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Gast
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»Wir« müssen endlich aufhören, unseren Bedarf an Musik, Literatur/Bücher, Bilder, Filme, PC-Spiele, Software über das Internet »zusammenzustehlen«.
Ich wette, nahezu jeder Leser hier wird sofort etliche Gigabyte freien Speicher haben, wenn er »jetzt« alle illegal »besorgten« Inhalte löschen würde. ;-) Ok, mancher müsste dann vielleicht auch sein Betriebssystem löschen. *lol*
Ich wette darüberhinaus: Wenn jeder Leser zumindest 1mal/Monat auch nur einen Song und ab und zu auch mal wiederein Buch/Film/PC-Spiel/Software KAUFEN würde, anstatt sie »kostenlos zu »besorgen«, DANN würde es den dahinterstehenden Branchen auch wieder besser gehen.... Wodurch das Angebot größer, letztendlich niveauvoller (weniger kommerziell) und günstiger werden könnte (z.B. wieder Preissenkungen bei Konzert- und Kino-Tickets).
So und jetzt, wo die meisten wohl schon »genervt« sind von meinen Aufruf, da »Sie« die unbequeme Tatsache, Diebstahl zu begehen (=Internetkriminalität), nicht »als solche« einsehen WOLLEN und sich auf verschiedenste Weise da herausreden, bescwichtigen, Scheinargumente gegenhalten, möchte ich das mal etwas näher begründen.
Es gibt keinen Grund sich zum Verkauf vorgesehene Inhalte aus dem Internet zu stehlen:
SOFTWARE
1. Es gibt für jedes kostenpflichtige PC-Programm ein qualitativ gleichwertiges (oder manchmal sogar besseres!) kostenloses Programm . Nur selten sind dort einige Funktionen nicht vorhanden (und dies sind nur selten unverzichtbare Funktionen).
Die Bedienung/Menüs sind natürlich auch mal ein wenig anders, aber dennoch in vielen Punkten an die kostenpflichtigen »Vorbilder« angelehnt, - Z.B. Open Office im Vergleich zum »Microdoof Office«. ;-)
Solche Programme nennen sich »freeware« (nicht malware ;-) und sind unter dem Begriff »open source« zu finden. Die Produktpflege (Updates) stehen dabei kostenpflichtigen Programmen häufig in Nichts nach, kann sogar besser sein, (da hier oft eine engagierte Usergemeinde ehrenamtlich Produktpflege betreibt)!
2. Es gibt von vielen kostenpflichtigen Programmen auch abgespeckte Versionen mit geringerem Funktionsumfang! Es muss doch nicht »immer« die Vollversion mit allem drum und dran sein, wenn man davon eh nur die Hälfte wirklich nutzt.
3. Es muss nicht immer ein »Microdoof« Betriebsystem sein, denn wer nicht wirklich aus beruflichen Gründen ernsthaft auf Software angewiesen ist, die nur unter »Microdoof« läuft, der wird sogar kostenlos und vollkommen legal, richtig gute Betriebsysteme im Linux-Bereich finden - mit etlichen hochwertigen Programmen noch gratis dazu, z.B. Linux Ubuntu.
Die Frage ist also, »muss« es für eine ganz normale PC-Nutzung, bisschen Schreiben, Web usw. und mal selten nen Spielchen wirklich immer ein kostenpflichtiges System sein bzw. das »neuste Mircosoft-System« und nicht das, was bereits beim PC ab Werk drauf war?
Zum anderen sind Linux-Systeme auch besser vor Viren geschützt und grade hier tappt der normale User doch besonders auf Windows-Systemen in die Falle!
Dateiformate, die typisch für Windows sind, wie z.B. das .doc-Format lassen sich auch in Formate konvertieren, die auch mit Linux gelesen werden können.
MUSIK
1. Für kostenpflichtige Musik kein Geld mehr auszugeben - und Songs und Alben stattdessen via File«sharing« zu »besorgen« und dann munter regelmäßig im Player zu hören (oder noch bequemer: den eigenen Musikkonsum komplett via youtube abzudecken!), ist schlichtweg asozial gegenüber allen beruflich aktiven Musikern und allen damit zusammenhängenden anderen Berufen und Arbeitsplätzen!
Oftmals wird nichtmal für Musik etwas bezahlt, die man im Grunde sehr gut findet und von der man zugeben muss, dass sie es wert wäre, dass die dahinterstehenden Künsler, dafür einen Lohn erhalten.
Stattdessen wird aber sehr wohl Geld die nächste 1 Terrabyte-Festplatte ausgegeben, wo ganze Diebesgut dann »archiviert« wird oder für Raidshare-Accounts, mit deren Hilfe der besagte Speicherplatz »aufgefüllt« wird. :-(
Dabei ist es doch möglich (schon für >1 EUR/Song) sofort bei Amazon oder sonstwo einen Song als mp3 zu »kaufen« und dann auch umgehend zu erhalten!
Es gibt außerdem Abonement-Lösungen und (last but not least), die sowieso besser klingende CD. Bei CDs erhält man viele Alben auch schon für unter 10 EUR und hat dann gleich ein oft doch hübsches, professionell gedrucktes Booklet dazu!
Fakt ist: Sogar jeder obdachlose Penner könnte sich aus seinem Erbetteltem 1 EUR für einen Song leisten. Gut, vielleicht müsste er sich aus Armut den mp3-Player stehlen, aber wirklich auch das Musikstück, was darauf angehört wird!? ;-)
Jeder halbwegs nicht komplett verarmte Mensch, kann sich auch in den heute finanziell schwieriger gewordenen Zeiten, einmal im Monat »10-15 EUR« für eine CD oder den legalen Kauf (eines ansonsten auch durch Filesharing illegal zu beziehenden Produkts) erlauben!
Somit könnten Leute, die Filesharing betreiben und illegale Angebote nutzen, wenigstens ein Stück weit auch mal ehrlich handeln! Das setzt aber eben eine gewisse soziale Ader, eine gewisse Ethik vorraus, die »wir« im Laufe der Jahre verloren haben!
Fakt ist: Wer teilweise noch viel mehr Geld für rapidshare-Accounts ausgibt, weil es ihn lockt für 10 EURO da an etliche GB illegal hochgeladener Daten ranzukommen, der zeigt doch, dass er Geld »hat« und dieses Geld hätte doch stattdessen auch für einen ehrlichen Kauf eingesetzt werden können!
Ich will ja angesichts der oft maßlosen, menschlichen Gier hier gar nicht verlangen, dass jemand, der z.B. unbedingt alle Depeche Mode Alben »aufeinmal« haben will, die alle kaufen soll und dafür dann womöglich mehrere hundert Euro ausgeben muss. Ich verstehe auch, dass diese Ausgabe für viele nicht drin ist.
Aber hey, - eins davon, wenigstens eins (!) kann man doch kaufen und damit den selber begangenen Internet-Diebstahl ein wenig »ausgleichen«!
Denn wenn man einen Musiker/Band so sehr schätzt, dass man davon »alles« will, sollte man das nicht »alles« illegal besorgen, so dass die dahinterstehenden Künstler keinen Lohn für ihre kreative Leistung erhalten. Und auch vom reinen Gebrauchtkauf, verdient der Künstler und die dahinterstehenden Leute nichts. Dennoch ist ein gebrauchtkauft besser als Fielsharing, da er anerkennt, »dass« Musik einen Wert besitzt!
Es mag sein, dass einige wenige Musiker und Künstler genug Asche haben, das ist aber immer nur den ehrlichen Käufern zu verdanken gewesen und ganz sicher nicht den Fielsharern! Und angesichts Millionen von Musikschaffenden sind das aber große Ausnahmen!
Auf diesen wenigen wirklich »reichen« Leute, die »uns« in den Medien oft täglich »vorgeführt« werden, kommen tausende arme Schweine, die sehr wohl Unterstützung von den Käufern nötig hätten: kleine abgebrannte Bands, kleine aber innovative Softwareschmieden, Filmemacher usw.
2. Es gibt genügend Leute, die Musik, Filme usw. produzieren und sie dann eindeutig kostenlos für andere zur Verfügung stellen. Man kann also auch im Musikbereich auf legale kostenlose Angebote zurückzugreifen! Sicherlich gibt es da auch sehr viel Müll, sicherlich sind da die guten Sachen nicht leicht zu finden und werden nicht so stark beworben, - aber eine Auswahl ist da!
Dennoch haben Leute, die sowas beruflich machen (oder machen wollen) es verdient, dass man das respektiert, wenn sie ihre Leistungen für den Verkauf und nicht als kostenloses Gut vorgesehen haben! Denn hier wird auch oft einfach mehr investiert, professioneller gearbeitet, viel für Werbung investiert. Diese Leute haben also nicht nebenbei nen sichere Bankposten und konnten sich ihre Arbeitsmaterialien mal so leicht nebenher finanzieren. Diese Leute haben aber - im Gegensatz zu vielen kostenlos anbietenden Hobby-Musiker - die hohe Einsatzbereitschaft, ernsthaft zu touren, regelmäßig hohe Leistungen für ein sehr großes Publikum abzuliefern und dafür zur Not ihr Privatleben weitgehend zurückzustellen und sich den entsprechenden Risiken einer beruflichen künstlerischen Laufbahn aususetzen. Wieso sollte man sie nicht ihre Berufung beruflich ausüben lassen und das also akzeptieren, dass solche Musiker ihre Produktionen nicht »verschenken« können oder wollen? Und Musiker, für die niemand bereit ist, etwas auszugeben, aber die dennoch jeder hören will, mit denen kann eine Plattenfirma auch beim besten Willen kaum noch was verdienen, muss sie also durch alle Lande auf Tour jagen um überhaupt etwas Einnahmen zu erzielen.
Nur weil also einige »bierseelige« Bands, die nebenher als Realschullehrer arbeiten, *lol* und vollkommen unambitioniert ihre Musikaufnahmen kostenlos hochladen und auch nur alle paar Monate auf nen Dorffest spielen, darf man nicht sagen, wenn »die« das kostenlos bringen, dann müssen die Profis das aber auch! Genau, wie es müßig ist immer wieder »Radiohead« und NIN als Beispiele anzuführen, dass Musiker auch ohne Einnahmen aus dem Musikverkauf leben könnten. Denn beide Bands sind durch die Ganzzeiten der Musikindustrie mit CD-Verkäufen, also auf ganz konventionelle Weise, reich geworden und KÖNNEN sich das daher leisten Alben selber zu produzieren und zu verschenken. Sie können wegen der Fankreise, die sie noch von damals haben, als sie viele CDS verkauften (!) heute auch »nur« durch Touren und Werbeartikel genug Gewinn machen.
3. Merke: Von nur 5% aller 2009 in den USA veröffentlichen CD-Alben wurden mehr als 5000 Exemplare verkauft. Dass heißt nur 5% der Musiker konnten Gewinne von 6000 bis 7700 EUR machen, da ein Künstler ja (zumindest hierzulande) nur 1,20 bis ca, 154 pro CD bekommt! Und in den restlichen 95% werden ganz sicher sehr viele nur einige 100 Exemplare verkauft bekommen haben. Selbst hier in Deutschland ist da ja mittlerweile so, dass aufgrund der super geringen Verkaufszahlen (beim CD-Verkauf) 5000 Exemplare für ne gute Chart-Platzierung reichen.
