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schmerzliche Sehnsucht nach einem Verstorbenen.

  • Starter*in Starter*in Kleine
  • Datum Start Datum Start
an lonely girl.. deine worte machen mir angst!!!! ganz ehrlich. bei mir sind es jetzt erst 4 monate! ich halte diesen zustand nicht 2 jahre aus. wie geht das? hattest du in diesen 2 jahren nie mehr einen freund? kann man überhaupt jemals wieder jemand anderes lieben?
 
Wie regi schon sagte, wir sollten den Thread von Kleine nicht mit meinem Kummer vollstopfen. Ich schreib dir ne Antwort beim Thema Gewalt - Nur einen Vorteil hat die Nacht.

Na, Kleine, wie gehts dir? Ich hoffe doch, du kannst auch mal lachen? Es ist so unfair, was im Leben manchmal passiert. Und dass es so plötzlich geschieht. Ich kenne das Gefühl, wenn man jemandem unbedingt noch etwas sagen will.
Ich nehme an, du hast die Möglichkeit, zum Grab deines Vaters zu gehen. Nimm dir Zeit, setz dich dorthin, da kannst du nachdenken (oder mal an gar nichts denken), weinen, mit ihm reden, du kannst ihm all das sagen, was dir auf der Seele brennt. Und er wird zuhören.
Ich weigere mich zu glauben, dass der Tod einen völligen Schlussstrich zieht. Sicher, er ist endgültig, aber ich will daran glauben, dass der Verstorbene noch immer mit einem verbunden ist, dass er einen sehen und hören kann. Okay, manchmal reicht einem das nicht, aber es ist wenigstens etwas, woran man sich festhalten kann.
 
Hallo LonelyGirl

danke, es hilft mir sehr, das ich mit dir darüber schreiben kann.
Naja, es geht so, tagsüber ist man ja meist abgelenkt, oder sucht sich was, womit man sich ablenken kann, aber abends, wenn man dann in Gedanken ist, kommt so vieles wieder....du kennst das sicher,... und dann kommen oft Tränen.
Ja es stimmt, ich mache mir auch hin und wieder Gedanken, ob das wirklich endgültig war, oder ob man sich nicht doch noch mal irgentwann wiedersieht..

ich komme leider nicht so sehr oft zum Grab meines Vaters, weil ich mittlerweile etwas weiter weg wohne, aber ich schaue oft mein Lieblingsphoto von ihm an, das hilft schon sehr...........

@ regi... es hört sich wirklich immer einfacher an, als es ist......
ich habe am Anfang auch gedacht, ich bin stark und schaffe das, .. aber so stark bin ich dann doch nicht.
In der ersten zeit habe ich alles verdrängt, habe mich viel um meinen Bruder gekümmert,denn ihn hätte das fast aus der Bahn geworfen,..war für meine Mutter da.
Aber ich selbst habe mit keinem geredet und jetzt fällt es um so schwerer..
 
Warum fällt es dir so schwer? Würdest du dir dabei komisch vorkommen mit deinem Freund einen Abend zu gestalten wo jeder über seine Erinnerungen spricht?
Probiers und frag deinen Freund ob er bereit ist das mit dir zu starten.
Es musst ja nicht du beginnen. Lass ihn Fragen stellen über die Person deines Vaters. Dann kommst du in Fluss, durch Antwort geben zum erzählen.
Ich schreibe es nicht weil ich es nicht nachempfinden könnte weil du schreibst hört sich leicht an. Um diesen Punkt geht es nicht. Es geht darum dass es die einzigste Möglichkeit ist es auf gute Art und Weise es zu verarbeiten. Das musst du im Sinn haben dass du es auch anstrebst. Denn mit der Einstellung die andern haben gut reden wirst du nicht beginnen und somit immer am selben Punkt ins Loch fallen.
 
@regi,..
... wie gesagt, mein freund ist sehr einfühlsam und er hätte sicher kein problem damit,...aber ich kann es mir einfach nicht wirklich vorstellen,....kann aber auch schlecht erklären warum..
...Vielleicht weil die Sache so schmerzlich für mich ist und ich , wie gesagt, die ganze zeit mit niemandem darüber gesprochen habe, das ich jetzt sicher nur sehr schwer einen Anfang finden würde...
 
Hey Kleine!

Darf ich dir eine Frage stellen?
Kann es sein, dass du auch Angst davo hast, darüber zu reden? Angst, weil du dann vielleicht anfängst zu weinen und dir dumm vorkommst, weil es doch schon "so lange" her ist? Angst, dass du mit dem Weinen dann vielleicht nicht mehr aufhören kannst?
 
Hey LonelyGirl..

Wie geht es dir?

genau das ist es, was ich fühle,..Angst, das es für meinen Freund unverständlich ist, weil es eben schon 4 Jahre her ist und man irgentwann doch eigentlich damit "abschließen" müsste.
Ich zieh mich dann meistens in ein Zimmer zurück oder lass den Tränen freien Lauf, wenn er nicht da ist, dann muss ich mich nicht meiner Tränen schämen.
Ich weiß, das das unfair ihm gegenüber ist, und es tut mir auch so leid, aber ich kann in dem moment einfach nicht über meinen eigenen Schatten springen....
 
Hi Kleine!

Wie es mir geht?
Tja, ich lebe noch. Ob leider oder zum Glück weiß ich momentan nicht genau. (Ich weiß nicht, ob du meinen Thread bei „Gewalt“ gefunden hast. Da steht so ungefähr drin, was ich so erlebt habe.)

Ich kann deine Traurigkeit so gut verstehen.
Mir sind meine Tränen irgendwie peinlich. Ich weine nicht gern vor anderen, es ist mir unangenehm, weil es Schwäche zeigt. Hab mich durch jahrelange Übung gut unter Kontrolle. Mittlerweile kann ich es glaube ich schon gar nicht mehr.
Weinst du denn um deinen Vater? Wenigstens ab und zu mal? Ich denke, das ist sehr wichtig. Man kann seinen Kummer nicht immerzu in sich hinein fressen. Das macht einen kaputt. Wenn schon nicht vor anderen, dann wenigstens im Zimmer, wenn’s keiner sieht.

Ich weiß nicht, ob man irgendwann mit dem Verlust eines lieben Menschen abschließen kann. Und vier Jahre sind auch keine allzu lange Zeit. Aber man kann lernen, damit zu leben. Ich denke, hoffe, dass du irgendwann damit fertig wirst. Es mag dir im Moment zwar nicht so vorkommen, aber irgendwann wirst du bestimmt lächeln können, wenn du an deinen Vater denkst.
Sicher gibt es Menschen, die nicht verstehen, wie man „so lange“ trauern kann. Wer es nicht versteht, weiß wahrscheinlich auch nicht, was es heißt, eine geliebte Person zu verlieren. Aber es sind nun mal deine Gefühle. Sie gehören zu dir, und es ist nichts, wofür du dich schämen müsstest. Dein Freund bemüht sich doch sicherlich, darauf Rücksicht zu nehmen.
Kanntest du ihn denn schon vor dem Tod deines Vaters?

Hast du inzwischen mal versucht, deine Gedanke aufzuschreiben? Ich mach’s ja häufiger. Das hier ist schon ein etwa ein Jahr her (falls es dich interessiert):

"WARUM ICH WEINE

Ich fand es, das Herz
Welches nur für mich schlug
Aber es ging verloren
Mit seinem Besitzer

Gestern ist vorbei
Heute bin ich allein
Morgen wird er nicht wieder hier sein

Was mich fertig macht...
Was mir den Schlaf raubt...
Warum ich weine...

Es sind die Tage
An denen ich mich einsam fühle
Und mir die Zeit zurücksehne
Als er mir ganz nahe war

Es sind die Momente
In denen ich an ihn denke
Und mir bewusst wird
Dass es kein Morgen mehr gibt"

Kleine, ich hoffe, dass es in deinem Leben auch noch Dinge gibt, über die du dich freuen kannst. Augenblicke, in denen du auch mal lachst, ohne an all die Dinge denken zu müssen, die das Leben so schwer machen.

Nun schlaf gut und träum was Schönes! Und meld dich mal wieder!

