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Schulangst, Freunde

Sarina22

Neues Mitglied
Guten Abend,
Ich erkläre euch jetzt mal meine Situation.
Ende 2016 hatten meine beste Freundin und ich schon ein paar Probleme und Auseinandersetzungen.
Durch die“ Streitereien“ lebten wir uns immer mehr auseinander und irgendwann ging daran die Freundschaft kaputt.
Das machte mich natürlich auch sehr traurig und hat mich sehr mitgenommen.
Ich verschlechterte mich in der Schule und konnte mich kaum noch konzentrieren.
Diese Stimmung ging über Monate also bis Ende 2017.
(Vorab ich werde keinen Kontakt mehr mit ihr haben, dafür ist zu viel vorgefallen)
Irgendwann war ich gar nicht mehr so traurig darüber, aber die Traurigkeit in mir hörte nicht mehr auf. Ich habe mich von all meinen Freunden zurückgezogen.
Meine Oma verstarb dann Ende 2017, ich denke ich bekam Halluzinationen. Ich habe mir Geräusche aus ihrer Wohnung eingebildet.(sie wohnte unter uns)
Ich sah Türen, und Schubladen auf und zu gehen. Ich hatte in einer nacht das Gefühl mich würde jemand am Bein berühren, es war aber niemand da. Ich spürte Anwesenheiten von einer Person.
Ich könnte dann nicht mehr schlafen, also blieb ich erstmal bei meiner Tante. Irgendwann hörte es dann auf und ich habe damit abgeschlossen.

Ich wollte euch erstmal diese Sachen sagen die vorgefallen sind.
(Ich hatte zu dieser Zeit übrigens schon keine Freunde mehr)
Ich wurde immer depressiver, spürte leere in mir und bekam suizidgedanken.
Das bekamen meine Eltern irgendwann mit und wir suchten Hilfe. Ich wurde von der Schule krankgeschrieben weil es für mich unerträglich wurde meine ehemaligen Freunde zu sehen, und ich war immer alleine. Ich hatte Schulangst bekommen.
Es hat lange gedauert bis ich überhaupt die Diagnostik Termine hatte. Ich habe mich manchmal sehr verarscht gefühlt wie die Psychologin mit mir gesprochen hat. Irgendwann dachte ich mir dann das es ja sowieso niemanden was angeht wie es mir geht.
Ich füllte die Fragebögen also falsch aus. Ich konnte sowieso nie persönlich mit jemanden reden, also schon gar nicht mit fremden.
Irgendwann sagte ich dann das ich die Hilfe nicht möchte, weil es mir sowieso nichts bringt dahin zugehen und zu schweigen.

Ich muss jetzt mal zwischendrin etwas sagen was ich vergessen habe: ich habe kein Verhältnis zu meiner Familie, ich vertraue ihnen nicht und sonst verstehen wir uns auch nicht wirklich.
Außerdem muss ich noch hinzufügen, das ich Angst vor großen Menschenmengen habe, also auch die Schule. Und ich sehe die Welt als sinnlos an. Ich habe zwar keine suizidgedanken mehr aber ich lebe nicht gerne.
Ich habe zu niemandem Kontakt seit November 2017. Hätte ich mein Haustier nicht, würde ich wahrscheinlich schon gar nicht mehr leben.

So jetzt erzähle ich weiter
Ich musste letzte Woche also wieder in die Schule, weil ich ohne die Hilfe nicht krankgeschrieben werde.
Es war echt nicht schön.
Am Donnerstag musste meine Mutter mich auch wieder abholen weil ich es nicht mehr ausgehalten habe..
Ich weiß einfach nicht wie ich weiter machen soll, die Hilfe möchte ich nicht. Ich kann einfach nicht mehr wirklich reden.
Und schon gar nicht über meine Probleme.
Ich muss morgen wieder in die Schule. Ich habe dort niemanden in der Schule. Und außerhalb habe ich auch keine Freunde.
Ich habe vor ein paar Wochen auch die Schule wechseln wollen,
Wir hatten ein Vorgespräch ( vor den probewochen) und der Direktor fragte mich die ganze Zeit über meine alten Freunde aus und warum ich keine Freunde hätte, und was der Grund ist warum ich aus dieser Klasse gehen möchte.
Ich musste bei diesen Themen richtig weinen, und er hörte aber nicht auf mich auszufragen.
Es wurde mir dann zu viel und ich bin weinend aus dem Zimmer gelaufen. Schule wechseln kann ich also schonmal nicht.
Die anderen Schulen würden ja auch fragen. Auf dieses Thema reagiere ich einfach emotional.
Ich musste das alles einfach mal schreiben und vielleicht könnt ihr mir ja zu irgendetwas raten. Auch wenn ich selber nicht so wirklich wüsste was.
Danke fürs lesen, schönen Abend noch.
 
