Die schönsten Märchen fangen grausam an. Als Kind habe ich ernsthaft geglaubt, ich sei in einem Märchen. Dem schönsten überhaupt, weil es besonders grausam anfing. (ein bischen glaube ich es heute noch) 🙂
Bei diesen Worten fällt mir ein 6 jähriger Junge ein. Das war vor 2 Jahren. Ich war der Weihnachtsmann fü 2 Erste Klassen in der Schulaula.
Als ich fertig war und gehen wollte, zupfter er im letzten Moment an meinem Mantel. Ich drehte mich um und kniete mich zu ihm. Er sagte sehr leise: "
Bitte lieber Weihnachstman! Schenke meinen Vater nichts, er war so böse!"
Ich wußte im ersten Moment nicht wirklich was ich ihm als Weinachtmann sagen sollte. Das war wie eine art Totenstille zwischen uns. Dann habe ich seinen linken Oberarm etwas fester umfast und ihm gesagt das ich auf Dich achten werde und ihn leicht gedrück. Mehr konnte ich einfach nicht tun.
Allerdings bin ich danch zu einem Lehrer. Erzählte das und was dann kam, werde ich auch nicht vergessen: Er: "
Ach das ist bestimmt wieder so eine Scheidungsangelegenheit"
Ich war stock sauer bis giftig über diese alles ins Harmlose relativierende Aussage. Was ich auch verbal zum Ausdruck gebracht habe.
Meine beste Freundin, bei der ich zu Gast war, ist dem dann nachgegeangen. Und siehe da, es war mehr.
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Standard Aussage an mich: "
Dann schicken wir dich eben ins Heim" Am Ende hab ich mir das gewüscht. Ging leider nicht in Erfüllung.
Ist schon sehr bedrückend, wenn man den Thread ließt. Sind alles sehr komprimierte Aussagen die oft ein ganzes Schiksal in nur einem Satz umschreiben.
Am Ende schärft es die eigenen Sinne und auch die Wachsamkeit. Zumindest kann man das annehmen.
LG...
abendtau