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Sagt mal....wie war das damals?

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Hallo zusammen,
durch die Pandemie habe ich ein liebes Hobby wiederentdeckt, für das ich jetzt viele Jahre keine Zeit hatte: Das Schneidern.
Ich habe zwar keine professionellen Kenntnisse, aber ich mache es halt frei-Schnauze und solange ich ein Schnittmuster habe, kriege ich schon meist was Brauchbares und Tragbares hin;).
Da ich fast ausschließlich Retro- Kleidung (also vor allem aus den 50er jahren) schneidere, stoße ich immer wieder auf Fragen, auf die ich keine Antwort finde. Großeltern habe ich nicht mehr und viele Dinge kann man nicht wirklich nachlesen, bzw bekommt keine gute Vorstellung davon, wie es WIRKLICH war.

Drum würde ich gerne einen Thread aufmachen, in dem auch andere ihre Fragen stellen könnten oder Dinge teilen können, die sie von ihren Großeltern oder Eltern wissen: Wie haben Oma und Opa das gemacht? Beim Backen, Kochen, Schneidern, im Haus und Garten. Gibt es Familienrezepte? Selbermachtipps? Tipps für den Garten oder einfach Geschichten wie es war.
Ich hoffe, ich bin nicht der einzige der sich hierfür interessiert und bin sehr gespannt.


Meine ersten Fragen wären: In meinen alten Modeheften aus der Zeit sehe ich immer nur Wintermode, bei der die Damen (nicht bodenlange) Röcke tragen. Meine Großmutter trug auch niemals Hosen sondern immer Röcke- ihr ganzes Leben lang und ich habe keine Ahnung, wie sie das gemacht hat. Auch die Kinder der Zeit trugen ja im Großen und ganzen "kurz". Aber wie hält man das aus? Ok, es gab Kniestrümpfe für die Kinder aber dann waren ja die Knie frei🥶.
Erinnert ihr euch noch, wie das früher war?
Gibt es hier noch Kinder dieser zeit? wie waren eure Kinderklamotten?

ich bin sehr gespannt!
 

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A

Alleinerziehende Nachteule

Gast
Für die Modefragen empfehle ich dir, dich auf Youtube nach den Kanälen von ModehistorikerInnen umzuschauen. Es gibt einige, die nach damaliger Art schneidern, spontan fallen mir Bernadette Banner (spezialisiert auf die Viktorianische Ära) und Morgan Donner (Mittelalterkleidung) ein. Beide englischsprachig.


Was die Frage nach den Röcken angeht: 1.) Damals durfte Frau keine Hosen anziehen. 2.) Für kalte Tage dicke Wolle, mehrere Schichten falls nötig, und vor allem dicke Strümpfe. Für wärmere Tage leichtere Stoffe wie Leinen.

Leider haben wir in den letzten Jahrzehnten extrem viel Kleidungswissen verloren, welches früher selbstverständlich war (Zusammenspiel der Stoffe, Webarten, Raffungen, Polsterungen, etc).
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Hallo Violetta Valerie,

meine Omas haben immer Röcke getragen und mehr oder weniger dicke Strumpfhosen drunter. Aber ganz "normale" Feinstrumpfhosen. Meine Mutter in den 70er Jahren auch. Ich habe mich immer gefragt, ob das nicht schrecklich kalt ist.

Was mir an Selbstgemachtem ewig in Erinnerung bleibt, sind die eingelegten "sauren Bohnen" meiner Oma. Meine Mutter hat diese etliche Jahre dann auch noch in abgewandelter Form gemacht, schafft es altersbedingt jetzt leider auch nicht mehr.
Mir fehlt der Lagerraum, sonst würde ich das wirklich gerne fortführen. Obwohl, ein Kellerregal könnte ich vielleicht frei machen. Vielleicht probiere ich das diesen Sommer mal, nach Wegfahren im Urlaub schaut es ja nicht aus.
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
meine Omas haben immer Röcke getragen und mehr oder weniger dicke Strumpfhosen drunter. Aber ganz "normale" Feinstrumpfhosen. Meine Mutter in den 70er Jahren auch. Ich habe mich immer gefragt, ob das nicht schrecklich kalt ist.
ja, genau, das habe ich mich auch gefragt...brrrr....das würde mich ja schon interessieren, ob die da nicht gefroren haben und wie man das aushält....
Vor allem: Welche Schuhe trägt man denn, wenn man im tiefsten Winter bei Schnee eine Feinstrumpfhose trägt....🥶

Was mir an Selbstgemachtem ewig in Erinnerung bleibt, sind die eingelegten "sauren Bohnen" meiner Oma. Meine Mutter hat diese etliche Jahre dann auch noch in abgewandelter Form gemacht, schafft es altersbedingt jetzt leider auch nicht mehr.
Mir fehlt der Lagerraum, sonst würde ich das wirklich gerne fortführen. Obwohl, ein Kellerregal könnte ich vielleicht frei machen. Vielleicht probiere ich das diesen Sommer mal, nach Wegfahren im Urlaub schaut es ja nicht aus.
ja, so selbsteingemachtes würde ich auch total gern machen. Marmelade

uns das mache ich schon, aber so sauer eingelegte Sachen. Da habe ich immer irgendwie Angst, dass nicht doch Keime mit reinkommen.


Meinst du ca.19., Anfang 20. Jahrhundert?:ROFLMAO:
Neee🤪...ich meine Leute, die sich noch an die Zeit der 50er/60er erinnern können oder deren Eltern.
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Meine Mutter (Jahrgang '24) hatte aus ihrer Jugend Zuhause noch so ein Leibchen, wie ein ziemlich langes Unterhemd, und da konnte man lange Strümpfe dran befestigen.
Richtige Unterhosen gab es erst ziemlich spät glaub ich.
Wenn dann gestrickte.
Zumindest auf dem Land.
Meine Oma trug ausschliesslich Bodenlange Röcke. Mehrere übereinander. Als Kind kroch ich gern da drunter und meine Oma schimpfte mich dann aus, was mich einmal zu dem Spruch veranlasste "dann bet' ich kein Vater unser mehr für dich, wenn du mich immer schimpfst".
Von wegen Winter und Kälte...
Man war halt noch viel härter im nehmen damals. Gezwungenermassen,
Denk ich mir schon wenn ich meine KinderBilder aus den 70ern anschau.
Die ganzen modernen Materialen und Outdoorbekleidung gab's damals noch nicht. ich ging mit Anorak, Strickfäustlingen und ganz normalen Hosen Schlittenfahren. Schneehose gab's nicht.
Und die Leute noch früher, die mussten ja mit kurzen Hosen bzw. Rock, gestrickten Strümpfen und Pullovern und- wenn sie Glück hatten - nem Wollmantel und Lederhalbschuhen oft auch im Winter täglich kilometerweit laufen. Durch oft hüfthohen Schnee. Zur Schule, zur Kirche, zur Arbeit...
Bin jedes mal wieder fasziniert wenn ich "Michel aus Lönneberga" guck.
Da kann man das gut nachvollziehen, das Leben damals.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Meine Oma hatte als Kind nicht mal Schuhe und ist so durch den Schnee gelaufen. Ich glaube, wie kurz der Rock war, war im Vergleich dazu dann wohl egal. Nur die Harten kamen durch.
 

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