Ich kann dir ehrlichgesagt nur Raten, dir professionelle Hilfe zu suchen und diese auch anzunehmen.
Der erste Schritt in richtung Besserung ist es, sich einzugestehen, dass man ein Problem hat.
Ich hatte selbst früher u.a. Probleme mit sozialer Phopbie und damals keine Freunde, alleine ohne Hilfe von außen wird es sehr schwierig werden, aus diesem "Loch" wieder herauszukommen. Was das Thema Schule wechseln angeht, dass solltest du dir vielleicht noch einmal überlegen wenn du es an deiner jetzigen Schule gar nicht aushälst. Wenn du natürlich niemanden an dich heran lässt und keine Hilfe haben willst, dann wird sich (logischerweise) auch nichts ändern. Wichtig ist dass du dir deiner Situation bewusst wirst und ggf. etwas ändern willst. Dann kann man auch daran arbeiten. Die Schule kann man da ruhig mit einbeziehen. Es gibt zum Beispiel Schulpsychologen die einen in schwierigen Situationen unterstützen können.

Ich wünsche dir auf jedenfall das Beste für die Zukunft.
LG
 
Hallo Sarina,

es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht :/

Ich kann mich ganz gut in Deine Lage versetzen, da ich lange ähnliche Probleme hatte, wenn auch Gott sei Dank nicht ganz so dramatisch.

Leider kann ich mir nicht anmaßen, Dir einen wirklich guten Rat zu geben.
Den Meisten wird es hier bestimmt ähnlich gehen, denn Deine Situation klingt viel zu ernst für mich, um als Laie wirklich etwas sinnvolles zu sagen.
Vielleicht hilft es Dir, wenn ich Dir erzähle, wie ich aus meinem Loch gekommen bin:

Mit 16 hatte ich das Gefühl, dass ich vollkommen fehl am Platz bin. Ich hatte kein Freunde und hasste die Schule. Meine Eltern dachten, dass es nur eine pubertäre Phase wäre (ich übrigens auch). Aber ich isolierte mich immer mehr und spielte nur noch Gitarre. In der Schule kam ich gar nicht mehr zurecht und stürzte ab.

Wie Du habe ich versucht die Schule zu wechseln, aber fand mich nirgendwo zurecht (ich finde es übrigens vollkommen daneben, dass der Direktor Dich gezwungen hat, das alles noch mal durchzuspielen).

Über eine Bekannte meiner Eltern kamen wir auf das Konzept der Montessori Schulen. Mit einem miesen Gefühl probierte ich aus und wechselte dorthin. Mir kam es so vor, dass ich hier zum ersten Mal akzeptiert wurde, weil ich so lernen konnte, wie ich wollte, und wann ich wollte.

Was ich sagen will, ist: Nicht jede Schule ist furchtbar. Es gibt ganz viele Schulen, die ihre Schüler aufnehmen und akzeptieren, wie sie sind. Das hat mir geholfen, mich auch selbst zu akzeptieren. Deshalb solltest Du einen Schulwechsel nicht gleicht ausschließen, nur weil der eine Versuch idiotisch war. Wenn Du wirklich daran kaputt gehst, Deine alten freunde in der Schule zu sehen, dann würde ich an Deiner Stelle etwas dagegen tun.

Falls Dir das irgendwie hilft, habe ich hier eine Seite gefunden, auf der verschiedene Herangehensweisen stehen, wie manche Schulen, ihre Schüler unterstützen:

private-bildung.com/ratgeber/paedagogische-konzepte

Vielleicht ist auch was dabei, was Dir hilft?

(Ich hoffe, ich darf hier verlinken? Wenn nicht, bitte löschen. sorry)

Ansonsten ist ein Psychologe vielleicht wirklich die richtige Option. Aber da ich nie in Therapie war und Dich ja gar nicht kenne, kann ich leider nicht viel dazu sagen 🙁

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und ein wunderschönes Leben!

Denn wir alle können so viel mehr sein, als traurig!!
 
Ich war mal ein halbes Jahr wegen Schulangst in Therapie. ich bin ehrlich mit dir, es hat mir nicht weitergeholfen. Zeitverschwendung. Das du dich von Therapeuten verarscht gefühlt hast kenn ich, meine wollte das ich ihr einen Rosenbusch zeichne, und zwar so wie ich ihn mir am schönsten vorstellen kann. Hab ich dann gelassen weil es für mich keinen Sinn gemacht hat. Dann musste ich wegen Verweigerung nen Zettel ausfüllen warum ich so gehandelt habe, hab reingeschrieben was ich wirklich denke und dann richtig Ärger bekommen. So viel zu man kann über alles reden. Man hat eben manchmal Pech mit den Therapeuten. Es gibt aber zu 100% kompetente Menschen die dir wirklich helfen können. Man will den Satz, du musst dir helfen lassen, nie hören. Wenn du absolut nicht zulässt das dir jemand nah kommt dann musst du einen Weg finden dir selbst zu helfen. Ich kann nicht komplett nachempfinden was du fühlst und ich will auch nicht zu viel Beispiele von mir nennen aber schreiben fällt oft leichter, sonst hättest du denk ich mal nicht diesen Beitrag geschrieben. Ich glaub nicht das man hier Therapeuten findet, aber vielleicht gibt es so etwas online? Wenn nicht ist das ne ganz schöne Marktlücke find ich. Mir würde sowas eindeutig helfen. Guck da einfach mal nach wenn du die Motivation empfindest. Vielleicht gibt es sowas ja

Mit freundlichen Grüßen,
deine Woo Kie
 

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