Durch den ehrlichen Kauf hilft man dabei, dass die Musik bekannter wird, diese Leute bessere Aussichten auf Verträge bei Labels bekommen und dann vielleicht wirklich mal der Masse bekannt werden. - Tun »wir« das nicht, ist es ganz sicher, dass »wir« auch große neue Talente verkennen werden und sie auf eine reine Hobbyebene zurückwerfen. Und dieses Beispiel läßt sich natürlich auch ebenso auf andere Bereich übertragen. Ganz sicher ist da draußen irgendwo wirklich »der nächste Superstar«, aber da wir echte Superstars mit DSDS-Kandidaten verwechseln und da wir für Musik nichts mehr ausgeben, steht er am Bahnhof bis er 50 ist und spielt dort Gitarre. Aber eben nur in »unserer« Welt, nur weil »wir« diese Strukturen so aufrecht erhalten, ermöglichen und zulassen!
EROTIK
Selbst auf den Erotik-Bereich bezogen ist Kritik angebracht. Wieso da professionell gemachte Bilder runterladen, die doch eigentlich für Mitglieder der entsprechenden Seiten bestimmt sind und mit den Gedanken gemacht wurden, »dass« für diese Bilder von den Mit«gliedern« etwas gezahlt werden soll!? :-D
Klar, man bekommt für das Geld keine Druckversion davon, aber niemand kann mir sagen, dass solche Erotikaufnahmen »keinen« Wert hätten. Für solches Bidmaterial hätte man damals den halben Kiosk abkaufen müssen und besonders den Bereich unter der Theke! ;-)
Und wenn es hier unbedingt wieder »freeware« sein soll, dann gibt es doch genug Frauen, die nur darauf brennen, dass jeder ihren Körper sieht und man kann genügend Bilder von Amateuren finden, die ebenso erotisch sind und die kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Selbst in Single-Seiten zeigen Frauen einiges an Reizen.
Es sollte dabei eine Frage von Respekt sein, dass man diese Leute, soweit bekannt, dann auch vorher fragen sollte, »ob« man deren Bilder überhaupt speichern darf. Denn wenn das jemand so ins Netz stellt, dass es »jeder« sehen kann, heißt es ja nicht, dass die Frauen wollen, dass es »jeder« deswegen auch speichert.
Das gilt auch wenn Frauen aus der eigenen Clique knapp bekleidete Bilder von sich irgendwo reinstellen. Man geht ja auch nicht zu anderen in die Wohnung und nimmt Bilder aus deren Fotoalbum heraus! ;-) Andererseits läßt sich natürlich auch gegenargumentieren: Die Leute heften die Bilder aus ihrem Fotoalbum ja auch nicht an ihre Haustür oder an das öffentliche schwarze Brett im Supermarkt!
Es fehlt an Respekt vor Frauen, die in pornografischen Filmen sonstwas mit sich anstellen lassen. Wenn niemand für diese Erzeugnisse etwas zahlt und sie dennoch »kostenlos besorgt« dann werden diese Frauen in der Brance auch immer schlechter bezahlt und die Ansprüche an den Härtegrad, der ihnen beim Sex abverlangt wird, werden immer höher.
Für Pornografie etwas zu zahlen, heißt »Respekt« gegenüber den Frauen, die so erotisch sind, dass man sie vielleicht selber gerne hätte und die sich teilweise auch nur aus Geldnot für sowas bereiterklärt haben und damit riskieren, dass ihr Gesicht Sperma-verschmiert noch in 10 Jahren im Netz zu finden sein wird und »nichts« dafür zurückbekommen, ihren Ruf und den ihrer Familie auf diese Weise durchaus zu gefähren. Dass nur weil durch Filesharing und kostenlose »Wichsstuben« wie »youporn« etc. Leute für proffessionell gemachte Hardcore-Erotik nichts mehr zahlen wollen. Und so sehr Leute behaupten mögen, diese Handlungen dort seien »billig«, umso teurer ist die Technik, um sowas zu produzieren und Frauen, die sowohl die Ansprüche an Schönheit und erotischer Offenheit besitzen um bei sowas mitzumachen, gibt es nicht so oft.
Und auch hier: Wer kein Geld ausgeben will, dem stehen auch kostenlose Privatpornos zur Verfüfung, die Amateure ohne finanzielle Absichten ins Netz laden. Wenn ein Amateur aber in der Richtung eine Bezahlung verlangt, dann ist das zu akzeptieren und nicht einfach zu stehlen! Den hinter dem Amateur steht ganz sicher keine Firma, er benötigt das Geld vielleicht dringend für seinen Lebensunterhalt. Wir dürfen sowas nicht ausschließen und hier immer nur davon ausgehen, dass das »kostenlose Besorgen« keine schlimmen privaten Folgen für andere Menschen hätte.
Selbst Previews von erotischen Kauf-DVDs sind nicht dazu gedacht, als »Komplettversorgung« herzuhalten und dass man sich den PC damit »zupflastert«, sondern um eine Entscheidung zu treffen, »ob« und »welche« Erotik-DVD man sich kauft bzw. in ner Videothek (schonmal drin gewesen?) ausleiht. Natürlich man kann sich mit solch schlauen Egoismus in allen Lebensbereichen durch kostenlose Proben einiges für lau ergattern, aber das ist im Grunde ein wenig parasitäres Verhalten.
Und zu guter Letzt sollten wir Männer dabei nicht die wirklich die oft viel hübscheren Frauen vor Ort vergessen, die wegen »unserem »Pornokonsum an »unserer« »Abstumpfung« leiden und dann plötzlich mit irgendwelchen Darstellerinnen konkurrieren sollen oder als reine Objekte angesehen werden und es hier zu einer »Verohung« kommt. Hier müssen wir also dringend auch wieder den Menschen hinter der Frau sehen und nicht nur ihr erotisches Potenzial.
BÜCHER
Überflüssig zu sagen, dass man für Bücher auch dann wenn einem die E-Book-Lesegeräte alle für 40 EUR hintergegeworfen werden, weiterhin etwas zahlen sollte und dann nicht noch diesen Bereich ausbeuten darf.
