Zunächst mal zum Thema Kaffee, weil das hier unverständlicherweise so hochgekocht ist.
@Portion Control hat in Bezug auf meine Kollegin den Begriff Kaffeesucht verwendet. Das fand ich eben ein wenig lustig, weil sie mich, wie gesagt, regelmäßig gefragt hat, ob wir mal wieder einen Kaffee trinken gehen, obwohl ich weiß, dass sie selber keinen trinkt.
Aber nehmt das doch bitte nicht so ernst! Das ist eine allgemeine Redewendung, die man verwendet, wenn man sich mal gemütlich mit jemandem treffen und dabei was trinken will. Und was da jeder trinkt, bleibt jedem selbst überlassen, das hat doch null Relevanz.
@Portion Control
Nur weil ich mit meiner Frau über ein Problem reden und eine Kompromisslösung finden will, ist mir meine Ehe nicht wichtig? Im Gegenteil, für mich ist es ein wesentlicher Punkt in einer Beziehung, dass man über Probleme reden kann und gemeinsam versucht, Lösungen zu finden.
Auch meine Frau ist in der Vergangenheit mit Problemen an mich herangetreten und wir haben immer eine Lösung gefunden, die für uns beide akzeptabel war.
Und irgendwelche heimlichen Treffen, die hier angesprochen wurden, kämen für mich niemals in Frage. So fängt's nämlich an und wie
@Binchy bereits sehr richtig angemerkt hat, untergräbt dies das Vertrauen zueinander.
Niemand von euch kennt meine Frau oder mich persönlich und kann sich daher kein Urteil erlauben, wie es um unser Verhältnis bestellt ist. Ja, wir haben (oder mittlerweile besser gesagt hatten) noch dieses eine Problem, aber ansonsten könnte es nicht besser laufen zwischen uns.
Und nun zum wichtigsten Punkt:
Ich habe gestern mit meiner Frau geredet und ich hätte nicht damit gerechnet, dass das Gespräch so ruhig, sachlich und faktenbasiert verläuft. Nachdem wir uns gegenseitig unsere Sicht der Dinge dargelegt haben, sind wir zu der Einigung gekommen, dass es ok ist, wenn ich ab und zu mal was mit ihr trinken gehe.
Es gilt jedoch die Bedingung, dass es dabei bleibt und darüber hinaus keine, wie auch immer gearteten, Aktivitäten stattfinden.
Und das ist vollkommen ok für mich, mehr wollte ich gar nicht. Und sollte meine Kollegin derartige Aktivitäten vorschlagen, werde ich sie auch über diese Einigung in Kenntnis setzen.
Und ich werde das Vertrauen, das meine Frau nun mit dieser Einigung in mich setzt, nicht missbrauchen.
Ja, ich mache mir so meine Gedanken bei manchen Verhaltensweisen meiner Kollegin, aber es ist absolut unbekannt, ob sie wirklich in mich verknallt ist und solange sie da keine wirklich eindeutigen Signale sendet, werde ich sie auch nicht darauf ansprechen.
@Amaliah
Ich erwähne in Gesprächen und Nachrichten durchaus meine Frau, aber ich vermeide es, sie auf einen Partner anzusprechen, weil ich eben nicht mal weiß, ob es einen gibt. Ich frage sie beispielsweise nicht "Und was habt ihr am Wochenende gemacht?"
Weil ich ja nicht mal weiß, ob das Wort "ihr" überhaupt angebracht ist. Wenn sie von sich aus kein "Wir" erwähnt, dann vermute ich mal, dass es keines gibt oder dass sie (aus welchen Gründen auch immer) nicht über solche Themen reden will.