Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Scheidung/Trennung

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Dragonheart

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

ich bin schon seit zwei Monaten angemeldet, weil ich mir schon gedacht habe, dass ich auch mal Hilfe bräuchte.

Die letzten Wochen war ich nun sehr wenig aktiv, so dass ich selber keine Hilfe für andere hier war.

Mein Frau und ich haben uns vor zwei Wochen entschlossen uns zu trennen. Es war ein wirklich freundschaftliches Gespräch aber trotzdem tut es mir weh.

Ich bin zur Zeit etwas ziellos und möchte einfach mal fragen, wie ihr mit dieser situation umgegangen seit, wie ihr euch gefühlt habt und wie sich euer Leben verändert hat, als sie euch getroffen hat. Ich fühle mich leer und etwas desorientiert und habe für mich momentan das Problem etwas für mich zu tun.

Vielleicht habt ihr ja auch ein paar Ratschläge für mich, wo ich vor allem dran denken müsste. Wir haben zwei Kinder und ein Haus und wollen wirklich beide versuchen es friedlich hinzukriegen. Wollen wir hoffen, dass wir es auch schaffen.

Vielen Dank schon mal.

Liebe Grüße
Frank
 
Hallo Frank,
es gibt eine ev. Ehe-, Lebens- und Krisenberatung, die ist sehr hilfreich.
Gruß Udo
 
Liebes Drachenherz -

was für ein tapferer, mutiger Nick! Als wenn du vor zwei Monaten schon geahnt hättest, dass du tapfer und mutig sein mußt...

Deine ehem. Frau und Du, Ihr seid ja schon zwei tolle Leute, wenn Ihr es ohne den üblichen Hass und Machtkampf geschafft habt, und weiter richtig gute wirklich Eltern sein könnt.

Was Dir bleibt (und Deiner Frau auch, aber um die geht es ja hier nicht), ist die Trauer. Deshalb fühlst du dich leer und desorientiert: du mußt für deine Leben neue Wege finden, neue Strukturen. Das braucht Zeit.

Du mußt dich innerlich von diesem Lebensabschnitt "Familie" verabschieden, das schafft die Seele nicht so schnell.
Viele Menschen haben nach Trennungen auch ganz starke Versagens-Gefühle, weil sie es nicht geschafft haben, die Beziehung zu halten und ihre Ehe zum Gelingen zu bringen.

Mein Rat: gib dir Zeit.
Schau die Erinnerungen an, weine, sei traurig. Verarbeite das Geschehene, verantworte deine Anteile. Verzeih dir...

Und, weil Männer dazu neigen: "tröste" dich nicht, bevor dein Herz wieder bereit ist - und das ist es erst am Ende der Trauer, und wenn alles an und in dir verstanden hat, warum es so kam, und wo und wie Eurer beider Anteile waren.
Man kann eine gescheiterte Beziehung ja auch nutzen, um für die nächste zu lernen.

Helfen beim Wiederaufbau könnten diese Seite und das Forum dieser Seite: www.zeitzuleben.de

Du scheinst ein netter und kluger Mann zu sein.
Ich wünsche dir das Beste!
CupCoffie
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, ich kann dem nicht viel hinzufügen, CupCoffie hat das sehr gut beschrieben.

Die Trauer wird kommen. Und sie braucht ihre Zeit. Laß´ sie zu.


LG Omana
 
Hallo,

ich danke euch für euren Rat.

Vielleicht sollte ich es auch mal mit einer Lebens- und Krisenberatung versuchen, bevor ich größere Probleme bekomme. Die Jahre sind Bewusstseinmäßig doch nicht so spurlos an mir vorübergegangen.
Muß ich mir selber eingestehen.

Eine Eheberatung haben meine Frau (oder Ex-Frau) eigentlich beide schon ausgeschlossen, da wir der Meinung sind, dass es uns leider nicht mehr weiterhelfen wird, sondern eher zu diesem Punkt, wo wir jetzt schon sind, bringen wird.

LG
Frank
 
Hallo,

Ich schließe mich Omana an,Cup Coffie ,hat das sehr gut beschrieben.Die zeit heilt doch die Wunden.Es wird lange dauern,und die Erinnerungen werden nie aussterben....und das wird lange dauern.

Auch mein Mann und ich haben uns in Frteundschaft getrennt.Auch wir habenm zwei Kinder und ein Haus....Wir sehr ich auf ihn zählen konnte,habe ich aber erst erfahren als es mir seht schlecht ging.Selbstlos hat er mir zur Seite gestanden und mir sofort geholfen.Er ist eine neue partnerschaft am angehen und ich freu mich für ihn.Obwohl ich selber gerade einige schlimme
Dinge verarbeiten muss.Doch in der Not erkennt man,wer zu einem steht.Und wir können heute viel besser ,verständnisvoller miteinander umgehen ,als in unserer Ehe......

