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Ratlos...

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Gast

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Nabend zusammen,

ich bin, wie der Titel schon sagt, zur Zeit etwas ratlos. Ich habe letztes Jahr mein Fachabitur mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung abgeschlossen. Habe mich für eine Ausbildung im Kaufmännischen Bereich beworben ( Immobilienkaufmann, Industriekaufmann, Bankkaufmann , Kaufmann für Versicherung etc.) und leider überall Absagen bekommen.
Seit September mache ich jetzt ein freiwilliges soziales Jahr und bewerbe mich fleißig für eine Ausbildung im Sommer 2012. Tja, nur auch jetzt bekomme ich nichts weiter als Absagen...ich hatte 3 Vorstellungsgespräche von den ich bereits 2 Absagen bekommen habe. Und die Zeit rennt mir davon...Nun stehe ich natürlich vor der Frage was ich ab diesem Sommer mache ? Mein freiwilliges Jahr endet bereits mit dem Beginn der Sommerferien.
Ich denke die Wahrscheinlichkeit jetzt noch eine Lehrstelle zu finden ( die mir auch zusagt ! ) ist sehr gering. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt mich als Maler und Lackierer zu bewerben aber ich weiß ganz genau dass das für mich auf Dauer nichts ist. Mein Vater ist Maler, ich kann das alles schon ganz gut und ich denke mit Fachabitur könnte ich da eine Ausbildung finden, jedoch wäre ich in 10 Jahren sicher sehr unglücklich mit dem Beruf.
Als Alternative ist mir jetzt noch ein Studium eingefallen oder eben das freiwillige Jahr nochmal um ein Jahr verlängern ( Was ich nur ungerne möchte).
Daher brauche ich mal eure Meinung...Mein Fachabitur Schnitt lag grade mal bei 3,2. Liegt nich daran das ich doof bin o.ä sondern war ich immer einer von denen die nur das machen was man machen musste...wenn überhaupt^^ Vor dem Fachabitur war ich sogar auf der Hauptschule. Bin nach der 7. Klasse von der Realschule geflogen weil ich, naja, eine Art Unruhestifter war. Auf der Hauptschule hab ich dann FORQ gemacht, bin zu dem Zeitpunkt aufgewacht und habe etwas mehr für die Schule getan und weniger im Unterricht gestört. Dann, wie gesagt, das Fachabitur erworben ( ohne großes Lernen o.ä ) .
Denkt ihr ich hätte bei einem Bwl Studium überhaupt eine Chance ? Bzw. überhaupt die Möglichkeit das mich eine Hochschule für einen Bwl Studiengang annimmt ? Inzwischen habe ich gemerkt wie wichtig Schule ist. Falls ich mich für ein Studium entscheide, würde ich auch aufjedenfall lernen. Und nicht nur das nötigste...habe ja nun gemerkt wie schwer es ist, das zu bekommen was man will auf dem Deutschen Arbeitsmarkt.
In Bwl hatte ich auf meinen Zeugnissen immer eine 3. Klausuren lagen immer zwischen 2-3...neben Deutsch war Bwl mein stärkstes Fach. Deswegen denke ich geziehlt über ein Bwl Studium nach, auch weil es in den Bereich geht wo ich gern arbeiten würde.

Ein weiteres Problem, falls ich es mit einem Studium versuchen möchte, wäre das mir die Praktika fehlen. Ich habe nur den Schulischen Teil der Fachhochschulreife. Kennt sich da vllt. jemand aus ? Könnte ich das Praktikum während der Studiumszeit ( Semesterferien o.ä) nachholen ? Oder schließt mich dieser Punkt von vornerein für ein Studium aus ?

Ich würde mich sehr über Antworten freuen ! Und könnt ruhig sagen, wenn ihr denkt das ich ein Studium nicht schaffen würde ;) ich kann Kritik vertragen. Also nur zu...

Gruss
 

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Alouette

Mitglied
Hallo Gast,
ich würde dir von einem Studium abraten. Aus dem Grund, weil diejenigen im meinem Bekanntenkreis, die eigentlich eine Ausbildung machen wollten, keine bekommen haben und dann als Notlösung ein Studium angefangen haben, mehrheitlich auf die Schnauze gefallen sind.
BWL ist mehr noch als die meisten anderen Studiengänge ein Lernstudium. Ich könnte mir vorstellen, dass es dir als lernfaulen Schüler gut tun würde, eine Ausbildung zu machen, ein bisschen Disziplin und eben auch das Lernen lernen. Vielleicht bist du auch eher ein Praxismensch? Deshalb find ich deinen ursprünglichen Plan, eine Ausbildung zu machen, sehr gut. Selbst wenn du noch studieren willst - gerade im kaufmännischen Bereich gibt es viele berufsbegleitende Angebote, aber selbst wenn es Vollzeit geht, werden dir die Praxiserfahrungen + Kontakte sicher nützen.

