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Scheitern am Ende?

G

Gast

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Hallo Forum-Mitglieder,
ich stecke gerade in einer ziemlichen misere und suche verzweifelt einen Ausweg.

Ich schreibe (Versuche) gerade die Diplomarbeit (Studiengang Ing. Informatik) zu erstellen und bin einfach nur deprimiert. Bin jetzt knapp bei der Hälfte der Bearbeitungszeit (6 Monaten angelangt) und kriege es schriftlich einfach nicht auf die Reihe. Ich hatte erst angefangen zu lesen und zu schreiben, nachdem ich merkte mit dem Schreiben läuft es garnicht rund, habe ich den praktischen Teil erstellt (ist fertig). Nun versuche ich wieder zu schreiben und das ganze Drama geht wieder von vorne los.
Ich tue stets nur alte Teile die ich geschrieben habe verbessern, teilsweise sogar neu schreiben, weil ich zweifel habe das es ausführlich und inhaltlisch korrekt ist.
Dadurch ging mir absolut die Struktur der Arbeit verloren sowie ich absolut keinen Überblick (verwendete quellen, etc.) mehr habe.
Ich weiß einfach nicht was ich machen soll, ich habe damit wirklich essentielle Probleme und das ist einfach ein Punkt an dem ich an meine Grenzen stoße.

Hinzu kommen jetzt dadurch auch noch psychische Probleme, Schlafstörungen, ständige Angst und Gedanken vor dem Scheitern habe. Ich mache das auf dem 2.Bildungsweg habe ein stattliches Alter erreicht und wüsste nicht wie es danach weiter gehen sollte.
Auch wenn das banal klingt, aber manchmal wünsche ich mir nachts einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen, damit der Spuk endlich vorbei ist. Das beschäftigt mich nun auch sehr, weil ich mich so nicht kenne.

Ich weiß einfach nicht wie das so weitergehen soll, ich hoffe ihr könnt mir mit ein paar Tips bzw. guten Ratschlägen beiseite stehen.
 
Such Dir Hilfe. Rede mit dem Prof, der deine Arbeit betreut, vielleicht mit Kommilitonen. Zumindest ersterer wird sicher nicht aus allen Wolken fallen, sondern schon öfter verzweifelten Diplomanden gegenüber gesessen haben. Er kann Dir sicher Tipps zur Strukturierung deiner Arbeit geben. Erfahrungsgemäß ist das schon die halbe Miete.

Ich denke, es ist wichtig, dass du aktiv wirst. Schließlich scheint Dir die Decke ja jetzt schon auf den Kopf zu fallen und die totale Verzweiflung hat dich erwischt. Stundenlang alleine und unter dem immensen Druck, den Du ja spürst, an der Arbeit rumzuwursteln, bringt glaub ich nicht viel.

Geh hin, sag, dass Du ein Problem hast, bitte um Hilfe. Das ist absolut nichts Schlimmes und auch deine Versagensängste sind nicht so außergewöhnlich, auch wenn sie möglicherweise durch dein "stattliches Alter" etwas verstärkt werden.

Ansonsten: NICHT AUFGEBEN! Nicht jeder schafft es, sich auf dem 2. Bildungsweg soweit durchzubeissen.
 
Hallo, ich danke euch zwei für eure Antworten..
Habe mir heute erstmal eine Auszeit genommen und mit einem Freund einen Kaffee getrunken um wein wenig zu reden (auch über das Problem) und mich einfach mal ein wenig zu sammeln.

Ich schreibe die Arbeit in einem Unternehmen, in dem ich schon seit längerem als Student arbeite. Das Inhaltsverzeichnis hatte ich meinem betreuenden Prof. bereits geschickt, wurde dann ein bisschen zusammen besprochen/korrigiert, aber soweit hat das gepasst. (Das Füllen der Kapitel und mein wirres durcheinander was ich im ersten Post geschrieben habe, sind das Problem :-( )
Mit dem Betreuer im Betrieb komme ich spitze aus, werde ihn morgen auf meine Probleme ansprechen, mal sehen in wie weit er mich unterstützen kann.
Ich denke vielleicht wäre es für mich und auch mein selbstvertrauen nicht schlecht, wenn er 1-2 mal die Woche in die Sachen reinschaut die ich schreibe und mir feedback gibt (auch wenn es nur einige seiten sind).
Das kleine Erfolgserlebnis muss einfach mal kommen..

Ansprüche habe ich eigtl. auch keine Großen, möchte nur bestehen damit sich die vielen jahre und die entscheidung nochmal zu studieren gelohnt haben, die Note ist erstmal nebensächlich.
 

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