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schülerin wurde vergewaltigt

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Gast

Gast
Hallo ich bi vertrauenleherin an einer schule
heute in der ersten pause sprach mich eine schülerin an die sic schon lange selber verletzt das sie vergewaltigt worden ist ich habe ihr gesat sie soll zu einer beratungsstell gehen und habe ihr auch angeboten mit zu kommen aber sie hat abgeleht und meinte ic kann ihr nur helfen aber das kann ich nicht der täter kommt aus ihren fmiliären umfeld mehr weiß ich auch nicht sie meinte wen ich es jemanden erzähle redeet sie auch nicht mehr mit mir und da will ich auf keinen fall w soll ich machen
 
Das ist wirklich sehr schwierig. Vielleicht könntest du sie überzeugen sich mit dir und einem Psychologen zu treffen. Bei der Polizei gibt es doch extra Psychologen für solche Frauen. Er wird wissen, wie er das angehen kann und wie er sie dazu bringt auszusagen oder sich selbst zu schützen. Wenn der Täter aus der Familie kommt, weiß man nicht, ob es bei einem einmaligen Übergriff bleibt und in wiefern sie emotional unter Druck gesetzt wird von ihrem Peiniger. Oder versuch du dich mit der Polizei in Verbindung zu setzen und hol dir einfach einen Rat, wie du am Besten handeln kannst ( deine Schülerin bleibt natürlich anonym), es gibt ja auch Beratungsstellen für Angehörige o.ä.

Ich denke, wenn die Kleine nicht redet, wird sie an sich selber scheitern. Wenn der Täter zum engeren Famlienkreis gehört, wird sie ihm wahrscheinlich öfters begegnen und dabei weiß man dann nicht, ob er sie bedrängt, oder ihr droht etc.

Außerdem muss man ihr klarmachen, dass wenn sie sich irgendwann mal dazu äußern will, könnten die sichtbaren Spuren einer Vergewaltigung längst verheilt sein und bis auf seelische Spuren wäre nichts mehr als Beweismittel da und dann ständ Aussage gegen Aussage und wer weiß, wie ihre Familie reagiert auf so einen Vorwurf und vor allem, wie er reagieren wird.
 
Hallo Gast,

der Täter versteckt sich hinterm dem Schweigen seiner Umwelt!

Ich lese, dass du Lehrerin bist. Schätzt du die Schülerin so ein, dass sie selbst über ihr Leben bestimmen kann? An deiner Stelle würde ich mich jetzt erstmal selber an Beratungsstellen wenden um heraus zu bekommen, was überhaupt machbar ist in so einem Fall und ob sie dir mit ihr helfen können.

Ich denke, du wirst sie am Ende überrumpeln müssen, auch wenn sie dich danach mit dem A**** nicht anschaut. Du sagst sie verletzt sich selbst. Es ist verdammt schwer mit solchen Menschen umzugehen, daran scheitern sogar Psychologen.

Ich hoffe du weißt, dass du sie nicht "tragen" oder "retten" kannst! Sie kann sich nur selbst retten wollen. Du kannst ihr auch nicht helfen, ohne dass sie sich selbst hilft. Was du eben machen kannst, ist über den Kopf deiner Schutzbefohlenen (nennt man das so?) hinweg ihre Grundlagen verbessern. Wenn das heißt, dass du mit ihrer Familie reden musst (weil es was bringt und der V*** nicht der Vater ist), dann heißt es eben, dass du mit der Familie redest.

Wie Eingangs schon gesagt, gehe selber zu einer Beratungsstelle und lass dir DEINEN gangbaren Wege aufzeigen. Ich glaube, das ist für den Anfang das Beste, was du machen kannst.

Schweigen bringt in diesem Fall niemanden etwas außer dem Täter.

"Lieber ein Mensch der mich hasst, als ein Mensch den ich ließ, wo er war, aus Angst selbst gehasst zu werden."

