Ich saß heute mittag noch mit meinem Freund im Cafe, vor der Arbeit. Ich hatte ihm vom Zug abgeholt, da er auf einem Konzert in einer anderen Stadt war. Ich sagte, dass der Künstler bei dem er war, auch selbstzerstörische Tendenzen hat/hatte, was er bejahte. Das war die Brücke zu Amy Winehouse. Ich hatte ihr schreckliches Comeback Konzert gesehen, ihren Total Ausfall. Spätestens da war mir klar, dass das alles nicht mehr lange gut gehen kann...... sagte ich dann auch wortwörtlich zu meinem Freund: "Mit Amy Winehouse, das wird nicht mehr lange gut gehen." Sagte er noch: Hhhm, das haben sie früher bei Keith Richards auch oft gesagt, aber er hat sich auch immer wieder gerappelt.
Um 18 h kam meine Kollegin rüber, die nebenbei leise Radio laufen hat, und sagte: "Amy Winehouse ist tot." Mir wird jetzt noch komisch, wenn ich an diesen Augenblick denke, der dann nach meiner heute geäusserten Prognose nur Std später eintrat........
Amy Winehouse war hochtalentiert und unrettbar verloren. Sie hatte einfach keine Chance mehr, sie hing dermaßen in ihrer Sucht, da gab es keinen Ausweg mehr. Wer das nicht einmal nicht nur aus der Ferne, sondern hautnah miterleben musste, so wie ich, sieht das irgendwann so. Es ist tragisch, aber ich möchte fast behaupten, es war besser so. Sie hätte sich nicht mehr befreien können, sie hatte nicht die Stärke und ihr Leben muss einfach nur noch qualvoll gewesen sein.....Es war kein Leben mehr.....
Nachtblume