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Gast
Mit dem Tod von Erich von Daeniken verliert die Welt einen der bekanntesten und zugleich umstrittensten Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Schweizer Publizist, Autor und oeffentliche Vordenker ist am gestrigen Samstag im Alter von 90 Jahren nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt in Unterseen im Kanton Bern verstorben. Die Nachricht wurde von seinem Buero und seiner Familie bestaetigt.
1968 gelang ihm mit Erinnerungen an die Zukunft (international bekannt als Chariots of the Gods) sein internationaler Durchbruch. Darin stellte er die radikale These auf, dass ausserirdische Besucher in der Fruehzeit die Erde besucht und menschliche Kulturen beeinflusst haetten. Sein Werk begruendete die sogenannte Pra-Astronautik.
Moege er in Frieden ruhen.
Ein Leben im Zeichen des Unbekannten
Erich von Daeniken wurde am 14. April 1935 in Zofingen, Schweiz, geboren. Nach einer handwerklichen Ausbildung arbeitete er zunaechst als Koch und Hotelier, ehe er sich autodidaktisch in die Themen Mythologie, Archaeologie und fruehe Menschheitsgeschichte vertiefte.1968 gelang ihm mit Erinnerungen an die Zukunft (international bekannt als Chariots of the Gods) sein internationaler Durchbruch. Darin stellte er die radikale These auf, dass ausserirdische Besucher in der Fruehzeit die Erde besucht und menschliche Kulturen beeinflusst haetten. Sein Werk begruendete die sogenannte Pra-Astronautik.
Einfluss und Kontroversen
Von Daenikens Buecher verkauften sich zig Millionen Mal und wurden in mehr als 30 Sprachen uebersetzt. Seine Ideen inspirierten unzaehlige Diskussionen, Dokumentationen und Pop-Culture-Phaenomene. Gleichzeitig war er umstritten: Fachwissenschaftler lehnten seine Interpretationen als unwissenschaftlich ab, seine Theorien prägten jedoch Debatten ueber Archaeologie, Geschichte und die Frage nach Leben im All.Der Mensch hinter den Ideen
Erich von Daeniken war mehr als nur ein Autor – er war ein Kommunikator. Mit Vortraegen, Buechern, Interviews und spaeter auch einem YouTube-Kanal erreichte er Generationen von Menschen, die sich von traditionellen Erklaerungen der Geschichte nicht ganz ueberzeugt fuehlten. Trotz Kritik blieb er zeitlebens ueberzeugt von seiner Mission, Fragen zu stellen und Grenzen des Denkens herauszufordern.Hinterbliebene und Vermächtnis
Er hinterlaesst seine Ehefrau Elisabeth Skaja, ihre Tochter Cornelia und Enkelkinder. Sein literarisches und geistiges Erbe wird weiter diskutiert — in Fachkreisen teils abgelehnt, in der breiten Oeffentlichkeit oft mit Faszination gelesen.Moege er in Frieden ruhen.