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Schikane durch Prokurist

  • Starter*in Starter*in Ranfa
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Ranfa

Gast
Hallo liebe Community,

Ich muss mir meine Situation mal von der Seele reden. Vielleicht habt ihr irgendwelche Vorschläge für mich , die ich noch nicht in Betracht gezogen habe.

Ich habe letztes Jahr meine Ausbildung bestanden und wurde vom Betrieb in ein befristetes Verhältnis übernommen. Zunächst arbeitete ich in einer Abteilung, die mir eigentlich gar nicht zugesagt hat. Man wurde immer kontrolliert (das liegt aber daran , dass die Kollegin einen Kontrollwahn hat) , durfte kaum was selbstständig erledigen , immer nur die gleichen unanspruchsvollen arbeiten , keine Auslastung (vorallem nicht für den ganzen Tag, habe dadurch immer alles in die Länge ziehen müssen und selbst da hatte ich vor Arbeitsende oft 30-45 Minuten nichts mehr zu tun). Das hat mich nach ner Zeit eben total unmotiviert.
Zudem kommt noch, dass ich immer noch wie ein Azubi behandelt wurde. Wenn mal jemand Urlaub hatte , fragt sie die anderen Kollegen , ob sie Hilfe brauchen und schiebt mich in allen Abteilungen rum. Irgendwann war dann Aussicht auf einen Abteilungswechsel , dann gab es ein Gespräch mit ihr und unserem Chef. Da hatte sie mich aus heiterem himmel total in die Pfanne gehauen (ich war erstmal baff, sie hat vorher nie über die Sachen gesprochen und es war gar nicht nachvollziehbar, was sie da alles behauptet. War total an den Haaren herbeigezogen. Mal abgesehen davon , dass sie mit mir immer anders gesprochen hat , sprich verständnisvoll etc. und wir uns gut verstanden haben). Dann gab es beim Chef fast ein Streitgespräch zwischen uns. Ich war natürlich wütend über diese haltlosen Vorwürfe und dass sie nie vorher mit mir darüber gesprochen hatte. Habe ihr das auch mitgeteilt...danach war unser Verhältnis eigentlich kaputt. Ich habe dennoch versucht, auf einige Dinge zu achten , die sie erwähnt hat und mich korrekt zu verhalten, jedoch nun nur noch das nötigste zu reden. Ich war nämlich immer noch in der Abteilung für ein paar Wochen, durch Rentenpläne und Krankheit einer Kollegin kam ich immerhin früher aus der Abteilung. Musste ihr jedoch bis heute immer noch helfen. Hatte ich mir zwar anders vorgestellt (eigener Arbeitsplatz, nicht immer zwischen allein Abteilungen rumhüpfen - ist aber immer noch so) , aber kann ich verstehen , weil ich mir im Moment den Arbeitsplatz sowieso teilen muss. Also sind nur zwei Tage für ca. 1 Stunde. Und sonst eben andere Abteilungen vertreten.
In der Ausbildung habe ich auch schon immer wieder vertreiben machen müssen. Jetzt eben auch noch, aber nun besteht die Kollegin darauf , dass ich ihr dennoch helfe auch wenn ich andere (Vollzeit) Kollegen vertreten muss. Dann fragt sie die Kollegen , ob ich ihr nicht helfen kann und diese wollen wohl kein Stress mit ihr und sagen das zu. Und mir hilft dann keiner und ich kann sehen , wie ich die Arbeit schaffe. Ich würde mir wünschen, dass ich in der Vertretung wenigstens nicht mehr aushelfen muss. Aber der Chef steht sowieso hinter ihr und wird immer ihr Zuspruch geben (wenn wir zu dritt ein Gespräch führen , kann ich ja auch dazu was sagen , aber sie geht irgendwann immer alleine hin und bequatscht ihn und übergeht mich mal wieder). Das gucken sich dann andere Kollegen ab und sprechen sich untereinander ab , ohne mich einzubeziehen und sagen mir dann wo und wann ich welche Vertretung mache. Letztens sagte ich was und wurde angefahren.
Bin total genervt mittlerweile und frage mich, woran das liegt, dass ich immer so herum geschubst werde...eigentlich glaube ich, dass mir nur die Kündigung da was bringt. Was meint ihr dazu ? (Ist lang geworden und eigentlich längst nicht alles zur Situation , sorry)

LG Ranfa
 
Hallo Ranfa,

ich würde dir raten, eine neue Arbeitsstelle zu suchen, wo du deinen Fähigkeiten entsprechend und autonom arbeiten kannst. Dort wirst du wohl immer der "Springer" bleiben, hast eingeschworene Kollegen und einen bequemen Chef. Mir erging es mal ähnlich wie dir, und erst durch einen neuen Arbeitsplatz wurde es wesentlich besser.

