G
Gelöscht 126971
Gast
Huhu! N‘Abend allerseits!
Ich denke gerade viel über mich selbst nach. Und meine Kindheit. Ich wurde, wenn man für das
Ganze einen Namen finden möchte, laissez-faire erzogen. Meine Mutter hat, seit ich denken kann, ein Alkoholproblem.
Seit ich denken kann, musste ich sie morgens wecken, damit sie arbeiten geht. Hätte ich dies nicht getan, so hätte sie ihren Kater verschlafen. Mein Vater hatte ein Aggressionsproblem, dass er an meiner Mutter ausgelassen hat. Im Rausch meiner Mutter fing ich mir öfter mal eine Ohrfeige ein. Ich hatte schon mit zehn Jahren ein Stockwerk für mich. Das hatte ich mir aber nicht ausgesucht, sondern ich musste notgedrungen dorthin ziehen, da mein Vater an Krebs erkrankte. Wir tauschen quasi Zimmer, das ging aber damit einher, dass ich fortan auch das ganze Stockwerk alleine putzen musste. Ich sollte mein Zimmer streichen, was ich auch tat. Auch da bekam ich keine Hilfe. Die Eltern meiner damaligen Schulfreunde waren jedes Mal entsetzt, wenn sie mit bekamen, dass ich mit 15 bereits nach 24 Uhr noch unterwegs sein durfte und auch von meiner Mutter nicht abgeholt wurde und mich somit nachts in sehr gefährlichen Gegenden herumtrieb. Wenn ich Schulferien hatte, dann war ich auch den ganzen Tag alleine. Oder wurde von einem guten Freund meiner Mutter besucht, der mich dann vergewaltigte. Mein Vater arbeitete bis abends. Und als er krank wurde, da hatte meine Mutter noch weniger Zeit für mich. Die hat übrigens eine Erwerbsminderung und eine Schwerbehinderung.
Trotz allem konnte ich als eine der ersten, noch vor der Einschulung lesen und ein bisschen rechnen. Ich war immer Klassen- und Stufenbeste, fiel sowohl mit herausragenden mündlichen als auch schriftlichen Leistungen auf. Auch wenn ich damals keine Hilfe von zu Hause bekam. Meine Mutter war zwar sehr streng und verbot mir bei einer schlechteren Note, auf Kindergeburtstage zu gehen. Das war’s auch schon an Unterstützung. Da ich eine Dyskalkulie habe, die aber unentdeckt blieb, weil ich sie gut kompensieren konnte, dachte meine Mutter, ich hätte eine Schwäche in der Mathematik und finanzierte mir von der Hinterbliebenrente meines bereits verstorbenen Vaters, Nachhilfe in Mathe, alle zwei Wochen für 1 Stunde.
Denkt ihr, ich könnte überdurchschnittlich intelligent oder resilient sein?
Ich denke gerade viel über mich selbst nach. Und meine Kindheit. Ich wurde, wenn man für das
Ganze einen Namen finden möchte, laissez-faire erzogen. Meine Mutter hat, seit ich denken kann, ein Alkoholproblem.
Seit ich denken kann, musste ich sie morgens wecken, damit sie arbeiten geht. Hätte ich dies nicht getan, so hätte sie ihren Kater verschlafen. Mein Vater hatte ein Aggressionsproblem, dass er an meiner Mutter ausgelassen hat. Im Rausch meiner Mutter fing ich mir öfter mal eine Ohrfeige ein. Ich hatte schon mit zehn Jahren ein Stockwerk für mich. Das hatte ich mir aber nicht ausgesucht, sondern ich musste notgedrungen dorthin ziehen, da mein Vater an Krebs erkrankte. Wir tauschen quasi Zimmer, das ging aber damit einher, dass ich fortan auch das ganze Stockwerk alleine putzen musste. Ich sollte mein Zimmer streichen, was ich auch tat. Auch da bekam ich keine Hilfe. Die Eltern meiner damaligen Schulfreunde waren jedes Mal entsetzt, wenn sie mit bekamen, dass ich mit 15 bereits nach 24 Uhr noch unterwegs sein durfte und auch von meiner Mutter nicht abgeholt wurde und mich somit nachts in sehr gefährlichen Gegenden herumtrieb. Wenn ich Schulferien hatte, dann war ich auch den ganzen Tag alleine. Oder wurde von einem guten Freund meiner Mutter besucht, der mich dann vergewaltigte. Mein Vater arbeitete bis abends. Und als er krank wurde, da hatte meine Mutter noch weniger Zeit für mich. Die hat übrigens eine Erwerbsminderung und eine Schwerbehinderung.
Trotz allem konnte ich als eine der ersten, noch vor der Einschulung lesen und ein bisschen rechnen. Ich war immer Klassen- und Stufenbeste, fiel sowohl mit herausragenden mündlichen als auch schriftlichen Leistungen auf. Auch wenn ich damals keine Hilfe von zu Hause bekam. Meine Mutter war zwar sehr streng und verbot mir bei einer schlechteren Note, auf Kindergeburtstage zu gehen. Das war’s auch schon an Unterstützung. Da ich eine Dyskalkulie habe, die aber unentdeckt blieb, weil ich sie gut kompensieren konnte, dachte meine Mutter, ich hätte eine Schwäche in der Mathematik und finanzierte mir von der Hinterbliebenrente meines bereits verstorbenen Vaters, Nachhilfe in Mathe, alle zwei Wochen für 1 Stunde.
Denkt ihr, ich könnte überdurchschnittlich intelligent oder resilient sein?
Zuletzt bearbeitet: