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Schon wieder so ein Erfahrungsbericht...

  • Starter*in Starter*in délaissé
  • Datum Start Datum Start
D

délaissé

Gast
Hallo,

ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll...
Ich habe in meinem bis jetzt recht kurzem Leben (18 Jahre) eine Menge mitmachen müssen, in erster Linie in meiner Familie, zumindest ist dies der Bereich, der mich heute am meisten belastet. Am Montag werd ich für ne ganze weile in Therapie gehen und versuchen alles aufzuarbtein. Dennoch möchte ich euch gerne ein bisschen von dem erzählen was mir widerfahren ist.

Mein Vater ist Alkoholiker. Als ich klein war wurde mir auf die Frage warum er immer so ein Zeug trinkt dass ich nicht trinken darf geantwortet dass es Medizin ist. Er ist außerdem ein Choleriker, der gern Abends ausrastet, und ein Betrüger (hatte z.B. auf seinen früheren Visitenkarten "Diplomingeneur" stehen obwohl er das nicht ist).
Meine Mutter ist total abhängig von ihm und ihm absolut ergeben. Er ist eine Art Gott für sie. Was er meint, meint sie auch, selbst wenn sie vorher etwas ganz anderes gedacht hat.
Meine Eltern leben bei weitem über ihre Verhältnisse in einem großem Haus, auf dass sie eine Hypothek aufgenommen hatten, und sind bis an ihr Lebensende verschuldet. Geschwister hatte ich keine.

Mein Vater hat kaum Zeit für mich als Kind gehabt. Als er dann mal in der fünften Klasse zu Hause war und meine Mutter als Telefonistin arbeiten ging hatte ich mich eigentlich sehr gefreut Zeit mit ihm zu verbringen.
Aber er hatte anscheinend kein Interesse daran. Zu essen musste ich mir selber machen, er hat mich weder umarmt noch begrüßt. Stattdessen Zwang er mich alles was ich für die Schule tun musste und alles private ihm zur Kontrolle vorzulegen, und wehe es war auch nur ein Fehler dabei. Mir wurde so ziemlich alles verboten, mein Zimmer jeden Tag komplett von ihm durchsucht. Geschlagen hat er mich ja sowieso.
Durch diese Situation ging es mir immer schlechter und schrieb dann eine Fünf in Mathe. Da ist er total ausgerastet, hat mich in mein Zimmer gejagt und mir verboten etwas zu essen zu kriegen. Meine Mutter hatte das natürlich abends mitbekommen, aber nichts dagegen gemacht als ihn nur einemal zu fragen ob das wirklich notwendig sei. Danach war die Sache für sie erledigt.
Auch fing er an mich nicht mehr mit meinem Namen anzureden. Stattdessen hat er immer nur gepfiffen und ich sollte so schnell wie möglich zu ihm kommen; meistens nur um ihn noch ein Bier zu holen.

An einem Tag schließlich hörte ich ihn zufällig bei einem Telefongespräch. Seine Wörter haben sich bis heute in meinem Kopf eingebrannt: "Hmmm! Wie ich es liebe deine dicken Brüste zu streicheln!" Ich wusste dass er definitv nicht mit meiner Mutter sprach. Er schien eine Affäre zu haben. In diesem Moment brach für mich eine Welt zusammen. Aber es sollte noch schlimmer kommen, denn ich beging den verhängnisvollen fehler in auf sein Telefonat anzusprechen.
Er erzählte mir er sei Geheimagent und das sei eine Codesprache. ich glaubte ihm natürlich kein Worte. Dann gab er mir einen Schlüssel und ich sollte aus dem Keller einen Koffer holen, was ich tat. Diesem entnahm er dann eine Pistole und Munition und hantierte damit vor meinem Körper herum. Auf keinen Fall solle ich irgendjemanden davon erzählen, sonst würde wir vielleicht durch mich noch alle sterben!
Danach versuchte er mich psychisch total fertig zu machen. Täglich bedrohte er mich, da ich angeblich meiner Mutter etwas erzählt hätte und ich musste ihm mit aller Not anbetteln mir doch zu glauben.
Er versuchte mein Vertrauen zu gewinnen in dem er mir Sachen schenkte und Versprach. Gleichzeitig kontrollierte er alles was ich tat und verlangte dass ich in meiner Freizeit Gartenarbeit verrichten sollte. Zu essen bekam ich nur Restpostenartikel während sich meine Eltern bei höherwertigen Artiklen bedienten.
Als er wieder Arbeiten ging und meine Mutter zu Hause war machte die auch nur noch mehr Druck, dass ich alles mitmachen sollte. "Das ist in anderen Familien genau so" und "Nein, das bildest du dir nur ein" waren ihre Standart-Sprüche. Mein Vater schenkte meiner Mutter Diamantringe, und mir Werbegeschenke. Und wenn ich damit nicht glücklich strahlte ist er gleich wieder ausgerastet.
Einmal flog er in die USA und fragte ob er mir ein bestimmtes Spiel von dort mitbringen sollte, welches ich mir schon lange wünschte. Aber ich bekam es nie. Als ich ihn nach einem Monat auf das Spiel ansprach sagte er mir, ich zitiere: "Ja weisst du, ich hab im Kaufhaus davor gestanden. Aber dann hab ich über dich gedacht: Das bist du doch nicht wert!"

An einem Abend vor dem neuen Millennium schließlich holte er mich in der Nacht ins Wohnzimmer, meine Mutter schlief schon im Bett. Er hatte seinen Koffer bei sich, entnahm die Pistole (eine P-38) und eine Schachtel Munition. Er gab mir das Magazin und befahl mir es mit Kugeln aufzufüllen. Ich gehorchte. Sieben Vollmantelpatronen waren es, ich erinnere mich noch genau an den Kupferglanz. Das Magazin nahm er dann und schob es in den Griff. Er entsicherte die Waffe und lud sie durch; der Hahn war gespannt, die Waffe schussbereit. Dann sagte er: "steh auf!" was ich dann auch tat. Dann hielt er mir die Waffe frontal auf die Stirn. Ich wusste nicht was passierte. Ich hab dann seinen Arm gepackt und die Waffe weggestoßen. Es hat sich dann auch ein Schuss gelöst, der in die Wand gegangen ist. Mein Herz raste, und aus dem Schlafzimmer rief meine Mutter was denn los sei. Mein Vater schaute mich streng an. So gut ich konnte rief ich zittrig zurück dass es nur ein Böller gewesen sei.

