G
Gelöscht
Gast
Hallo ihr Lieben,
habe mich heute entschlossen, mich hier im Forum anzumelden, vielleicht hat hier jemand einen Rat für mich, wie es bei mir weitergehen kann...ist im Moment alles recht verkorkst und durcheinander. Ich hoffe, mein Text ist dabei nicht zu wirr geraten ^^
Bin für alle lieben Ratschläge dankbar 🙂
Aaaalso, erstmal kurz zu mir: ich bin 22, Studentin von zwei geisteswissenschaftlichen Fächern (Englisch + Geschichte) in einer mittelgroßen Unistadt in Westdeutschland.
Bei mir kommt nun in letzter Zeit allerhand zusammen. Zunächst einmal leide ich schon seit Jahren an einer Depression, inklusive Angststörungen (besonders soziale Phobie). Ich bin direkt nach dem Abi (vor mittlerweile 4 Jahren) in die Stadt gezogen, in der ich auch jetzt noch lebe. Wegen meiner Depression konnte ich allerdings die ersten zwei Jahre noch gar nicht studieren, habe quasi den ganzen Tag nur rumgehangen (erst bei meinem Freund im Wohnheim, nach einigen Monaten dann in einer eigenen 1-Zimmer-Wohnung, in der ich immer noch wohne) und nichts gemacht, konnte nicht mal alleine einkaufen, Bus fahren, irgendwo hingehen. Es ging mir ziemlich, ziemlich schlecht. Habe dann nach 2 Jahren "Nichtstun" endlich akzeptiert, dass ich Hilfe brauchte und eine stationäre Therapie über mehrere Monate gemacht, die mir sehr geholfen hat.
Danach konnte ich endlich mit dem Studium anfangen. Dabei hab ich schnell gemerkt, dass Geschichte mir super gut gefällt - Englisch hingegen nicht so wirklich. Wollte auch erst auf Lehramt studieren, hab das aber schnell wieder gekippt, wegen der sozialen Phobie...hab mich aber bislang bei Englisch irgendwie durchgebissen und bin irgendwie immer unglücklicher damit geworden. Leider gibt es an meiner Uni kein anderes Fach, das mich interessieren würde oder in das ich vom Abi-Schnitt (relativ schlecht) überhaupt reinkommen könnte. Konnte mir wegen meines Freundes, der an derselben Uni studiert, aber auch keinen Wechsel vorstellen 🙁
Im Herbst hat mein Freund dann (für mich sehr überraschend) nach dreieinhalb Jahren Beziehung, in der wir sehr viel zusammen durchgestanden haben, Schluss gemacht. Das hat mich wieder total aus allem rausgerissen, bin kaum noch zur Uni gegangen und hatte das Gefühl, meine Entwicklung geht sozusagen wieder "rückwärts". Die Depression wurde wieder schlimmer. Da kam erstmals der Gedanke auf, die Uni zu wechseln und nochmal neu anzufangen. Ich habe mich dann bei verschiedenen Unis wegen Leistungspunkten anrechnen etc. erkundigt und eine Uni gefunden, die mir gefallen würde, in der ich als Zweitfach Politik machen könnte, worauf ich wirklich Lust hätte. Außerdem würde mir die Stadt dort auch besser gefallen als die, in der ich jetzt lebe, weil sie kleiner und grüner ist. Befeuert wurde das ganze dadurch, dass ich vor ein paar Tagen erfahren habe, dass mein Ex-Freund nun wieder eine neue Freundin hat :wein::wein::wein: und ich die ganze Zeit Angst habe, den beiden in der Stadt über den Weg zu laufen.
Andererseits habe ich mir hier nun über die Zeit einen (kleinen) Freundeskreis aufgebaut, hab meine Wohnung, wohne nicht so weit weg von meiner Familie und fühle mich grundsätzlich auch an der Uni ganz wohl. Ich hab mich irgendwie mit meinem Leben hier eingerichtet, außerdem habe ich mit einer ambulanten Therapie begonnen.
Gleichzeitig war es aber auch nie meine Traumstadt, ich bin damals in erster Linie wegen meinem Freund hingezogen, und verbinde mittlerweile sehr viel schlechtes mit dieser Stadt (die 2 Jahre nichtstun, die Therapie, die Trennung, die Probleme mit Englisch).
Habt ihr einen Rat, was ich tun sollte? Das Studium (krankheitsbedingt würde ich noch mind. zweieinhalb Jahre brauchen) jetzt hier noch durchziehen, trotz all der Probleme mit Englisch + der negativen Erinnerungen + meinem Ex-Freund in derselben Stadt? Oder sollte ich lieber die Uni und die Stadt wechseln und nochmal neu anfangen? Dann müsste ich aber eben auch meine Wohnung und mein Leben hier aufgeben, weil die Städte einige Stunden auseinanderliegen 🙁
Bin grade wirklich extrem unsicher und hab so viel darüber nachgedacht, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich will.
