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Schule abbrechen und arbeiten gehen?

  • Starter*in Starter*in Lacrima
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    schule
L

Lacrima

Gast
Also, ich befinde mich auf einem Gymnasium, habe die neunte Klasse wiederholt, die elfte wiederhole ich gerade (aufgrund eines 2-monatigen Klinikaufenthalt_wegen Essstörungen, Suizidgefahr, SVV) letzten Jahres.
Dieses Jahr ist aber leider wieder nicht gut gelaufen. Letzten März hatte ich wieder verstärkt Suizidgedanken, sodass ich ein paar Klausuren in den Sand gesetzt habe und nun auf der Kippe bin.
Jetzt gerade müsste ich eigentlich wieder in der Schule sein, aber ich schwänze. ich habe das Gefühl, ich kann nicht mehr und will nicht mehr.

und überlege nun, ob ich die Schule abbrechen soll, d.h. zum Arbeitsamt gehe und über Alternativen nachdenke (also erstmal wahrscheinlich ein Besinnungsjahr, wo ich bisschen arbeiten gehe, dran arbeite gesund zu werden, über Ziele nachdenke und nächstes Jahr eine Aubildung beginnen werde).
Eigentlich stelle ich mir das richtig toll vor_endlich etwas zu tun in meinem Leben. Endlich Praxis, nicht nur Schule. Selbsttändigkeit. Freiheit.
Oder stelle ich mir das alles ein bisschen zu einfach vor???

Einerseits habe ich das Gefühl nicht mehr die Kraft zur Schule zu haben, andererseits ist die Schule für mich ein großer Lebensbereich. Dort habe ich mitschüler und Lehrer, die sich gut um mich gekümmmert haben, wenn es mir mal wieder psychisch nicht so gut ging. Ich kann Spaß haben mit den Leuten, es ist lustig mit denen usw.
Aber eben bereitet es auch Bauchschmerzen, wenn ich an die Noten denke, an die Zukunft denke...

ich weiß nicht wie ich mich entscheiden soll. Ob ich die Schule abbrechen soll, oder weitermachen.

ich glaube, ihr könnt mir da auch nicht viel weiterhelfen. fragt einfach nach, wenn ihr durch meinen (komplizierten?) text noch nicht ganz durchsteigt.
Aber eine Frage habe ich noch: Habt ihr auch schonmal dieses Problem gehabt? Wie habt ihr euch entschieden/wie würdet ihr euch entscheiden?
ist schule und Abitur wirklich sooooooooo wichtig?

Liebe grüße
Lacrima
 
Ich stimme den Vorrender vollkommen ein. Im Prinzip weist du nicht so recht was du machen kannst...aber du musst erstmal zu dir selbst finden bevor du alles hinwirfst.

Maydan
 
Du kannst ja mal zur Berufsberatung gehen und dich beraten lassen. So brauchst du erstmal keine Entscheidung fällen, sondern hörst dir erstmal an, welche Alternativen du hast...
Vielleicht käme für dich auch ein Auslandsjahr in Frage?
Ich geh jetzt auch mal davon aus, daß wenn du die Schule abbrechen würdest, du trotzdem den erweiterten Realschulabschluss hast? Wenn du gar keinen Abschluss hättest, solltest du vielleicht den Realschulabschluss noch machen, damit du nicht ganz "ohne was in der Hand zu haben, ins Berufsleben starten musst". Die Realschule ist auch nicht so ganz so schwer, wie das Abi..
 
Wenn du volljährig bist und die Schule abbrichst, hast du während des "Besinnungsjahres" keinerlei gesetzlich fixierte Unterhaltsansprüche und auch keinen Anspruch auf ALG II. Das heißt, du bist auf das angewiesen, was dir deine Eltern oder wer auch immer zukommen lassen - keine schöne Situation. Es heißt nicht umsonst: Ohne Moos nix los!
Ich würde mir die Sache dreimal überlegen.
 
Erstmal danke für eure Antworten.

Ein Jahr im Ausland würde für mich nciht in Frage kommen.
Ich glaube da würde ich erstrecht nicht klarkommen, weil ich dort keine ansprechpartner habe, ich die wohnung abgeben müsste (und nach dem auslandaufenthalt praktisch "ohne" dastehen würde) und weil ich meinen hund viel zu sehr vermissen würde.

Ja, den Realschulabschlusss habe ich. Zwar keinen guten, aber besser als gar keinen_naja, und früher war es mir noch so wichtig, Abitur zu machen.