Im Laufe danach ging es mir immer schlechter, ich hatte Panikattacken und Depressionen. Aber meine Mutter machte nur noch mehr Druck. Irgendwann erzählte ich ihr was passiert war. Und sie prüfte es nach, durch Telefonabrechnungen und natürlich durch das Loch in der Wand.
Aber sie glaubte mir nicht. Ich verstehe es immer noch nicht, aber sie glaubte mir nicht. Sie sagte nur: "Tja, ich hab ihn gefragt und er meinte dass es nicht stimmt." Danach ging es mir nur noch schlecht.
Schließlich provozierte mich mein vater mich soweit dass ich ihn aus Angst mit einer Axt bedrohte und von zu Hause weglief. Aber es war mitten im Winter und ich kam wieder, vereinbarte mit meiner Mutter dass sie mich in ruhe in meinem Zimmer lassen sollten. Aber am nächsten Morgen verlangte sie dass ich die Tür öffne, was ich verweigerte. Dann holte sie einen Vorschlaghammer und schlug die Tür zu meinem Zimmer ein. Ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen ging sie aufs Fenster zu und öffnete es. Da schrie ich sie an sie solle verschwinden.
20 Minuten später kam die Polizei und nahm mich mit. Meine Eltern erzählten den Polizisten dass ich meine Mutter mit einem Messer angegriffen hätte. Die Polizisten sprachen auch mit mir und merkten schnell dass an der Geschichte etwas nicht stimmte. Sie wollten dass ich mit aufs Revier komme, um dort über alles mit einer Fachkraft zu sprechen. Meine Eltern jedoch dachten, sie hätten mich endlich losgeworden. Meine Mutter drückte mir eine gepackte Tasche in die Hand und sagte: "Tschüss. So schnell sehen wir uns ja nicht wieder..."
Auf dem Revier erzählte ich dann alles was in meiner Familie passiert war und man empfahl mir lieber in ein Heim als zurück zu gehen. Aber ich wollte nach Hause, zu meinen Sachen und Kuscheltieren die ich hatte. Aber meine Eltern meinten, sie "müssten sich erst einmal überlegen, ob sie so ein Kind wie mich zurückwollten". Aber schließlich sagten sie ja. Die Polizei benachrichtigte nun das Jugendamt.
Aber meine Eltern erzählten der Frau vom Jugendamt nur Lügen über mich und diese drohte mir mich wegzusperren. Irgendwann dann kam auch die Jugendbeauftragte des Landkreises zu uns nach Hause zu einem "Familiengespräch". Mein Vater trat mit Weste und Krawatte auf à la normale deutsche Kleinfamilie. Das Gespräch dauerte nicht lange. Er gab mir an allem die Schuld, und ich brach nach den ersten Wörtern die ich sagte zusammen.
Jedenfalls erkannte die Jugendbeauftragte was wirklich vor sich ging. Aber sie konnte oder wollte mir nicht helfen. ich bat darum dass meinem Vater wenigstens die Pistole weggenommen wird, aber nichts geschah. Über einen Freund besorgte ich mir ein CO2-Pistole mit der ich abends geladen ins Bett ging.
Meine Mutter bedrägte mich meinem Vater noch eine Chance zu geben. Und ich Narr lies mich drauf ein. Nach einer Woche war alles wieder so wie früher.
Meine Mutter hatte für mich keinerlei Verständnis mehr, sagte ich würde die Familie zerstören. Sie schickte mich zu einer Psychiaterin die auf mich einprügelte da meine Mutter ihr von einem unterentwickelten, renitenten Kind erzählt hatte. Ich wusste nicht was ich da sollte.

Wenn ich Angstzustände bekam sagte Mutter nur lapidar das ich mir nur alles einbilden würde. Als ich mir die Arme aufschnitt war der Kommentar nur: "Du musst noch etwas Asche draufschütten. Dann schließen die Wunden nicht." Wenn ich morgens wegen Depression nicht aufstehen wollte zerrte sie an mir rum und schüttete mir Wasser ins Gesicht. Wenn ich schwer krank war beschimpfte sie mich als "A*******" da ich nicht in die Schule ging und somit meine Pflichten nicht um jeden Preis erfüllte.
An einem Abend wollte ich mich umbringen und bat total verweint dass ich mit ihr reden kann da ich nicht mehr leben will. Aber sie sgate nur: " Ich bin müde, aber ich will noch die Zeitschrift zu Ende lesen. Vielleicht hab ich morgen für dich Zeit."

Dann einmal sollte ich ihr schreiben was mir denn an unserer tollen Familie nicht passte. Und ich schrieb darauf drei Seiten und gab sie ihr. Danach sprach sie nicht mehr mit mir und ich bekam nichts mehr zu essen.
Aber ich erzählte meinem Lehrer davon, und der rief meine Mutter an und erzählte ihr dass man so nicht mit seinem Kind umgeht.
Da kam sie dann überfreundlich an, und natürlich könne ich etwas zu essen haben. Warum hätte ich denn nichts gesagt.

Meine Mutter litt früher auch oft an Depressionen, und mein Vater machte mir vorwürfe, sagte dass das nur meine Schuld sei und ich das wieder gut zu machen habe. Und ich kümmerte mich auch um sie.
Einmal ging es mir dann so schlecht dass ich im Esszimmer zusammengebrochen bin und auf dem Boden lag. Meine Eltern kamen gerade vom Einkaufen und mein Vater sah mich. Ich versuchte "hilfe!" zu sagen. Aber er ging weg und sagte meiner Mutter:" Komm, gehen wir das Auto ausladen!" Sie sagte: "Und was ist mit..." Er: "Ach, lass den liegen." Thema erledigt.

