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Schaffe das Abitur nicht und habe in der Schule keine Freunde

middl

Neues Mitglied
Hallo Leute,

ich bin nervlich völlig am Ende. Ich bin 18 Jahre alt, gehe zur Zeit in die 12. Klasse und sollte eigentlich in diesem Schuljahr mein Abitur machen. Zur Zeit sieht es aber danach aus, als ob das nicht klappen würde, da meine Noten relativ schlecht sind und ich inzwischen auch nichts mehr für die Schule mache, da ich mich sehr erschöpft fühle.

In meiner Schule fühle ich mich sowieso nicht wohl, da ich dort keine Freunde habe (die Leute dort passen mir einfach nicht, habe aber zum Glück außerhalb der Schule Freunde).

Mein Plan sieht so aus, dass ich das jetzige Schuljahr wohl wiederholen werde und das auch an einer anderen Schule.

Da ich aber nicht freiwillig wiederholen darf, nervlich sehr am Ende bin und ich an meiner Schule keine Freunde habe, weiß ich nicht, wie ich die restlichen Monate noch verbringen soll.

In Psychotherapie bin ich schon seit einem Jahr und auch Antidepressiva nehme ich seit zwei Monaten.

Könnt ihr mir weiterhelfen?

Könnt ihr mir sagen, wie ich die schulische Situation verbessern könnte?

Viele Grüße und Danke schon im voraus!
 
In Gymnasien müsste es doch Verbindung/Vertrauenslehrer, oder gar psychologische Berater/innen geben.
Wären diese nicht die erste Adresse an die Dich wenden könntest/müsstest?

DIE optimale Lösung wird es im Moment ohnehin nicht geben, aber ich denke es wäre wichtig, dass diese Personen und/oder Schulleitung/K-Lehrkräfte wenigstens von Deinen Schwierigkeiten wissen sollten, um angemessen mit Deiner Situation umgehen zu können.
Klar, kostet es ein Stück weit Überwindung. Aber ich denke schon, dass Du dort Verständnis finden wirst.
Ist ja nicht so, als wären alle Lehrer blind und in ihren Elfenbeintürmen unerreichbar ;-))

Also Kopf hoch versuch es mal. Wenns geht am besten zusammen mit Deinen Eltern.
Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Dir viel Erfolg wünschend
Bockwurst
 
hei du. ja, schulstress... du, ich habe mein abitur auch beim zweiten anlauf geschafft. knapp aber immerhin. es hatte niemand mehr dran geglaubt. der schuldirektor sagte, ich soll doch gleich gehen, da die drei personen vor mir, welche das abitur wiederholt haben, voll versagt hätten.
ich sah damals für mich keine alternative. da paukst du ohne ende.. und dieses eine jahr dann aufgeben? ich krepier lieber hab ich dem schuldirektor damals gesagt. der hat mich für plemplem und schwererziehbar gehalten. aber der hatte grundsätzlich mühe mit schülern, die nicht in sein weltbild passten. (als ich das abitur dann wider erwarten doch geschafft hatte, kam er mir die hand schütteln. leck mich, dachte ich. denn unterstützung hatte ich von anderen erfahren. nicht von ihm).

weiss nicht, mir hilft manchmal wut, dass ich sage, jetzt erst recht! und wenns das letzte ist, was ich tue.

könntest du nicht irgendwie nachhilfe organisieren? einen nachhilfelehrer oder andere schüler?

