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Schuldgefühle wegen früherer Sexpartner. Bestätigung durch Sex?

Wie krieg ich daß schlechte Bild von mir weg? Habt ihr Tipps? Ich hab das Gefühl gegen ne innere Wand zu reden.

Du bekommst das "schlechte" innere Bild von Dir weg, indem Du es durch ein "gutes" inneres Bild von Dir ersetzt.

Da es nicht leicht ist die "innere Wand" selbst zu durchbrechen, darfst Du Dir dabei ruhig helfen lassen.

Eine gute Methode zum Austausch von unbrauchbaren Hintergrundprogrammen ist die Psychokinesiologie.

Hier ein Link zur Info: INK-Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt
 
Nach ein paar Tagen ist das Thema immer noch sehr in meinem Kopf. Ich vermute dass es doch an übertriebenem Perfektionismus liegen kann (alles schon durch von Magersucht bis zum Kaputtgearbeitet) und an so einem Punkt schlechter bin als es der oberflächlichen Durchschnitt ist. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass meine Vergangenheit absoluter Durchschnitt ist, bin ich plötzlich entspannter. Bis ich wieder im Internet nach dem 100sten Forumsbeitrag und der tausendsten Statistik suche. In dem Zuge bin ich dann vom "Statistisch ist der 13. Partner ist der Richtige, der 37. der Perfekte" bis zum weltweiten Schnitt von 10,5-15,irgendwas gekommen. Genau so oft stolpert man über Beiträge mit Statistiken über 4,3 oder 6,9 bei Frauen.

Ist das nun eine ambivalente Phase? Möchte ich besser sein als andere und bin deshalb gerade recht verzweifelt, weil ich es nicht ändern kann? Da würde aber tatsächlich nur die Jungfräulichkeit helfen. Ich glaub das hier artet ein wenig in ein Tagebuch aus, aber vielleicht hilft es irgendwann mal jemand, um ebenfalls irgendwann mit sich ins Reine zu kommen. Wenn man wie ich ein recht schwieriges Selbstbild hat, weil man es sich nur schwer recht machen kann, wäre das der Einstieg, dass man außerhalb von Moralaposteln und den glücklichen Menschen die sofort/sehr schnell über ihren Schatz fürs Leben gestolpert sich selbst als normal anzusehen.

Ok und langsam versteh ich warum Frauen manchmal als schwierig gelten. ^ ^
 
Wieso Buße tun Blödsinn ist, wäre noch zu erklären.
Wer den Sinn von Buße kennt, würde solches nicht sagen...

...Na weil Schuld keine Handelsware ist, die beliebig gekauft oder besser, gegen Buße verkauft werden kann. 😉

Man hat sich letztens im Zusammenhang mit dem Steuerhinterzieher Hoeness so trefflich verbogen... dass es schon weh tut.
Ex Ministerpräsident Edmund Steuber sagte sinngemäß, Hoeness hätte ja die Steuern nachgezahlt und somit sei kein Schaden entstanden, der zu sühnen wäre...
Heißt das, man kann stehlen und wenn man erwischt wird, bringt man es zurück...?

Ich übertrage das mal pikanter Weise, weil ja fälschlich wieder im sexuellen Bereich von einer Schuld gesprochen wird, auf den hier beschrieben Fall.

Ich frage dich oder die Gläubigen hier... analog zu den von mir geschriebenen Beispielen... Wie sollte denn eine Buße aussehen?
Wer wäre denn kompetent diese Schuld einzufordern die es nicht gibt?
Wem gehören die primären Geschlechtsorgane denn nun wirklich? 🙂


TE
Ich denke, du zäumst das Pferd vom Schwanz her auf, dabei kann man getreten werden...😉

Weiter denke ich, dass man dir diese Schuld eingeredet hat... Bravo! Wie so oft! 🙄
Frage mich, was diese Menschen, die das anderen antun, als Sühne dafür einmal selbst an Abbitte tun müssten.
Weil selbstgerecht und anderen negative Gefühle gebracht. Also seelische Grausamkeit.

Ob sie sich bewusst sind, welche Schuld sie sich selbst aufladen, weil sie päpstlicher als der Papst oder sagen wir Gott sind...
Ist ein Schraubendreher schuld daran, dass er Schrauben dreht?
Wer hat ein Recht darauf fremd zu bestimmen, ob ein Mensch sich reproduziert oder nicht?
Schließlich nehmen sich ja auch welche das Recht, es nicht zu tun... Lassen sich sogar mit Vater oder Mutter ansprechen...🙄

TE
ich denke einmal, du hast Sex mit Liebe verwechselt und du kennst vielleicht die Liebe gar nicht. Sie richtet sich weder an Statistiken, noch an Regeln, noch nach Zeiten.
Und Liebe rechtfertigt sich nicht...
Warum meinst du dich bei späteren Beziehungen rechtfertigen zu müssen?
Worin siehst du eine Schuld?

Warum bindest du dich so schnell?
 
Warum maßt du dir an zu entscheiden, was man als Problem empfinden darf?
Ich finde, dass ist absolut NICHT hilfreich.
 
Ist das nun eine ambivalente Phase? Möchte ich besser sein als andere und bin deshalb gerade recht verzweifelt, weil ich es nicht ändern kann?

Alles wandelt sich.
Neu beginnen kannst Du mit dem letzten Atemzug.
Aber was geschehen, ist geschehen.
Und das Wasser das Du in den Wein gossest,
kannst Du nicht mehr heraus schütten.

Was geschehen ist, ist geschehen.
Das Wasser Das Du in den Wein gossest,
kannst Du Nicht mehr heraus schütten,
aber Alles wandelt sich.
Neu beginnen kannst Du mit dem letzten Atemzug.
 