Ich wünsch dir viel Kraft und alles Gute....Lieben Gruss Fuchs
 
Hallo Fuchs,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich finde es schön, dass so ein Vorsatz, wie mein Frau und ich ihn gefasst haben, wirklich umzusetzen ist.

Das gibt mir wirklich jetzt die Hoffnung und auch Kraft (ich hoffe das klingt jetzt nicht zu pathetisch) so weiterzumachen.

Ich denke, dass irgendwann auch bei mir der Schmerz auch noch mal tiefer gehen wird und ich dann auch viele Tränen vergiessen werde, obwohl es eine freundschaftliche Trennung sein soll.

Aber einen solchen Lebensabschnitt zu beenden ist trotz einvernehmen schwer und es tut weh.

Lieben Gruß
Frank
 
Wir sehr ich auf ihn zählen konnte,habe ich aber erst erfahren als es mir seht schlecht ging.Selbstlos hat er mir zur Seite gestanden und mir sofort geholfen.
schreibt Fuchs.

Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man sich klarmacht, welche guten Eigenschaften der Partner/die Partnerin hatte und noch hat!

Auch wenn man sich mit der Liebe wem anders zugewendet hat: der verlassene Partner ist ja noch immer ein wertvoller Mensch, in den man sich aus guten Gründen verliebt hat.
Wenn man bei dieser Wertschätzung des anderen bleiben kann (oder nach einiger Seelenarbeit dort wieder hingelangt), geht auch das Eltern-Sein wieder ganz gut.

Und das Größte: Freunde bleiben
.
Aber dazu gehört Arbeit, der Abbau von Groll, Wut, Eifersucht, Verletztheit - Verzeihen eben.

(Ich rede hier natürlich nicht von Partnerschaften, in denen Gewalt, Alkoholismus und andere absolut menschenzerstörenden Faktoren den Ausschlag für die Trennung gaben.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo auch!
Es kommen so viele Gedanken in einem hoch, von denen man nicht geahnt hat, dass sie es gibt und einen noch einholen!
Gerade die letzten beiden Tage hat es mich erwischt!
Seit dem 20. März steht nach 30 Jahren unsere Trennung fest und auch wir versuchen es freundschaftlich zu berwerkstelligen. Zusammen mit einer 16 jährigen Tochter und zum Glück keinem Haus am Bein!
Seit dem 6. Mai, weiß ich seine neue Adresse und es war und ist gut so, dass er auszieht! So war es abgesprochen. Seit dem 8, Mai habe ich zusammen mit Tochter eine neue Wohnung und ich freue mich, wie das kleine Kind, dass unter dem Weihnachtsbaum große Pakete sieht und denkt😀a sind meine Geschenke mit denen ich ab heute spielen kann. Da ist das, was ich mir gewünscht habe bestimmt auch bei! Nach und nach darf es dann eines davon öffnen, nach dem die Mutter das Glöckchen klingen ließ! Eines nach dem anderen wird aufgerissen und jedes Mal ist auch das darinnen, auf das sich das Kind gefreut hat, es zu bekommen und nun in den Händen festhält.
Nun habe ich auch das bekommen, was ich wollte! Freude am Leben nach ganz langer Zeit, die Welt besser sehen und riechen und sich daran erfreuen können, lachen und neue Menschen kennen lernen und es auch zulassen und das Wissen um die Wahrheit! Das mein Mann und ich sehr lange versucht haben, auf einen Nenner zu kommen.
Jetzt, wo alles seinen gewollten und von mir und Tochter geplanten Weg geht, öffnen sich manche Schleusen! Zeitschleusen, die die Zukunft betreffen! Die letzten 5 Jahre waren teilweise der Horror schlechthin und davon die letzten eineinhalb Jahren, die aller schlimmsten. Jeder von uns, hat doch wieder und wieder versucht, die Beziehung aufrecht zu erhalten und zu verändern und zu verbessern, denn daran arbeiten gehört ja wohl dazu! Aber, es sollte nicht sein und schließlich haben wir die letzt genannte Zeit , nur noch gedacht es gehe noch! Irgendwie! Doch irgendwie, war jeder von uns alleine einsam und es war ein schleichender und sehr schmerzintensiver Zeitkorridor, durch den wir schweigend gegangen sind! Weil jeder von uns alleine gedacht hat! Die Kraft der Umsetzung war langsam abgestorben und die Gefühle verstorben! Ganz langsam und fast nicht greif- fassbar! Begreifen, annehmen und dieses auch dem anderen gegenüber aüßern, traute oder wollte keiner! Weil man es sich erst selbst eingestehen musste, das Schluss war. Und das tut weh! Denn man/ frau redet ja nichtmehr gemeinsam darüber!Wir haben uns zerredet! Und die Zeit hat uns gerettet uns jetzt im richtigen Moment zu trennen und den Versuch zu starten, uns auf freundschaftlicher Basis ,,auf Wiedersehen,, sagen zu wollen.Und nun, wie zu Anfang erwähnt,
öffnen sich die Schleusen, die aber reinigend sind! Wut ist nicht mehr dabei!
Das Gefühl vom Scheitern ganz minnimal! Eine Trauer ist es, die sich in meiner Seele verfangen hat! Nicht das ich meine, meine Zeit mit dem ,, nicht richtigen Mann,, verbracht oder falsch angebracht zu haben!
Die Überlegung ist da, wie und warum es sein kann so unterschiedlich zu sein
und doch ...........ja, das Wissen, dass es sich gelohnt hat! All die Tränen der Unverstandenseins, das Einstufen des Partners z.B. erst die Arbeit, dann irgend etwas anderes und dann....), den Respekt des Anderen gegenüber,
die Erkenntnis, nach 7 Jahren zu denken, sich zu kennen, als das Kind kommt und damit die Erziehungsproblematik ,,einschiesst,, ! Es riss mir (wie er es empfunden hat, weiss ich gar nicht) praktisch die Augen auf und liss mich in ein schwarzes Loch blicken!
Es ist der ganze Umbruch, der statt findet! Der Wunsch, das sich das Blatt zum Guten wendet. Für sich selbst verantwortlich zu sein. Entscheidungen richtig zu behandeln und zu treffen. Nach 3 Jahrzehnten auf eigenen Füßen durch diese so laute und bunte Welt zu gehen.
Und zu Wissen, das ich wirklich sehr viel Energie in diese Jahre gesteckt habe (er in anderer Form und anderen für ihn wichtigen Themen)!
Die Erkenntnis, das die Sprache oft ,, kauderwelsch,, war, mit der wir uns durch Gespräche schleppten.
Mich davon zu verabschieden!!!!! Und nicht mehr irgend etwas, was war durch den Kopf und damit auch durch das Herz gehen zu lassen!
Denn es ist gut so! Es wäre vor eineinhalb Jahren fast ein Schrecken mit Ende geworden (irgendwann friedlicher Natur gewesen) und nun, ist es ein Ende ohne Schrecken, weil die Zeit richtig war, sich zu trennen!!!!!!!
Das Durchleben von Gefühlen, jeglicher Natur spielte eine sehr große Rolle, um los lassen zu können! Und das kann ich jetzt!
Denn die Zeit gibt dir Möglichkeit vieles zu verarbeiten! Schwarze und weiße! Die gehören dazu! Und das kann dir und mir keiner nehmen. Da muss man/frau durch auch wenn es verdammt weh tut!
Lion45
 