ich bin auch mal fast gesegelt. und hatte glück einen super netten aushilfslehrer zu treffen. der fragte uns, ob jemand in der klasse schwierigkeiten hätte. ich habe die hand hochgehalten. und er meinte, du doch nicht. ich sagte, doch doch. wir haben uns getroffen. ich habe ihm gezeigt, in welchen fächern ich nen knoten hatte. wir haben dann zwei wochen lang zusammen physikaufgaben gelöst. er hat mir das so erklären können, dass ich es voll gecheckt habe. von ner ausreichenden note kam ich auf gut bis sehr gut! ich war selber ganz überrascht. es lag einfach auch daran, wie es der lehrer erzählte. der aushilfslehrer war insofern pädagogisch begabt, als dass er mir den stoff anders erklären konnte, nicht nur in formeln sondern in guten beispielbildern (ich lerne eher visuel.. sobald ich nur was höre oder nur formeln sehe, scheint mein hirn das nicht aufnehmen zu können.. es plätschert einfach durch mein hirn durch..aber wenn ich konkrete bilder habe, dann "begreif" ich das zeugs wirklich und es bleibt hängen. bilder, mit denen ich was anfangen kann. man behält dinge viel einfacher! logischerweise. wenn jemand zum beispiel noch nie im leben auto gefahren ist, keine ahnung von autos hat, der wird sich die motor-technik viel schwerer aneignen, als jemand, der so ein teil schon gesehen und von der praktischen seite her kennt. ist immer so! also für viele. sobald ich praktische beispiele heranziehen kann, check ich die theorie viel viel besser.)

es war auch nicht viel. wirklich gezielt.. z.B. das thema des nächsten klassentests.

habt ihr bezüglich lernschwierigkeiten keine ansprechperson? ist jeder für sich alleine gestellt? gibt es keine lerngruppen?
manchmal hilft auch ein anderes buch über den gleichen stoff zu lesen. manchmal kann mein hirn eine art des erklärens nicht folgen. oder nur schwer. hingegen andere erklärungsformen macht es dann klick!

wenn man seelisch und so gestresst ist, kann man sich schwer konzentrieren. und ohne konzentration kann man schwer lernen. es sei denn man ist super begabt. schaut was an und hat es schon im hirn abgespeichert. ich bin, als ich zu hause ganz viel schlimmen stress hatte, mit den noten plötzlich runtergesackt. logisch. leider erhielt ich von den lehrern keine support. respektive haben die das nciht geschnallt, was bei mir zu hause los war, es hat sie auch einen scheiss interessiert. (wie im militär. friss oder stirb). aber ich hatte einen vertrauenslehrer, der das wusste. für die anderen war ich einfach schwererziehbar, gestört und einfach faul. wie gesagt, es stimmte nicht. aber eben. ich würde diese lehrer, wenn ich sie heute treffen würde, echt die meinung geigen! lehrer haben einen lehrauftrag. sind halt auch nur menschen.

ich habe es dann punktuell geschafft. in mathe kam dann ein thema, wo ich wieder einfach verstand. ich organisierte mir einen raum, wo ich ungestört lernen konnte. und dann hatte ich wieder eine gute klausur geschrieben. das hat grad für nen genügenden schnitt gereicht. und so weiter.

austauschen hilft. jeder hilft dort, wo er gut ist. aber wenn man sich gegenseitig dissst, geht das natürlich nicht.
aber erkundige dich doch. vielleicht findest du kostengünstige nachhilfe! versuch es zumindest. am besten nicht alles aufs mal. schauen, wos wirklich brennt und dort dann ansetzen. schritt für schritt. nicht warten.

aber das wichtigste ist, dass du dein selbstvertrauen verloren hast und dein scheitern vorweg nimmst. negative erfahrung führt zu negativer zukunftsperspektiven. du traust dir nicht mehr zu, lernen zu können. ergo versuchst du es gar nicht. und verpasst so die chance, dass du es checken könntest.

ich weiss es ist schwer. aber, es ist wichtig, nicht in katastrophendenken abzurutschen. das macht alles nur noch schlimmer. dich auf das konzentrieren, was du kannst! was du packst! das ist oft der erste schritt.

ängste und negative zukunftsgedanken können einen brutal blockieren. es ist ein negativer teufelskreis.

mein tipp: such unterstützung. nachhilfe! auch die besten schüler arbeiten zusammen. müssen hilfe holen. machen nicht immer alles allein.
es ist natürlich schwer, wenn man sonst noch probleme hat, gesundheitliche oder seelische. es fällt schwer, sich so dann auf etwas zu konzentrieren.

ich hatte glück, dass ich beim wiederholen auf eine klasse traf, in der ich zwei drei gute mitschüler fand, die mich positiv aufnahmen. das hat mir auch geholfen. war aber pures glück, zufall, konnte ich nicht vorhersehen.

wichtig: sei nett zu dir. und mach dich nicht fertig. mach dich auf die socken. und überleg, wo du nachhilfe bekommen kannst! muss doch was geben? angebote in der schule??

