Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Auch im zweiten Bildungsweg kannst du eine 4 durch eine 2 ausgleichen. Ich zitiere die für NRW einschlägige Prüfungsordnung APO-WbK, Paragraph 28 Absatz 3 Satz 3 und 4:
Wer hat dir denn diese Fehlinformation gegeben, dass du eine Mathe-4 nicht ausgleichen könnest?
Verweise ihn ggf. auf die Prüfungsordnung, also die APO-WbK, Paragraph 28 Absatz 3 Satz 4. Möge er es dort selbst nachlesen. Hier der Link zur kompletten APO-WbK:
http://www.schulministerium.nrw.de/...BK/Kontext/_APOWBK-undVVzAPOWbK-ab2010_1_.pdf
Habe ich auch gemacht, habe ihm sogar den genauen Paragraphen auf der Webpräsenz des Schulministeriums gezeigt, jedoch sind die der Auffassung, dass aufgrund der Anzahl der Fächer, die auf der VHS unterrichtet werden, auch diese Regelung mit dem Ausgleich wegfällt. Ob das jetzt stimmt, weiß ich nicht, das behaupten jedoch mehrere Lehrer, die ich unabhängig voneinander gefragt habe.
Hast Du Dich über das Jurastudium genau informiert? Ist Dir klar, dass Du auch dort Mathe brauchst? Gegenstandswerte errechnen, Schadensersatzforderungen errechnen, die Gebühren für Deine Arbeit errechnen? Ich zweifle ehrlich auch daran, dass ein Jurastudium das richtige für Dich ist ... Und im Übrigen bist Du mit einem Jurastudium nicht in vier Jahren durch - mit Referendarzeit und sämtlichen Anwaltsstationen sowie zwei Staatsexamina dauert es zwischen 7 und 10 Jahren.
Und die nächste Hürde: Solltest Du das Studium abschließen, musst Du gut sein. Und ich meine nicht durchschnittlich, sondern wirklich gut, wenn Du anschließend einen vernünftigen Job finden willst. Die Straßen sind gepflastert mit Jura-Absolventen im Notenbereich 3-4. Das sind die, die anschließend in mittelgroßen Firmen in der Rechtsabteilung für ein Gehalt sitzen, das andere als Bürokaufleute verdienen. Ich würde es mir an Deiner Stelle gut überlegen, ob Du diesen Weg tatsächlich gehen willst.
Alternativ, wenn Du wirklich in die Justiz willst - kannst Du Dir vorstellen, eine Ausbildung zu machen? Rechtsanwalts- und/oder Notarfachangestellte werden gesucht wie geschnitten Brot ... Der Verdienst ist zwar auch nicht toll, aber arbeitslos wirst Du ganz sicher nicht sein und kannst mit einer fundierten Ausbildung in fast jeden Berufszweig, der irgendwie mit Büro/Sekretariat zu tun hat.
Aus diesem Grunde war ich eben bei der Uni in der Fachstudienberatung, wo ich dieses Thema noch mal aufgegriffen habe.
Die mathematischen Kenntnisse, die man besitzen muss, sind pillepalle und selten von Verwendung. Das kann ich mit meinen Kenntnissen auch. Dafür muss man keine 1+ besitzen, meine 4 reicht da vollkommen.
Bevor da Einspruch kommt: Die Mitarbeiterin, die mich beraten hat, hat selbst Jura studiert.
Nur, weil man in Mathe etwas schlechter ist, heißt das nicht, dass man weniger fleißig ist. Es ist einfach genetisch bedingt (ja, das ist es), wie gut man in Mathematischen Dingen ist.
Ich habe es schon so oft überlegt, habe mich beraten lassen bei der Uni usw. und werde den Weg nicht ausschlagen.
Rechtsanwaltsfachangestellte sind Sekretärsberufe, da hat man rein gar nichts bis selten wirklich mit der Marterie zu tun, außer Schriftverkehr aufsetzen, Mandanten anrufen, usw.
Jedoch werde ich wahrscheinlich eine andere Ausbildung in dem Bereich machen und dann damit auf die Uni gehen.