Bis denne und Kopf hoch 🙂, denn du tust was du kannst und das ist mehr als die meisten Menschen sich aus Angst überhaupt zutrauen.

Sianus

Ps.: Ich bin halt pragmatisch. In der Hierachie gehts bei mir so:
1. körperliche Unversehrtheit und Schutz vor Übergriffen anderer
- dann kommt eine ganze weile nichts
2. Vertrauen aufbauen, Ansprechpartner, Verschwiegenheit
3. .... etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich habe in Beratungsstellen gearbeitet und kann dir folgendes raten: grenz dich ab und delegier die Schülerin in engem Schulterschluss, d.h. kontakthaltend liebevoll aber konsequent zur Beratungsstelle und Polizei. Ich sehe es ähnlich wie Sianus...vielleicht noch ein bissel strenger: Da du nun über eine Straftat informiert bist, bist du an sich mitverantwortlich und verpflichtet dazu polizeilich Meldung zu machen. Sag das auch der betreffenden Schülerin und sag ihr dass du ihr gerne bei der Anzeige und auch Gang zur Beratungsstelle zur Seite stehst...ist ohnehin besser...damit hat man unter Kontrolle, dass sie tatsächlich was unternimmt...manche drücken sich aufgrund mangelnden Selbstwertgefühls, Angst, Unsicherheit etc..bis zum geht nicht mehr vor ihrer Eigenverantwortung...da ist ein lenkendes Händchen immer ganz hilfreich...so als Hilfe zur Selbsthilfe. Ich habe das immer so gemacht, dass ich es den Opfern als SElbstverständlichkeit verklickert habe, dass der Täter im Sinne des Opfers und der Allgemeinheit angezeigt werden muss...ohne wenn und aber und das das der einzige vernünftige Weg ist...Man darf hier nie unsicher oder zögerlich sein...Unsicherheit überträgt sich und damit sitzt man als zweites verunsichertes Huhn zusammen mit dem Opfer auf der Schweigebank....was Mist für das Opfer und Klasse für den Täter ist...hier ist Frauenpower angesagt, um die Dinge wieder ein wenig gerade zu rücken!
Opfer haben immer heftige Scham- und Schuldgefühle...hier sollte man immer wieder in der Steter-Tropfen-höhlt-den-STein-Methode dem Opfer klar machen, dass es keine Schuld hat, sondern allein der Täter, der dafür auch bestraft werden sollte...auch in dieser Hinsicht ist ne Anzeige eine wichtige psychologische Sache, ein Abgrenzungsschritt für das Opfer. Das Opfer muss sich für gar nix schämen und auch absolut nicht schuldig fühlen, sondern sollte sich wehren indem es dem Täter was überbrät..mit der Anzeige..ansonsten manifestiert sich der Schuldkomplex beim Opfer...und es ist weiterhin stark gefährdet.
Wenn die Täter aus dem familiären Umfeld kommen ist die Sache oft noch komplizierter..kleine brave Mädels tendieren dazu ihre Familien und den familären Frieden schützen zu wollen...hier sollte jedoch klar gemacht werden: Selbstschutz geht immer vor und es ist nicht Rolle des Opfers den Täter zu schützen...oder den familiären Frieden durch Opferung des eigenen Leibes an den Täter aufrecht zu erhalten. Der familiäre Frieden ist ohnehin nicht mehr zu retten..in dem Moment, in dem der Täter mit seiner Tat oder seinen Taten die Linien von Moral und Gesetz überschritten hat, hat ER diesen Frieden bereits zerstört. Um ihn wiederherzustellen muss das Opfer sich selber aus der Macht des Täters befreien und den ans Messer liefern...nur so ist eine Lüge mehr aus der Welt..Eine Familie, die auf Basis dunkler Geheimnisse und Lügen besteht...ist einen Furz wert...hier sollte man dem Opfer verklickern..das es für alle Beteiligte das Beste ist der Realität unverblümt ins Auge zu blicken und einen familienfeindlichen Täter aus der Mitte zu verbannen. Ich hab das immer so gemacht, dass ich diesen Schutztrieb ausgenutzt und umgepolt hab...klar gemacht habe: die family ist nicht geschützt, sondern in Gefahr, wenn der Täter ungestraft und unerkannt und unbenannt bleibt..die family ist nur geschützt, wenn Moral und Gesetz auch hier gelten und Mißbrauchstäter rausgeworfen werden...hat immer gut geklappt auf dieser Schiene...
Der Selbstwert von Gewaltopfern ist oft auf Niedrigstniveau..hier muss man immer wieder klarmachen: du bist mehr wert..und auf jeden Fall mehr wert als nur ein Lustobjekt eines Gewalttäters zu sein...sie allein bestimmt wer sie berühren darf, sie muss die Grenzen verteidigen..und JEDEN..insbesondere auch Familienangehörige notfalls per Anzeige abwehren, der ihr zu nahe kommt..sie hat das Recht und sich selbst ggü die Pflicht so zu handeln...