Magst du eine deiner Bewerbungen mal posten, damit wir drüberschauen können?
Mein Sorge ist es, wenn du dich für viele verschiedene Ausbildungen beworben hast,nicht individuell genug auf die verschiedenen Berufsbilder und/oder Arbeitgeber eingegangen bist - denn Kaufmann für Versicherungen braucht man schon andere Eigenschaften und andere Motivation als Industriekaufmann. :)
Hast du auch dein FSJ miteingebracht und gesagt, was für Eigenschaften und Stärken dies hervorgebracht hat? Damit kannst du dich vielleicht von anderen Schülern abheben!
Wenn du magst, kann du auch mitteilen, wo du wohnst, dann könnte ich mal schauen, was es noch für Angebote dieses Jahr gibt. Mein Tipp: schau mal nach Personaldienstleistungskaufmann, ein relativ neuer Beruf. Oft wird er noch relativ kurzfristig vergeben (anders zB als Bankkaufmann).

Ich kenne mich nicht 100% mit den Schulabschlüssen aus, aber ich denke du brauchst dein Praktikum(bzw Ausbildung), dass das Fachabi abschließt, bevor du dich an einer Fachhochschule bewerben kannst. Aber keine Gewähr hierzu.
Deshalb: wenn du keine Ausbildung mehr bekommst, dann mach nicht dein FSJ weiter- bewirb dich für ein Praktikum, dass dein Fachabi abschließt.Am besten bei einem Betrieb, dass dich bei der Ausbildung abgelehnt hat oder sogar beim Vorstellungsgespräch; denn vielleicht springt dann nächstes Jahr eine Ausbildung heraus. :rolleyes: Gerade diejenigen, die dich zum VG eingeladen haben, hatten dich ja in der engeren Wahl! Aber selbst wenn keine Ausbildung bei diesem Betrieb rausspringst: während du das einjährige Praktikum machst, sammelst du ja wertvolle Erfahrungen, die du dann bei den nächsten Ausbildungsschreiben verwenden kannst!Viel Erfolg und fühl dich frei, deine Bewerbungsanschreiben mal zu veröffentlichen. :)
 

Jester

Mitglied
Mein Vorposter hat schon das meiste geschrieben.

Was ich noch hinzufügen kann ist, dass du mit dem Fachabitur 'ne Chance auf ein BWL Studium hast, allerdings nicht an den "großen" FH, wo irgendwie jeder hin will.
Wenn man sich genau umsieht, nicht den Anspruch stellt in 'nem gewissen Umkreis um die Heimat zu bleiben o.ä., an so ziemlich jede FH anschreibt, ist es wahrscheinlich irgendwo genommen zu werden, so zumindest die Erfahrung(, allerdings im Bezug auf Unis) aus meinem Bekanntenkreis.
Natürlich 'ne Garantie hat man nicht, aber es liegt im möglichen.

Falls du es machst und genommen werden solltest, liegt es bei dir, ob du dich so richtig reinhängst, viel lernst und gut bist oder scheiterst.
Mein Abitur war - sagen wir mal - durschnittlich -, im Studium sieht das schon ganz anders aus.

Die Frage ist unter anderem auch inwiefern das Studium für dich 'nur' 'ne Notlösung ist?
 
G

Gast

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Hallo einmal,

cool von Dir, dass Du Deine Situation so ausführlich beschreibst. Ich kann mich zu allererst einmal nur den Aussagen zuvor anschließen.
Kopf hoch! Dein Fachabi mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung ist der Anfang. Ein guter Anfang.
Du hast wirklich bodenständige Ausbildungsberufe angepeilt. Diese werden aus meiner langjährigen Erfahrung heraus eine sehr gute Ausgangsbasis bilden. Wo wir auch schon beim evtl. Studium wären. Mein Vorschlag ist erst einmal eine Berufsausbildung zu absolvieren. Diese Ausbildung kannste dann immer noch verkürzen. Diese Zeit wird Dir eine wirklich wichtige Erfahrungen liefern.
Jedoch zeigt uns die Erfahrung, dass die jungen Leute von heute immer wieder kleine Fehler bei der Bewerbung leider machen.
Ein Schulabgänger ist halt noch nicht richtig erwachsen. Aber das ist auch nicht schlimm, denn jeder hat einmal klein angefangen. Ein junger Mensch ist wie ein Baum, der heranwächst. Der ausbildende Betrieb hat dann die Aufgabe, das Fachwissen zu vermitteln, den Stamm zu pflegen und die Äste zu schneiden (Erziehungsunterstützung), um ein schief wachsen zu verhindern.
Der Beruf des Malers ist eine solide Basis und kann ebenfalls verkürzt werden, sofern der Ausbildungsbetrieb einwilligt.
Vielleicht helfen Dir die Tipps der Azubi-Manager. Dort steht auch etwas zum Thema Malergehalt und Entwicklungsmöglichkeiten (vor kurzem gepostet).

Gruß und viel Erfolg

P. S. Es ist nicht schlimm eine Absage zu bekommen. Aber es ist schlimm, wenn man nichts gegen die Absage unternimmt.
 

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