Schließlich konnte ich es auch nicht mehr ertragen mir die Reden meines Vaters über den Glanz Preußens und das Genie Hitler anzuhören, die täglichen Einschüchterungen und Drohungen, Lügen und Zwangsberührungen, die er auch "genoß".
Er hatte mir ja oft genug gesagt, dass er mich am liebsten in ein Internat stecken würde oder einfach den Koffer vor die Tür stellen wollte. Aber diesmal bettelte ich nicht sondern sagte "ja, verdammt, dann tu es doch! Ich freue mich darauf!"
Mit Hilfe meiner Lehrer versuchte ich in eine eigene Wohnung zu ziehen. Als Dank redete meine darüber Mutter, warum sie es sich überhaupt angetan hat ein Kind wie mich zu bekommen und groß zu ziehen. Wofür eigentlich? Hätte sie damals gewusst wer ich sein würde, sie hätte mich nicht gebären wollen.
Schließlich machten mir meine Eltern ein Angebot, weil "sie mich so lieb hätten": ich bekomme 150 € im Monat für eine Wohnung. Aber das Geld müsse mit 10% zurückgezahlt werden. "Weil wir dich sosehr mögen. Das ist besser als bei einer Bank!"
Ab jetzt übernahm die Schule das gespräch mit meinen Eltern und man einigte sich auf 250€ im Monat ohne rückzahlung. An meinem achtzehnten Geburtstag zog ich in meine eigene Wohnung. Aber meine Eltern machten noch weiter Druck, bis ich schließlich in der Schule Zusammenbrach und mit der Diagnose Depression, PTBS und V.a. Borderline ans UKE kam. Aber ich hatte gottseidank viele Freunde und Lehrer die mir halfen und helfen.

Und nun fängt Montag meine Therapie an.


Viele leute haben mir immer wieder Anerkennung ausgesprochen dass ich das alles überhaupt überstanden habe. Aber das ist mir sowas von egal. Oft denke ich dass es besser gewesen wäre, wenn ich nicht reagiert hätte und mich mein Vater erschossen hätte.
Die Sehnsucht nach einer Familie zerfrist mein Herz und ich muss heulen wenn ich an Familien mit ihren Kindern denke oder jene auf der Straße sehe. Es tut so weh.

Wenn ich aus all dem eine Lehre ziehe so ist es die, dass die Aussage "schlimmer kann es ja nicht werden!" komplett falsch ist. Es geht immer noch schlimmer, immer...
 
hi délaissé

es ist zeit, dass du dich von deinen biologischen eltern löst. das, wonach du dich sehnst, liebe, hast du von deinen eltern nie bekommen und wirst es auch nicht von ihnen bekommen. du sehnst dich nicht nach deinen eltern so wie sie sind, sondern nach etwas, was sie dir hätten geben müssen, aber nicht gegeben haben. ich glaube, wenn du nicht so verängstigt gewesen wärst - es ist voll hart, wenn eltern so manipulativ mit einem umgehen, weil als kind, kann man nicht anders, man ist ihnen ausgeliefert! - wärst du längst abgehauen und hättest schutz und hilfe bei irgendwem gesucht. aber die haben dich innerlich so manipuliert, dich brutal eingeschüchtert - wie im krieg mit gefangenen - damit du bloss folgst, damit du bloss nicht du wirst, dass es dich gekillt hat.

ich bin froh, dass du da ENDLICH raus bist. wer weiss, was noch alles passiert wäre! vielleicht siehst du das anders.. weil du voller schmerz bist, was auch verständlich ist, aber du musst dran glauben, dass du eine zukunft für dich hast und drum kämpfen! ich hoffe, du findest therapeutische hilfe, die dich wieder aufrichtet, die dir wieder das gefühl für dich gibt, damit du lernst dich wertzuschätzen. wie deine eltern mit dir umgegangen sind, ist sträflich! ich bin wirklich froh, dass du "entkommen" bist. auf dich wartet nun arbeit. aber ich möchte dir hoffnung machen, dass es schwer wird, aber du es schaffst. lass dir dein leben von ihnen nicht versauen. es ist genug passiert. aber du bist jetzt kein kind mehr. du bist weg. du musst es aufarbeiten, lernen dich zu schätzen, dich zu respektieren. vielleicht scheint es dir im moment nicht möglich. bist gefangen in diesen gefühlen von unwert und schmerz. aber wenn dich zwei wichtige bezugsmenschen über jahre so respekt- und liebelos behandelt haben, ist das nicht verwunderlich. aber du kannst dich aufbauen mit hilfe von anderen. du musst dran glauben.