Ich glaube das stimmt, dass ich mich auch erstmal um die psychischen Probleme kümmern muss und diese in den Griff bekommen muss. Heute ist mir das aufgefallen und ich habe daran gedacht, dass ich wahrscheinlich immer noch überfordert sein werde, wenn ich nicht mehr zur Schule, sondern arbeiten gehe.
Vielleicht hilft es mir, wenn ich einen Ort finde, der vllt in der Nähe ist, wo ich ma über das Wochenende ALLEINE hinfahren kann, um mich zu entspannen und meine innere Mitte wieder zu finden.
(Zwischendurch Freunde besuchen, Kinder betreuen und nachts in die Disco zu gehen ist gut, aber es reicht nicht und kann keinen Urlaub ersetzen.)

In einem Monat habe ich mich entschieden, ob die Schule abbrechen oder weiter machen werde.
Eben habe ich mit einer Freundin telefoniert, die gerade ihr Abi macht_Sie kann mir in der Schule helfen, falls ich weitermache.

liebe grüße
Lacrima
 
Naja, solange du noch in die Disco gehen kannst????
Welche Kinder betreust du denn?
Versuch mal etwas auf Ruhe zu kommen und dich aufs Wesentliche zu konzentrieren.
Das sind: deine Gesundheit
 
Naja, solange du noch in die Disco gehen kannst????
Welche Kinder betreust du denn?
Versuch mal etwas auf Ruhe zu kommen und dich aufs Wesentliche zu konzentrieren.
Das sind: deine Gesundheit und die Schule.

Ich denke, du hast auch enge gute Freunde, die dir zur Seite stehen. Kümmer dich um die, zieh aber nicht dauernd so ein Riesenprogramm durch.

Bist du in Therapie?

Versuch, dein Leben etwas zu organisieren, mit klaren Tagesabläufen, Zeiten fürs Lernen, für die Therapie, für Freunde, aber auch für Ruhephasen.

LG Luisa
 
Ich weiß nicht. Einerseits ist es unvernünftig die Schule abzubrechen, andererseits kann ich nicht mehr. Ich bin ganz klar überfordert. Ich komme hier nicht mehr klar. Das ist psychisch zu heftig für mich. Manchmal triggert mich der pädagogik und psychologieunterricht. außerdem habe ich das Gefühl, dass ich schon abhängig von meinem Lehrer (dem Schulpsychologen_liegt daran, weil mir immer eine vaterfigur gefhelt hat) geworden bin. Ich will mich von ihm lösen.
Ich glaube das beste wäre, wenn ich ne Bekannte aus der Kirche frage, ob sie einen Ort in der Nähe kennt (zb.Kloster), wo ich wirklich zur Ruhe kommen kann und Kraft tanken kann für ein paar Monate. Wenn ich dann nach ein paar Monaten zuhause merke, es wird problematisch, kehre ich für ein Wochenende an den Ort zurück_fahre praktisch in den Urlaub um mich zu besinnen.
in der Psychciatrie letztes Jahr habe ich auch gemerkt, dass ich plötzlich nicht mehr an Suizid gedacht habe, nach den ersten paar Tagen, die ich dort verbrachte.

Ich betreue/leite Samstags in der Kirche eine Kindertanzgruppe. Das will ich auf jeden fall weitermachen, auch gehe ich weiterhin zum Gesangsunterricht, kümmer mich um meinen Hund und will für meine Freundeund meine 2 omas da sein.

Naja und mich sofort informieren wegen Abendschule oder Fernabi und Nebenjob, Praktikas, Ausbildungsplatz. Mal schauen. Eigentlich sind das doch schon viele Möglichkeiten, dann schaue ich was für mich infrage kommen kann und am 23.Mai habe ich mich entschieden, ob ich die Schule abbreche oder weitermache.