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Zugegeben, der Egoismus von so manchen Fielsharern kotzt mich einfach an und er hat seit 10 Jahren (anfangs im Bereich Musik) mit steigender Geschwindkeit eine »kulturelle Ausbeutung« vorangetrieben, die längst im realen Leben ihre Spuren hinterlassen hat und kein bloßes virtuelles Phänomen ist, keine Computer-Simulation!
Das ist nicht das Verhalten von ehrlichen, wohlwollenden Menschen, sondern von räuberischen Tieren! Die Macher dieser ganzen kulturellen und unterhaltungsmäßigen Inhalte werden nur noch als »kostenlose Zuarbeiter »betrachtet und der Konsument zahlt hier nur noch was für die Abspielgeräte. Ohne die Macher im kulturellen Bereich, gebe es diese ganzen Abspielgeräte nicht.
Einige Überlegungen zu gewissen Ausnamefällen und Grenzsituationen:
Es gibt Fälle, in denen Leute aus beruflichen Gründen zwingend Software brauchen, die sie sich nicht leisten können und die auch nicht ermäßigt finanzierbar ist. Hier muss natürlich eine Lösung gefunden werden. Wenn einer Webdesigner werden will, aber sich Photoshop nicht leisten kann, in seiner Firma aber schon »vorher« die Beherrschung solcher Software »erwartet« wird, dann kann es schlecht sein, dass Leute wegen mangelnder Kohle für schlechtere berufliche Zugangschancen erhalten oder Wege in die Selbständigkeit dadurch versperrt bleiben. Und sicherlich wird nicht jeder das rein theoretisch über ein Buch lernen können. ;-)
Ebenso wenn in sehr armen Ländern keiner Geld für Musik hat, da die dort um ihr Überleben kämpfen müssen. Solche verarmten Leute dürfen natürlich (»falls« sie denn dort wirklich mal via Internet eine Zugangsoption zu »unserer« Kultur haben!), nicht komplett von medialen Gütern isoliert werden.
Da ist das natürlich schon durchaus ok, wenn wir Leuten, die nichts haben und gar keine Perspektive haben, sich in den nächsten Jahren mal eine CD kaufen zu können in einem gewissen Umfang etwas schenken und kostenlos zugänglich machen. Das ist einfach Unterstützung von verarmten Menschen, so wie der Weihnachtsmann der im Obdachlosenheim einige Geschenke verteilt und das finde ich gut und ok!
Kurzum, wir müssen endlich verdammt nochmal lernen mit diesen digitalen Techniken verantwortungsbewusst und menschlich richtig umzugehen! Das ist keine Frage von nackten Paragraphen, von Überwachung der Internetuser, Schranken, Sperren, Abmahnungen, Preiserhöhungen, sondern von Ethik!
Bescheuerterweise denken sich stattdessen Firmen alle paar Monate neue Geräte aus, die hier Zugriffe auf etliche (oft illegal bereitgestellte) Datenbestände ermöglichen können, aber niemand sorgt sich um einen »verantwortungsbewussten Umgang« mit diesen Daten, für deren Erschliessung diese Geräte ja extra hergestellt werden!
Schauen wir mal nach Schweden, dort wurde etwas gegen Filesharing unternommen und dort erholt sich als einziges Land wieder die Musikindustrie. Aber könnte nicht genauso durch ein Umdenken etwas bewirkt werden? Sind Menschen wirklich so dumm, dass sie nicht aus eigener Einsicht richtig handeln können, was ist denn mit der vielgelobten Vernunft des »homo sapiens sapiens« auf die »wir« uns soviel einbilden!?
Fördern wir wieder Kultur durch den ehrlichen Kauf, heißt das, dass wieder niveauvollere und vielfältigere Auswahl und nicht nur reiner Kommerz der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Eventuelle Preissenkungen (Konzerttickets, Kinokarten usw.) und eine Bereicherung des gesamten kulturellen Lebens. Mehr sichere Arbeitsplätze in den betroffenen Bereichen und dort mehr Arbeitsmöglichkeiten und wieder angemessene Löhne und Gagen. Und für etwas, wofür man gezahlt hat, das schätzt man mehr, setzt sich damit besser und nicht so oberflächlich auseinander, was grade im kulturellen Bereich der Erschließung neuer Musik, Literatur zugute kommen kann!
Wir müssen also selber unser Handeln überdenken, eher wir die Kultur zerstören, bevor uns durch die Politik durch Entrechtungen auf die Finger geklopft wird, bevor also wieder irgendein »Zwang« angewendet werden muss.
Aus einer Studie:
»...die illegale Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet allein in Deutschland im Jahr 2008 bei Produktion und Vertrieb von Spielfilmen, TV-Serien, Musik und Software einen Schaden von 1,2 Milliarden Euro verursacht und damit rund 34.000 Arbeitsplätze gekostet hat.
Für alle 27 EU-Staaten errechnet die Studie für 2008 einen Verlust von 10 Milliarden Euro und 186.000 Jobs. Ohne konkrete Gegenmaßnahmen könnten sich diese Zahlen bis zum Jahr 2015 in der EU auf 56 Milliarden Euro und rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze kumulieren.
Die illegale Verbreitung und Nutzung bedroht nach der Software- und Musikindustrie nun auch zunehmend die Film- und Rundfunk-Branche sowie die Buchwirtschaft....«
Bitte lasst uns alle nun also umdenken, es genügt doch wenn zumindest jeder 10. Leser sich diesen Text »zu Herzen« nimmt und er ein bisschen weiterverbreitet wird oder andere Leute ähnliche Beiträge aufsetzen und so kann es im Laufe der Zeit einen immer größeren Kreis Leute erreichen! Selbst wenn nur ein geringer Prozentsatz aller Deutschen hier umdenken würde, wäre das ein Anfang und würde sich bereits nach einigen Monaten spürbar auswirken!
Lieben Gruß!
Ich wette, nahezu jeder Leser hier wird sofort etliche Gigabyte freien Speicher haben, wenn er »jetzt« alle illegal »besorgten« Inhalte löschen würde. ;-) Ok, mancher müsste dann vielleicht auch sein Betriebssystem löschen. *lol*
Ich wette darüberhinaus: Wenn jeder Leser zumindest 1mal/Monat auch nur einen Song und ab und zu auch mal wiederein Buch/Film/PC-Spiel/Software KAUFEN würde, anstatt sie »kostenlos zu »besorgen«, DANN würde es den dahinterstehenden Branchen auch wieder besser gehen.... Wodurch das Angebot größer, letztendlich niveauvoller (weniger kommerziell) und günstiger werden könnte (z.B. wieder Preissenkungen bei Konzert- und Kino-Tickets).
So und jetzt, wo die meisten wohl schon »genervt« sind von meinen Aufruf, da »Sie« die unbequeme Tatsache, Diebstahl zu begehen (=Internetkriminalität), nicht »als solche« einsehen WOLLEN und sich auf verschiedenste Weise da herausreden, bescwichtigen, Scheinargumente gegenhalten, möchte ich das mal etwas näher begründen.
Es gibt keinen Grund sich zum Verkauf vorgesehene Inhalte aus dem Internet zu stehlen:
SOFTWARE
1. Es gibt für jedes kostenpflichtige PC-Programm ein qualitativ gleichwertiges (oder manchmal sogar besseres!) kostenloses Programm . Nur selten sind dort einige Funktionen nicht vorhanden (und dies sind nur selten unverzichtbare Funktionen).
Die Bedienung/Menüs sind natürlich auch mal ein wenig anders, aber dennoch in vielen Punkten an die kostenpflichtigen »Vorbilder« angelehnt, - Z.B. Open Office im Vergleich zum »Microdoof Office«. ;-)
Solche Programme nennen sich »freeware« (nicht malware ;-) und sind unter dem Begriff »open source« zu finden. Die Produktpflege (Updates) stehen dabei kostenpflichtigen Programmen häufig in Nichts nach, kann sogar besser sein, (da hier oft eine engagierte Usergemeinde ehrenamtlich Produktpflege betreibt)!
2. Es gibt von vielen kostenpflichtigen Programmen auch abgespeckte Versionen mit geringerem Funktionsumfang! Es muss doch nicht »immer« die Vollversion mit allem drum und dran sein, wenn man davon eh nur die Hälfte wirklich nutzt.
3. Es muss nicht immer ein »Microdoof« Betriebsystem sein, denn wer nicht wirklich aus beruflichen Gründen ernsthaft auf Software angewiesen ist, die nur unter »Microdoof« läuft, der wird sogar kostenlos und vollkommen legal, richtig gute Betriebsysteme im Linux-Bereich finden - mit etlichen hochwertigen Programmen noch gratis dazu, z.B. Linux Ubuntu.
Die Frage ist also, »muss« es für eine ganz normale PC-Nutzung, bisschen Schreiben, Web usw. und mal selten nen Spielchen wirklich immer ein kostenpflichtiges System sein bzw. das »neuste Mircosoft-System« und nicht das, was bereits beim PC ab Werk drauf war?
Zum anderen sind Linux-Systeme auch besser vor Viren geschützt und grade hier tappt der normale User doch besonders auf Windows-Systemen in die Falle!
Dateiformate, die typisch für Windows sind, wie z.B. das .doc-Format lassen sich auch in Formate konvertieren, die auch mit Linux gelesen werden können.
MUSIK
1. Für kostenpflichtige Musik kein Geld mehr auszugeben - und Songs und Alben stattdessen via File«sharing« zu »besorgen« und dann munter regelmäßig im Player zu hören (oder noch bequemer: den eigenen Musikkonsum komplett via youtube abzudecken!), ist schlichtweg asozial gegenüber allen beruflich aktiven Musikern und allen damit zusammenhängenden anderen Berufen und Arbeitsplätzen!
Oftmals wird nichtmal für Musik etwas bezahlt, die man im Grunde sehr gut findet und von der man zugeben muss, dass sie es wert wäre, dass die dahinterstehenden Künsler, dafür einen Lohn erhalten.
Stattdessen wird aber sehr wohl Geld die nächste 1 Terrabyte-Festplatte ausgegeben, wo ganze Diebesgut dann »archiviert« wird oder für Raidshare-Accounts, mit deren Hilfe der besagte Speicherplatz »aufgefüllt« wird. :-(
Dabei ist es doch möglich (schon für >1 EUR/Song) sofort bei Amazon oder sonstwo einen Song als mp3 zu »kaufen« und dann auch umgehend zu erhalten!
Es gibt außerdem Abonement-Lösungen und (last but not least), die sowieso besser klingende CD. Bei CDs erhält man viele Alben auch schon für unter 10 EUR und hat dann gleich ein oft doch hübsches, professionell gedrucktes Booklet dazu!
Fakt ist: Sogar jeder obdachlose Penner könnte sich aus seinem Erbetteltem 1 EUR für einen Song leisten. Gut, vielleicht müsste er sich aus Armut den mp3-Player stehlen, aber wirklich auch das Musikstück, was darauf angehört wird!? ;-)
Jeder halbwegs nicht komplett verarmte Mensch, kann sich auch in den heute finanziell schwieriger gewordenen Zeiten, einmal im Monat »10-15 EUR« für eine CD oder den legalen Kauf (eines ansonsten auch durch Filesharing illegal zu beziehenden Produkts) erlauben!
Somit könnten Leute, die Filesharing betreiben und illegale Angebote nutzen, wenigstens ein Stück weit auch mal ehrlich handeln! Das setzt aber eben eine gewisse soziale Ader, eine gewisse Ethik vorraus, die »wir« im Laufe der Jahre verloren haben!
Fakt ist: Wer teilweise noch viel mehr Geld für rapidshare-Accounts ausgibt, weil es ihn lockt für 10 EURO da an etliche GB illegal hochgeladener Daten ranzukommen, der zeigt doch, dass er Geld »hat« und dieses Geld hätte doch stattdessen auch für einen ehrlichen Kauf eingesetzt werden können!
Ich will ja angesichts der oft maßlosen, menschlichen Gier hier gar nicht verlangen, dass jemand, der z.B. unbedingt alle Depeche Mode Alben »aufeinmal« haben will, die alle kaufen soll und dafür dann womöglich mehrere hundert Euro ausgeben muss. Ich verstehe auch, dass diese Ausgabe für viele nicht drin ist.
Aber hey, - eins davon, wenigstens eins (!) kann man doch kaufen und damit den selber begangenen Internet-Diebstahl ein wenig »ausgleichen«!
Denn wenn man einen Musiker/Band so sehr schätzt, dass man davon »alles« will, sollte man das nicht »alles« illegal besorgen, so dass die dahinterstehenden Künstler keinen Lohn für ihre kreative Leistung erhalten. Und auch vom reinen Gebrauchtkauf, verdient der Künstler und die dahinterstehenden Leute nichts. Dennoch ist ein gebrauchtkauft besser als Fielsharing, da er anerkennt, »dass« Musik einen Wert besitzt!
Es mag sein, dass einige wenige Musiker und Künstler genug Asche haben, das ist aber immer nur den ehrlichen Käufern zu verdanken gewesen und ganz sicher nicht den Fielsharern! Und angesichts Millionen von Musikschaffenden sind das aber große Ausnahmen!
Auf diesen wenigen wirklich »reichen« Leute, die »uns« in den Medien oft täglich »vorgeführt« werden, kommen tausende arme Schweine, die sehr wohl Unterstützung von den Käufern nötig hätten: kleine abgebrannte Bands, kleine aber innovative Softwareschmieden, Filmemacher usw.
2. Es gibt genügend Leute, die Musik, Filme usw. produzieren und sie dann eindeutig kostenlos für andere zur Verfügung stellen. Man kann also auch im Musikbereich auf legale kostenlose Angebote zurückzugreifen! Sicherlich gibt es da auch sehr viel Müll, sicherlich sind da die guten Sachen nicht leicht zu finden und werden nicht so stark beworben, - aber eine Auswahl ist da!
Dennoch haben Leute, die sowas beruflich machen (oder machen wollen) es verdient, dass man das respektiert, wenn sie ihre Leistungen für den Verkauf und nicht als kostenloses Gut vorgesehen haben! Denn hier wird auch oft einfach mehr investiert, professioneller gearbeitet, viel für Werbung investiert. Diese Leute haben also nicht nebenbei nen sichere Bankposten und konnten sich ihre Arbeitsmaterialien mal so leicht nebenher finanzieren. Diese Leute haben aber - im Gegensatz zu vielen kostenlos anbietenden Hobby-Musiker - die hohe Einsatzbereitschaft, ernsthaft zu touren, regelmäßig hohe Leistungen für ein sehr großes Publikum abzuliefern und dafür zur Not ihr Privatleben weitgehend zurückzustellen und sich den entsprechenden Risiken einer beruflichen künstlerischen Laufbahn aususetzen. Wieso sollte man sie nicht ihre Berufung beruflich ausüben lassen und das also akzeptieren, dass solche Musiker ihre Produktionen nicht »verschenken« können oder wollen? Und Musiker, für die niemand bereit ist, etwas auszugeben, aber die dennoch jeder hören will, mit denen kann eine Plattenfirma auch beim besten Willen kaum noch was verdienen, muss sie also durch alle Lande auf Tour jagen um überhaupt etwas Einnahmen zu erzielen.
Nur weil also einige »bierseelige« Bands, die nebenher als Realschullehrer arbeiten, *lol* und vollkommen unambitioniert ihre Musikaufnahmen kostenlos hochladen und auch nur alle paar Monate auf nen Dorffest spielen, darf man nicht sagen, wenn »die« das kostenlos bringen, dann müssen die Profis das aber auch! Genau, wie es müßig ist immer wieder »Radiohead« und NIN als Beispiele anzuführen, dass Musiker auch ohne Einnahmen aus dem Musikverkauf leben könnten. Denn beide Bands sind durch die Ganzzeiten der Musikindustrie mit CD-Verkäufen, also auf ganz konventionelle Weise, reich geworden und KÖNNEN sich das daher leisten Alben selber zu produzieren und zu verschenken. Sie können wegen der Fankreise, die sie noch von damals haben, als sie viele CDS verkauften (!) heute auch »nur« durch Touren und Werbeartikel genug Gewinn machen.
3. Merke: Von nur 5% aller 2009 in den USA veröffentlichen CD-Alben wurden mehr als 5000 Exemplare verkauft. Dass heißt nur 5% der Musiker konnten Gewinne von 6000 bis 7700 EUR machen, da ein Künstler ja (zumindest hierzulande) nur 1,20 bis ca, 154 pro CD bekommt! Und in den restlichen 95% werden ganz sicher sehr viele nur einige 100 Exemplare verkauft bekommen haben. Selbst hier in Deutschland ist da ja mittlerweile so, dass aufgrund der super geringen Verkaufszahlen (beim CD-Verkauf) 5000 Exemplare für ne gute Chart-Platzierung reichen.
Durch den ehrlichen Kauf hilft man dabei, dass die Musik bekannter wird, diese Leute bessere Aussichten auf Verträge bei Labels bekommen und dann vielleicht wirklich mal der Masse bekannt werden. - Tun »wir« das nicht, ist es ganz sicher, dass »wir« auch große neue Talente verkennen werden und sie auf eine reine Hobbyebene zurückwerfen. Und dieses Beispiel läßt sich natürlich auch ebenso auf andere Bereich übertragen. Ganz sicher ist da draußen irgendwo wirklich »der nächste Superstar«, aber da wir echte Superstars mit DSDS-Kandidaten verwechseln und da wir für Musik nichts mehr ausgeben, steht er am Bahnhof bis er 50 ist und spielt dort Gitarre. Aber eben nur in »unserer« Welt, nur weil »wir« diese Strukturen so aufrecht erhalten, ermöglichen und zulassen!
EROTIK
Selbst auf den Erotik-Bereich bezogen ist Kritik angebracht. Wieso da professionell gemachte Bilder runterladen, die doch eigentlich für Mitglieder der entsprechenden Seiten bestimmt sind und mit den Gedanken gemacht wurden, »dass« für diese Bilder von den Mit«gliedern« etwas gezahlt werden soll!? :-D
Klar, man bekommt für das Geld keine Druckversion davon, aber niemand kann mir sagen, dass solche Erotikaufnahmen »keinen« Wert hätten. Für solches Bidmaterial hätte man damals den halben Kiosk abkaufen müssen und besonders den Bereich unter der Theke! ;-)
Und wenn es hier unbedingt wieder »freeware« sein soll, dann gibt es doch genug Frauen, die nur darauf brennen, dass jeder ihren Körper sieht und man kann genügend Bilder von Amateuren finden, die ebenso erotisch sind und die kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Selbst in Single-Seiten zeigen Frauen einiges an Reizen.
Es sollte dabei eine Frage von Respekt sein, dass man diese Leute, soweit bekannt, dann auch vorher fragen sollte, »ob« man deren Bilder überhaupt speichern darf. Denn wenn das jemand so ins Netz stellt, dass es »jeder« sehen kann, heißt es ja nicht, dass die Frauen wollen, dass es »jeder« deswegen auch speichert.
Das gilt auch wenn Frauen aus der eigenen Clique knapp bekleidete Bilder von sich irgendwo reinstellen. Man geht ja auch nicht zu anderen in die Wohnung und nimmt Bilder aus deren Fotoalbum heraus! ;-) Andererseits läßt sich natürlich auch gegenargumentieren: Die Leute heften die Bilder aus ihrem Fotoalbum ja auch nicht an ihre Haustür oder an das öffentliche schwarze Brett im Supermarkt!
Es fehlt an Respekt vor Frauen, die in pornografischen Filmen sonstwas mit sich anstellen lassen. Wenn niemand für diese Erzeugnisse etwas zahlt und sie dennoch »kostenlos besorgt« dann werden diese Frauen in der Brance auch immer schlechter bezahlt und die Ansprüche an den Härtegrad, der ihnen beim Sex abverlangt wird, werden immer höher.
Für Pornografie etwas zu zahlen, heißt »Respekt« gegenüber den Frauen, die so erotisch sind, dass man sie vielleicht selber gerne hätte und die sich teilweise auch nur aus Geldnot für sowas bereiterklärt haben und damit riskieren, dass ihr Gesicht Sperma-verschmiert noch in 10 Jahren im Netz zu finden sein wird und »nichts« dafür zurückbekommen, ihren Ruf und den ihrer Familie auf diese Weise durchaus zu gefähren. Dass nur weil durch Filesharing und kostenlose »Wichsstuben« wie »youporn« etc. Leute für proffessionell gemachte Hardcore-Erotik nichts mehr zahlen wollen. Und so sehr Leute behaupten mögen, diese Handlungen dort seien »billig«, umso teurer ist die Technik, um sowas zu produzieren und Frauen, die sowohl die Ansprüche an Schönheit und erotischer Offenheit besitzen um bei sowas mitzumachen, gibt es nicht so oft.
Und auch hier: Wer kein Geld ausgeben will, dem stehen auch kostenlose Privatpornos zur Verfüfung, die Amateure ohne finanzielle Absichten ins Netz laden. Wenn ein Amateur aber in der Richtung eine Bezahlung verlangt, dann ist das zu akzeptieren und nicht einfach zu stehlen! Den hinter dem Amateur steht ganz sicher keine Firma, er benötigt das Geld vielleicht dringend für seinen Lebensunterhalt. Wir dürfen sowas nicht ausschließen und hier immer nur davon ausgehen, dass das »kostenlose Besorgen« keine schlimmen privaten Folgen für andere Menschen hätte.
Selbst Previews von erotischen Kauf-DVDs sind nicht dazu gedacht, als »Komplettversorgung« herzuhalten und dass man sich den PC damit »zupflastert«, sondern um eine Entscheidung zu treffen, »ob« und »welche« Erotik-DVD man sich kauft bzw. in ner Videothek (schonmal drin gewesen?) ausleiht. Natürlich man kann sich mit solch schlauen Egoismus in allen Lebensbereichen durch kostenlose Proben einiges für lau ergattern, aber das ist im Grunde ein wenig parasitäres Verhalten.
Und zu guter Letzt sollten wir Männer dabei nicht die wirklich die oft viel hübscheren Frauen vor Ort vergessen, die wegen »unserem »Pornokonsum an »unserer« »Abstumpfung« leiden und dann plötzlich mit irgendwelchen Darstellerinnen konkurrieren sollen oder als reine Objekte angesehen werden und es hier zu einer »Verohung« kommt. Hier müssen wir also dringend auch wieder den Menschen hinter der Frau sehen und nicht nur ihr erotisches Potenzial.
BÜCHER
Überflüssig zu sagen, dass man für Bücher auch dann wenn einem die E-Book-Lesegeräte alle für 40 EUR hintergegeworfen werden, weiterhin etwas zahlen sollte und dann nicht noch diesen Bereich ausbeuten darf.
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Zugegeben, der Egoismus von so manchen Fielsharern kotzt mich einfach an und er hat seit 10 Jahren (anfangs im Bereich Musik) mit steigender Geschwindkeit eine »kulturelle Ausbeutung« vorangetrieben, die längst im realen Leben ihre Spuren hinterlassen hat und kein bloßes virtuelles Phänomen ist, keine Computer-Simulation!
Das ist nicht das Verhalten von ehrlichen, wohlwollenden Menschen, sondern von räuberischen Tieren! Die Macher dieser ganzen kulturellen und unterhaltungsmäßigen Inhalte werden nur noch als »kostenlose Zuarbeiter »betrachtet und der Konsument zahlt hier nur noch was für die Abspielgeräte. Ohne die Macher im kulturellen Bereich, gebe es diese ganzen Abspielgeräte nicht.
Einige Überlegungen zu gewissen Ausnamefällen und Grenzsituationen:
Es gibt Fälle, in denen Leute aus beruflichen Gründen zwingend Software brauchen, die sie sich nicht leisten können und die auch nicht ermäßigt finanzierbar ist. Hier muss natürlich eine Lösung gefunden werden. Wenn einer Webdesigner werden will, aber sich Photoshop nicht leisten kann, in seiner Firma aber schon »vorher« die Beherrschung solcher Software »erwartet« wird, dann kann es schlecht sein, dass Leute wegen mangelnder Kohle für schlechtere berufliche Zugangschancen erhalten oder Wege in die Selbständigkeit dadurch versperrt bleiben. Und sicherlich wird nicht jeder das rein theoretisch über ein Buch lernen können. ;-)
Ebenso wenn in sehr armen Ländern keiner Geld für Musik hat, da die dort um ihr Überleben kämpfen müssen. Solche verarmten Leute dürfen natürlich (»falls« sie denn dort wirklich mal via Internet eine Zugangsoption zu »unserer« Kultur haben!), nicht komplett von medialen Gütern isoliert werden.
Da ist das natürlich schon durchaus ok, wenn wir Leuten, die nichts haben und gar keine Perspektive haben, sich in den nächsten Jahren mal eine CD kaufen zu können in einem gewissen Umfang etwas schenken und kostenlos zugänglich machen. Das ist einfach Unterstützung von verarmten Menschen, so wie der Weihnachtsmann der im Obdachlosenheim einige Geschenke verteilt und das finde ich gut und ok!
Kurzum, wir müssen endlich verdammt nochmal lernen mit diesen digitalen Techniken verantwortungsbewusst und menschlich richtig umzugehen! Das ist keine Frage von nackten Paragraphen, von Überwachung der Internetuser, Schranken, Sperren, Abmahnungen, Preiserhöhungen, sondern von Ethik!
Bescheuerterweise denken sich stattdessen Firmen alle paar Monate neue Geräte aus, die hier Zugriffe auf etliche (oft illegal bereitgestellte) Datenbestände ermöglichen können, aber niemand sorgt sich um einen »verantwortungsbewussten Umgang« mit diesen Daten, für deren Erschliessung diese Geräte ja extra hergestellt werden!
Schauen wir mal nach Schweden, dort wurde etwas gegen Filesharing unternommen und dort erholt sich als einziges Land wieder die Musikindustrie. Aber könnte nicht genauso durch ein Umdenken etwas bewirkt werden? Sind Menschen wirklich so dumm, dass sie nicht aus eigener Einsicht richtig handeln können, was ist denn mit der vielgelobten Vernunft des »homo sapiens sapiens« auf die »wir« uns soviel einbilden!?
Fördern wir wieder Kultur durch den ehrlichen Kauf, heißt das, dass wieder niveauvollere und vielfältigere Auswahl und nicht nur reiner Kommerz der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Eventuelle Preissenkungen (Konzerttickets, Kinokarten usw.) und eine Bereicherung des gesamten kulturellen Lebens. Mehr sichere Arbeitsplätze in den betroffenen Bereichen und dort mehr Arbeitsmöglichkeiten und wieder angemessene Löhne und Gagen. Und für etwas, wofür man gezahlt hat, das schätzt man mehr, setzt sich damit besser und nicht so oberflächlich auseinander, was grade im kulturellen Bereich der Erschließung neuer Musik, Literatur zugute kommen kann!
Wir müssen also selber unser Handeln überdenken, eher wir die Kultur zerstören, bevor uns durch die Politik durch Entrechtungen auf die Finger geklopft wird, bevor also wieder irgendein »Zwang« angewendet werden muss.
Aus einer Studie:
»...die illegale Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet allein in Deutschland im Jahr 2008 bei Produktion und Vertrieb von Spielfilmen, TV-Serien, Musik und Software einen Schaden von 1,2 Milliarden Euro verursacht und damit rund 34.000 Arbeitsplätze gekostet hat.
Für alle 27 EU-Staaten errechnet die Studie für 2008 einen Verlust von 10 Milliarden Euro und 186.000 Jobs. Ohne konkrete Gegenmaßnahmen könnten sich diese Zahlen bis zum Jahr 2015 in der EU auf 56 Milliarden Euro und rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze kumulieren.
Die illegale Verbreitung und Nutzung bedroht nach der Software- und Musikindustrie nun auch zunehmend die Film- und Rundfunk-Branche sowie die Buchwirtschaft....«
Bitte lasst uns alle nun also umdenken, es genügt doch wenn zumindest jeder 10. Leser sich diesen Text »zu Herzen« nimmt und er ein bisschen weiterverbreitet wird oder andere Leute ähnliche Beiträge aufsetzen und so kann es im Laufe der Zeit einen immer größeren Kreis Leute erreichen! Selbst wenn nur ein geringer Prozentsatz aller Deutschen hier umdenken würde, wäre das ein Anfang und würde sich bereits nach einigen Monaten spürbar auswirken!
Lieben Gruß!