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Rauswurf aus dem Elternhaus

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Gast

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Hallo Zusammen,

meine Eltern haben mich soeben, jedenfall mündlich erstmal, aus der Wohnung geworfen. Jetzt sitzt ich irgendwie fest und komm nicht weiter. Ich bin 20 Jahre alt, hab meine Schullaufbahn (Fachabi) letztes Jahr im Sommer abgeschlossen und bin seitdem erfolglos auf Ausbildungssuche. Ich habe zwar im Moment einen Nebenjob und in nächster Zeit die Aussicht evtl. meinen Wehrdienst zu leisten aber mein Einkommen würde nicht einmal für die Miete reichen.

Einige Erkundungen über Solzialleistungen habe ich zwar schon eingeholt (BAföG, Wohngeld) aber leider nur etwas gefunden, wofür ich noch zur Schule gehen - ein Studium oder eine Ausbildung machen müsste um Anspruch darauf zu haben.
Zudem möchte/muss ich am besten schon gestern Ausgezogen sein.

Daher wäre ich sehr dankbar wenn mir jemmand sagen könnte wie ich das am besten so schnell wie möglich anstellen kann, an wen ich mich bezüglich der Unterstützung im finanziellen Bereich wenden muss und vor allem wo ich in der Zeit hingehen kann bis ich meine Wohnung habe.

Ps.: Mit meinen Eltern (nochmals) zu reden bringt absolut nichts, sie sind egoistisch,voreingenommen und absolut desinteressiert gegenüber meiner Person. Sie sehen mich selber laut eigener Aussage nur als "Kostenfaktor". Zudem möchte ich nicht auch noch Schreien und Beleidigen müssen da ich es ,genauso wie Streit, hasse weil es anscheinend wohl die einzigste Kommunikationsbasis von ihnen ist auf der ich mich mit ihnen "verständigen" könnte.

Vielen dank schonmal im Vorraus!
 
Gast meinte:
Hallo Zusammen,

Ich habe zwar im Moment einen Nebenjob und in nächster Zeit die Aussicht evtl. meinen Wehrdienst zu leisten aber mein Einkommen würde nicht einmal für die Miete reichen.


Nicht, dass Du mich als Militarist verstehst, das bin ich nicht, aber ist das nicht eine Alternative?

http://www.bundeswehr-karriere.de/

Grundsolide Ausbildung und von den Eltern weg und unabhängig und richtiges Gehalt.
 
Oh je Störer, wenn Du diesen Tipp noch öfter verteilst, haben wir bald die Zustände wie in den USA, wo sie die Armee immer lieber als den "sicheren, unabhängigen, erfolgsversprechenden" Weg darstellen und das mit Vorliebe da, wo die Elternhäuser sozial und finanziell schwach gestellt sind. Beste Kanonenfutterjagd... denn wer in den USA noch Chancen hat, was zu werden, tut den Teufel anstatt sich zu verpflichten. naja.. nur so by the way.
Lieber Gast, ich an Deiner Stelle würde mal zum Jugendamt gehen. Ja, auch wenn Du schon zwanzig bist, Du fällst trotzdem teilweise in deren Hilfebereich. Es ist z.B. so, dass Du keinen Anspruch auf Hartz 4 hast, weil Du noch zu Hause leben könntest. Nur mit einer Bescheinigung des Jugendamtes, dass es nicht zumutbar ist, zu Hause zu wohnen, kann Dir Hartz4 gewährt werden. So zumindest hab ich das schon paar mal hier im Forum gelesen.
Auf der anderen Seite sind Deine Eltern in erster Linie aber unterhaltspflichtig, bis Du Deine erste Ausbildung abgeschlossen hast. Bedingung dafür ist, dass Du ein Bemühen nachweisen kannst, eine Ausbildungsstelle zu suchen. Aber was Du genau wie und wo machen kannst oder nicht, kann Dir wirklich am besten einer vom Jugendamt sagen. Heißt ja genau genommen auch: Amt für Kinder, Jugend und Familie und da Du unter 25 bist und noch keine Ausbildung hast, bist Du offiziell im Ämterkram "Kind der Familie Deiner Eltern".

Gel06
 
Gel06 meinte:
Oh je Störer, wenn Du diesen Tipp noch öfter verteilst, haben wir bald die Zustände wie in den USA, wo sie die Armee immer lieber als den "sicheren, unabhängigen, erfolgsversprechenden" Weg darstellen und das mit Vorliebe da, wo die Elternhäuser sozial und finanziell schwach gestellt sind. Beste Kanonenfutterjagd... denn wer in den USA noch Chancen hat, was zu werden, tut den Teufel anstatt sich zu verpflichten. naja.. nur so by the way.
Gel06

Hallo Gel06,

nur mal so nebenbei, ich kenne die Verhältnisse in den USA aus nächster, und eigener Anschauung. Und auf Kanonenfutterjagd bin ich mit Sicherheit nicht.

