Eine Bewertung des schulischen Lernerfolgs ist immer nötig. Egal ob das jetzt in Form von Noten oder einer anderen Weise geschieht, sowohl die Schüler als auch die Eltern sollen ja sehen, wo es läuft mit dem Lernen und wo es hakt, wo evtl. nachgebessert werden muß. Bei simplen, mathematisch darstellbaren Fällen wie Fehlerquote oder korrekt gelösten Aufgaben ist die klassische Benotung die einfachste Methode, aussagekräftige Verhältnisse darzustellen. Mit Wischiwaschi-Rosarote-Brille-Schönrednerei ist niemandem gedient, schon gar nicht lernschwachen oder chronisch faulen Schülern. Man darf nie den Spruch vergessen, daß Schule (angeblich) aufs Leben vorbereiten soll, und man tut den Kindern auch keinen Gefallen damit, sie bis zum Schulabschluß quasi zu verhätscheln und keine Leistungsbereitschaft zu fordern, denn spätestens in der Ausbildung zum Beruf käme dann das böse Erwachen. Also, Benotung ja als Grundlage, andere Bewertungsformen als Zusatz (z. B. soziale Interaktion etc.) sind jederzeit möglich.