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Schulnoten abschaffen

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Kareena

Sehr aktives Mitglied
Hallo Foris, seid ihr dafür Schulnoten abzuschaffen oder haltet ihr die Regel für total sinnlos? Ich bin bei diesem Thema zwiegespalten einerseits finde ich eine schriftliche Bewertung schlimmer und dann wäre die Schule zu locker. Anderseits sind Noten sehr subjektiv und nicht wirklich immer Aussagekräftig. Was sagt ihr dazu. Ich kann mich nicht klar positionieren.
 
Eine Bewertung des schulischen Lernerfolgs ist immer nötig. Egal ob das jetzt in Form von Noten oder einer anderen Weise geschieht, sowohl die Schüler als auch die Eltern sollen ja sehen, wo es läuft mit dem Lernen und wo es hakt, wo evtl. nachgebessert werden muß. Bei simplen, mathematisch darstellbaren Fällen wie Fehlerquote oder korrekt gelösten Aufgaben ist die klassische Benotung die einfachste Methode, aussagekräftige Verhältnisse darzustellen. Mit Wischiwaschi-Rosarote-Brille-Schönrednerei ist niemandem gedient, schon gar nicht lernschwachen oder chronisch faulen Schülern. Man darf nie den Spruch vergessen, daß Schule (angeblich) aufs Leben vorbereiten soll, und man tut den Kindern auch keinen Gefallen damit, sie bis zum Schulabschluß quasi zu verhätscheln und keine Leistungsbereitschaft zu fordern, denn spätestens in der Ausbildung zum Beruf käme dann das böse Erwachen. Also, Benotung ja als Grundlage, andere Bewertungsformen als Zusatz (z. B. soziale Interaktion etc.) sind jederzeit möglich.
 
Ich sehe da keinen wirklichen Sinn dahinter.

Objektiver wird die Bewertung dadurch auch nicht.

Bei Arbeitszeugnissen ist das ja so, auch da entspricht jeder Satz einer Note.
Aber wenn man den Notenschlüssel kennt, weiß jeder doch trotzdem, dass das einem 5er entspricht, wenn da steht "er hat sich bemüht".


Bei einer schulischen Bewertung ohne Noten gäbe es dann auch nur einen Katalog mit Formulierungen, wo man sich die entsprechende Note je nach Formulierung dann zusammensuchen darf.

Umständlich und wie gesagt, ohne wirklichen Sinn.
 
Eine Bewertung des schulischen Lernerfolgs ist immer nötig. Egal ob das jetzt in Form von Noten oder einer anderen Weise geschieht, sowohl die Schüler als auch die Eltern sollen ja sehen, wo es läuft mit dem Lernen und wo es hakt, wo evtl. nachgebessert werden muß. Bei simplen, mathematisch darstellbaren Fällen wie Fehlerquote oder korrekt gelösten Aufgaben ist die klassische Benotung die einfachste Methode, aussagekräftige Verhältnisse darzustellen. Mit Wischiwaschi-Rosarote-Brille-Schönrednerei ist niemandem gedient, schon gar nicht lernschwachen oder chronisch faulen Schülern. Man darf nie den Spruch vergessen, daß Schule (angeblich) aufs Leben vorbereiten soll, und man tut den Kindern auch keinen Gefallen damit, sie bis zum Schulabschluß quasi zu verhätscheln und keine Leistungsbereitschaft zu fordern, denn spätestens in der Ausbildung zum Beruf käme dann das böse Erwachen. Also, Benotung ja als Grundlage, andere Bewertungsformen als Zusatz (z. B. soziale Interaktion etc.) sind jederzeit möglich.

Du hast schon Recht mit der Aussage das man mit den Noten gucken kann wie der Entwicklungsschritt des Kindes ist. Aber oft ist es dass man bei unterschiedlichen Lehrern andere Noten bekommt und dann ist das nicht so Aussagekräftig.
 
Auch bei "lebensnahen Unterrichtsfächern" braucht man erst mal ein bestimmtes Maß an Grundkenntnissen. Wer nicht lesen und schreiben kann, ist bei allen Arten von "lebensnahem" Unterricht, in dem gelesen und geschrieben werden muß angeschissen. Und für Grundkenntnisse muß man halt meist pauken und auswendig lernen. Dazu gibt es übrigens eine schöne Lektüre: "Isch geh Schulhof", der Tatsachenbericht eines jungen Grundschullehrers aus einer Schule im Berliner Kiez. Humorvoll geschrieben, aber das Lachen bleibt einem immer wieder im Hals stecken, weil der Inhalt gar so tragisch ist.
 
Auch bei "lebensnahen Unterrichtsfächern" braucht man erst mal ein bestimmtes Maß an Grundkenntnissen. Wer nicht lesen und schreiben kann, ist bei allen Arten von "lebensnahem" Unterricht, in dem gelesen und geschrieben werden muß angeschissen. Und für Grundkenntnisse muß man halt meist pauken und auswendig lernen. Dazu gibt es übrigens eine schöne Lektüre: "Isch geh Schulhof", der Tatsachenbericht eines jungen Grundschullehrers aus einer Schule im Berliner Kiez. Humorvoll geschrieben, aber das Lachen bleibt einem immer wieder im Hals stecken, weil der Inhalt gar so tragisch ist.

Aber ich frage mich warum man nach den Grundkenntnissen kein lebensnahen Unterricht einführt?
 
Definiere "lebensnah" in Bereichen wie Biologie, Physik, Mathematik... lebensnaher Sexualkundeunterricht, lebensnaher als an den üblichen Biologiemodellen? 😀 Und das ganze Jahr lang Frösche sezieren geht wohl auch nicht... an Spielchen in Physik mit Elektromotoren kann ich mich aus meiner eigenen Schulzeit erinnern, an sowas mangelt es also nicht unbedingt... Ich empfehle dringend, das genannte Buch mal zu lesen. Realer Horror!
 
Es fehlt so ein Schulfach wie (Leben). Wie macht man eine Steuererklärung usw. Und dann fehlt noch so ein Fach wie Ernährungslehre. Das Thema Ernährung in Biologie ist ein bisschen zu wenig.
 
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