungen , sry , daher hab ich einfach selbst zitat hingeschrieben 😉
Passt schon. Mach's einfach so, wie du es kannst.

Mir ist eigentlich nicht wirklich etwas schlimmes zugestoßen
[...]
Aber ich habe angst vor dem tot
ich habe angst was danach sein wird
Tja, das wird wohl ein ewiges Rätsel bleiben, was nach dem Tod noch kommt. Manche Leute bilden sich ein, es zu wissen...aber wenn man dann nach Beweisen fragt, kommt da nichts Brauchbares.
Ich persönlich glaube, dass nach dem Tod der selbe Zustand ist wie vor der Geburt - ein Zustand, in dem man, im Gegensatz zum Leben, nicht existiert. Dass die Existenz eines Tages aufhört, kann schon ein beängstigender Gedanke sein. Ich denke aber, dass man sich gar nicht so sehr vor dem Tod fürchtet (jedenfalls nicht vor dem eigenen), sondern vor dem Sterben...

habe viel drüber nachgedacht und bin froh das ich nicht mehr jeden tag drüber nachdenken muss...
Hmm...Das mit dem Tod ist aber kein Problem, das man lösen muss. Selbst wenn man an ein Weiterleben im Jenseits glaubt, muss man doch trotzdem nur die Probleme des Diesseits lösen - wenn ich das richtig verstanden habe.
Also: "Musst" du darüber nachdenken? Wenn nicht, dann kannst du doch auch an etwas anderes denken, oder? Aber zugegeben, man kann sich in solche Fragen ganz schön reinsteigern und dann wirklich richtig Angst bekommen. Es ist trotzdem "nur" eine Frage der Gedanken. Ich weiß auch nicht, wie man Zwangsgedanken am einfachsten los wird. Vielleicht indem man sich sagt, dass es Unsinn ist, was man da alles denkt??

Zukunftsangst? hmm ja ich mein das hat glaube ich jeder einwenig oder ?
ich hab angst das ich auf der straße sitzen werde, eine schlechte mutter seinwe rde.
So schlimm? Wenn ich an meine Zukunft denke, dann sehe ich...eigentlich nichts. Klar überlege ich auch manchmal, was wohl in zehn Jahren sein wird, aber ich kann mir da alles mögliche ausmalen - Gutes wie Schlechtes. Das Gute gefällt mir aber besser ;-)

Jens meinte:
Ja, du wirst es aufgeben und etwas besseres dafür bekommen. Wär das nicht wenigstens einen Versuch wert?
Es währe sicherlich schön.
Allerdings werden die narben immer bleiben.. und an narben hängen erinnerungen
Auch schlechte Erinnerungen kannst du später noch gebrauchen (z.B. wenn du mal Anderen damit helfen willst). Darum gut aufheben!

was ist wenn ich dann wieder anfang? ich hab ja schon zwischendurch 1 Jahr (oder eiwnenig länger)nichts gemacht , nicht dran gedacht..
doch es kam wieder
Es kam wieder, weil es gar nicht wirklich weg war. Es hat nur nicht mehr weh getan, aber die Verletzung war noch da. Erst wenn eine Wunde verheilt ist, tut sie nicht mehr weh.

einen versuch wär es sicherlich wert nur sag mir wie ich zu einem therapeuten gehen soll , ohne das meine eltern und meine fam. das mitbekommt
ich möchte das nicht...
alle würden aufeinmal so viele fragen stellen und ich wüsste keine antwort
alle würden immer etwas im hinterkopf haben :/
Ja, diese Zeilen hätten damals auch von mir sein können ;-) Nur nichts anmerken lassen...
Ich habe es meinen Eltern auch nicht gleich erzählt. Wahrscheinlich hätten sie es nie erfahren, wenn nicht mal meine Therapeutin angerufen hätte, um einen Termin abzusagen (weil da meine Mutter ans Telefon ging). Aber hätte ich ihr nur meine Hänndie-Nummer gegeben, wär das auch nicht passiert. Aber im Nachhinein war es doch gut so, weil meine Therapeutin sowieso wollte, dass ich mal zu Hause erzähle, was eigentlich mit mir los ist.
Aber ich wollte es meinen Eltern eben nicht selber erzählen und so habe ich einfach mal meine Mutter mit zu einer Therapiestunde genommen. Meine Therapeutin hat es ihr dann alles erklärt, meine Depri, meine Ängste - allerdings wollte ich da lieber nicht dabei sein sondern hab draußen gewartet, bis die Therapeutin mich doch noch dazu geholt hatte. Aber das war dann kein Problem mehr für mich. Von diesem Tag an hatten meine Eltern das als völlig selbstverständlich angesehen, dass ich diese Therapie mache.