LonelyGirl
 
Hy LonelyGirl,..

es tut gut, mal wieder von dir etwas zu lesen.
deine gedichte sind schön, aber so traurig, man findet sich einfach
darin wieder.

Ich kann sowas leider nicht.

Ja, meine Tränen sind mir auch peinlich, und deswegen gebe ich mich oft kälter, als ich eigentlich bin.

Wie gesagt, nur wenn ich allein bin , nehme ich mir das bild meines Vaters und schaue es lange an und bin in Gedanken bei ihm.
Ich wünsche mir dann oft, "Papa komm doch zurück, ich brauch' dich doch noch. Ich muss dir noch so viel sagen und bräuchte so oft deinen Rat."
Aber er kommt nicht mehr zurück und das ist das, was bei mir wahrscheinlich immernoch nicht richtig angekommen ist.


Mein Freund nimmt sehr viel Rücksicht auf meine Gefühle und er merkt auch, sobald etwas mit mir nicht stimmt, aber trotzdem fällt es mir schwer, mit ihm darüber zu sprechen.
Meinen Freund habe ich erst eine ganze Weile nach dem Tod meines Vaters kennengelernt.


hab deinen Thread gefunden und werd dir auch dort noch mal schreiben.

..auf jeden Fall danke ich dir, für deine lieben Worte, die du immer wieder für mich hast..
..Ich bin froh, das da jemand ist, der mich versteht und mir nachempfinden kann.

Ich hoffe, das es auch für dich ab und zu ein paar Tage gibt, die erträglich sind und an denen du ein bisschen unbeschwert sein kannst, trotz deines
Schmerzes..
Ich würde dir so gern etwas davon abnehmen..

sei ganz lieb gegrüsst..

Kleine
 
Hey Kleine!

Du findest meine Gedichte schön? Danke, hört man gerne.
Allerdings geht es beim Schreiben nicht um schön oder nicht schön, sondern (wenn man damit nicht sein Geld verdienen will) darum, seine Gedanken und Gefühle auszudrücken, die man nur schwer aussprechen kann.
Ich war damals (mit 10 Jahren) gewissermaßen gezwungen, mit dem Schreiben anzufangen, weil ich niemanden hatte, mit dem ich reden konnte. Jetzt habe ich zwar eine sehr gute Freundin, der ich alles anvertraue, aber da ich nie gelernt hatte, über Probleme zu sprechen, schreibe ich auch heute noch lieber. Das Geschriebene gebe ich ihr dann zu lesen.

Klar brauchst du deinen Vater. Du bist zwar erwachsen und lebst dein eigenes Leben, aber an den Eltern hängst du trotzdem immer noch. Ist ja nichts falsch dran. Du warst es halt dein Leben lang gewohnt, dass er immer für dich da war. (Darum beneide ich dich irgendwie.) Wie soll man da so plötzlich begreifen, dass es nun nie mehr so sein wird?

Ach, es ist doch zum....
Da schafft man es, mal nicht jede Minute daran denken zu müssen und dann kommt man in eine Situation in der man denkt: „Er würde jetzt so reagieren.“ oder „“Das muss ich ihm unbedingt erzählen.“ Und dann merkt man: Halt! Stop! Das geht ja gar nicht mehr...

Und da wir so schön bei Gedichten sind... Ich schreib dir jetzt so lange meine Texte hier hin, bis es dich stört und du schreist: „Aufhören!!!“ 🙂

„Was kannst du tun
Wenn deine Welt sich schwarz färbt?
Manchmal denke ich
Ich sollte allein in die Nacht ziehen
Denn ich gehöre nicht hierhin
Meine Gedanken verweilen im Traurigen
Meine Gedanken verweilen im Meer
Jede Träne ist wie ein unerforschter Ozean
So still und tief...
Und wenn die Sehnsucht mich erdrückt
Dann flehe ich:
Komm und
Nimm mich mit in den Himmel!“


Mir tut es auch gut, dass ich mir hier ein wenig den Frust von der Seele schreiben kann. Und dass da jemand ist, der so denkt und fühlt wie ich. Es ist schön, wenn es dir hilft. Mach ich gerne. Da hat man irgendwie das Gefühl, doch nicht ganz unnütz zu sein...
 

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