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Schuld am Suizid? Ich weiß nicht weiter

caty

Mitglied
Ich hoffe durch dieses Schreiben endlich jemanden zu finden, der mir sagen kann, wie ich mit dieser Schuld umgehen soll.


Meine Freundin hat sich nach einem ehr banalen Streit das Leben genommen. Meine damaligen Freunde haben davon Wind bekommen und machen mir jetzt die größten Vorwürfe. Ich persönlich befinde mich nun in einer richtigen Krise. Auf der einen Seite fühle ich mich überhaupt nicht Schuld daran, denn ich habe sie nicht dazu gezwungen sich zu suizidieren, auf der anderen Seite sehe ich aber auch den Streit als Auslöser. Ich weiß nicht mehr, wie ich damit umgehen soll. Mit meiner Therapeutin habe ich darüber gesprochen, sie jedoch tut es ab und ich habe das Gefühl, dass sie dies auch irgendwie nicht wirklich ernst nimmt. Von den damaligen Freunden habe ich mich getrennt, denn sie waren mir kein Halt in dieser Situation, sondern haben es nur noch schlimmer gemacht. Allerdings kann ich im Moment auch nicht wirklich darüber reden. Habe das Vertrauen in Menschen verloren und bin so herb enttäuscht darüber.
 
Ersteinmal trägt ja jeder selbst die Veratwortung für sein Leben. Und man bringt sich j normalerweiße nicht nach einem Streit um (es sei den die Persönlichkeit ist eh schon angeknackst).,Aber sag mal, was sollst du ihr denn so schlimmes gesagt, dass sie daraufhin Selbstmord begeht?
 
Hallo caty,

auch wenn das Konfliktgespräch der Auslöser für ihren Suizid gewesen sein sollte, so ist es dennoch NICHT deine Schuld.
Sie ist allein verantwortlich für ihr eigenes Leben (gewesen).
Und hat wohl gar keinen Ausweg mehr gesehen.....
(was keine Entschuldigung ist und niemals zur Nachahmung geeignet.....)

LG green
 
Ja das seh ich auf der einen Seite genauso und trotzdem fühle ich mich schlecht, weil ich nicht genau sagen kann, ob sie es nicht getan hätte. Wir hatten schon länger diese Vermutung und es war ihr ich glaube 48. oder 49. Versuch. Also sie wollte das schon.
Nur vielleicht währe es sinnvoller gewesen ihr zu sagen, dass sie sich hilfe suchen soll.
 
Im Nachhinein weiß man so Vieles besser...

Sie hat es vorher schon zigmal versucht ?? boah ......

Trotzdem hast du keine SCHULD, lade das nicht auf dich.

Wusste sie nicht selber, dass sie professionelle Hilfe hätte in Anspruch nehmen sollen, unbedingt ?? Gab es nicht Familie, Freunde, Bekannte, die sie darauf hinweisen konnten oder hingewiesen haben ?
Diese Verantwortung lag nicht bei dir. Rede dir keine Schuld ein, tus nicht. Es war IHR Leben, du konntest das nicht verhindern.

Und deine Therapeutin ist wohl ne Knackwurst, wenn sie dein Anliegen nicht ernst nimmt und auf dich eingeht. Da solltest du dir wohl einen anderen suchen, damit du das alles gut verarbeiten kannst.

LG green
 
Die Therapie sollte dir gut weiterhelfen.

Sich mit einer Schuldfrage quälen gehört (auch) in prof. Hände.

"Auch" deshalb, weil private Vertrauensmenschen auch sehr wichtig sind, die können einen auch teilweise auffangen, aber eben nicht nur, es sei denn, sie sind sehr überzeugend. Aber privates Umfeld ist oft damit überfordert, was ihnen nicht zu verübeln ist.
 
Eben weil sie damit überfordert sind, kann ich nicht mit ihnen reden.
Ich wünsche mir, dass die Therapie mir weiterhilft und ich endlich wieder normal weiterleben kann.
 

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