Du brauchst deine Leute doch auch nicht gleich von Anfang an einweihen. Die Therapeuten dürfen deinen Eltern jedenfalls nichts ohne deine Zustimmung erzählen, weil sie genau wie Ärzte eine Schweigepflicht haben. Und wenn deine Eltern wissen wollen, wo du hin gehen willst, dann denk dir eben was aus...zur Freundin Hausaufgaben machen, dich mit Freunden treffen, zum Schwimmen...na, dir wird schon irgendwas einfallen, hm?!

meineer mutter ist viel an meinem verhalten aufgefallen, vorallem vor einem jahr, da war es recht schlimm mit down sein

ich war pissig und traurig
Dann hat deine Mutter sicher nichts dagegen, dass du wieder froh wirst.

Du musst das mal positiv sehen: Du brauchst "jetzt nicht auch noch 'ne Therapie", weil du ein sich selbst verletzendes Depri-Kind bist,
sondern: Dir "geht es nicht gut" und damit das wieder besser wird, machst du eine Therapie.

Wenn du dir das Bein gebrochen hättest - würde deine Familie dich etwa dafür als "geschädigtes Kind" einstufen? Und selbst wenn - wär das für dich Grund genug, nicht zum Arzt zu gehen? Bzw. zum dich zum Arzt bringen zu lassen?

Mir geht es gut, es sind nur die momente in denen ich in ein Loch falle und mit schnitten wieder herauskomme, in denen ich weine, in denen ich denke, in denen ich meine gefühle in texte oder gedichte verfasse......

Nur sind die Momente zu intensiv, und auch wenn es mir gut geht so ist da immer etwas in meinem hinterkopf, so denke ich......
Ja ich kenne das. Solange es noch irgendwie geht, solange tue ich nichts für mich...
Auch wenn es dir nicht immer schlecht geht, du hättest es lieber, würde es dir immer gut gehen.

Viele Grüße,
Jens
 
Hey Jens

ZITAT:
Ich weiß auch nicht, wie man Zwangsgedanken am einfachsten los wird. Vielleicht indem man sich sagt, dass es Unsinn ist, was man da alles denkt??


Zwangsgedanken, gutes Wort dafür. Das es Unsinn ist ? naja ich weiss nich recht, selbst wenn ich mir dann versuche inzureden das alles Unsinn ist, so habe ich meinen Gedanken davor dennoch zuende geführt und kann ihn auch nicht mehr zurücknhemen. Und ich kann mir zwar sagen das es Unsinn ist, aber ob ich dann auch wirklich dran glaube ist eine andere Sache, schliesslich würde man alles nochmal durchgehen und auf Unsinnige Logik achten....

ZITAT:
So schlimm? Wenn ich an meine Zukunft denke, dann sehe ich...eigentlich nichts. Klar überlege ich auch manchmal, was wohl in zehn Jahren sein wird, aber ich kann mir da alles mögliche ausmalen - Gutes wie Schlechtes. Das Gute gefällt mir aber besser ;-)


Naja was heisst so schlimm ? Ich denke nicht viel drüber nach, aber wenn ich drüber Nachdenke dann stell ich mir erst alles ganz schön vor und dann kommt das aber ......
*gg* ich würde dich auch etwas dumm anguggen wenn dir die schlechten Gedanken besser gefallen 😉



Mit dem Therapeuten kann ich mir das trotzdem nicht so einfach vorstellen..
Klar ich würde sicherlich ausreden finden, aber was ist mit dem Geld?
Und wenn es meine Eltern doch rausbekommen...
Du sagst zwar du findest es besser so, das es deine Eltern nun wissen..
aber das geht noch nich so ganz bei mir oben rein....
Vorallem weil unsere Eltern nunmal verschiedene menschen sind.....
Mir kommen angstzustände hoch wenn ich dran denke was wär wenn sie es alle wüssten .....

