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Schwierige Beziehung zum einarbeitenden Kollegen.

"Ich überlege es woanders zu versuchen, aber stecke im Moment in einer vom AG finanzierten Fortbildung."

Ich dachte, das wäre die Fortbildung. Also wenn das der neue Arbeitsplatz ist, dann würde ich das mit der Zeiterfassung aber schnell klären, so von wegen Arbeitszeitbetrug.
Jetzt habe ich es nachgelesen. Die Probleme bestehen am neuen Arbeitsplatz mit dem Kollegen, der sie einarbeiten soll.

Die TE würde ja gehen, kann aber nicht so schnell wieder wechseln, weil der neue AG ihr eine Fortbildung finanziert (die mit der Problematik nichts zu tun hat).

@TE:
Aber warum gehen wollen, nur weil es einen Vollpfosten dort gibt? Oder sind es eben die auch strukturellen Probleme? Dem Mark würde ich ab sofort aus dem Weg gehen und jemanden anderes fragen.
 
Jetzt habe ich es nachgelesen. Die Probleme bestehen am neuen Arbeitsplatz mit dem Kollegen, der sie einarbeiten soll.

Die TE würde ja gehen, kann aber nicht so schnell wieder wechseln, weil der neue AG ihr eine Fortbildung finanziert (die mit der Problematik nichts zu tun hat).

@TE:
Aber warum gehen wollen, nur weil es einen Vollpfosten dort gibt? Oder sind es eben die auch strukturellen Probleme? Dem Mark würde ich ab sofort aus dem Weg gehen und jemanden anderes fragen.
O.k. danke.
 
Guten Tag,

es ist das erste Mal, dass ich in einem Forum schreibe, aber ich möchte mir gerne eure Meinungen anhören!

Ich arbeite seit ca. 3 Monaten (mit 80%) als Study Nurse an einem Prüfzentrum eines Uniklinikums. Zuvor hatte ich nur auf der Intensivstation gearbeitet und mit der neuen Thematik keine wirklichen Berührungspunkte.
Also fing ich motiviert mit der Arbeit an, mit Spaß mit und an Studien zu arbeiten. Es ging auch erstmal gut los. Die Kollegen sind äußerst nett und ein Kollege, ich nenne ihn mal Mark zum besseren Verständnis, arbeitet mich ein. Das erste was ich von Mark hörte war, dass es mindst. ein Jahr benötigen würde, um das Thema zu verstehen und wirkliche eigenständig zu arbeiten. Kein Problem, ich würde dies gerne angehen. Das Zweite war, dass ich ihn während der Arbeit mit Fragen nicht mehr als unbedingt notwendig beschäftigen soll. Mit dem Hinweis, dass ich es aber nicht persönlich nehmen muss, es sei der Konzentration auf die Arbeit geschuldet. Fairerer Weise muss ich sagen, dass ich Mark verstehen kann und mir relativ schnell klar wurde, wie viel Arbeit am Ende dahintersteckt. Somit bin ich mit meinen Fragen zurückhaltender gewesen und dachte ich hätte mehr Zeit. Dennoch habe ich mir immer etwas zu arbeiten gesucht und versucht die Dinge zu erörtern.

Noch kurz etwas zu mir: Ich lerne durch Kontexte! Ich muss etwas verstanden haben, um es langfristig behalten zu können, ansonsten passieren Flüchtigkeitsfehler. Daher brauche ich meistens länger und versuche sorgfältiger zur arbeiten, um keine Fehler zu machen, auch wenn die Art der Arbeit dies vielleicht nicht unbedingt erfordert.

All das lief bestimmt an die 2 Monate lang gut. Es gab keine Probleme oder Stress unter uns. Mark war zwar ab und zu mürrisch, aber das war wohl von den Kollegen bekannt. Dann änderte sich innerhalb von einem Tag alles! Wir hatten einen Monitor zu Besuch und mir wurde vorher von den Kollegen gesagt, dass ich ruhig Fragen zur seinem Beruf stellen könnte. Also fragte ich aus Interesse und Mark bekam es mit. Die Stimmung kippte, er wurde abwesender und schlechter gelaunt. Ich war mir nicht sicher was los sei und habe daher nachgefragt. Er erzählte mir, dass er 'schockiert' (das war das Wort!) war, dass ich den Monitor gefragt hatte. Es wirkte, als hätte ich die Absicht nach der Einarbeitung abzuspringen und das die Einarbeitung seinen Sinn verlieren würde. Ich habe ihm versucht zu sagen, dass ich nur aus Interesse gefragt habe und noch gar nicht weiß, was in Zukunft passieren wird, es aber nicht bedeutet, dass ich vorhabe bald zu gehen. Er glaubte mir nicht! Ab hier zog er die Schrauben an und auf einmal sollte ich viel mehr unterstützen, da ich laut ihm bisher noch keine Unterstützung sein. Ich fand die Aussage einfach gemein und unlogisch, denn immerhin hatte ich mich auf Ihn eingestellt und gemacht was ich konnte, um keine Fehler zu machen. Aber ich stellte mich drauf ein, mit 'Learning by doing & Try and Error'. Trotzdem musste ich Rückfragen stellen und beinahe jedes mal war er unglaublich genervt davon und manchmal lies er es raushängen mit Kommentaren wie "Als Monitor solltest du das aber können!". Fragen wurden immer unangenehmer und ich habe mittlerweile schon keine Lust mehr ihn irgendwas überhaupt zu Fragen. Er zog gemeine Vergleiche über die Geschwindigkeit meiner Arbeit und verglich mich mit Kollegen, die schon seit Jahrzehnten dabei sind oder das Andere es so viel besser gemacht hätten. Ich finde die Vergleiche dekonstruktiv und habe ihm das auch gesagt, aber es kam bei ihm nicht an! Ich habe es erstmal so hingenommen und gehofft es bessert sich. Aber nichts was ich mache ist seitdem genug! Ich nehme mir Zeit für Ihn, wenn er etwas möchte und versuche es zu bearbeiten, störe ihn nicht mehr als nötig oder zumindest versuche ich es zu vermeiden.

Dann gibt es noch strukturelle Probleme! Ich bekam keine Zeiterfassung und ich solle laut Personalwesen meine Stunden in Form einer Excel-Tabelle dokumentieren und irgendeinem Zuständigem zukommen lassen. Allerdings gibt es niemanden! Ich habe auf die Problematik hingewiesen, dass ich so die Arbeitszeit nicht nachweisen kann, was auch Überstunden betrifft, die ich mittlerweile schon genügend habe. Diese ganze Thema ging über einen Monat und es konnte trotzdem keine Lösung gefunden werden. Dementsprechend musste es auf Vertrauensbasis funktionieren. Mark hat das alles mitbekommen und weiß, dass ich versucht habe drum zu kümmern. Er fängt allerdings jetzt an mir Arbeitszeitbetrug zu unterstellen, selbst an Tage, wo er gar nicht anwesend war! Als Begründung gab er auch keine eigenen Notizen an, sondern eher ein Gefühl, weil er es sich zusammengereimt hat. Es gibt allerdings kein Beweis dafür und ich bin sauer geworden. Ich kann es nicht ausstehen, wenn mir etwas unterstellt wird, vor allem weil ich genau auf DIESE Problematik im Voraus schon mehrmals hingewiesen hatte. Ich wollte den eigentlichen Grund von Ihm hören und wie zu erwarten fühlt er sich von mir grundsätzlich verarscht und er könne nicht verstehen, wieso man sich deshalb so aufregt und ich bin mir nicht mal sicher, ob er verstanden hat, dass es jetzt die Unterstellung ohne Beweise ist, die mich sprachlos macht. Ich habe ihm direkt gesagt, dass ich nicht vorhabe ihn irgendwie zu verarschen oder ihm was schlechtes zu wollen.

Mittlerweile habe ich keine Lust mehr auf Ihn einzugehen! Ich habe es mehrfach versucht, bin zu meinen anderen Kollegen gegangen, die kein Problem mit mir haben und denen erzählt, dass ich mit ihm im Moment Schwierigkeiten habe. Die Kollegen hatten Verständnis, meinten zu mir, dass es auch eigentlich meine Sache sei, wenn ich z.B. nach einem Jahr gehen wollen würde. Sie hatten mit ihm kurz gesprochen, aber es hielt vielleicht einen Tag an und dann stellte ich ihm eine Frage und er flippte aus, weil er die Frage für unrelevant hielt.

Nach so viel Text halte ich es kurz und würde gerne eure Meinung hören! Leider leidet meine ganze Motivation im Moment darunter und er ist der Einzige der mich einarbeitenden könnte. Ich überlege es woanders zu versuchen, aber stecke im Moment in einer vom AG finanzierten Fortbildung.

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll!

Ganz ehrlich, für mich klingt das so, als ob das Problem weniger bei dir liegt, sondern eher bei dem anderen. Am Anfang sagt er noch, dass die Einarbeitung ungefähr ein Jahr dauert und man das Thema erstmal verstehen muss und ein paar Wochen später wirft er dir vor, du wüürdest zu wenig unterstützen oder zu viele Fragen stellen. Das passt einfach nicht zusammen. Auch dieses „schockiert sein“, nur weil du einem Monitor eine Frage gestellt hast, wirkt ehrlich gesagt ziemlich überzogen. Interesse an anderen Rollen im Studium oder im Studienumfeld zu zeigen ist doch völlig normal. Gerade wenn jemand neu in einem Bereich ist, braucht man ja eher jemanden, der erklärt und unterstützt, statt ständig Druck zu machen.

