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Gast
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Hallo, ich bin 16 Jahre alt und habe vor kurzem eine Ausbildung zur Kinderpflegerin/Erzieherin angefangen. Davor habe ich ein – ziemlich angesehenes – Gymnasium besucht. Das habe ich aber nach der 10. Klasse verlassen, um ehrlich zu sein, weil ich mir das ziemlich anspruchsvolle Abi dort nicht zugetraut habe. Ich hatte auch eigentlich immer ein gutes Gefühl dabei, die Schule zu wechseln, aber seit dies tatsächlich passiert ist, hat sich mein Leben praktisch komplett geändert - leider zum extrem Schlechten.
Ich hatte einen ziemlich miesen ersten Schultag, warum, weiß ich allerdings auch nicht genau. Mir ging es an dem Morgen schon schlecht und als ich dann in der neuen Schule stand zwischen meinen neuen Klassenkameraden, die sich zum Teil auch schon von ihren früheren Schulen kannten, konnte ich die Tränen kaum zurückhalten. Die ersten zwei Schultage waren die reinste Qual für mich, ich fühlte mich völlig zerschlagen, fehl am Platz und einsam. Am dritten Schultag bin ich dann Zuhause geblieben, und von da an ging es eigentlich nur noch bergab: ich hatte keine ruhige Minute mehr, der Gedanke daran, dass ich am nächsten Tag zur Schule muss, hat mich fertig gemacht. Ich war manchmal schon morgens um 4 wach und lag vor Angst zitternd in meinem Bett, hatte Magenschmerzen, Weinkrämpfe, Übelkeit und das Gefühl, mich übergeben zu müssen. Innerhalb von 2 Wochen habe ich 4 Kilo verloren (und ich bin ohnehin schon „schlank“). Außerdem beschlossen meine Eltern, sich nach 4 Jahren Trennung scheiden zu lassen. Ich konnte nicht essen und nicht schlafen, und nach ca. 2 ½ Wochen bin ich mit meinem Vater zu meinem Arzt, um mir dort eine Überweisung zu meiner Psychologin geben zu lassen (ich hatte schon früher Probleme, habe mich mit 12 Jahren geritzt, da meine Eltern sich trennten). Ich bekam auch recht schnell einen Termin und eine Therapiestunde pro Woche, ritzte mich aber noch einmal. Die Psychologin machte sich sehr große Sorgen, aber mit der Zeit ging es mir wirklich besser. Nach den Herbstferien absolvierte ich ein 4-wöchiges Praktikum im Kindergarten, das mir sehr gefallen und gezeigt hat, den richtigen Beruf ausgesucht zu haben. Auch danach ging es mir recht gut. Ich hatte zwar vor der Schule noch Angst, aber nicht mehr so stark wie zuvor. Vor 2 Tagen aber verlor ich abends völlig den Kopf und bin seitdem wieder ziemlich weit unten. Ich muss nur noch weinen, ich habe ständig quälende Gedanken, z.B. dass ich vielleicht doch den falschen Job gewählt habe, mir die Zukunft verbaue, wenn ich weiter so depri bin; in der Klasse finde ich auch keinen rechten Anschluss, fühle mich oftmals im Unterricht ein wenig unterfordert und langweile mich, dann sehne ich mich regelrecht nach meiner alten Schule und meinen Freunden, die nach meinem Abgang allerdings gerade gen Null sinken, und könnte mich ohrfeigen dafür, dass ich mir alles versaut habe. Ich frage mich wirklich, wie ich es 4 Jahre lang auf dieser Schule überleben soll. Ich muss 2 Jahre Kinderpflegerin und anschließend noch 2 Jahre + 1 Anerkennungsjahr Erzieherin machen.… Eine lange Zeit, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie ich das schaffen soll…
Habt Ihr vielleicht irgendwie Tipps für mich, wie ich neben meiner Therapie noch an mir arbeiten kann? Ich bin im Moment echt ganz weit unten. Danke schon mal im Voraus.
Ich hatte einen ziemlich miesen ersten Schultag, warum, weiß ich allerdings auch nicht genau. Mir ging es an dem Morgen schon schlecht und als ich dann in der neuen Schule stand zwischen meinen neuen Klassenkameraden, die sich zum Teil auch schon von ihren früheren Schulen kannten, konnte ich die Tränen kaum zurückhalten. Die ersten zwei Schultage waren die reinste Qual für mich, ich fühlte mich völlig zerschlagen, fehl am Platz und einsam. Am dritten Schultag bin ich dann Zuhause geblieben, und von da an ging es eigentlich nur noch bergab: ich hatte keine ruhige Minute mehr, der Gedanke daran, dass ich am nächsten Tag zur Schule muss, hat mich fertig gemacht. Ich war manchmal schon morgens um 4 wach und lag vor Angst zitternd in meinem Bett, hatte Magenschmerzen, Weinkrämpfe, Übelkeit und das Gefühl, mich übergeben zu müssen. Innerhalb von 2 Wochen habe ich 4 Kilo verloren (und ich bin ohnehin schon „schlank“). Außerdem beschlossen meine Eltern, sich nach 4 Jahren Trennung scheiden zu lassen. Ich konnte nicht essen und nicht schlafen, und nach ca. 2 ½ Wochen bin ich mit meinem Vater zu meinem Arzt, um mir dort eine Überweisung zu meiner Psychologin geben zu lassen (ich hatte schon früher Probleme, habe mich mit 12 Jahren geritzt, da meine Eltern sich trennten). Ich bekam auch recht schnell einen Termin und eine Therapiestunde pro Woche, ritzte mich aber noch einmal. Die Psychologin machte sich sehr große Sorgen, aber mit der Zeit ging es mir wirklich besser. Nach den Herbstferien absolvierte ich ein 4-wöchiges Praktikum im Kindergarten, das mir sehr gefallen und gezeigt hat, den richtigen Beruf ausgesucht zu haben. Auch danach ging es mir recht gut. Ich hatte zwar vor der Schule noch Angst, aber nicht mehr so stark wie zuvor. Vor 2 Tagen aber verlor ich abends völlig den Kopf und bin seitdem wieder ziemlich weit unten. Ich muss nur noch weinen, ich habe ständig quälende Gedanken, z.B. dass ich vielleicht doch den falschen Job gewählt habe, mir die Zukunft verbaue, wenn ich weiter so depri bin; in der Klasse finde ich auch keinen rechten Anschluss, fühle mich oftmals im Unterricht ein wenig unterfordert und langweile mich, dann sehne ich mich regelrecht nach meiner alten Schule und meinen Freunden, die nach meinem Abgang allerdings gerade gen Null sinken, und könnte mich ohrfeigen dafür, dass ich mir alles versaut habe. Ich frage mich wirklich, wie ich es 4 Jahre lang auf dieser Schule überleben soll. Ich muss 2 Jahre Kinderpflegerin und anschließend noch 2 Jahre + 1 Anerkennungsjahr Erzieherin machen.… Eine lange Zeit, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie ich das schaffen soll…
Habt Ihr vielleicht irgendwie Tipps für mich, wie ich neben meiner Therapie noch an mir arbeiten kann? Ich bin im Moment echt ganz weit unten. Danke schon mal im Voraus.