manche eltern... sollte man verbieten kinder zu haben. sie sind so soziopathen, dass sie kindern das, was sie brauchen, nicht geben können. wie denn? sie können es sich selber nicht geben.

vergiss sie. vergiss, dass du ihnen irgendwas recht machen musst. mach nen schluss. hake es ab. und konzentrier dich nur auf eines: AUF DICH und deine heilung!!!!!!

ich wünsche dir, dass du lernst, dich selber lieb zu haben, dass du menschen triffst, die dir LIEBE zeigen können, respekt und aufmerksamkeit schenken. du hast es verdient, es ist dein recht! ich wünsche, dass du lernst, dein leben zu leben, deine sehnsucht nach liebe gestillt wird.

was du erlebt hast, ist nicht einfach. aber die lebenskraft in dir ist stärker!!!!!
man kann menschen lange demütigen, wie dreck behandeln, aber in deinem innersten ist der lebenskeim nicht so einfach zu zerstören!!!! es ist der kern in dir, der macht, dass du leben möchtest, GUT leben möchtest. ich hoffe, dass du kraft findest um durch deine unermesslichen schmerzen durchgehen zu können, dass du deine ängste nach und nach begegnen und auflösen kannst. dass du lernst kleine schritte zu machen, zu dir zu finden um schluss endlich deinen weg zu gehen.

aber im moment... leg deine eltern weg. kinder sind nicht dazu da, die probleme von erwachsenen zu lösen. erwachsene tragen selbstverantwortung! es ist NICHT deine aufgabe! tu es jetzt für dich, die verantwortung für dein leben zu tragen, dein leben zu leben. im moment bist du wichtig!

viel kraft!

lg puma
 
Hallo,

die Vergangenheit ist wie sie ist..seine Eltern kann man sich nicht aussuchen..ich hatte auch einen ähnlich asozialen und gewaltbereiten Vater, der Machtspielchen liebte...ich bin früh von zu Hause weg und habe nie zurückgeschaut..außer um mir so einiges über die Natur des Menschen klar zu machen. Heute sind ein sehr großer Freundeskreis, mein Partner, meine Geschwister und Nichte meine Familie und ich fühle mich sehr glücklich. Zu seinem Glück braucht man seine Eltern nicht, man sollte nie darauf hoffen, dass die ihre Schuld einsehen oder sich ändern. Es ist wichtig über das Verlorene oder nie dagewesene (emotionaler Halt, Anerkennung der Eltern..insbesondere durch den "mächtigen" Vater) zu trauern, aber auch wichtig nicht anzuhaften, d.h. die Trauer nach einer gewissen Zeit zu beenden und nach vorne zu schauen, seine Energie dazu aufzuwenden sich selber eine Familie aufzubauen. Anhaften würde bedeuten die väterliche gottgleiche Macht zu lange anzuerkennen..du wärest dann so wie deine Mutter..das beste Gegenmittel gegen dieses unterwürfige Angst haben, ständig nur über deinen Vater nachdenken etc. ist Verachtung und sich abzuwenden, ihn zu vergessen und dich anderen Menschen zuzuwenden...zu zeigen: ich brauche dich nicht, du hast mich wie ein Nichts behandelt, nun tue ich dasselbe...damit kann man einen Abschluß finden.

Ich drücke dir die Daumen, dass du mithilfe der Therapie nen guten Absprung und Start in eine glücklichere Zukunft schaffst!
Gruß
Tyra
 
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