Was ich aber wirklich problematisch finde, sind diese Untrstellungen mit dem Arbeitszeitbetrug. Sowas kann schnell unangenehm werden, deshalb würde ich das an deiner Stelle auch nicht einfach so stehen lassen. Ich würde wahrscheinlich versuchen, das Ganze etwas aus der Zweier-Ebene rauszuholen. Also mit einer Vorgesetzten Person, der Studienleitung oder HR sprechen und die Situation sachlich schildern. Nicht als „Mark ist furchtbar“, sondern eher so: Einarbeitung läuft schwierig, Kommunikation passt nicht, außerdem gibt es Probleme mit der Zeiterfassung.
 
Hallo
Ich mache auch eine ähnliche Arbeit
Du brauchst intensive Einarbeitung
Monitoring ist pro Study Nurse. Du darfst alles fragen. Das ist deren Job.
Wir können uns gerne per PN verständigen wenn du Fragen hast

Du brauchst eine intensive Einarbeitung und du solltest Deinen AG fragen wegen eines Studienassistenten Kurs. Der geht ca 3 Wochen. Das Thema ist je nachdem welche Erkrankung komplex. Kenntnisse in ICH-GCP sitzen? Versand und Probenaufbereitung? Zertifikat ist Vorraussetzun. SAE? Ich weiß jetzt nicht in welchem Bereich Du arbeitest

Wie gesagt: gerne über PN

Kolya
 
Zuletzt bearbeitet:
Was meinst du denn mit Monitor?
Du meinst wohl sowas wie Mentor oder Supervisor?
Ich finde Fragen stellen völlig legitim, solange sie auf den Fachbereich gerichtet sind.
Das sind alles Fachbegriffe. Ein Monitor in diesem Bereich ist wie ein Finanzprüfer. Die Datenerhebungen werden verifiziert....gepüft.

Kolya
 
Hi,

also mir ist bei deinem Beitrag leicht die Spucke weggeblieben.

Das erste was ich von Mark hörte war, dass es mindst. ein Jahr benötigen würde, um das Thema zu verstehen und wirkliche eigenständig zu arbeiten. Kein Problem, ich würde dies gerne angehen. Das Zweite war, dass ich ihn während der Arbeit mit Fragen nicht mehr als unbedingt notwendig beschäftigen soll
Schon alleine mit diesem "Disclaimer" von Mark, war klar, dass dieser Typ nicht geeignet ist jemanden einzuarbeiten. Alleine schon so Sprüche im Sinne von "du brauchst min. so und so lang bist du das kannst.." halte ich für vermessen. Er kennt dich nicht.
Vielleicht lernst du es schneller oder du brauchst länger.
Und woher sollst du bitte wissen, was "notwendig" bzw." mehr als notwendig" ist?!
Er hat damit von Anfang eure Rollen definiert.
Du bist der Bittsteller, der von seiner Gnade abhängig ist und er kann nach belieben mit dir verfahren wie er möchte. Und wenn er mal bisschen austickt, dann einfach nicht persönlich nehmen...
Holla die Waldfee.
Jeder Instinkt sagt einem da doch schon "Lauf"..aber klar, man kann nicht so einfach weglaufen, weil da halt persönlich viel dran hängt.

Es wirkte, als hätte ich die Absicht nach der Einarbeitung abzuspringen und das die Einarbeitung seinen Sinn verlieren würde.
Seine Aufgabe ist es dich einzuarbeiten.
Völlig unabhängig davon ob du danach noch 20 Jahre bleibst oder sofort kündigst.
Auf seine Aufgabe hat das keinen Einfluss.
Nach dieser Logik braucht man auch seine Unterhosen nicht zu waschen, weil sie werden ja sowieso wieder "schmutzig"..
Diese persönliche Zickerei von ihm erschließt sich mir nicht im Geringsten.
Irgendwelche Sinnfragen muss er mit seinem Vorgesetzten oder von mir aus dem Gott, an den er glaubt, klären.
Dich damit zu behelligen ist völlig Banane.

"Als Monitor solltest du das aber können!"
Unverschmänt, diese Aussage.

fühlt er sich von mir grundsätzlich verarscht
Dann soll er sich bei seiner Mama an der Brust ausweinen, aber nicht bei dir.