ps: es gibt schüler, die gut kalkulieren können. die wissen wo sie hin wollen. die schauen dann, in welchen fächern sie sich mehr mühe geben müssen und wo es reicht, knapp durchzukommen. die versuchen erst gar nicht überall alles zu checken und super gut zu sein.

vielleicht hilft es dir mal nen realistischen plan aufzustellen? also alle fächer aufschreiben. schauen, wos am meisten brennt. und dort ansetzen. punktuell.

du hast bisher auch schon sehr viel erreicht. ich bitte dich, dir das auch mal anzuerkennen!!! (vielleicht hältst du das für selbstverständlich oder hast es schon vergessen). manchmal muss man sich auf die eigene schulter klopfen, wenn es sonst niemand tut! und manchmal muss man selber an sich glauben, wenn es sonst niemand tut. fang bloss nicht an, dich klein zu machen!

such nach lösungen! nachhilfelehrer, andere schüler, die dir nachhilfe geben könnten.
 
Hallo middl

Ich wünschte, ich könnte dir ein Rezept geben mit dem du deine schulischen und anderweitigen Probleme alle auf einmal bekämpfen könntest, aber ich denke außer dir selbst, wird das wohl niemand können. Aber bevor ich zu sehr abgleite möchte versuchen auf deine Frage eingehen.


Dazu möchte ich, das du dir ein paar Fragen stellst. Bitte beantworte sie nur Dir selbst, denn ich habe nicht die Absicht dich ausfragen. Sicherlich hast du dir die meisten von diesen Fragen eh schon längst selbst gestellt, vielleicht sogar alle.


Schau, ob du aus deinen Antworten vielleicht neue Erkenntnisse gewinnen kannst, die dir helfen könnten einen Weg einzuschlagen, um mit dir selbst besser ins Reine zu kommen.


Die Fragen mögen unbequem sein, aber versuch ehrlich zu dir selbst zu sein.


Los geht’s: (Bitte in Bezug auf deine Klassenkameraden beantworten)


1. Wie definiere ich Freunde, was erwarte ich von ihnen, was können sie von mir erwarten?
2. Wann und wodurch habe ich gemerkt das, ich keine echten Freunde in der Schule habe?
3. Was ist aus meinen Schulfreunden/kammeraden von früher geworden?
4. War das schon immer so? Oder warum haben sie sich von mir abgewendet?
5. Wenn ich schon immer Außenseiter war, wenn ja, warum?
6. Zu welchen Leuten in meiner Schule habe ich versucht Kontakt zu knüpfen. Warum ist das missglückt? – Oder habe ich mich nie getraut?
7. Wie wirke ich auf andere? Was sehen sie in mir? Haben sie recht?
8. Habe ich recht mit dem was ich glaube die anderen von mir denken?
9. Habe ich recht mit dem was ich über die anderen denke?
10. Wie viele Freude brauche ich damit ich Halt finde?
11. Was bin ich bereit zu tun, um Freunde zu gewinnen?

Ich weiß, dass echte Freundschaften schwer zu finden sind. Aber für sie gilt das gleiche, wie für die Liebe. Es ist ein Geben und Nehmen, und eine Freundschaft die nicht gepflegt wird, geht zu Grunde. Jemand der nur nimmt in einer Freundschaft, der ist der Freundschaft des anderen nicht würdig. Echte Freundschaften entwickeln sich nur langsam.

Diese Fragen habe dir darum gestellt, da ich deinem Post entnehme, dass dir Freundschaften schon sehr wichtig sind und du darunter leitest in deiner Jahrgangsstufe dich nicht richtig mit anderen austauschen zu können. Wer täte das nicht?

Um deine momentane Situation zu verbessern, müsstest du deine Alternativen durchdenken. Hier die, die ich als absoluter Außenseiter sehe, ohne die genauen Fakten zu kennen oder richtig einschätzen zu können. Auch nur sehr sehr grob

Also ganz dickes VORSICHT!!!

