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Schlaflos und gestresst durch Beruf

Schmuddelwetter

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

habe gerade eine sehr schlechte Phase und weiß nicht mehr so recht weiter: Ich arbeite seit drei Monaten in einem neuen Job und eigentlich bringt mir dieser oft auch Spaß, Kollegen sind nett etc. Allerdings fühle ich mich überfordert, da ich in die Arbeit ziemlich unvorbereitet reingegangen bin (kleine Firma, Kollege arbeitet nun in anderer Abteilung). Da die Firma noch recht jung ist, muss man sich vieles selbst erarbeiten, was Spaß bringen kann, aber ich habe das Gefühl, das viel zu wenig Zeit ist, um die Aufgaben gründlich zu machen.

Aus diesem Grund raubt mir die Arbeit momentan den letzten Nerv: Ich grüble extrem viel über den Job, kann nicht mehr abschalten, weder abends noch an freien Tagen. Das ist eigentlich überflüssig, da die Arbeit nun nicht so viel Verantwortung o.ä. mikt sich bringt, dass es dies wirklich wert wäre. Es handelt sich vielmehr um einen recht normalen Bürojob und ich habe schon von weitaus anstrengenderen gehört.

Nun schlafe ich seit einem Monat auch extrem schlecht. Statt normalen 6-8 Stunden sind dies teils nur 3-4, in einigen Nächten habe ich auch gar kein Auge zugetan. Ich bin mir sehr sicher, dass es an meinem Nicht-abschalten-können liegt, da ich nur darüber grüble und besonders vor stressigen Tagen sehr schlecht schlafe. Dies trägt natürlich auch nicht gerade zur allgemeinen Stimmung bei. Die Hausmittelchen (Entspannungsübungen, Spaziergänge, aktiv sein, leichte Schlafmittel) haben bisher alle nichts gewirkt.

Was kann ich denn nur tun? Ich will doch einfach meine Ruhe in meiner Freizeit. Heute habe ich mich krank gemeldet, weil ich einfach zu erschöpft bin (mache sonst eher Überstunden).

Hat jemand eine Idee?

Danke.
 
Bist du noch in der Probezeit ?

Dann wäre die Krankschreibung mit Burn-Out eh gleichzeitig das Ende der Karriere in dieser Firma.
 
Grübelst Du nachts eher allgemein über die Arbeit nach oder zB über Sachen, die Du vielleicht vergessen haben könntest zu machen? In letzterem Fall hilft es vielleicht, wenn Du Dir ein Blatt Papier auf den Nachttisch legst und aufschreibst, wenn Dir schnell was einfällt, das Du eigentlich noch erledigen solltest. Dann kannst Du den Punkt gedanklich vielleicht abhaken?

Wie gehts denn den anderen Kollegen mit ihrer Situation? Sind sie schon länger dort oder tun sie sich auch schwer?

Du könntest Dir auch eine Liste mit vier Spalten anlegen, in die erste schreibst Du alles auf das Du noch erledigen musst bzw. was dafür nötig ist, die restlichen Spalten sind A, B, C, wobei A sehr wichtig und C eher nicht so wichtig ist und das ankreuzt. Somit hättest Du vielleicht ein bisschen einen Überblick, was für den Tag alles ansteht?

Mhm wegen dem Einschlafen, ist nicht jedermanns Sache, aber hast Du schon mal Lavendelöl probiert? Da kannst Du Dich nach dem Duschen einschmieren, oder ein paar Tropfen auf ein Tuch oder kleines Kissen fürs Bett geben, soll eine beruhigende Wirkung haben.

LG
 
Ich denke, dass das ganz normal ist...man beginnt einen neuen Job, viele neue Herausforderungen und die Angst, den Anforderungen nicht zu entsprechen! Ich hatte das vor einiger Zeit auch...bei mir hat es sich mit der Zeit gelegt! Du musst echt versuchen, dich in deiner Freizeit abzulenken....triff Freunde und komm auf andere Gedanken! Ich wünsch dir, dass sich das bald bessert!
 
Hallo, liebes Schmuddelswetter.

Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich denke, dass du gerade dabei bist, dich zu orientieren. Und das ist enorm wichtig und richtig. Pflege dich gut und nimm dir Zeit für deinen Ausgleich. Auch den Abstand zum Job nach dem Job muss man lernen, wie ich selbst immer wieder merke. Und drei Monate sind noch nicht viel Zeit, um sich selbst einsortiert zu haben (sind nur 12 Wochen, oder?) Mir geht es da sehr ähnlich.
Wenn du viele Aufgaben parallel zu erledigen hast, mußt du dir Prioritäten setzen. Bzw. die Prioritäten mit dem Chef und Kollegen abklären. Machst du dir To-Do-Listen?
Mir hilft es, mir große Übersichten zu machen. Das geht natürlich dann erst daheim. Bei der Arbeit habe ich immer alles zu sehr "direkt vor der Linse" und sehe dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Also, meine Strategie zu Zeit: Großes Blatt, A3, und dann alles aufschreiben, was an Aufgaben ansteht. Vielleicht merkst du dann schon, dass sich die Aufgaben z.B. schon vom Aufwand her unterscheiden. Dass sich das in "kurz-, mittel-, langfristig zu erledigen" aufdröselt Ganz wichtig ist für mich dann, dass ich sehe, was ich terminieren muss. Was ich nicht allein entscheiden kann, darf oder will. Oft macht mich das "zuviel auf einmal wollen" fertig. Lange habe ich nicht gemerkt, dass mir lange Wege (Chef im anderen Gebäude, viele Arbeitsorte ebenfalls in anderen Gebäuden, telefonisch meist nix erreichbar, also rüberrennen) einen Strich durch den schönen Tagesplan machen. Das gehört dann mit auf den großen Zettel. Der eigene (sehr hohe) Anspruch spielt dabei auch eine große Rolle. Was denkst du darüber?

Viele Grüße! Und nicht aufgeben.
 

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