Gruß

Thomas
 
na das war mit Sicherheit nicht persönlich gemeint ;-)
vielleicht es ja auch tatsächlich was für unseren Gast, fiel mir halt nur so dabei ein, dass das keine Massenlösung sein sollte, für Leute, die nicht wissen, wie sie von zu Hause weg können ohne Geld.

Gel06
 
Danke für eure Antworten.

Ich werde dann direkt mal am Montag beim Jugendamt vorbeischauen und gucken ob die mir weiterhelfen können.

Zum Thema Bund sollte gesagt sein das wenn ich überhaupt dahin muss, es noch etwas dauert bis ich da bin. ich hab jetzt in ein paar Wochen erst einmal Musterung. Den kann man ja mal weiterschauen. Aber bis ich eingezogen werden wüsste ich nicht wo ich verbleiben soll...
 
So ich war heute beim Jugendamt und habe dort ehrfahren das sie mir nicht helfen können bzw haben sie mich zur ARGE (Was immer das auch sein soll)vermittelt, die mir wohl in solchen angelegenheiten weiterhelfen können.

Als ich gerade da angerufen hatte haben die mir nur gesagt das Wohnungen finanziert werden unter bestimmten auflagen bezüglich der Wohnung. Ich solle mir ein Mietangebot einholen, dahingehen und ihnen es vorlegen. Die prüfen und bewilligen es dann gegebenenfalls...

Nur leider hat mir das auch nicht viel weitergeholfen. Ich kann mir nicht vorstellen das, selbst wenn ich jetzt ein Mietangebot habe und dahin gehe, sie mir es einfach so bewilligen, da ich ja kein ALG 2 beziehe und meine Eltern noch für meinen Unterhalt aufkommen (müssen).

Gibt es den kein Amt was sich mit solchen Fällen beschäftigt bzw. mir weiterhelfen kann?
Irgendwo muss ich doch irgendwelche Anträge herbekommen oder sowas...
 
Gast meinte:
Gibt es den kein Amt was sich mit solchen Fällen beschäftigt bzw. mir weiterhelfen kann?
Irgendwo muss ich doch irgendwelche Anträge herbekommen oder sowas...

Welche Behörde für Dich zuständig ist, wurde Dir durch das Jugendamt folgerichtig mitgeteilt. Also hingehen, Antrag holen, ausfüllen, etc.
 
Hi,

mit 20 Jahren war ja an sich klar, dass Jugendamt nicht mehr zuständig ist.
Rechtlich gesehen besteht elterliche Pflicht ihrem Nachwuchs bis zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung monatlich 640,- Mäuse zu zahlen, wenn der Nachwuchs ausm Haus ist. Falls Eltern das nicht können oder wollen ist das Sozialamt, bzw. ARGE wie das neuerdings wohl heißt zuständig zwecks ALG II-Antrags. Die wollen aber häufig auch erstmal nicht zahlen, müssen allerdings und zwar sofort, wenn du eidestattlich versicherst vollkommen mittellos zu sein. Die gewähren dann ggf. erstmal auf Darlehensbasis, bis Weiteres geklärt ist (Elterneinkommen etc.wenn Elterneinkommen zu hoch, dann musst du formal ne Klage einreichen um an die Kröten ranzukommen und dem Amt zurückzuzahlen...meistens reicht es aber schon die Eltern drauf aufmerksam zu machen, dass diese per Gericht-Sache teuer ist, teurer als freiwillig sofort zu zahlen) Gut ist, wenn man bei Antragstellung auch schon ne Butze hat mit eigenem Mietvertrag und so...

Lass dich mal nicht mit ggf. Bewilligung und so abwimmeln...lass dir den Namen des Sachbearbeiters geben, mach dir kleine Gesprächsprotokolle, leg dir ne Antragsakte an in denen du Kopien deiner Unterlagen, die du beim Amt einreichst, abheftest. Grundsätzlich ist schriftlich immer besser, da rechtsverbindlich.
Antragsformulare muss man dir auf Wunsch sofort in die Hand drücken..Ich würde vor dem Einreichen der recht umfangreichen Antragsformulare formal schriftlich einen Antrag auf ALGII stellen, denn ab dem Datum der Antragstellung stehen dir Mittel zu...den Rest kannst du dann nachreichen...und ablehnen dürfen die an sich nur, wenn deine Eltern nachweisbar zahlungspflichtig bzw. auch dazu in der Lage sind...gibt da Freibeträge, frag da mal nach!
Das Ganze ist schon ein bisschen Gewusel, aber mit 20 Jahren ne gute Übung in Richtung Selbständigkeit...

häh kapier ich nicht....deine Eltern müssen für dich aufkommen...ist das schon überprüft anhand deren Einkommen...hattest du bereits einen Antrag gestellt?? Wenn die Eltern freiwillig zahlen ist ja gut...wenn nicht, dann Unterhaltsklage...

Gruss
Tyra

Unterkunftsmöglichkeit: bei Caritas, Diakonie oder Sozialamt fragen, bei Freunden, Verwandten etc.
 
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