Danke an jede/n, der/die sich das hier durchgelesen hat. Bin wirklich für jede Hilfe dankbar! Und wenn irgendwas unklar ist, gerne nachfragen 🙂
Liebe Grüße
Yelan
habe mich heute entschlossen, mich hier im Forum anzumelden, vielleicht hat hier jemand einen Rat für mich, wie es bei mir weitergehen kann...ist im Moment alles recht verkorkst und durcheinander. Ich hoffe, mein Text ist dabei nicht zu wirr geraten ^^
Bin für alle lieben Ratschläge dankbar 🙂
Aaaalso, erstmal kurz zu mir: ich bin 22, Studentin von zwei geisteswissenschaftlichen Fächern (Englisch + Geschichte) in einer mittelgroßen Unistadt in Westdeutschland.
Bei mir kommt nun in letzter Zeit allerhand zusammen. Zunächst einmal leide ich schon seit Jahren an einer Depression, inklusive Angststörungen (besonders soziale Phobie). Ich bin direkt nach dem Abi (vor mittlerweile 4 Jahren) in die Stadt gezogen, in der ich auch jetzt noch lebe. Wegen meiner Depression konnte ich allerdings die ersten zwei Jahre noch gar nicht studieren, habe quasi den ganzen Tag nur rumgehangen (erst bei meinem Freund im Wohnheim, nach einigen Monaten dann in einer eigenen 1-Zimmer-Wohnung, in der ich immer noch wohne) und nichts gemacht, konnte nicht mal alleine einkaufen, Bus fahren, irgendwo hingehen. Es ging mir ziemlich, ziemlich schlecht. Habe dann nach 2 Jahren "Nichtstun" endlich akzeptiert, dass ich Hilfe brauchte und eine stationäre Therapie über mehrere Monate gemacht, die mir sehr geholfen hat.
Danach konnte ich endlich mit dem Studium anfangen. Dabei hab ich schnell gemerkt, dass Geschichte mir super gut gefällt - Englisch hingegen nicht so wirklich. Wollte auch erst auf Lehramt studieren, hab das aber schnell wieder gekippt, wegen der sozialen Phobie...hab mich aber bislang bei Englisch irgendwie durchgebissen und bin irgendwie immer unglücklicher damit geworden. Leider gibt es an meiner Uni kein anderes Fach, das mich interessieren würde oder in das ich vom Abi-Schnitt (relativ schlecht) überhaupt reinkommen könnte. Konnte mir wegen meines Freundes, der an derselben Uni studiert, aber auch keinen Wechsel vorstellen 🙁
Im Herbst hat mein Freund dann (für mich sehr überraschend) nach dreieinhalb Jahren Beziehung, in der wir sehr viel zusammen durchgestanden haben, Schluss gemacht. Das hat mich wieder total aus allem rausgerissen, bin kaum noch zur Uni gegangen und hatte das Gefühl, meine Entwicklung geht sozusagen wieder "rückwärts". Die Depression wurde wieder schlimmer. Da kam erstmals der Gedanke auf, die Uni zu wechseln und nochmal neu anzufangen. Ich habe mich dann bei verschiedenen Unis wegen Leistungspunkten anrechnen etc. erkundigt und eine Uni gefunden, die mir gefallen würde, in der ich als Zweitfach Politik machen könnte, worauf ich wirklich Lust hätte. Außerdem würde mir die Stadt dort auch besser gefallen als die, in der ich jetzt lebe, weil sie kleiner und grüner ist. Befeuert wurde das ganze dadurch, dass ich vor ein paar Tagen erfahren habe, dass mein Ex-Freund nun wieder eine neue Freundin hat :wein::wein::wein: und ich die ganze Zeit Angst habe, den beiden in der Stadt über den Weg zu laufen.
Andererseits habe ich mir hier nun über die Zeit einen (kleinen) Freundeskreis aufgebaut, hab meine Wohnung, wohne nicht so weit weg von meiner Familie und fühle mich grundsätzlich auch an der Uni ganz wohl. Ich hab mich irgendwie mit meinem Leben hier eingerichtet, außerdem habe ich mit einer ambulanten Therapie begonnen.
Gleichzeitig war es aber auch nie meine Traumstadt, ich bin damals in erster Linie wegen meinem Freund hingezogen, und verbinde mittlerweile sehr viel schlechtes mit dieser Stadt (die 2 Jahre nichtstun, die Therapie, die Trennung, die Probleme mit Englisch).
Habt ihr einen Rat, was ich tun sollte? Das Studium (krankheitsbedingt würde ich noch mind. zweieinhalb Jahre brauchen) jetzt hier noch durchziehen, trotz all der Probleme mit Englisch + der negativen Erinnerungen + meinem Ex-Freund in derselben Stadt? Oder sollte ich lieber die Uni und die Stadt wechseln und nochmal neu anfangen? Dann müsste ich aber eben auch meine Wohnung und mein Leben hier aufgeben, weil die Städte einige Stunden auseinanderliegen 🙁
Bin grade wirklich extrem unsicher und hab so viel darüber nachgedacht, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich will.
Danke an jede/n, der/die sich das hier durchgelesen hat. Bin wirklich für jede Hilfe dankbar! Und wenn irgendwas unklar ist, gerne nachfragen 🙂
Liebe Grüße
Yelan