Sprich offen über diese Punkte mit ihr, mach ihr diese Dinge klar..scheu dich nicht die Realitäten beim Namen zu nennen.

Ich würde mir an deiner Stelle ne Liste anlegen mit spezialisierten Psychologen für Sexualdelikte und Beratungsstellen, da im Vorhinein mal telefonieren und dich kundig machen, jemanden direkt hinzuziehen und zu einem möglichst zeitnah anberaumten Gespräch mit der Schülerin hinzubitten falls du unsicher bist.

Schweigen ist nie gut...ich habe mir eine solche Haltung auch von den Gewaltopfern, die sich direkt an mich gewandt haben nie aufs Auge drücken lassen...sie haben es mir im Nachhinein (! nicht sofort..da ist mir auch mal öfters Hass entgegengeschlagen..da ich mit dem devoten Schweigen und ängstlichem Verbergen und solchen Kisten nicht mitgemacht hatte...aber dieser Hass war mir ehrlich gesagt egal und ich hab das nie persönlich genommen) auch in den allermeisten Fällen gedankt, dass ich im rechten Moment so direktiv und stright vorgegangen bin. Da muss man halt taktisch etwas schlau vorgehen, sanft aber bestimmend und zwar so, dass das Opfer aus "eigener" Entscheidung das richtige tut...und zwar gemeinsam mit dir, zu zweit fällt das leichter.

Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe die Sache geht gut aus...für das Opfer, nicht für den Täter 😉

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gast,

Ich denke, du wirst sie am Ende überrumpeln müssen, auch wenn sie dich danach mit dem A**** nicht anschaut.

Bitte tu genau das nicht!!! Da ist ein Mädchen, dass vergewaltigt worden ist. Wenn es familiäres Umwelt ist, legt das die Vermutung nahe, dass es öfter passiert ist. Ihr Wille ist also immer wieder gebrochen worden.
Jetzt fasst sie endlich den Mut und vertraut sich jemanden an, mit dem (zunächst verständlichen) Wunsch, dass es nicht weitergesagt wird. Wenn du da jetzt wieder den Willen brichst- zerstörst du noch mal alles...

Was du tun kannst: Auf jeden Fall kannst du dir selber Unterstützung holen durch eine Beratungsstelle zum Beispiel, dich da mal genau informieren und dir Tipps holen.

Sei (sofern im Schulstress möglich) als Ansprechpartner da. Du hast da jetzt ne riesen Verantwortung aufgedrückt bekommen, der man sich wohl nicht so schnell entziehen kann und darf. Aber setz auch klare Grenzen, indem Du ihr sagst, dass du ihr nur ganz begrenzt helfen kannst, dass sie psychologische Hilfe braucht und den Täter vielleicht auch irgendwann anzeigen musst.
Vielleicht kannst du ihr anbieten, dass ihr Euch einmal in der Woche trefft oder so ähnlich, dass sie ne Anlaufstelle hat. Kommt ja auch ein bisschen darauf an, wie gut du sie kennst. Mir hat damals ne Lehrerin ihre Privatnummer gegeben, dass ich sie, wenn ich wirklich daraus will, sie anrufen kann. Die wusste wohl auch bei mir, dass ich das nicht ausnutzen würde und da ständig anklingel. Für mich war das ne echte Sicherheit. Aber das kommt auch auf Dich an, wie weit du mit deiner Hilfe gehen willst....