1. Du machst unentschuldigt blau, was wohl kaum über Monate realisier ist, und sicherlich noch einen Menge anderen Stress verursacht, wenn es Dir auch kurzfristig Luft verschafft. Würde ich aus mehreren Gründen von abraten. Deine Sache.
2. Du überlegst dir, nicht noch mal ein Jahr lang die Schulbank drücken zu müssen, für was du dein Abi Zeugnis später benötigt, sofern du das schon jetzt sagen kannst, und versuchst alles zu geben. Selbst wenn‘s schief geht hättest du dann den Stoff fürs nächste Jahr besser parat, als wenn du komplett auf Durchzug geschaltet hättest. Aber so wie du klingst, hast du diese Option bereits ausgeklammert.
3. Du fehlst mit ärztlicher Krankschreibung Ganz oder zum Größten Teil die restliche Zeit. Keine Ahnung ob dies für Dich realisierbar kannst. Musst dies natürlich mit deinem Arzt und deinen Eltern absprechen. Sicherlich auch nicht leicht.
4. Du sagst dir, ich hab das Jahr jetzt eh abgeschrieben; ich sehe alles, was jetzt noch kommt vorkommen relaxed, sollen sie mir alle doch mal den Buckel runterrutschen, können mir doch eh nix. Schließlich habe ich zwei Ohren, links rein, rechts raus. Du darfst es nur nicht zu weit treiben, sonst hast du am Ende alle gegen Dich.
5. Du gibst Dir einen kräftigen Ruck und versuchst dich in eine der Cliquen, die wie ich mal vermute, es auch an deiner Schule gibt, einzugliedern, oder dir zumindest einen ähnlich gesinnten Leidensgenossen zu suchen. Geteiltes Leid, usw. ….

Es gibt sicherlich noch mehr Optionen, die ich jetzt nicht aufgezählt habe, doch möchte ich auch zum Ende kommen, da ich eh schon viel zu viel geschrieben habe.


Zwei Sachen zum Ende allerdings noch:

1. negative Gedanken ziehen negative Gedanken an. Sprich wer nur Trübsal bläst oder nur destruktiv denkt, der prägt sich dadurch selbst, und wird zwangsläufig in immer ähnlichen Bahnen bleiben. Sprich er macht sich empfänglicher für Negatives.

2. Egal was die anderen von einem denken, solange man sich nicht selbst aufgibt, ist nichts verloren. (So, oder so ähnlich habe ich dies aus dem aktuellem Tim und Stuppi Film aufgeschnappt. Denke das kann man einfach mal so stehen lassen)

Das soll’s gewesen sein. Ich wünsche Dir, egal wie du dich entscheidest, du deinen Weg findest, der Dich glücklich macht. Ich weiß, ist leicht gesagt, trotzdem darf man nicht aufgeben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke schon mal so weit, ihr habt mir wirklich schon geholfen!

Was das Schule Schwänzen angeht: auch das mache ich manchmal, da ich mich ja zum Glück auch selber entschuldigen kann.

Ansonsten habe ich mich inzwischen dazu entschlossen, mit meiner Lehrerin das Ganze mal zu besprechen (Antriebslosigkeit, Depressionen, dass ich mir schon hab helfen lassen usw.).

Viele Grüße
 
Es ist doch eine gute Idee, das Schuljahr zu wiederholen.
Sei so schlecht, dass Du es offiziell wieder holen darfst.
Aber lerne, damit Du das nächste Mal besser bist.
 
So jetzt melde ich mich mal, der mit dem sitzen bleiben/wiederholen Erfahrung hat -.-^^. Was manche hier schreiben ist einfach blödsinn aber das kommt auch daher weil sie noch nicht wiederholt haben und deshalb keine Ahnung auf dem Gebiet haben.

Ich habe die Abiturabschlussklasse wiederholt, da ich in der "ersten" Abschlussklasse private Probleme zuhause hatte (mein Stiefvater hatte mich misshandelt und dieser ist erst im Juni ausgezogen wo schon das Abitur fast fertig war). Andere Umstände spielten ebenso eine Rolle wie eine schlechte Klasse, schlechte Lehrer und viel zu viel Unterricht und zu wenig frei. Nun ich hatte im Jahreszeugnis meherere 5er und damit wurde ich für das Abitur natürlich nicht zugelassen. Ich war am Boden zerstört, da ich schon immer von der Schule so schnell wie möglich weg wollte und endlich was anderes machen wollte als Schule. Nun es blieb mir nichts anderes übrig als zu wiederholen. Ich gab aber nicht auf so wie viele andere sondern sagte mir innerlich: Ich will es diesmal schaffen und auch wenn ich auf biegen und brechen das Abitur mache, ich will endlich raus aus der Schule.

In den Ferien lernte ich dann in der Nachhilfe die "gefährlichen" Fächer und habe bei diesen dann den Stoff verstanden. Als das "neue" Schuljahr in der "zweiten" Abschlussklasse losging hatte ich noch schlechte Gefühle weil die anderen meiner Ex-Klasse schon was anderes machen konnten (Studieren, Bundeswehr usw.) und ich noch in der Schule versauern muss. Dieses Gefühl hielt sich eigentlich bis ganz zum Schluss. Viele male ging ich einfach raus in einem leeren Klassenraum und hörte Musik oder telefonierte mit Leuten weil ich den Unterricht garnicht mehr ausgehalten hatte.

Der springende Punkt ist aber es war KEIN wiederholen, so wie es jeder sagte. Außer in einem Nebenfach haben wir in JEDEM Fach egal ob es Hauptfach oder Nebenfach war etwas anderes gemacht als in meiner "ersten" Abschlussklasse. z.B. hatten wir in Mathe schon mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen im ersten Semester angefangen, was wir beim letzten Jahr im zweiten erst machten, in Französisch machten wir komplett andere Themen durch, in den Nebenfächern waren meine Unterlagen praktisch wertlos weil wir KOMPLETT andere Sachen machten, in Englisch dasselbe usw.. Ich hatte im "zweiten" Abschlussjahr das Glück, dass die Umstände genau umgekehrt waren wie im "ersten" Abschlussjahr. Ich musste keinen Stiefvater mehr ertragen und konnte so besser lernen, ich hatte eine super nette Klasse (super Zufall!) da halfen dir selbst die Streber wenn du was brauchtest, wir waren viel weniger in der Klasse, wir hatten viel mehr frei weil die Feiertage gut gefallen sind und oft die Lehrer nicht da waren (Unsere Französisch Lehrerin fehlte in dem einen Jahr mehr als in zwei Jahren zusammen). Das bedeutete natürlich weniger Hausaufgaben, weniger Lernaufwand und weniger Tests, ich hatte in manchen Fächer viel viel bessere Lehrer bekommen, die nicht so streng beurteilt hatten wie die im "ersten" Abschlussjahr. Das führte dazu, dass ich im Abschlusszeugnis keine 5er hatte und das Abitur bestanden hatte 🙂. Leider aber muss ich mir bis heute von meinen Eltern vorwerfen lassen, dass ich nur wegen dem """"""""Wiederholen"""""""""" mein Abitur bestanden habe.🙄:mad:

Am besten ist es wenn du noch die Möglichkeit hast das Abitur zu bestehen dann mache es in diesem Jahr. Wer weiß ob du im "nächsten" Jahr nicht viel schlechtere Umstände hast. Besser ein schlechtes Abitur als vielleicht garkeines d.h. soviel wie besser den Spatz in der Hand als die Taube am Dach. 😉
 
@ Bierdeckel111

Ein super konstruktiver Beitrag!

Allerbesten Dank für diesen aufschlussreichen Einblick.
Jetzt würde mich noch interessieren in welchem Jahr Du Deine Abiturprüfung hattest?
Und wie Du in der Rückschau die Qualität unseres Bildungswesens beurteilen würdest, bzw. was sich aus Deiner Sicht verändern müsste, um mit mehr Freude/Elan die Schulzeit zu überstehen?
MfG Bockwurst
 
AW: @ Bierdeckel111

Ein super konstruktiver Beitrag!