Ich find es bizarr, was man dir da zumutet.
Grundsätzlich bin ich kein Freund davon Leute zu stark in Watte zu packen, aber was hier passiert geht schon deutlich zu weit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal danke für die ganzen Meinungen/Beiträge.

Wie ich sehe wurde die Sache mit dem Monitor bereits angesprochen und es handelt sich dabei, wie bereits von jmd. erwähnt, um einen Begutachter/Überprüfer für die Durchführung einer klinischen Studie. Ein Monitor kommt in der Regel von außerhalb und hat einen anderen Aufgabenbereich.

Nochmal zur Klärung, ich befinde mich im Moment in einer Fortbildung zur Study Nurse, wobei schon über die Hälfte durch ist.

Die Sache ist die, dass ich jetzt bereits ein paar Wege gegangen bin. Ich habe sowohl meine Kollegen informiert und auch schon mehrfach das Gespräch mit Mark gesucht, aber bisher ohne sichtbaren Erfolg. Das raubt mir im Moment den Spaß.
 
Erstmal danke für die ganzen Meinungen/Beiträge.

Wie ich sehe wurde die Sache mit dem Monitor bereits angesprochen und es handelt sich dabei, wie bereits von jmd. erwähnt, um einen Begutachter/Überprüfer für die Durchführung einer klinischen Studie. Ein Monitor kommt in der Regel von außerhalb und hat einen anderen Aufgabenbereich.

Nochmal zur Klärung, ich befinde mich im Moment in einer Fortbildung zur Study Nurse, wobei schon über die Hälfte durch ist.

Die Sache ist die, dass ich jetzt bereits ein paar Wege gegangen bin. Ich habe sowohl meine Kollegen informiert und auch schon mehrfach das Gespräch mit Mark gesucht, aber bisher ohne sichtbaren Erfolg. Das raubt mir im Moment den Spaß.
Dann redest du mit den falschen Leuten. Mark ist das Problem und deine Kollegen können genau nichts ändern.
Was sagt dein Vorgesetzter dazu?
 
Schon allein zu deinem eigenen Schutz solltest du so bald wie möglich einen Vorgesetzten involvieren. Wer weiß, was für Bemerkungen Mark gegenüber anderen über dich fallen lässt.
Die Tipps aus #15 finde ich dahingehend gut, da es ein Weg ist, Mark nicht gleich in die Pfanne zu hauen (obwohl er es eigentlich verdient hätte - aber eventuell musst du weiter mit ihm zusammenarbeiten, da kann es von Nutzen sein, nicht gleich die vollen Geschütze aufzufahren).

Du könntest Mark auch nochmal zu einem Grundsatzgespräch bitten, um ihm zu erläutern, wie du dir deine Einarbeitung vorstellst und ganz sachlich abzuklären, ob er das leisten kann. Ich fänd wichtig, dass du aus dieser Bittstellerrolle herauskommst und ihm klar machst, dass du kein dummes kleines Mädchen bist, das sich von ihm alles bieten lässt. Im ersten Moment ist man als Neue verständlicherweise erst einmal abwartend unterwegs, doch mittlerweile hast du dich eingelebt und festgestellt, dass das so nicht funktioniert. "Mark, wir müssen hier keine Freunde werden. Aber ich erwarte, dass ich dich ansprechen kann, wenn ich Fragen habe und auch einen respektvollen und freundlichen Umgangston. Bitte sag mit, ob du das leisten kannst, da ich ansonsten darum bitten werde, mir jemand anders zuzuweisen."

Die Arbeitszeitgeschichte würde ich noch ein einziges Mal ansprechen "Mark, ich nehme es nicht länger hin, dass du mir hier Arbeitszeitbetrug unterstellst. Sollte ich das noch einmal hören, werde ich mich offiziell über dich beschweren. So oder so werde ich auch um eine andere Lösung zur Erfassung bitten wie ich das von Anfang an getan hatte." Und dann würde ich gegenüber der Personalabteilung auch offen ansprechen, was dir hier unterstellt wird, damit die Dringlichkeit gesehen wird, dich ins System einzugliedern.

Dass er dich zu piesacken beginnt könnte auch dadurch begründet sein, dass er festgestellt hat, dass du Konkurrenz für ihn werden könntest. Womöglich bist du viel schneller von Begriff als von ihm gedacht und als er es war, bist bei KollegInnen beliebt und er sieht seine Felle davonschwimmen. Da fängt er an, nach Haken zu suchen und wird nickelig und unfair, da er nichts Fachliches mehr findet. Den unangenehmen Typ, den @weidebirke in #3 beschrieben hat, kenne ich auch. Es gibt ihn nicht nur in der Medizin.
 
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