Gib ihr auf jeden Fall Nummern und Adressen zu Beratungsstellen in die Hand, auch wenn sie sie jetzt vielleicht noch nicht nutzen möchte. Auch Internetseiten können da ganz hilfreich sein, da schaut man vielleicht eher mal hin als dass man sich traut, irgendwo anzurufen. Wenn du ein paar Links brauchst, kann ich dir die gerne auch posten oder mailen.

Biete ihr immer wieder an, dass du sie auch zu einem Psychologen oder zur Polizei begleiten würdest. Erklär ihr auch genau, was da passiert, was das für Folgen haben kann.

Und lass ihr Zeit. Sie hat ja grade erst den ersten Schritt gemacht und sich jemanden anvertraut. Vielleicht dauert es noch Wochen oder Monate, bis sie sich zum nächsten Schritt traut.

Aber bitte dränge sie nicht oder handele gegen ihren Willen. Wenn du sie zum Psychologen schleifst, hat das meist eh keinen Erfolg. Und wenn du da irgendwie Polizei oder Jugendamt einschaltest, trittst du ja gleich eine Lawine los. Die Polizei muss ermitteln in diesem Fall. Wenn du dann Pech hast, zieht sie sich total zurück, verweigert die Aussage und kriegt noch Druck durch den Täter.

Das halte ich für keine gute Idee, auch wenn ich den Wunsch, das Mädel da rauszuholen, total verstehen kann...

Sori
 
Ich muss mich mit meinem vorherigen Beitrag ein wenig zurücknehmen, vom Grundtenor bleibe ich bei meinen Ausführungen will aber noch hinzufügen: ich stimme auch soror zu...man muss da halt schauen..wie das Mädel so drauf ist..es gibt Mädels die vertragen ne schnellere "Abwicklung" und einige nicht...wichtig ist halt dranbleiben, Kontakt halten, andere fachkundige hinzuziehen...das Mädel stärken mit Steter-Tropfen-höhlt-den-Stein-methode und ihr klar machen, dass sie keine Schuld hat, sich nicht schämen braucht und es wichtig ist dass sie sich schützt...Selbstschutz IMMER vor Schutz der Familie und des Täters stehen muss etc...damit sie da von sich aus überzeugt ist und in die Gänge kommt und ein O.K zum gemeinsamen Eingriff, d.h. Anzeige etc. gibt.

Ich persönlich habe es an sich immer recht schnell hinbekommen, dass Hilfe angenommen und Maßnahmen eingeleitet wurden..aber ich hab auch ne spezielle Art drauf...ich bin sehr zielorientiert, sehr abgregrenzt, bin Rollenspielgeschult, kann sehr überzeugend sein und schnell Nähe oder Vertrauen herstellen...ein Ding der jahrelangen Erfahrung. Es kommt immer drauf an wie nah man an die Opfer herankommt, wie schnell sie einem vertrauen damit man ne Basis hat...manchmal braucht das halt seine Zeit.

Also stright vorgehen..aber nix überstürzen.
Gruß
Tyra
 
Hallo zusammen,

jetzt habe ich mal eine Frage. Was ist, wenn sie ihr OK zum gemeinsammen handeln nicht gibt? Soll sie dann die Hände in den Schoß legen und sich dann eventuell anhören: "Er hat es schon wieder getan.".

Tyra, ich denke du hattest recht mit deinem ersten Beitrag. Sie darf nicht das Spiel ihrer Schülerin mitspielen, sondern muss ihr eigenes Vorgehen durchziehen und das sieht eben polizeiliche Meldung und Aussprachen vor. Ob nun mit Zustimmung oder ohnen ist da völlig zweitrangig.
Man kann versuchen sie mit einzubeziehen, aber wenn geblockt wird, ist man trotzdem gezwungen seinen Kurs zu halten und durchzuziehen.

Das ist nun mal so. Zugucken geht einfach nicht und abwarten geht auch nicht. Man bettelt sich sonst unter umständen dämmlich. Sie ist keine 18!!! Sonst wäre der Fall noch anders und man könnte nur Angebote hinlegen und wenn diese nicht angenommen werden, dann tritt man zurück! Das wäre nicht herzlos, das wäre in erster Linie Selbstschutz und in zweiter Linie wird klar "Ich bin für dich da, wenn du es wirklich WILLST. Aber ich bin kein Müllplatz, kein Ventiel, dass es dir ermöglicht einfach so weiter durchzuhalten." ....

Mag hart klingen, ist aber leider meine Erfahrung :-( . Wir sind nun mal begrenzt und können nicht im Dauerzustand Händchen halten, wo einer keine Entscheidung treffen will. Was im Grunde auch blödsinn ist, weil er/sie je meist keine Wahl mehr hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Tyra: also sind wir uns mal einig 😉

Hab grad mal ein bisschen gegoogelt und folgendes gefunden, was ich ganz nützlich fand so als grobe Richtlinie:

"Glauben Sie dem Kind.
Die Erfahrung zeigt, dass sich Mädchen und Jungen sexuelle übergriffe nicht ausdenken. Sie sagen die Wahrheit. Bestätigen Sie, dass Sie den Schilderungen des Kindes glauben.

Bleiben Sie ruhig.
Ihre Panik und Bestürzung würde das Kind nur belasten und eventuell wieder zum Schweigen bringen. überstürztes Handeln schadet nur. Zu frühe Konfrontation mit dem Täter oder der Familie bedeutet oft, dass der Kontakt abreißt und der Missbrauch weitergeht. Ihre Panik und Bestürzung würde das Kind nur belasten und eventuell wieder zum Schweigen bringen. Die Konfrontation des Täters sollte nur durch geschultes und professionelle Personen (Jugendamt, Beratungsstelle) erfolgen. Ihre eigenen Gefühle (Schrecken, Mitleid usw.) sollten Sie möglichst nicht thematisieren, um das Kind nicht zusätzlich zu belasten.

Informieren Sie sich und suchen Sie Hilfe
Informieren Sie sich über Zusammenhänge Sexuellen Missbrauchs und lassen Sie sich von Fachkräften beraten. Sie brauchen Hilfe Für sich und das betroffene Mädchen oder den betroffenen Jungen. Bleiben Sie damit nicht allein! überlegen Sie: Wer könnte Ihnen helfen (z.B. Freundinnen, Freunde, Verwandte, Beratungsstellen ...) und wer könnte das Kind noch unterstützen?

Nehmen Sie das Mädchen/den Jungen mit seinen Wünschen und Bedürfnissen ernst und achten Sie auf ihre/seine Grenzen.
Machen Sie dem Kind Mut, sich weiter mitzuteilen, aber drängen Sie es nicht, zu erzählen, was passiert ist.

Helfen Sie dem Mädchen/dem Jungen, Widerstandsformen zu finden.
Helfen Sie ihr/ihm sich zu wehren, ohne sich selbst zusätzlich zu gefährden. Zeigen Sie dem Mädchen/Jungen Alternativen zum Elternhaus auf, wenn der Missbrauch in der Familie geschieht (Heimbesuche, WG-Besuche, Mädchenhausbesuche etc.).

Versichern Sie dem Kind, nichts zu unternehmen, ohne es mit ihm abzusprechen bzw. mitzuteilen.
Machen Sie dem Kind klar, dass Sie vielleicht einmal eine Entscheidung zu seinem Schutz treffen müssen, es aber vorher darüber informieren.

