Hallo . . . .
. . . habe da ein Problem . . . bin ein Mann! Dürfen Männer zu derlei Themen überhaupt eine Meinung haben? Hmmm.
Also, es steht ausser Frage, dass es, wenn es denn überhaupt eine Frage ist, in letzter Entscheidung in der Verantwortung der Frau liegt . . . aber MUSS diese Entscheidung / Verantwortung denn immer eine "einsame" sein? (Klar: wenn sich der Mitproduzent verabschiedet hat oder sich aus anderen überzeugenden Gründen nicht als "Berater" eignet, ist das keine Frage)
. . . zuweilen beschleicht mich bei dieser Thematik ein klein wenig das Gefühl, dass FRAU einem ähnlichen Trugschluss unterliegt, wie viele Männer das ja bekanntermassen tun ("Ein Indianer kennt keinen Schmerz" . . . "Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss!" . . . "Letzten Endes stehe ich, wenn es hart auf hart kommt, ganz allein da - auf andere ist kein Verlass!" . . usw. usf. . . dieser ganze "lonesome ranger"-Käse eben) . . . wie gesagt, schlimm genug, wenn denn WIRKLICH keiner da ist, mit dem man (frau) drüber reden kann, OHNE beeinflusst zu werden . . . aber ich möchte doch zuraten, dass jede Betroffene (also auch Du, lieber Gast) die sich bietenden Möglichkeiten, sich andere Blickwinkel zu erschliessen, auch wahrnimmt.
Konkrete Gedankenverknüpfung: vor 2 oder 3 Wochen war ich nachts in ´nem Chatroom und habe innerhalb einer Stunde mit 2 verschiedenen jungen Mamis geplauscht, die mir von sich aus ihre Story erzählten . . . . beide wollten ursprünglich abtreiben lassen, die eine mit unguten Gefühlen (Risikoschwangerschaft mit negativer Gesundheitsprognose für das Kind), die andere ohne Bedenken (nach eigenem Bekunden - nicht meine Worte!!). Letztlich haben sich beide für das Kind entschieden, die "bedenkenlose" hatte irgendwann für sich entdeckt, dass da ja nicht einfach "irgendwas" in ihr heranwächst, sondern neues Leben, und war dann selbst total irritiert und überrascht von ihrem Spontanentschluss, doch nicht abtreiben zu lassen . . . für die angehende "Risikomami" war´s ne echte Zitterpartie, da fast ihr gesamtes Umfeld sie massiv dahingehend beeinflusst hat, die Schwangerschaft zu beenden . . . und irgendwie war es anscheinend gerade dieser äussere Druck, der dann unter anderem dazu geführt hat, dass sie ihr Kind austrug.
Um es nicht endlos auszudehnen: BEIDE Kinder sind gesund (! - also auch das angeblich u.U. nicht lebensfähige!!) und munter und quietschfidel (habe die Pixx gesehen) . . . natürlich ist mir bewusst, dass das auch ganz anders hätte ausgehen können. Also kein eindeutiges Plädoyer meinerseits - wohl aber, sich als Betroffene zumindest so intensiv damit auseinanderzusetzen, dass man sich keine einseitigen Ratschläge einholt, sondern wenn irgend möglich mit ehemaligen Betroffenen austauscht, und zwar möglichst von beiden Enden des "Entscheidungsspektrums". Meines Erachtens kann man (frau) im Zweifelsfalle nur dann eine weitestgehend objektive Entscheidung treffen.
Und bevor jemand fragt: NEIN, ich bin natürlich NICHT objektiv (wie könnte ich das als dreifacher Papa denn auch sein?)! Aber genausowenig würde ich mir anmassen, jemand da "reinquatschen" zu wollen. Fazit meines (wirren??) Geschreibsels: es ist keine einfache Entscheidung, aber auch keine unwichtige - so oder so wird es das Leben der betroffenen Frau auf Jahre hinaus prägen - deshalb bitte nicht einfach "nach Stimmungslage" entscheiden, sondern nach reiflicher Überlegung.
Okay, falls das hilfreich war, freue ich mich, und falls nicht, bitte einfach ignorieren. Und an alle Betroffenen: wie ihr Euch auch entscheidet bzw. entschieden habt, wünsche viel Kraft für Euren Weg!
LG, P.O.G.