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Schwanger-und nun?

  • Starter*in Starter*in Mikie
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M

Mikie

Gast
Hallo,

ich weiß, so langsam liest sich mein Leben wie ein schlechter Roman. Ich bin schwanger...6.Woche. Aber eigentlich war ich froh, dass unser kleiner nächstes Jahr in die Kita kommt und ich wieder stundenweise arbeiten kann. Wir haben bereits 4 Kinder....ja ja man kann verhüten. Haben wir auch. Mit Kondom und da meine eigentlich fruchtbaren Tage noch ca. 1 woche weit weg waren, dachte ich nicht an schwangerschaft. Nun ist es aber doch so. Ich werde in unserer Gesellschaft sowieso schon schräg angeschaut wenn ich mit meinen 4 Kindern einlaufe(15,10,4+2) aber das ist nun mal so. Meine 4 sind Wunschkinder. Eines hat allerdings ADS und wir befinden uns mitten in einer Familien-Therapie. Bis vor einiger Zeit stand auch unsere Ehe auf dem Spiel, weil mein Mann sich durch arbeitslosigkeit und schulden überfordert gefühlt hat. Ich weiß es wäre Sünde wenn ich abtreibe. Aber ich weiß auch, dass ich selber auf der strecke bleiben würde wenn es zur Welt käme. Aber ich kann das nicht alleine Entscheiden. Ich werde am Wochenende, wenn mein Mann nach Hause kommt mit Ihm reden müssen. Ist ja auch sein Kind. Aber in erster Linie fühl ich mich momentan total überfordert: Mit der Entscheidung, mit dem Haushalt und auch mit meiner Familie. Ich habe keine Zeit in mich zu gehen. Was soll ich nur tun?
 
zu erst einmal nehme ich dich in den arm und drücke dich.
ich will dir weder zu noch abraten wegen einer abtreibung.du must dir deiner entscheidung sicher sein,du mußt wissen das du über viele jahre eine verantwortung hast,genauso must du wissen das eine abtreibung dich auch über viele jahre belasten kann.
nur du darfst deine entscheidung von keinen abhängig machen,weder von deinen mann noch von deinen kindern.wichtig ist nur deine entscheidung,du mußt damit klar kommen.egal wie sie ausfällt.deine entscheidung begleitet dich dein leben lang ,dein mann kann dich verlassen,und für ein mann ist es leicht ja oder nein zu sagen.du mußt es für dich entscheiden.
ich wünsche dir kraft für die für dich richtige entscheidung.zu treffen.alles liebe für dich wünscht dir eva
 
Wenn ich könnte, würde ich mit meinem Ungebohrenem reden und ihm versuchen zu erklären warum es nicht zur Welt kommen kann-seine Geschwister aber schon.....wie soll ich das denn erklären? Ich schaff das nicht. Mein Großer kriegt die Krise bei noch einem Baby....klar hat er nicht zu entscheiden, aber es zu bekommen würde ein Stück bedeuten sich gegen die bereits vorhandenen Kinder zu entscheiden. Die Zeit mit Ihnen wird dann noch knapper.....auf der anderen Seite- ich habe mir Berichte im Internet angesehen....und nur noch geheult....wieso gerade ich? Es gibt 100000von Frauen die sich nichts sehnlicher wünschen als ein eigenes Kind und ich bin schon unverschämt fruchtbar. Habe gerade mit meinem Mann gesprochen- und der war schockiert- seine erste Frage war allerdings von wem ich schwanger wäre....ich war echt am Boden- von wem???? Gut wir hatten im letzten Monat nur einmal Sex und auch geschützt mit Kondomen....aber er kontroliert sie nie nach.....vielleicht war da ja doch ein kleines Loch? Mein FA sagt ist zwar wahrscheinlicher im Lotto zu gewinnen, aber passieren kann es trotzdem....bin nicht schlauer als gestern....Mikie am Boden zerstört- wirklich am Boden.....🙁((((((((
 
die reagtion von deinen mann finde ich unmöglich. jetzt kommt zu deinen ganzen dilema ein weiterer punkt den du bei deiner überlegung bedenken mußt.wird dein mann bei einer abtreibung sich nicht bestättigt füllen du wärst fremdgegangen und dir das immer vorhaltem.
deine überlegung dein großer dreht am rad wenn er es erfährt,das darf für dich kein grund sein.alleine du bist wichtig nur du.
du kannst mit deinen baby nicht reden sagst du,schreibe ihn einen brief schreibe deine ganzen gefühle und egal wie du dich entscheidest entweder gibst du es ihm wenn es erwachsen ist,oder du machst mit diesen brief ein abschied wie eine trauerfeier.
ich weiß ich bin dir keine hilfe aber vielleicht hilft es dir das ich an dich denke und dich nochmals drücke.deine eva
 