Versuchen Sie die Isolation des Kindes abzubauen und unterstützen Sie es , indem Sie zweifelsfrei Partei Für das Kind ergreifen." (Quelle: http://www.praevention.org)

Auf der Seite findet man auch Adressen zu regionalen Beratungsstellen, wenn du nach Ansprechpartnern suchst. Gute Anlaufstelle wäre auch immer der Kinderschutzbund oder Adressen übers Jugendamt.

INternetseiten, die du deiner Schülerin empfehlen könntest:
www.wildwasser.de
www.gegen-missbrauch.de
www.rotetraenen.de
www.svv--community.net
das Forum hier natürlich auch...

Grüße
Sori
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Sianus:
so hart das klingt: erstmal ja!
Da das Mädel ja schon länger ritzt, unterstell ich mal, dass die Vergewaltigung schon länger her ist bzw. schon länger läuft (wenns in der Familie ist, wars ja bestimmt mehr als einmal).
Natürlich ist auch mein erster Gedanke: "Die muss da raus, der Typ muss angezeigt werden", aber hier ist nun mal erst Ruhe und Nachdenken gefragt.
Spielen wir die Szene mal durch. Das Mädel sagt deutlich, dass sie nicht zur Polizei will. Du berufst dich auf deine Anzeigepflicht (die ja durchaus sinnvoll ist), gehst über sie hinweg und zeigst jemanden an. So, wenn du noch nicht mal weisst, wer der Täter ist, wird das Ganze wahrscheinlich im Sande verlaufen.
Weisst du, wer der Täter ist, wird die ganze Familie auf den Kopf gestellt. Verhöre, Zeugenaussagen, etc.. Das Mädel wird befragt werden. Wenn du Glück hast, macht sie jetzt den Mund auf und spricht. Das wäre der Idealfall. Dann hat sie vielleicht dein Verrtauen verloren, aber das Ziel wäre ja erreicht. Wenn du aber Pech hast, und das ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, wird das Mädel es vor der Polizei (aus Angst, Scham,...) leugnen. So, jetzt kann die Polizei nicht mehr viel machen, das Mädchen wird sich dann wohl in nächster Zeit auch keinem mehr anvertrauen und es ist immer noch daheim beim Täter, der vermutlich noch mehr Druck macht als Feuer.
Wenn ich das jetzt mal ganz nüchtern betrachte und bitte steinigt mich nicht, ich weiss, dass es ne verdammt schwere Situation ist (selber MB-Opfer): die Vergewaltigung/Missbrauch ist schon passiert, der Schaden ist schon angerichtet. Es kommt jetzt nicht auf ein paar Wochen an.
Es geht nicht darum, nur Händchen zu halten und zuzuschauen, auf keinen Fall, aber es kann auch nicht sein, dass der Willen des Opfers wieder unter den Teppich gekehrt wird, weil ich die Welt retten möchte.
Ich denke, dass was Tyra gesagt hat, ist wichtig. Immer wieder sanften Druck ausüben und in Richtung Beratung/Anzeige schubsen. Ihr das immer wieder anbieten und aufzeigen, wie wichtig das ist. Aber ihr auch die Chance geben, sich daran zu gewöhnen und diese Entscheidung selber zu treffen...
Und was natürlich total wichtig ist, seine eigene Grenze einzuhalten und die der Schülerin auch klar zu machen. Das man sie eben nicht selber retten kann, dass man auch nicht jeden Tag Mülleimer ist. Das ist wichtig und da sollte sich die Lehrerin auch selber Unterstützung (im Kollegium oder besser über ne Beratungsstelle) suchen.
Sori
 
Hallo Soror,

danke für deine Antwort und ich habe eh grad keine Steine zur Hand ;-).
Das muss ich jetzt erstmal sacken lassen.

Sianus
 

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