Viel Glück!
 
Liebe(r) Ranfa,

bitte schau in Deinen Arbeitsvertrag. Es wäre gut, wenn Du weisst, wofür Du angestellt bist. In der Regel ist man für einen festen Arbeitsplatz angestellt - oder als Springer. Natürlich muß man auch mit einem fest und klar definierten Arbeitsplatz mal woanders aushelfen - aber es gibt einen klaren Unterschied zwischen einem Angestellten (der auch mal aushilft) und Springer. Solltest Du keine klare Arbeitsplatzbeschreibung haben, dann lasse Dir diese aushändigen.

Notiere Dir alle Deine Tätigkeiten, damit Du prüfen kannst, ob im Zeugnis alle Deine Tätigkeitsbereiche auch vollständig aufgeführt sind.

Jedoch befürchte ich, dass Du um einen Wechsel des Arbeitgebers nicht drumherum kommen wirst. Ich rate Dir: Verhalte Dich super diplomatisch mit dem Ziel, am Ende z.B. des kommenden Monats ein Zwischenzeugnis zu verlangen, mit dem Du Dich woanders bewerben kannst. Dieses Zwischenzeugnis ist für Dich sehr wichtig - selbst wenn Du es bei einer Bewerbung nicht gebrauchen willst. Dieses Zwischenzeugnis signalisiert Dir, was Dich auf einem Endzeugnis erwarten wird. Lasse das Zwischenzeugnis von einem Fachanwalt prüfen.

Generell gilt: Rumgeschubst wird - wer sich rumschubsen lässt.

Insofern ist es schon wichtig und richtig, dass Du Dich wehrst und dass Du vor allem falsche Sachverhalten aufklärst. Aber bitte argumentiere immer möglichst nicht emotional. Lasse Dir nie anmerken, dass Du Dich ärgerst. Bleibe mutig.

Viel Erfolg,

LG, Nordrheiner
 
Hallo Nordrheiner,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe keine Stellenbeschreibung und es wird mir auch keine ausgestellt , da in meinem Vertrag steht , dass ich für jede Tätigkeit eingesetzt werden kann (das ist eigentlich bei allen so , nur da ich alle Abteilungen kenne , werde ich anders behandelt und ich möchte selbstverständlich genauso behandelt werden , wie alle anderen Angestellten).

Ich glaube ich sage nun gar nichts mehr dazu und bewerbe mich woanders , auch wenn ich liebend gerne was sagen würde...
Ich bekomme immer nur blöde antworten, wenn ich versuche , die Angelegenheit mit ihr zu besprechen (letztens sogar diese:"ich kann ja mit dem Chef sprechen , der stimmt mir eh zu").

Ich kann also eigentlich gar nichts gegen das rumgeschubse machen , mir wurde schon an den Kopf geworfen, ich solle den Ball flach halten - da kommt man sich einfach nur hilflos vor...


LG Ranfa
 
In manchem Firmen bleibt man der ewige Lehrling. Eigentlich bewirbst Du Dich aus einer guten Position: "Ich hab meine Lehre gemacht und wurde übernommen, aber jetzt möchte ich gern mal neue Aufgaben und neue Herausforderungen haben".
 
Hallo Nordrheiner,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe keine Stellenbeschreibung und es wird mir auch keine ausgestellt , da in meinem Vertrag steht , dass ich für jede Tätigkeit eingesetzt werden kann (das ist eigentlich bei allen so , nur da ich alle Abteilungen kenne , werde ich anders behandelt und ich möchte selbstverständlich genauso behandelt werden , wie alle anderen Angestellten).

Ich glaube ich sage nun gar nichts mehr dazu und bewerbe mich woanders , auch wenn ich liebend gerne was sagen würde...
Ich bekomme immer nur blöde antworten, wenn ich versuche , die Angelegenheit mit ihr zu besprechen (letztens sogar diese:"ich kann ja mit dem Chef sprechen , der stimmt mir eh zu").

Ich kann also eigentlich gar nichts gegen das rumgeschubse machen , mir wurde schon an den Kopf geworfen, ich solle den Ball flach halten - da kommt man sich einfach nur hilflos vor...


LG Ranfa

Alle werden wie behandelt, nur du nicht?
Wie siehst du das, bist du immer gleichzeitig in allen andren andern Abteilungen?
Seit Ihr ein Zertifizierter Betrieb nach Iso, in welcher Branche?
Jeder Betrieb braucht eine Stellen und Arbeitsplatzbeschreibung.
Die müssen ja auch nach ergonomischen Vorgaben eingerichtet sein.
 
Alle werden wie behandelt, nur du nicht?
Wie siehst du das, bist du immer gleichzeitig in allen andren andern Abteilungen?
Seit Ihr ein Zertifizierter Betrieb nach Iso, in welcher Branche?
Jeder Betrieb braucht eine Stellen und Arbeitsplatzbeschreibung.
Die müssen ja auch nach ergonomischen Vorgaben eingerichtet sein.

Hallo , alle anderen haben feste Aufgaben (natürlich macht man mal was aus der Reihe, ist mir auch klar, falls du das meintest.

Ich bin fest in einer Abteilung, in die ich eigentlich eingearbeitet werden soll. Habe jedoch keinen eigenen Arbeitsplatz, heißt, wir sitzen da an einem Platz zusammen. Und dann helfe ich zwei Tage die Woche etwas in der Buchhaltung. Vertrete nebenbei 5 Kollegen... und wenn eine ausfällt, ist es mittlerweile so , dass ich noch in mehreren Abteilungen helfen muss (die Buchhaltung besteht auf die Hilfe , dann ist die Kollegin , die mich einarbeiten nur Teilzeit da und der Arbeitsplatz ist dann auch nicht besetzt).
Wir haben eine Iso Zertifizierung , Branche Großhandel.

Bei uns gibt es keine Stellen- und Arbeitsplatzbeschreibung, nur für 2 Mitarbeiter, die mal befördert wurden.
 
Huhu, hat keiner mehr was zum Thema zu sagen ? Morgen fängt die Arbeit ja wieder an. Wie sollte ich mich nun verhalten?

LG Ranfa
 
Huhu, hat keiner mehr was zum Thema zu sagen ? Morgen fängt die Arbeit ja wieder an. Wie sollte ich mich nun verhalten?

LG Ranfa

Siehe meinen Beitrag. Übrigens, mit rumschubsen meinte ich nicht "als Springer arbeiten" oder von einem Arbeitsplatz zum anderen wechseln müssen. Unter rumschubsen verstehe ich schlechte Behandlung. Der Hintergrund: Achte darauf, dass Du einen guten Ruf hast, den Dir niemand kaputtreden darf.

Sag mal, bist Du fachlich dieser Kollegin überlegen? Könnte das sein?

Versuche nicht, Deine Kollegin mit vielen Worten zu beeindrucken. Je mehr Du redest, desto durchschnittlicher und unsicherer wirkst Du. Auch steigt mit vielen Worten das Risiko, dass Du mal was Falsches sagst.
 
Siehe meinen Beitrag. Übrigens, mit rumschubsen meinte ich nicht "als Springer arbeiten" oder von einem Arbeitsplatz zum anderen wechseln müssen. Unter rumschubsen verstehe ich schlechte Behandlung. Der Hintergrund: Achte darauf, dass Du einen guten Ruf hast, den Dir niemand kaputtreden darf.

Sag mal, bist Du fachlich dieser Kollegin überlegen? Könnte das sein?

Versuche nicht, Deine Kollegin mit vielen Worten zu beeindrucken. Je mehr Du redest, desto durchschnittlicher und unsicherer wirkst Du. Auch steigt mit vielen Worten das Risiko, dass Du mal was Falsches sagst.

Hallo Nordrheiner,
bei meinen Kollegen habe ich eigentlich einen guten Ruf. Was hinterrücks gesprochen wird , weiß man bei uns aber nie , da gibt's über jeden unberechtigte Gerüchte. Beim Chef weiß ich jedoch nicht (sein Sohn "arbeitet" da und mag mich nicht und hatte mich mal schlecht geredet , sonst habe ich nie viel Kontakt mit dem Chef gehabt)

Fachlich überlegen würde ich jetzt nicht sagen. Sie ist für einiges zuständig und macht das auch schon jahrelang, aber hat das alles nicht gelernt und arbeitet teilweise mit Schulunterlagen von ihrem Sohn (wenn sie zb Arbeitszeugnisse schreibt ). Aber in der zeit , in der ich da war, wirkte sie eben immer mit den ganzen Aufgaben überfordert und sie äußert auch immer bei allen , wie viel sie zu tun hat etc (wirkt auf mich eben nicht kompetent für die stelle und überfordert). Ich sage nicht , dass ich es besser machen würde , aber ich habe ja auch nicht ihre Position. Ich habe eher externen Arbeiten, sprich zum Kunden hinaus und sie macht eben zum Großteil interne Arbeiten ( Kosten aufstellen , Personal, Buchhaltung...)
Und dadurch werde ich immer von ihr als Hilfe von Vertretungen abgezogen (und ich muss dann die Kunden warten lassen , aber scheint dem Chef auch nicht wichtig zu sein )
 

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