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Reha-Antrag stellen oder nicht?

  • Starter*in Starter*in angsthasec
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angsthasec

Gast
Hallo,
vielleicht kann mir einer von euch einen Rat geben:
ich leide seit meiner Jugend an depressiven Phasen und sozialer Phobie. Habe schon erfolglos 2 Therapien hinter mir. Bin jetzt seit
über 3 Monaten krank geschrieben deswegen. Habe noch eine 2-Jahres-Sperre von der Krankenkasse, um eine neue Therapie zu
beantragen. Mein Hausarzt sagt, die Kasse solle sich kümmern um mir jetzt einen ambulanten Platz zu beschaffen. Allerdings meine
Neurologin/Psychiaterin sagte heute, eine Reha wäre gut und
ich solle mir den Antrag von der Kasse besorgen und das möglichst schnell. Was soll ich jetzt tun????? Ich habe mehrfach von negativen Erfahrungen in einer Reha gelesen. Nur wenn ich jetzt bis Herbst warten muss bis ich eine neue ambulante Therapie beantragen darf ohne jetzt was zu unternehmen könnte doch die Kasse Stress machen, oder????
Bitte um Antworten dringend!!!!!!!
Danke!!!
 
Wieso besprichst du nicht mit deiner Krankenkasse, dass du dich evtl. für eine Reha entscheiden möchtest oder rufst einfach in Kliniken an, die von deiner Rentenversicherung genehmigt werden könnten? Dazu müsstest du dich natürlich zuerst bei deinem Rentenversicherungsträger melden.
 
Danke für deine schnelle Antwort,
das Problem ist, ich hab solche Angst in ein anderes Umfeld zu gehen für einige Wochen, mit den ganzen fremden Menschen.
Mir fällt es sehr schwer Vertrauen aufzubauen.
Nur, ich hätte keine Alternative. Die Kasse könnte doch die Zahlung einstellen, wenn ich den Antrag nicht stellen möchte.
In mir dreht sich alles.
 
Habe noch eine 2-Jahres-Sperre von der Krankenkasse, um eine neue Therapie zu
beantragen.
Moment. Eine "Sperre" gibt es meines Wissens. Macht man in der Zeit von 2 Jahren wieder eine Therapie, muss sie "Begründet" sein.
Was soll passieren, springst vorm Zug, weil du keine Therapie darfst? Das ist falsch.
"Offiziell" bin ich auch noch in den 2 Jahren, trotzdem habe ich anrecht auf Therapie...

Nur die Leute von der Krankenkasse wollen wissen, warum man wieder eine Therapie macht, obwohl "so kurz vorher" doch schon eine wahr.

Reha ist etwas kompliziert. Wenn jemand die "falsche" Reha erhält, kann sie natürlich auch nicht helfen. Ist sie Individuell auf einen "gestaltet", kann sie einen Helfen. Man muss vorher nur wissen, was man "wirklich" braucht und darauf hinarbeiten, dass man nicht irgendwo hin verfrachtet wird, wo man nicht hin will.

Für mich wäre es z.B. Horror wenn die mich auf irgendeine Kur schicken würde, mit Hauptsächtlich Menschen und dazugehörige "Gruppenarbeit". Die würde mir nicht helfen, die könnte mir eher schaden
 
Meine Neurologin sagte heute auch, dass ich keinen
Therapeuten finden würde, der mich in dieser Sperre
therapieren würde, von daher ihr Zuspruch an einer Reha.
Ja, bei mir ist es genauso, ich könnte auch nicht mit
Gruppen zusammen arbeiten, aber das ist wohl so gewollt,
dass man sich dadurch seinen Ängsten stellt.
Das Problem ist nur, Reha geht vor Rente und insofern
"muss" man das mitmachen, auch wenn man sich dafür
gar nicht bereit fühlt. Aber meine Neurologin erwartet
Mitarbeit von ihren Patienten.
Hm...
 
Meine Neurologin sagte heute auch, dass ich keinen
Therapeuten finden würde, der mich in dieser Sperre
therapieren würde, von daher ihr Zuspruch an einer Reha.
Reha und Therapeutische Hilfe sind zwei paar Schuhe... Mir hat der Reha beauftragter gestern schon gesagt, dass ich evtl. nebenbei eben einen Therapeuten suchen "muss".
Es ist unverantwortlich, dass sich die Psychologen zu "schnöde" sind, Papierkram zu erfüllen.
Denen gehört die Lizenz entzogen, wenn die sich weigern :mad:

Ja, bei mir ist es genauso, ich könnte auch nicht mit
Gruppen zusammen arbeiten, aber das ist wohl so gewollt,
dass man sich dadurch seinen Ängsten stellt.
Das bezweifel ich. Man kann niemanden helfen, wenn man in eine Situation steckt, mit der er selbst nicht klarkommt.
Es geht schließlich darum, jemand wieder in eine Arbeitswelt zu "Integrieren" und nicht irgenwdie mehr kaputt zu machen. Grenzt ja schon eher an Quälerei, wenn man einen "absichtlich" in eine Situation steckt, wo einen Geschadet wird
Jeder ist Individuell und man kann nicht jeden nach einem SchemaF Prinzip behandeln!

Das Problem ist nur, Reha geht vor Rente und insofern
"muss" man das mitmachen, auch wenn man sich dafür
gar nicht bereit fühlt. Aber meine Neurologin erwartet
Mitarbeit von ihren Patienten.
Hm...
Meinst du EU-Rente alá Frührente? Wusste ich gar nicht... Das heißt, wenn ich jetzt als "Ausbildungsunfähig" eingestuft werde, werde ich unwahrscheinlich gesehen in eine Frührente kommen, die schieben mich dann wohl anscheinend eher in eine "Beklopptenwerkstatt"
 
Ich hätte ja zwei Therapeutinnen zur Wahl, die ich ab Herbst kontaktieren kann, das haben sie mir zugesichert.
Aber bis dahin hänge ich in der Luft sozusagen.
Die Neurologin meinte, sie schreibt nicht ohne weiteres weiter krank, ohne dass man mitarbeitet. Da muss ich ja aufpassen bei ihr. Ich muss dazu sagen, bei ihr war ich schon mal vor 4 Jahren in Behandlung und jetzt auch erst wieder weil ich mich mit dem vorherigen arzt nicht wohl gefühlt habe und mir die kasse im ohr liegt, ich soll mir jemand neuen suchen, wozu ich mich aber nicht aufraffen konnte bis jetzt. Ich bin ein bisschen unter Druck, was mir natürlich nicht gut tut in meinem Zustand. Ich überlege, dass ich Montag Morgen eine Institusambulanz in meinem Ort anrufe und frage, ob die schneller einen Therapieplatz frei haben. Wenn nicht,
muss ich wohl die Reha beantragen, weil ich wohl keine andere Wahl habe, alles S****....

Ja auf der Homepage der Dt. Rentenversicherung heißt es
Rehabilitation vor Rente (Frührente bzw. Erwerbsminderungsrente). Dafür leben wir in einem Sozialstaat, sie zahlen dir alle nötigen Kosten, um dich wieder arbeitsfähig zu machen. Und dass muss man auch nutzen. Aber in einem anderen Forum für soziale Phobie habe ich gelesen von zweien, die auch verrentet wurden, die haben nichtmal ne Therapie machen können, wegen ihrer Angst.

Ich verlasse auch nur einmal die Woche mein Haus zum Einkaufen, das ist für mich auch die hölle, ich fahre zu einem kleinen supermarkt, wo es überschaubar ist und vormittags wenig leute sind. Weil nachmittags oder abends ist die meiste kundschaft, das tue ich mir nicht mehr an, da krieg ich wieder Panik. Wenn ich nur an den Parkplatz denke und dann aussteigen und rein gehen und alle gucken dich an... Den Rest nimmt mir mein Freund ab, bevor er zur Arbeit fährt bzw. nach Hause kommt (Müll, zur Post gehen, Bank etc.)
 
Ich hätte ja zwei Therapeutinnen zur Wahl, die ich ab Herbst kontaktieren kann, das haben sie mir zugesichert.
Besser als nichts... Trotzdem unzureichend. Kontaktieren heißt schließlich nicht auch dahin gehen. Da die meisten eben noch eine längere Wartezeit haben... Hier bei mir ist es viel um ein halbes Aufwärts herum...

Aber bis dahin hänge ich in der Luft sozusagen.
Evtl. Tagesklinik? Ich habe mich zwar da gemeldet, aber bin nicht hingegangen, da ich nicht persönlich an meiner Persönlichkeit für andere herumschrauben will und es bestand fast nur aus Gruppenarbeit, also bäh...
Aber evtl. als "kleine" Hilfestellung für den Anfang um wieder "raus zu kommen"? Muss jeder für sich selbst wissen

Die Neurologin meinte, sie schreibt nicht ohne weiteres weiter krank, ohne dass man mitarbeitet. Da muss ich ja aufpassen bei ihr.
Ohne Grund ist natürlich richtig, man kann ja schlecht hingehen nach dem Motto
"Ach ich habe kein Bock." Doch ist die Frage, ob die Frau auch einen Hilft, "wie" man es schafft. Mein Psychiater fragt mich nur immer nach meiner aktuellen Situation und was gerade "ansteht". "Handfeste" Hilfe, wie ich jetzt heraus komme, klappt bei ihm aber weniger... Man braucht doch schon Hilfe, wenn man aus sich heraus nicht kommt.

Ich überlege, dass ich Montag Morgen eine Institusambulanz in meinem Ort anrufe und frage, ob die schneller einen Therapieplatz frei haben. Wenn nicht,
muss ich wohl die Reha beantragen, weil ich wohl keine andere Wahl habe, alles S****....
Ist das so etwas wie Tagesklinik? Reha Antrag läuft bei mir jetzt... Mal schauen was daraus wird...


Ich verlasse auch nur einmal die Woche mein Haus zum Einkaufen, das ist für mich auch die hölle, ich fahre zu einem kleinen supermarkt, wo es überschaubar ist und vormittags wenig leute sind. Weil nachmittags oder abends ist die meiste kundschaft, das tue ich mir nicht mehr an, da krieg ich wieder Panik. Wenn ich nur an den Parkplatz denke und dann aussteigen und rein gehen und alle gucken dich an... Den Rest nimmt mir mein Freund ab, bevor er zur Arbeit fährt bzw. nach Hause kommt (Müll, zur Post gehen, Bank etc.)
Kommt mir bekannt vor, nur das es bei mir ohne Partner ist. Ich denke meine Sozialphobie, habe ich auch schon länger, als mir selbst bewusst ist. Letztes Jahr in meinem Urlaub, war ich auch fast nicht draußen...
Ich gehe eigentlich nur heraus, wenn ich Einkaufen gehen muss. Das mit dem Müll kombiniere ich dann immer, dem Weg schmeißen und etc.
Aber so langsam kann ich Schritt für Schritt wieder heraus. Zwar ein langsamer Prozess, aber ich gebe mir selbst im Moment Mühe, wieder etwas heraus zu kommen, mal schauen wie es klappt.
Viel Glück dir trotzdem 🙂
 
Danke Javen für deine Glückwünsche🙂

Es gibt Neuigkeiten: Heute morgen sagte mir die Vertretung von meiner Sachbearbeiterin der Krankenkasse, dass es doch möglich sei, in der Sperrzeit eine Therapie zu machen. Die regeln das schon meinte er. Sollte bei der Kassenärztl. Vereinigung anrufen, die schicken mir jetzt eine Liste zu mit neuzugelassenen Therapeuten, bei denen eher Platz frei ist. Und wenn sie sich quer stellen sollten wegen der Sperrzeit, soll ich denen sagen, dass die Kasse das genehmigt und alles regelt. Super, das hört sich doch schon ganz anders an als meine Neurologin die mich in Reha schicken will, obwohl sie mich vor 4 Jahren das letzte Mal gesehen hat.
Und mein Hausarzt hatte der Kasse wohl eine Einschätzung mitgeteilt, dass ich sofort eine ambulante Therapie brauche. Nur wundert es mich, dass meine eigentliche Sachbearbeiterin das nicht erwähnt hat dass es auch so geht.

Ich hab vor 7 Jahren schonmal ne Tagesklinik besucht, nachdem ich wegen eines Suizidversuches in der Psychiatrie war. Aber das hat es noch schlimmer gemacht mit meinen Ängsten und den anderen Patienten da, habe sogar ein bisschen mit einem schizophrenen dort angebändelt, was für Ärger gesorgt hat.

Freust du dich denn auf die Reha? Hast du eine Klinik im Antrag benannt oder lässt du es auf dich zukommen welche sie dir aussuchen? Warst du schonmal auf Reha?

Ja genau, die Ärzte fragen eigentlich nur nach dem aktuellen Stand, was sollen sie sonst auch machen, für weiteres ist die Therapie ja da. Mein Hausarzt schimpft jedesmal über die Kasse, ist schon heftig. Er hatte sich vor kurzem auch mit anderen Ärzten zusammen geschlossen und hier in der Stadt gestreikt wegen der neuen Gesundheitspolitik, weil sie weniger Etat bekommen pro Patienten/Quartal.

Liebe Grüße
 
Hört sich mit der "Psychologen" Geschichte doch ganz gut an 🙂
Muss alles gute laufen und schon, sitzt man wieder bei einem Therapeuten und lässt sich "umgestalten" 😎

Freust du dich denn auf die Reha? Hast du eine Klinik im Antrag benannt oder lässt du es auf dich zukommen welche sie dir aussuchen? Warst du schonmal auf Reha?
Freuen? Nachdem ich den Reha Beauftragten höre, freue ich mich eher weniger... Wenn solche Begrifflichkeiten wie "Behindertenwerkstatt" fallen...
Im Antrag gab es meines Wissens keine "Stelle" mit Klinik... Habe aber beim persönlichen Gespräch letzte Woche ein "Konzept" genannt was ich gerne/evtl. machen will...
Jetzt musste ich halt 6 Schweigepflichtsentbindungen unterzeichnen... Von Psychiatern, die schon 3-4 Jahre her sind.... Was sollen die über das aktuelle sagen? Naja jedenfalls frei nach dem Motto:
" [FONT=&quot]Was nützt einem die ärztliche Schweigepflicht, wenn man sie danach für unwirksam erklären muss?"
Mal schauen, bald können sich bestimt Diverse Leute über meine Psyche unterhalten...
Aber mit meinen "zarten" 20 Jahren ist es aber "erst" meine erste Reha 😀

[/FONT]
Ja genau, die Ärzte fragen eigentlich nur nach dem aktuellen Stand, was sollen sie sonst auch machen, für weiteres ist die Therapie ja da. Mein Hausarzt schimpft jedesmal über die Kasse, ist schon heftig. Er hatte sich vor kurzem auch mit anderen Ärzten zusammen geschlossen und hier in der Stadt gestreikt wegen der neuen Gesundheitspolitik, weil sie weniger Etat bekommen pro Patienten/Quartal.
Ja das habe ich auch schon mal gehört. Ich glaube in China (oder Japan?) ist das anders. Da wird nicht nach Patienten bezahlt. Sondern es wird nach "Heilung" bezahlt. Sprich wenn wieder einer Gesund ist. So sind die Ärzte da mehr erpicht darauf, einer Person zu helfen, als nur irgendwas "aufzuschreiben".
Vor und Nachteile hat natürlich beides... Wenn der Patient da etwas "schwer heilbares" hat, dauert es natürlich alles etwas länger mit seinem Geld 😀
 

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