Hallo Mikie !!
Puh, das ist echt nicht einfach dir einen Rat zu geben.Eigentlich bin ich total gegen Abtreibung,es sei denn es liegen diese Indikationsgründe sowie diverse andere Gründe vor.Will diese jetzt hier nicht aufführen!!
Eins kann ich dir vielleicht aber jetzt schon sagen,egal was mit dir jetzt passiert,laß dich danach sterilisieren !!!Ich finde es auch ungerecht,daß einige ,die sich Kinder von Herzen wünschen und sicherlich auch gute Eltern wären,keine bekommen können.Aber so ist das nunmal im Leben.Ich schlage vor,daß du dich erstmal mit deinem Mann besprichst und danach solltet ihr einen Familie-Rat einrufen und die Zukunft miteinander besprechen.Deine "Großen" können auch zum familiären Ablauf beitragen,damit du etwas entlastet wirst.
Es gibt immer einen Grund positiv zu denken, Kopf hoch...........
Ganz liebe Grüße
Sonne
 
Hallo,
danke für eure Antworten. Ich weiß, daß ich diese Entscheidung pirmär allein treffen muss, aber ich kenne auch die Einstellungen von meier Familie. Mein Mann fühlt sich schon heute überfordert, sagt aber das er hinter meiner Entscheidung steht- egal wöfür ich mich entscheide. Mein Großer Sohn (15) hat natürlich keinen "Bock" auf noch ein Baby acht geben zu müssen(das kommt schon mal vor, wenn ich schnell einkaufen muss- mein Mann ist auf Montage und mit 4 Kindern einkaufen heisst CHAOS...) Luca (ADS) ist jetzt 10 Jahre und fände noch ein Baby super....klar ist ja auch süß. Meine Tochter sieht eher eine Puppe darin, ist ja auch erst 4. Und der kleine (2) sagt natürlich nichts dazu. Meine Eltern würden die Krise kriegen.....ich muss dazu sagen, das sie momentan auch ziemlich viel um die Ohren haben. Mein Vater hat gerade eine Strahlen-Therapie angefangen und sie haben noch Stress mit meinem jüngeren Bruder(er ist leicht geistig behindert, wohnt aber alleine). Eigentlich wollten meine Eltern unser Haus verkaufen und in unsere Nähe ziehen, damit ich nicht mehr soweit fahren muss und meiner Mutter unter Umständen bei der Pflege später helfen kann. Wenn aber jetzt noch ein Baby dazu kommt, dann werden sie Ihre Entscheidung wohl nochmal überdenken. Ich hatte nie jemanden, der mal auf meine Kinder aufgepasst hat oder mir bei Ihrer Versorgung geholfen hat. Seit ca. 10 jahren nicht mehr. Mein Mann ist Einzel-Kind und seine Familie lebt im Ausland. Also auch von da keine Hilfe. Ich bin heute schon teilweise überfordert, weil mein Leben eben nicht so läuft wie ich es mir vogestellt habe. Ich hab gedacht, das ich nächstes Jahr wieder arbeiten gehen könnte und anfangen kann zu leben....auch mal an mich denken kann. Auf der andern Seite: In 3 Jahren bin ich 40 und auch da kann man noch anfangen zu leben....ist ja noch nicht zu spät...mein Mann ist jetzt 46 und ich werde 37. Finanziell würde das bedeuten, das wir immer noch nicht auf einen leicht grünen Zweig kommen würden...also immer noch kein Urlaub....(seit 10 Jahren nicht mehr) immer noch nicht rausgehen...immer noch Nacht aufstehen....aber das tue ich schon fast seit 4 Jahren........am Stück! Nun ich weiß meine Gründe sprechen dafür und auch dagegen, und deshalb bin ich ja auch so zerrissen....ausserdem hab ich nicht mehr ewig Zeit eine Entscheidung zu treffen......und das macht mich fertig.
 
Hallo Mikie,

also ich finde es keine besonders gute Idee, die Kinder da mit rein zu ziehen und um ihre Meinung zu fragen, ob du abtreibst oder nicht - das ist ein Problem, das die Kinder in dem Alter noch gar nicht richtig nachvollziehen können! Wie du schon vermutet hast, kommen da am ehesten sehr subjektive, nicht besonders hilfreiche Äußerungen wie "hab kein Bock auf noch ein Baby", "oh süß, was zum spielen" usw. - und wenn du dich für eine Abtreibung entscheidest, hast du noch das Dilemma, dass due dich evtl. vor den Kindern "rechtfertigen" musst - aber das musst du nicht!

Derjenige, der dir bei dieser Entscheidugn primär helfen kann und sollte, ist der Vater des Ungeborenen, also dein Mann. Wenn du von dort keine echte Hilfe und Unterstützung für deine Entscheidung erhältst, die letztlich nur du treffen kannst, ist es sicher sehr hilfreich, sich von Außen Hilfe zu holen. Das hast du ja im Prinzip schon getan, indem du in dieses Forum gekommen bist. Du könntest aber auch zu einer Freundin oder zu einer Schwangerschaftskonfliktberatung gehen - am besten zu keiner evangelischen/katholischen Stelle, sondern eine von den glaubensfreien. (Dort musst du ja sowieso hin, wenn du letzlich abtreiben lassen möchtest.) Dort kannst du dann in Ruhe mit einer völlig unvoreingenommenen Person über deine Situation reden, deine Ängste und Befürchtungen ansprechen etc.

Nicht vergessen: auch nach solch einer Beratung entscheidest allein du, nicht die Menschen, die dich beraten! Sie können dir nur als Zuhörer dienen und Unterstützungen anbieten. Wenn du trotzdem zu der Ansicht gelangst, dass du noch ein Kind nicht "schaffst", wäre es auch im Interesse des Ungeborenen, ihm ein Leben als "fünftes Rad am Wagen" mit depressiver Mutter und ewig misstrauischem Vater ("Ist der wirklich von mir?") zu ersparen!

Ich wünsche dir viel Mut und Kraft, deine Situation richtig einzuschätzen und die für dich richtige Entscheidung zu treffen!
 
Hallo,
habe natürlich nicht mit meinen 3 kleinen Kindern über diese Entscheidung gesprochen. Nur mein großer weiß bescheid. Er sagt, das ich das alleine entscheiden muss(wobei er ja recht hat). Mein Mann sagt er steht hinter mir. Aber ich stehe nicht hinter mir-sondern im Moment nur daneben. Jetzt flitzt mein kleiner hier durchs Zimmer und veranstaltet mal wieder Chaos...🙂 um 15 Uhr sind die anderen wieder hier und da ist keine Zeit mehr zum Nachdenken. Muss ich dann wieder auf heute Nacht verschieben.....und eigentlich will ich nur schlafen und im Februar aufwachen und alles hat sich von alleine geklärt. Vielleicht wache ich auch auf und alles war nur ein Traum. Ich komme mir so gemein vor. Ich habe 2 Cousinen die sich schon seit Jahren ein Kind wünschen.....und es klappt nicht. In meiner Familie sagt man schon...die ist fruchtbar wie ne Taube! Klasse.......alles irgendwie ungerecht...oder?
 
Nachtrag an Gast:

In keinster Weise habe ich gemeint,daß man die "kleinen Kinder" mit in eine Entscheidung einbeziehen sollte,ob Abtreibung ja oder nein!!!
Ich habe damit gemeint,das man sich mit der Familie beraten kann,um den Alltag besser bewältigen zu können.Das Mickie ihnen mitteilt,daß es so nicht weiter gehen kann.Das alle gemeinsam untereinander helfen können,damit sie wieder ein bißchen Luft zum atmen hat.Wenn so eine Organisation klappt, rückt das ihr Problem vielleicht in ein anderes Licht.Denn sie schreibt ja,das sie mit allem überfordert ist.
Es war mir wichtig das nochmal klar und deutlich zu erklären!
Gruß
Sonne
 
egal wie du dich entscheiden wirst,eins ist sicher du wirst hier immer jemanden haben ,der dir zur seite steht.und dir versucht über das forum zu helfen.
 
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