G
Gast
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Ich komme momentan nicht weiter. Ich bin 26 und es gibt irgendwie keine Lösung mehr für mich.
Ich habe die letzten Jahre in einer Stadt gewohnt, die ich irgendwann nicht mehr sehen konnte, meine Wohnsituation war extrem chaotisch (WG), mein Job war langweilig und frustrierend, deswegen habe ich mir Pläne geschmiedet, wie es weitergehen soll. Was ich ändern kann.
Ich wollte alleine wohnen, in einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung, wollte einen Job, bei dem ich mehr gefordert bin, bei dem ich mich irgendwie "wichtig" fühle, ich wollte in eine neue Stadt, einfach einen Neuanfang. Ich wollte erwachsen leben. Ich bin einfach keine 18 mehr.
Weil es mir aber Ende des Jahres nicht mehr so gut gegangen ist und mir alles zu viel geworden ist, hatte ich auch keinen klaren Kopf für Bewerbungen und bin deswegen nach Ende des Jahresvertrags erst einmal verreist, für einen Monat.
Ich war so optimistisch, ich dachte nach der Reise mache ich es mir kurz bei meinen Eltern gemütlich, da ist es ruhig und ich kann mich komplett auf Bewerbungen konzentrieren und dann würde ich schnell etwas finden.
Und jetzt sitze ich seit Monaten zuhause und merke, dass ich mich komplett überschätzt habe. Ich bin für fast keine der Stellen in meinem Bereich qualifiziert, mir fehlen viele Grundkenntnisse. Und auch einfach Talent. (Bin in der Gestaltungsbranche) Ich weiß zwar, dass ich während der Arbeit vieles dazulernen kann, aber das wollen Unternehmen heutzutage nicht, und es gibt genügend Mitbewerber, die den geforderten Qualifikationen schon entsprechen.
Ich rutsche komplett durch's Raster.
Ich hatte kaum Bewerbungsgespräche, und wenn dann haben die auch nichts geändert, früher oder später kommt immer eine Absage.
Ich führe hier das Leben einer 16-jährigen, wohne bei meinen Eltern in einer deprimierenden Gegend, habe kaum noch ein Sozialleben, weil ich ja immer Bewerbungen schreiben muss, obwohl das für die Katz' ist, die Motivation schwindet immer mehr und ich habe nur noch Angst vor einer leeren, hässlichen Zukunft.
Heute Nachmittag ist mir eingefallen, dass ich seit 20 Jahren eigentlich ständig Angst vor irgendwas habe. Als Kind, dass ich es nicht auf's Gymnasium schaffe (habe ich auch nicht), in der Realschule dass mich niemand mag (ging so), dann dass mich keine weiterführende Schule nimmt/ich keinen Ausbildungsplatz finde, danach, dass ich nicht weiß was ich werden will, im Studium dass ich es nicht schaffe (habe ich auch nicht), in der Ausbildung, dass man mich nicht übernimmt (wurde ich gerade noch so) etc. etc. Sozial hatte ich auch immer mal Probleme.
Ich hätte so gern, dass dieser Druck mal aufhört und ich einfach nur normal drauf los leben kann.
Ich habe die letzten Jahre in einer Stadt gewohnt, die ich irgendwann nicht mehr sehen konnte, meine Wohnsituation war extrem chaotisch (WG), mein Job war langweilig und frustrierend, deswegen habe ich mir Pläne geschmiedet, wie es weitergehen soll. Was ich ändern kann.
Ich wollte alleine wohnen, in einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung, wollte einen Job, bei dem ich mehr gefordert bin, bei dem ich mich irgendwie "wichtig" fühle, ich wollte in eine neue Stadt, einfach einen Neuanfang. Ich wollte erwachsen leben. Ich bin einfach keine 18 mehr.
Weil es mir aber Ende des Jahres nicht mehr so gut gegangen ist und mir alles zu viel geworden ist, hatte ich auch keinen klaren Kopf für Bewerbungen und bin deswegen nach Ende des Jahresvertrags erst einmal verreist, für einen Monat.
Ich war so optimistisch, ich dachte nach der Reise mache ich es mir kurz bei meinen Eltern gemütlich, da ist es ruhig und ich kann mich komplett auf Bewerbungen konzentrieren und dann würde ich schnell etwas finden.
Und jetzt sitze ich seit Monaten zuhause und merke, dass ich mich komplett überschätzt habe. Ich bin für fast keine der Stellen in meinem Bereich qualifiziert, mir fehlen viele Grundkenntnisse. Und auch einfach Talent. (Bin in der Gestaltungsbranche) Ich weiß zwar, dass ich während der Arbeit vieles dazulernen kann, aber das wollen Unternehmen heutzutage nicht, und es gibt genügend Mitbewerber, die den geforderten Qualifikationen schon entsprechen.
Ich rutsche komplett durch's Raster.
Ich hatte kaum Bewerbungsgespräche, und wenn dann haben die auch nichts geändert, früher oder später kommt immer eine Absage.
Ich führe hier das Leben einer 16-jährigen, wohne bei meinen Eltern in einer deprimierenden Gegend, habe kaum noch ein Sozialleben, weil ich ja immer Bewerbungen schreiben muss, obwohl das für die Katz' ist, die Motivation schwindet immer mehr und ich habe nur noch Angst vor einer leeren, hässlichen Zukunft.
Heute Nachmittag ist mir eingefallen, dass ich seit 20 Jahren eigentlich ständig Angst vor irgendwas habe. Als Kind, dass ich es nicht auf's Gymnasium schaffe (habe ich auch nicht), in der Realschule dass mich niemand mag (ging so), dann dass mich keine weiterführende Schule nimmt/ich keinen Ausbildungsplatz finde, danach, dass ich nicht weiß was ich werden will, im Studium dass ich es nicht schaffe (habe ich auch nicht), in der Ausbildung, dass man mich nicht übernimmt (wurde ich gerade noch so) etc. etc. Sozial hatte ich auch immer mal Probleme.
Ich hätte so gern, dass dieser Druck mal aufhört und ich einfach nur normal drauf los leben kann.