Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Pubertät, Langeweile

Linda Kremer

Aktives Mitglied
Hi!
Eine Frage. Es geht um meinen 18-Jährigen Bruder.
Er hat keine Freunde, da wir oft umgezogen sind und sich meist nichts festigen konnte. Und er verspürt immer sehr starke Langeweile, wenn er gerade nicht arbeitet.
Ich weis kaum, wie ich das Beschreiben soll, aber ich würde gerne von anderen mal hören, ob es jemandem noch so geht.

Er fängt oft mit irgendwelchen Hobbys an und hört dann schnell wieder auf. Hat keinen großen Spaß an irgendwas und ist halt ständig alleine.

Ist das normal in dem Alter? Ich hatte in meiner Pubertät nicht viel Zeit und hab mich viel mit Lernen beschäftigt. Geht das wieder vorbei?

LG
Linda
 
Er hat in der Pubertät seine ersten epileptischen Anfälle bekommen und irgendwie gibt es dafür scheinbar keine richtige Uhrsache. Meine Familie (ich auch) glaube, dass es teils tatsächlich von der extremen Langeweile verursacht/getriggert wird.
Nur um das Ausmaß der Langeweile klar zu stellen…
 
Hi
Schwierig, dazu müsste man wissen, was er darüber denkt. Will er vielleicht keine Freunde, weil er durch das viele umziehen so geprägt ist, das er denkt, das wäre eh nicht von Dauer? So nach dem Motto: 'Lohnt sich ja ohnehin nicht'.? Oder weiß er vielleicht einfach nicht, wie er auf andere Menschen zugehen soll, also wie man Freunde gewinnen kann?

Was macht er denn so, wenn er allein ist? Gibt es irgendein Interesse, das sich bislang einigermaßen konstant gehalten hat?

Generell ist das aber schwer zu sagen. Das allein sein usw. sind ja quasi nur Symptome des eigentlichen Problems und so lange man das nicht kennt...
 
Er ist im Grunde nicht froh darüber und hätte super gerne Freunde. Aber er ist wählerisch und nicht mit jedem zufrieden. Was ja auch gut ist. Aber so bleibt er eben alleine. Leider.
 
Er könnte es online versuchen und so speziell nach Menschen schauen, die zunächst schon mal die gleichen Interessen oder Einstellungen haben?

Wird er da vielleicht von der Epilepsie gebremst? das es ihm Sorgen macht, was andere darüber denken könnten? Wo liegen denn seine Ansprüche so, was Freunde angeht?
 
So um Sechzehn rum soll die Sexualkraft am stärksten sein, man sucht dann nach einem Ziel, verliebt sich usw.
Früher musste man schwer kämpfen, um sich ein Essen zu sichern. Jagen, weit gehen, oder etwas anbauen und so weiter.

Also nach Verlieben müsste er sich strecken, sich körperlich auspowern, er müsste Ziele haben, nach denen er sich strecken und diese "erjagen" kann, recht wenig nachdenken, mehr TUN - egal was.

Schenk ihm einen Kurs, ( Kampfsport zB.) oder kauf ihm Malen nach Zahlen- was, das mit Konzentration zu tun hat und mit Hingabe- Puzzlen? Man muss ihn zu irgendetwas hinführen, die Tür öffnen, wo seine momentane Verfassung nicht hindenkt, weil er offenbar blockiert ist. Mach etwas mit ihm zusammen, nicht reden, handeln.
Bei mir haben sich ganze Welten aufgetan, als ich angefangen habe mit Lesen nach langer Zeit, oder als ich zum Töpfern begonnen habe, oder als ich das erste mal dies gemacht habe, oder jenes. Man hat Zustände der Langweile, wenn man noch nicht entdeckt hat, was seins ist. Das wird er suchen müssen, wie wir alle, durch probieren, durch experimentieren, durch aufstehen und irgendwas angehen- im wahrsten Sinn des Wortes. Hat er keinen Ehrgeiz, etwas zu können? Dann sorge dafür, dass er den kriegt. Fitnessstudio, oder Laufen anfangen, oder Sprachen lernen, malen lernen... Fische züchten..Modellbau- kauf ihm eine Zutat, wo er gern dann ausbaut.

Ich bin der Meinung, irgendwie ist man immer Kind, was Kinder gerne machen, das macht happy, auch wenns anspruchsvoller betrieben wird, wie malen zB.

Das fällt mir auf die schnelle ein. Man muss ihn nur schupsen durch mitnehmen.
 
Man muss ihn nur schupsen durch mitnehmen.
Verstehe. Ich dachte auch, vielleicht sollte ich wieder aktiver werden und ihm so auch als Vorbild dienen. Weil Lesen und Schule usw hat er sich eher ungern von mir abgeschaut. Verstehe ich auch.
Oke, so mit ihm was neues anbieten, will ich irgendwie nicht. Das machen meine Eltern eh schon so viel. Ich denke das macht ihn teilweise noch mehr durcheinander.
Ich trete in kürze einer Freiwilligen-Organisation bei. Vielleicht interessiert ihn ja sowas. Mal schauen.
Ich wünsche mir einfach so sehr, dass er das „Seins“ findet. Er ist einfach echt schlecht gelaunt und immer müde, wenn er freie Tage hat.
Noch macht ihm wenigstens seine Arbeit Spaß, aber was, wenn er vielleicht auch da die Lust eines Tages verliert? Will garnicht daran denken.
 
Wird er da vielleicht von der Epilepsie gebremst? das es ihm Sorgen macht, was andere darüber denken könnten? Wo liegen denn seine Ansprüche so, was Freunde angeht?
Naja, bin mir ganz sicher, dass das teilweise für ihn eine Art Risiko ist. Zum Glück hat er die relativ selten und meistens wirklich durch emotionale Sondersituationen, wie extreme Langeweile…
Seine Ansprüche sind anders als die von den meisten in seinem Alter. Er mag gerne aktive Dinge tun, wie irgendwelche Ausflüge, Zelten, Musik machen usw anstelle Rauchen, Trinken und Mädels anmachen, oder irgendeinen Unfug anstellen. Das passt vielen Jungs in seinem Umfeld nicht.
Und die Mädels wollen nicht viel mit ihm machen, da es hier in dem Land wo ich wohne, dann schnell heißt, dass man eine Beziehung beginnt. Daher wollen es die Mädchen eher vermeiden sich mit Jungs zu oft zu treffen.
 
Naja, bin mir ganz sicher, dass das teilweise für ihn eine Art Risiko ist. Zum Glück hat er die relativ selten und meistens wirklich durch emotionale Sondersituationen, wie extreme Langeweile…
Seine Ansprüche sind anders als die von den meisten in seinem Alter. Er mag gerne aktive Dinge tun, wie irgendwelche Ausflüge, Zelten, Musik machen usw anstelle Rauchen, Trinken und Mädels anmachen, oder irgendeinen Unfug anstellen. Das passt vielen Jungs in seinem Umfeld nicht.
Und die Mädels wollen nicht viel mit ihm machen, da es hier in dem Land wo ich wohne, dann schnell heißt, dass man eine Beziehung beginnt. Daher wollen es die Mädchen eher vermeiden sich mit Jungs zu oft zu treffen.

Ausflüge sind doch gut? Er könnte reisen, campen, das miteinander verbinden. Wenn er da vor Ort keine Gleichgesinnten findet, gibt es dafür bestimmt auch irgendwo online Gruppen wo sich Menschen zusammen finden und gemeinsam Ausflüge und sowas planen können. Wie wäre es mit einem Auslandsjahr irgendwo? Ein anderes Land kennen lernen, andere Menschen und so? Musik machen ist auch cool und ein weites Spektrum, wo man viel ausprobieren kann. Vielleicht käme ja sowas wie eine Band in Frage?
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Der Stiefsohn und die Pubertät...ich mach wohl alles falsch Familie 54

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben