Hallo Weidebirke,
ich habe generell Probleme damit, jemandem zu sagen, was mich stört - so wäre diese Situation ein guter Anlass zum Üben.
Doch habe ich gemerkt, dass ich mich von gewissen Leuten einfach zurückziehe.
Und es stimmt, in solchen Zeiten ist man empfindlicher, das kann ich auch an mir feststellen.
Aber manche Reaktionen waren einfach zu viel für mich,
Z. B. habe ich mich mit einer Freundin kurz nach meinem ersten Geburtstag ohne meinen Vater unterhalten, habe ihr erzählt, wie es war so ohne ihn - da hat sie auf einmal abgelenkt, weil sie draussen am Fenster irgendwas Interessantes gesehen hat.
Oder ein anderes Beispiel: Als ich erzählte, dass er so krank war und gestorben ist, bekam ich zur Antwort "Hoffentlich passiert mir das nie".
Ich finde nicht, dass ich zu empfindlich bin, wenn mich solche Reaktionen enttäuschen und traurig machen.
Und solche Dinge passieren mir öfter. Keine Ahnung, ob das mangelndes Interesse ist, eine grundsätzliche Unfähigkeit, zuzuhören, oder eben das unwohle Gefühl, dass viele kriegen, wenn man über den Tod spricht.
Gott sei Dank gibt es auch einige Personen, mit denen ich gut darüber reden kann. Erstaunlich, dass es oft gerade die sind, von denen ich das gar nicht erwartet hatte!
Liebe Grüsse