Auf subtile Weise hast du vollkommen Recht. Mit meinen Mitschülern habe ich grundsätzlich kein Problem, in gewisser Weise hingegen schon. Ich habe zwei gute Freundinnen, mit denen ich die Pausen verbringe, allerdings nicht allzu viele Interessen teile. Ein paar Gemeinsamkeiten sind zwar vorhanden, doch während sich die beiden stundenlang mit Animes aufhalten können, gehen mir diese am Allerwertesten vorbei. Ich beschäftige mich lieber mit Genetik, Astrophysik oder auch Philosophie, über das wiederrum zu sprechen meine Freundinnen langweilen würde. Mit den anderen Mitschülern habe ich recht wenig zu tun und solange sie mich in Ruhe lassen, ist alles in Ordnung.
Desweiteren ist es auch nicht das Problem, mit anderen kollegial und konstruktiv zusammenarbeiten, davon abgesehen, dass die Aufgaben als Einzelarbeit wesentlicher schneller und effektiver zu bewältigen gewesen wären. Vielmehr ist es das Schulgebäude an sich, welches mich in die Verzweifelung treibt.
Einen Schulwechsel (damals aufgrund von intoleranten Mitschülern) habe ich bereits hinter mir. Meine neue Klasse ist toleranter, aber dennoch ist und bleibt das Thema Schule eine meiner größten Sorgen, ungeachtet meiner Mitschüler.
Wenn ich an ein Studium denke, an einen überfüllten, lauten, dreckigen Hörsaal, wird mir tatsächlich schummrig vor Augen, obwohl ich mir ein Studium unabhängiger vorstelle als Schulunterricht. Schließlich ist die Präsenz bei Vorlesungen keineswegs Pflicht, auch wenn bei Abwesenheit nicht zu unterschätzende Nachteile auftreten können. Letztlich ist es womöglich auch ein kleines Fünkchen Hoffnung, welches mir glaubhaft macht, ein Studium wäre besser, die Arbeitswelt wäre besser, schließlich lauert in mir ein unbestimmter Drang, noch nicht Entdecktes zu entdecken, ich würde es Forscherdrang nennen, der vielleicht durch einen adäquaten Beruf gebändigt werden könnte und in der Lage ist, meine Unverträglichkeit mit gewissen Dingen zu überschatten.
Dennoch: Auch dies habe ich in meine Überlegungen mit einbezogen und bin zu dem Schluss gekommen, dass mir ein Fernabitur ungeachtet der genauso unattraktiv klingenden, darauf folgenden Zeit sinnvoll erscheint, solange ich keine Möglichkeit sehe, meine Aversionen irgendwie zu mildern, da es sich allein deshalb lohnen würde, um für zwei, drei Jahre von dieser Qual befreit zu sein.
Simultan stimmt es auch, dass mich das Lerntempo und die Art, in der der Stoff vorgetragen wird, ungemein langweilt und ich einfach abschalte, doch da ich entschieden gegen Intelligenztests bin, werde ich den Teufel tun, mich einem solchen zu unterziehen.
LG
Deine Art zu Schreiben zeigt doch schon, dass du für 15 Jahre sehr weit fortgeschritten bist, ich würde aufjedenfall mal einen IQ-Test machen.
Vllt. bist du einfach unterfordert und fühlst dich überlegen, aber zu wenig dafür beachtet?
lg