Im Moment habe ich das Gefühl, dass es psychisch bergauf geht. Mit viel Mühe werden meine Essprobleme besser, ich verletze mich weniger, und meine suizidgedanken sind nicht mehr so extrem.
Trotzdem bin ich immer noch etwas überfordert mit allem. Muss auch weiterhin Therapie machen und muss auf mich achten. Vor einem Monat wäre ich fast wieder in eine Klinik gekommen. Aber ich bin es nicht. Ich lebe noch und ich will weiter kämpfen. Auch wenn es vllt noch etwas dauert, ich werde den Kampf gewinnen.
Und ob ich jetzt meinen Realschulabschluss oder Abi habe, ist nicht so wichtig. Hauptsache ich lerne, leben zu können.
(Ich sitze gerade in der Schule im internetraum und könnte heulen😱)
liebe grüße
 
ich habe angst irgendwie. bin voll aufgeregt (deshalb sind meine essprobleme wieder besonders da, weil ich gerade nicht anders konnte)
ich muss das jetzt erst ma loswerden:
ich habe mir folgendes überlegt:
jetzt die schule abbrechen und sofort arbeiten gehen. auf 400-euro basis, nebenbei gebe ich ne anzeige in der zeitung auf, dass ich kinder betreue.
ich lasse mir einen wittekindspass ausstellen (wo ich kein kindergeld mehr kriege) um den gesangsunterricht günstiger zu kriegen.
ich helfe weiterhin meiner oma (1mal pro woche), ich besuche weiterhin meine eltern regelmäßig um mit dem hund zu gehen, ich teile weiterhin (1 wochenende pro monat) zeitungen aus, spare, spare und spare mein geld (was ich übrigens sehr gut kann)_
und sichere mir für nächstes jahr (2008) nen ausbildungsplatz auf ner privatschule in meiner nähe für logopädie.
die ausbildung ist voll interessant. nicht nur theorie, auch praxis und 3 praktika.
außerdem verdient man auch nicht so schlecht als logopädin, oder?
und ich werde meinen onkel fragen (der in nem autohaus arbeitet), er soll die augen aufhalten und mir bescheid sagen, wenn die ein billiges und relativ gutes auto verkaufen.

oh, man es ist so hart. weg von den lehrern, weg von den mitschülern. aber irgendwann ist es nunmal so weit. außerdem kann ich in der schule nicht mehr. der unterricht triggert mich manchmal und ich bin überfordert.

dieses jahr muss ich mir auch in der therapie mühe geben, ehrlich sein, über die probleme (die mich wirklich belasten) versuchen zu sprechen und daran arbeiten, dass es mir bald besser geht.
mir gehts mittlerweile schon besser. vor zwei monaten habe ich gesagt, dass ich mich umbringen werde, wenn ich die schule nicht schaffe.
jetzt habe ich eine alternative gefunden. klar, habe ich angst...ich bin halt nen kleiner schisshase. ABER VIELLEICHT WIRD ES MIR SO BESSER GEHEN.
selbst wenn ich die schule dieses jahr schaffen würde, was ist mit nächstem jahr? ich will auch wegkommen von dieser lehrerabhängigkeit. wenn ich probleme habe, kann ich doch vielleicht euch schreiben, die telefonseelsorge anrufen: ich bin nicht alleine.
ich weiß nicht ob ich vor trauer, oder vor freude schon wieder fast am heulen bin. einerseits traurig, weil die schule für mich immer etwas schönes war: ein ruhiger ort, indem einem niemand was tut. wo man spaß hat, redet_und andererseits bin ich glücklich, dass ich nicht mehr an suizid denke.
klar würden durch diese krassen veränderungen meine essprobleme wieder stärker. aber wenn ich mich dran gewöhnt habe und sich mein NEUER alltag eingependelt hat, werden meine essprobleme auch wieder besser werden.
Ich habe das gefühl, dass ich doch tatsächlich lernen kann, in dieser welt zu leben. ich habe eine mutter, die mich unterstützt (indem was ich tue), ich kann gut mit geld umgehen, ich habe mind. 2 beste und 2 sehr gute freundinnen an meiner seite, eine schwester mit der ich spaß haben kann. ich habe leute in der katholischen kirche. ich werde auch ohne die schule (die mitschüler, die lehrer) leben können.
jetzt bin ich wirklich am heulen, sorry...
 
Das sind ja eine Menge Ideen, und einige sind sicher gut. Aber es fehlt dir doch noch ein Gesamtkonzept. Dieses "Ein Stündchen hier, ein Stündchen da" wird dir nicht genug Geld einbringen, um davon den Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn da von Zuhause nachgeschossen wird, ist das ok.
Ist der Berufswunsch Logopädin nicht nur eine Laune, so lautet mein Rat:
Mach die Schule zu Ende (Zähne zusammenbeißen) und such dir für deinen Traumjob einen Ausbildungsplatz schon jetzt.
 

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