Es liegt mir fern, mich hier wieder mit meinem christlichen Widerpart Rainer anzulegen. Allerdings sehe ich diese Frage schon - darf ich es so sagen? - lebenspraktischer.
Wenn sich ein Mensch, ein junger zumal, auf eine intime Beziehung einlässt, geht er nach meinem Eindruck zunächst doch wohl immer davon aus, dass er seinem Gegenüber nicht nur trauen darf, sondern ihn auch wirklich liebt.
Dass dies dann anders sein kann und sich in der weiteren Begegnung solche Annahmen als Trugschlüsse erweisen, liegt für mich in der Natur der Sache.
Da hat ein Mensch das Beste für sich und sein Gegenüber gewollt und im Verlauf der Beziehung zeigt sich, dass sich dieser Wunsch nicht realisieren lässt. In einer solchen Situation halte ich es schon für geboten, die Beziehung nicht einfach abzuhaken, sondern erst einmal zu erkunden, ob es vielleicht noch doch noch einen Weg gibt, die Beziehung zu retten. Aber, und das sage ich sehr bewusst, es kann durchaus ein Zeichen von Verantwortung gegenüber dem Partner und sich selbst sein, ein Ende der Beziehung herbeizuführen.
Und - damit gehe ich nochmal auf die dezidiert von seinen manifesten christlichen Bekenntnissen getragenen Einlassungen aus- Rainers Rezepte beantworten nicht die Fragen, wie ein Paar mit der Erfahrung persönlichen Scheiterns umgehen kann.
Nehme ich etwa an, beide kommen aus einer bewusst christlichen Haltung, üben vor der Ehe die Zurückhaltung, die Rainer ja offensichtlich vorschwebt, um dann festzustellen, dass sich gerade die Sexualität zum Konfliktfeld entwickelt, wie etwa sollen sie den Konflikt dann auflösen?
Ich habe als gebranntes Kind gerade Erfahrungen mit zwei christlichen, ja sogar katholischen Eheberatungen.
Dabei wurde meine Partnerin in ihrer Verweigerung bestärkt, mir wurde zugemutet, nicht einzufordern, was sie nicht geben wolle. Wie ich also mit dieser Enthaltsamkeit umgehen sollte, was das für mich und mein eigenes Verständnis als Mann bedeutete, darauf erfuhr ich keine Antwort.
Wir übersehen bei dieser Problematik auch einen Aspekt, der vor zwei, drei Generationen noch überhaupt keine Rolle spielte: Die Zeitdauer, die heute eine Ehe zu "überstehen" hat.
Noch in meiner Jugend erlebte ich in meiner Nachbarschaft das Ende etlicher Ehen durch den Tod der Ehepartner. Oft hatte die Ehe gerade mal die Silberhochzeit erlebt.
Unsere Lebenserwartung ist erheblich gestiegen. Und es macht schon einen Unterschied, ob man eine Beziehung über 20 Jahre oder 50-70 Jahre gestalten muss.
Für mich gilt, auch aus christlicher Perspektive, ein Kriterium: Dass ein Mensch es zum Zeitpunkt, in dem er sich mit einem Partner, einer Partnerin einlässt, es ernst meint. Dazu zählt für mich auch (das ist meine männliche Sicht), dass ich mein Gegenüber nicht schmachten lasse und ihm einen Verzicht zumute, den nun mal manche Menschen nicht leisten können.
Ich nenne das unmenschlich, und unmenschliche Verhaltensweisen zu respektieren, verlangt m e i n Glaube nicht von mir.
Noch eine Erfahrung möchte ich hier spiegeln. In meinen jungen Jahren lernte ich zwei sehr beeindruckende Patres kennen, die ihre Berufung mit Engagement und Herzblut ausübten. Schließlich schieden sie aus und verabschiedeten sich von der Gemeinde, weil ihnen die Liebe zu einer Frau dazwischen gekommen war.
Die Kirche Roms, die ich nicht zu vertreten habe, tut sich an dieser Stelle keinen Dienst, verzichtet sie doch ohne Not auf Menschen, die für viele Gemeinden eine Bereicherung sein könnten. Aber, wie gesagt, ich bin evangelisch.


Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Es ist leider heute ein großer, aber leider weit verbreiteter Irrtum, ...

[...]
Früher hatten die Menschen zwar keine, derlei wissenschaftlichen Argumente, aber ein enormes Erfahrungswissen und das sagte ihnen, daß der Geschlechtsverkehr besser im Schutz einer verantworungs- und liebevollen Ehegemeinschaft aufgehoben ist.
[...]

Früher hatten die Menschen den Keuchheitsgürtel und haben trotzdem fröhlich weiter gepummmmst.😱 Die Moral der Geschichte, trau nie dem eigenen Hormonspiegel. Vor allem; sprich nicht drüber(!) und alles bleibt blüüüüühtenrein. Dann freut sich der Moralist ein zweites Loch in den lamen Hintern. 😀
 
Ich möchte noch einen Wikipedia-Beitrag hier postieren, aus dem eindeutig hervorgeht, dass auch im christlich-jüdischen Kulturkreis die monogame Form der Ehe erst sehr spät zum alleinigen Ehe-Ideal aufstieg:

Ehe

Es ist also keineswegs so einfach, mit einem vermeintlich christlichen Ehebild zu argumentieren, wie das gelegentlich scheint. Schon im AT kann ja der bibelkundige Leser von den Zweit- und Nebenfrauen der biblischen Urväter lesen.

Burbacher
 
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