----------------------------------

Wenn der Mond hell leuchtet , die Sterne in die Nacht blitzen und der Himmel düster ist, so gehe ich hinaus in den Wald , lasse mich beschatten von den Bäumen und wandere mit Angst durch den Wald , wenn ich am anderen Ende ankomme so sehe ich Licht , bleib ich in den Wald oder gehe ich den Schritt ins Licht , will ich endlich sehen lernen ? will ich endlich der Wahrheit ins Auge sehen ? oder bleib ich in der Dunkelheit?
Es gefällt mir hier , irgendwie.
Doch man ist auch sehr einsam. Was soll ich tun wenn ich hier doch zu Hause bin aber dort vielleicht etwas besseres auf mich wartet ?!

-------------------------------------

Ich möch dir mal einen zwischendank sagen.
Du hast schon recht viel geschrieben und befasst dich auch damit, dafür wollt ich dir Danken, es ist schwer jemanden zu finden der auch wirklich "zu hört" und nicht nur sagt das er einen gerne helfen würde, aber er nicht wirklich etwas dafür tut... das er überhaupt in die Richtung kommt einem zu helfen...

lieben gruß
dit ringelsöckchen
 
Hallo Ringelsocke,

Mit dem Therapeuten kann ich mir das trotzdem nicht so einfach vorstellen..
Klar ich würde sicherlich ausreden finden, aber was ist mit dem Geld?
Du wohnst in Deutschland? Bist krankenversichert? Gut. Dann würde es dich pro Quartal 10€ Praxisgebühr kosten. Das kannst du dir doch gerade noch leisten, oder? Na gut, eventuell kommen noch Fahrtkosten dazu...

Und wenn es meine Eltern doch rausbekommen...
Du sagst zwar du findest es besser so, das es deine Eltern nun wissen..
aber das geht noch nich so ganz bei mir oben rein....
Dann sage ich dir das so oft, bis du es auswendig kannst ;-))

Mal ehrlich: Wenn dich nur der Gedanke, dass es deine Eltern erfahren könnten, von einer Therapie abhält (du selbst bist ja nun dafür denk ich mal), dann denke mal gut über das Folgende nach:
Wären deine Eltern wirklich sehr enttäuscht, dass du den Tod mehrerer Verwandten nicht so richtig verarbeitet hast?
Würden sie es in der Familie weitererzählen, wenn du sie bittest es für sich zu behalten?
Wären sie nicht sogar stolz auf dich, dass du dir professionelle Hilfe holst?
Wären sie nicht erleichtert, dass du an dir arbeiten, aus deinem Tief heraus kommen willst? Sie würden dir dann bestimmt auch das Geld geben...
Soll ich deine Eltern mal anrufen und mit ihnen sprechen? Oder würdest du eine andere Vertrauensperson darum bitten können (Freund eurer Familie, Schwester, Tante, Großmutter,...)?


----------------------------------

Wenn der Mond hell leuchtet , die Sterne in die Nacht blitzen und der Himmel düster ist, so gehe ich hinaus in den Wald , lasse mich beschatten von den Bäumen und wandere mit Angst durch den Wald , wenn ich am anderen Ende ankomme so sehe ich Licht , bleib ich in den Wald oder gehe ich den Schritt ins Licht , will ich endlich sehen lernen ? will ich endlich der Wahrheit ins Auge sehen ? oder bleib ich in der Dunkelheit?
Es gefällt mir hier , irgendwie.
Doch man ist auch sehr einsam. Was soll ich tun wenn ich hier doch zu Hause bin aber dort vielleicht etwas besseres auf mich wartet ?!

-------------------------------------
...Dann solltest du in das bessere zu Hause umziehen...

Ich möch dir mal einen zwischendank sagen.
Du hast schon recht viel geschrieben und befasst dich auch damit, dafür wollt ich dir Danken, es ist schwer jemanden zu finden der auch wirklich "zu hört" und nicht nur sagt das er einen gerne helfen würde, aber er nicht wirklich etwas dafür tut... das er überhaupt in die Richtung kommt einem zu helfen...
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Viele Grüße,
Jens
 

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