Allerbesten Dank für diesen aufschlussreichen Einblick.
Jetzt würde mich noch interessieren in welchem Jahr Du Deine Abiturprüfung hattest?
Und wie Du in der Rückschau die Qualität unseres Bildungswesens beurteilen würdest, bzw. was sich aus Deiner Sicht verändern müsste, um mit mehr Freude/Elan die Schulzeit zu überstehen?
MfG Bockwurst

2011 😀
Was man verändern müsste? VIELES. Lieber gehe ich noch putzen, als noch einmal in meinem Leben richtiger Schüler zu sein. NENE das Studium gefällt mir jetzt 🙂

Ich finde das Wort "Wiederholen" sollte bezüglich der Schule abgeschafft werden, denn jeder der nie sitzen geblieben ist glaubt, dass man im "Wiederholungsjahr" 100 % dasselbe wie im ersten regulären Jahr macht was halt aus meiner eigenen Erfahrung nicht stimmt. Ich kenne noch andere, die sitzen geblieben sind (manche auch in der Abschlussklasse) und die erzählten mir genauso, dass sie im "Wiederholungsjahr" nicht dasselbe und zwar in vielen Fächern wie im regulären Jahr gemacht hatten.

Ich muss zugeben auch ich habe am Anfang gedacht:"Jo wird eh alles wieder dasselbe sein". Ich habe sogar alle Dateien vom "ersten" Abschlussjahr gesichert, die mit der Schule zu tun hatten und alle schriftlichen Unterlagen aufgehoben weil ich dachte, dass ich mich dann im "Wiederholungsjahr" zurücklehnen kann und einfach das gleiche wieder als Hausaufgabe abgeben kann bzw. nicht mehr im Unterricht mitschreiben brauche. Tja falsch gedacht. Außer wie schon geschrieben in einem Fach konnte ich alle Sachen vom "ersten" Abschlussjahr in die Tonne kloppen. Ich musste alles von neu an ERARBEITEN.

Aber wie schon gesagt jeder glaubt weil ich "wiederholt" habe, habe ich heute mein Abitur aber ich weiß, dass ich das Abitur trotzdem so hart erarbeitet habe, als hätte ich es gleich im "ersten" Abschlussjahr geschafft.
 
Klar kannst Du es schaffen

Leider sind unsere "Schulen" in den meisten Fällen nur Lehrplanvollzugsanstalten. Wenn man aber einen richtigen LEHRER trifft - das ist einer, dem das LERNEN selber Freude macht und der damit SOGwirkung entfacht statt Druck - dann geht was vorwärts. In der Regel will die Pädagogik, dass wir uns anstrengen - davon wird man angestrengt - und nicht lockerlassen - davon wird man verspannt - und uns Mühe geben - davon bekommt man sie dann - und uns überwinden - früher machte man das mit Feinden! Warum nur dressiert man uns, unsere wichtigsten Lebenskräfte und Talente ständig wie Feinde zu behandeln? Von Üben, Üben und nochmals Üben wird die Seele nicht satt sondern matt.
In der neuen Ich-kann-Schule ist die Konsequenz aus diesen Erfahrungen gezogen. Es ist viel effizienter, sich zu entmühen und abzustrengen und seine entscheidenden Geistes- und Seelenkräfte als beste Freunde zu gewinnen. Freunde tun alles für einen. Unsere bewussten Kräfte sind begranzt und schnell erschöpft, aber unsere Talente liegen doch im UNBEWUSSTEN und das kennt keine Grenzen. Also ist es doch klug, sich mit seinen Talenten im Unbewussten optimal auszutauschen, sie zu stärken und aufzutanken, sie zu achten und anzuerkennen, ihnen ihre Güte zu bestätigen und mehr desgleichen,.... und das regelmäßig. Den Körper füttern wir ja auch mehrmals am Tag. Wie können wir da Geist und Seele jedesmal HUNGERN lassen?
Das Blatt wendet sich schnell, wenn wir uns wenden.
Coués Autosuggestion wäre eine ideale Schnellanweisung für einen optimalen Umgang mit den eigenen Talenten und Kräften. Für ein paar € bekommt man sein kleines Buch in jeder Buchhandlung.
Überlege mal: Wie jeder Mensch hast auch Du mindestens 5000 Kräfte & Talente in Dir. Gewinne Ihre Freundschaft, dann kannst Du mit 5000 Freunden jeden Tag in die Schule gehen! Wer INNEN Freunde hat, dem finden die auch AUSSEN welche.
Ich freue mich auf Deinen Erfolg.
Franz Josef Neffe
 

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