Hallo zusammen,

sag ich jetzt mal so.

Vielen Dank für die schönen Zeilen, die Ihr mir alle geschrieben habt. Seit mir jetzt nicht böse, wenn ich jetzt nicht so jeden einzeln erwähne. Ich bin euch allen gleich dankbar für eure Worte.

Ich finde es schön hier jetzt Menschen gefunden zu haben, die mir erzählen, dass das ich das ganz ruhig angehen soll und versuchen soll, dass meine Frau und ich unsere Achtung vor einander bewahren.

Bis jetzt habe ich immer von der Entscheidung von meiner Frau und mir gesprochen, was ja auch so richtig ist. Ich habe in dieser Ehe aber meine eigene Geschichte und mit der muss ich arbeiten und micht weiterentwickeln. Bei aller Trauer und auch Verletztheit und Tränen bei mir, möchte ich die Jahre nicht missen, denn sie waren trotz allem schön.

Ich glaube halt, dass wir beide zerbrochen sind an den Anforderung, die wir uns selber auferlegt haben, mit unserem toten Kind, behinderten Kind und all den Sorgen, die einen dann begleiten. Wir haben lange durchgehalten, wahrscheinlich zu lange, ohne uns einzugestehen, dass es längst vorbei war. Nachdem die Entscheidung nun gefallen ist, ist es auf einer Seite erschreckend, wie nüchtern das ganze dann zum Schluß abgelaufen ist und auf der anderen Seite wie befreiend das ganze doch ist. Wir streiten weniger, wahrscheinlich weil die Ansprüche, die wir meinten erfüllen zu müssen (wg. Eltern, Freunde, Arbeit, Gesellschaft usw.).

Ich muss halt jetzt lernen für mich und an mich alleine zu denken (ich meine nicht Egoismus), sondern wieder lernen als einzelner Mensch, als Mann und Vater zwar aber als einzelne Persönlichkeit. Es war bestimmt einer meiner Fehler, dass ich nur noch Papa war und nicht mehr als einzelner Mensch und Persönlichkeit.

So jetzt muss ich mal eben aufhören, da mir die Tränen kommen.

Vielen Dank noch mal.

Liebe Grüße
Frank
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben