Hi Andi!
Auch wenn der Thread sehr alt ist, antworte ich mal auf Deinen Beitrag, weil ich den so nicht stehen lassen kann.
Es gibt in dem Bereich einige Gefahren auf die du aufpassen musst. 5 sind es, um genau zu sein:
(...)
1. Krankheiten … wie du schon richtig vermutest.
Ja. Und um sicher zu gehen, dass auch bei einem Kondomplatzer nichts passieren kann, liest man am besten in AO-Foren - dann weiß man, welche Dame von welchem Klientel besucht wird. Besoneders schlimm wird es, wenn man andere damit anstecken könnte.
Aber selbst, wenn man sich sexuell super 99,99%ig schützt: Grippe, Durchfall, etc. will man ja auch nicht haben.
2. Menschenhändler und sonstige illegale Personen … wenn du von dieser „Welt“ nichts verstehst ist die Chance höher, dass du (unbewusst) Leute stützt die Du nicht stützen willst.
Wenn es danach geht, darf man keinen Standard-Kaffee mehr trinken, keine Standard-Jeans mehr tragen, kein Fleisch mehr essen....
Nur weil ein paar Feministinnen in den letzten Jahren ordentlich Alarm gemacht haben und in die Politik vorstossen konnte, müssen wir kein schlechteres Gewissen haben.
3. Schwere Fehler. Vielleicht wirst du darüber lachen, aber wenn du eine minderjährige erwischt oder eine der Damen gegen Gesetze verstößt (z.B Drogen) während du anwesend bist kannst du evtl. mit drin stecken…
Auch das betrifft den "normalen" Puffgänger nicht. Man "erwischt" nicht einfach so eine Minderjährige. Es sei denn, man steht drauf. Dann hat man aber ein ganz anderes Problem. Und es gibt auch drogensüchtige Personen im normalen Leben...
4. Betrug … wenn man dir anmerkt dass du ein Neuling bist kann es dir passieren das man dich abzockt.
...doch auch hier gilt: dann liest man halt vorher Berichte im Internet. Genau wie die Bewertungen auf Amazon ermöglichen Bewertungen in einschlägigen Foren Rückschlüsse auf die Geschäftsgebahren der AnbieterInnen.
5. Rufverlust. Das Thema ist absolut tabu… und sollte es auch danach bleiben. Ein Ausrutscher kann sich sehr negativ auf dein Leben auswirken!
Gut, schlimm ist es, wenn die Ehefrau das merkt. Ansonsten: Sicher ist es peinlich, wenn was rauskommt, aber heutzutage ist der Ruf deswegen nicht ruiniert. In bestimmten Führungskreisen läd man dazu seine Geschäftskunden ein.
Wenn du dir dafür einige Tage nimmst, dann sollte alles sehr sehr glatt laufen 🙂
Dem ist nicht so.
Es gibt viel größere Gefahren beim Thema Sexarbeit für die Freier: SUCHT bzw. alles, was daraus wiederum resultieren kann. Genauso, wie sich die Sexarbeiterin damit kaputt machen und für Geld Lebenszeit verdaddeln kann, tun dies auch Freier.
Läuft wie bei anderen Drogen: anfangs wird sich jeder sagen, "Ach, ich weiß doch, dass es nur die Droge/eine Illusion ist, die das schöne Gefühl macht / stimuliert / die Schmerzen lindert / den Stress beseite schiebt..." "Ich werde bestimmt nicht öfter dazu greifen."
Klar - es gibt Menschen, die 1-2x im Leben Heroin probiert haben oder 1-2x im Jahr konsumieren, ebenso Menschen, die nur 1-2x im Jahr zu Sexarbeiterinnen gehen... Doch selbst, wenn man nur selten konsumiert, macht das was mit eineem. Als ich Gelegenheitsraucher war, durfte ich für jede Zigarette, die ich am Wochenende Geraucht habe, einige Male am Wochenbeginn mein Verlangen unterdrücken. Das stresst unbewußt...
Zu Bedenken ist: SexarbeiterInnnen verkaufen dem Freier eine Illusion. Umso perfekter sie ist, umso besser sind die Bewertungen im Internet. Umso verlockender ihr Angebot und umso stärker schlägt die Illusion dann ein. Da braucht man wiederum nur Foren zu studieren um zu sehen, dass einige Freier echt glauben, die Mädels hätten Spaß am Sex mit Freiern. Bzw. wird die Illusion eingefordert, über "Lustlosigkeit" bei den Damen geklagt, etc...
Gehe ich dort hin, setze ich nicht nur mein Bewußtsein dieser Illusion aus, sondern auch mein Unbewußtes. => D.h. Anteile in uns verlangen später danach stärker als vorher.
Die meisten Erstkonsumenten nehmen Heroin bekanntlich wieder. So ist das auch mit käuflichem Sex. Die meisten Erstfreier irgendwann wieder zu Prostituierten, davon die meisten irgendwann regelmäßig. Ich wette, dass über 50%, die einmal zu einer Sexarbeiterin gegangen sind, das später öfter machen (wollen).
Käuflicher Sex entspannt im Moment, macht aber später ein künstliches Verlangen, dass einem später unter Alkoholeinfluß oder in kritischen Lebensphasen entgleiten könnte! Und das einen VIEL Lebenszeit kostet - in der man über sinnvollere/notwendigere Dinge nachdenken könnte.
LG
Wolf