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Psychoterror durch Vermieter und Nachbarn

Ich kann nachempfinden, was du gerade durchmachst, @LostDreams, und ich kann dir gar nicht sagen, wie leid es mir tut, dass du in eine solche Lage geraten bist!
Ich hatte zu einer Zeit in meinem Leben, in der ich ohnehin schwer angeschlagen war, einen Nachbarn, der jeden Abend bis in die Morgenstunden gefeiert hat, so dass ich kaum noch geschlafen habe, und mehrmals pro Woche bin ich mit diesem Nachbar aneinandergeraten, ohne dass sich jemals etwas geändert hätte. Und weder Vermieter, noch Polizei haben mich ernst genommen. Es hat mich kaputt gemacht...

Was dir gerade widerfährt, kann ich jedoch nur als menschenunwürdig und menschenverachtend bezeichnen, und ich lege dir sehr ans Herz, deine Aufmerksamkeit und Kraft nicht mehr darauf zu verwenden, auszuhalten oder etwas an der Situation zu verändern, sondern nur noch darauf, aus dieser Hölle auszubrechen!
Das sollte deine oberste Priorität sein: dich selbst zu schützen, und einen Lebensraum zu finden, in dem du heilen und dir eine neue Zukunft aufbauen kannst.
Vielleicht in einem ruhigen Stadtteil oder Vorort. Diese verbinden eine gewisse Idylle und Abgeschiedenheit mit dem Komfort und der Anonymität einer Stadt.

Persönlich habe ich bei der Wohnungssuche sehr gute Erfahrungen mit Immobiliengesellschaften gemacht. Diese haben ein breit gefächertes Angebot und decken ein großes finanzielles Spektrum ab. Und falls keine passende Wohnung verfügbar sein sollte, besteht in der Regel die Möglichkeit, sich vormerken zu lassen. Das kann in einer verzweifelten Situation bereits viel ausmachen.
Außerdem ist der Umgang mit der Hausverwaltung bei Problemen und Anliegen in der Regel angenehm und unkompliziert, was im Gegensatz zu vielen privaten Vermietern, mit denen ich es in meinem Leben zu tun hatte, steht.
 
Guten Abend,

nun möchte ich mich endlich einmal wieder melden.

Es ist schon eine Weile her, seit ich diesen Faden erstellt habe. Ich wollte auch schon längst antworten, aber dann ging es mir oft einfach zu schlecht dafür.

Und leider muss ich auch zugeben, dass mich die ganzen abfälligen Bemerkungen und Vorwürfe sehr heruntergezogen haben.
Es ist vollkommen in Ordnung für mich, wenn jemand meine Situation nicht nachvollziehen kann, aber bitte nicht beleidigend werden!!!!
Mir geht es bereits sehr schlecht, da brauche ich nicht noch weitere Schuldzuweisungen und Vorwürfe.

Denjenigen von euch, die höflich geantwortet haben, möchte ich von Herzen danken. Es bedeutet mir sehr viel. Danke für eure netten Worte und euer Mitgefühl.

Nun werde ich versuchen, auf eure Fragen näher einzugehen und die Situation besser zu erläutern, in der Hoffnung, dass ich nichts vergesse.

Also...
Meine beste Freundin und meine große Schwester sind damals bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sie waren zusammen unterwegs, und dann...
Na ja. Es sind einfach zu viele Erinnerungen an meinen alten Wohnort, deswegen möchte ich nicht mehr dorthin zurück und habe auch alle Kontakte zu Bekannten abgebrochen. Ich weiß, das war dumm, aber der Schmerz war einfach viel zu groß für mich, und ich wollte komplett neu anfangen.

Nein, ich habe keine Freunde oder Familie mehr.

Das hier ist ein 2-Parteien-Haus. Mein Nachbar wohnt oben im ersten Stock und er ist der Bruder von meinem Vermieter. Ich wohne unten, also jeder alleine auf seiner Etage.

Früher hat hier eine junge Frau gewohnt, die nach Abschluss ihres Studiums wieder weggezogen ist.

Die Wohnung habe ich mir etwas mehr als 3 Monate vor meinem Einzug angeschaut. Damals hat sie sehr gepflegt gewirkt. Sie war aber auch sehr zugestellt mit Umzugskartons, sodass man nicht viel von den Wänden sehen konnte.
Und der Schimmel ist überwiegend dort, wo vorher die Schränke standen, und im Fensterbereich. Das war durch die ganzen Gardinen und Vorhänge nicht zu sehen.

Natürlich habe ich meinen Vermieter darauf angesprochen, doch er meinte nur, die Wohnung wäre bei der Übergabe in einwandfreiem Zustand gewesen. Und danach hat er alles auf mich geschoben.

Laut Mietrecht darf ich das Schloss zu meiner Wohnung austauschen. Das habe ich mittlerweile getan, und seitdem ist hier die Hölle ausgebrochen. Anders kann man es nicht formulieren.
Alles hat sich noch weiter gesteigert, und es ist noch sehr viel mehr hinzugekommen.

Das ist hier ein kleines Dorf, und es gibt nicht viel im Umland. Jeder kennt jeden und es sind überwiegend alteingesessene Familien hier.

Bei Caritas, Diakonie, SkF, Lebenshilfe und SKM war ich mittlerweile; die wollen mir nicht helfen.
Ein Frauenhaus gibt es hier nicht in der Nähe. Habe daher zwei aus einem anderen Bundesland angerufen. Beide überfüllt. Und andere, die noch weiter weg sind, wollen mich nicht aufnehmen, weil es bei mir nicht um partnerschaftliche Gewalt geht.

Notschlafstellen nehmen einen nur für wenige Tage im Monat auf. Und bei Notunterkünften in anderen Gegenden komme ich nicht rein, weil die nur Personen aus demselben Landkreis aufnehmen, wegen der Finanzierung vom Amt.
Ich würde am liebsten weiter weg ziehen, damit ich nicht ständig jemandem über den Weg laufen muss.
Wohnungslosenhilfen schicken mich auch nur weg, weil ich noch nicht obdachlos bin, sondern nur davon bedroht.

Ja, ich muss hier raus, aber das geht nicht so einfach, wie es sich anhört.
Beim Wohnungsamt und bei Wohnungsgesellschaften bin ich gemeldet. Außerdem bin ich online auf mehreren Portalen registriert und habe auch schon einige Anzeigen in Zeitungen geschaltet - alles bisher ohne Erfolg.
Alles entweder zu teuer, oder die Vermieter wollen nur Studenten haben, am besten mit Elternbürgschaft. Und mittlerweile wollen fast alle Vermieter und auch Wohnungsgesellschaften eine Bescheinigung vom aktuellen Vermieter haben, das kann ich natürlich vergessen.

Beim sozialpsychiatrischen Dienst war ich auch schon. Der Mitarbeiter war recht hektisch und hat mir kaum zugehört. Er meinte nur, ich müsse mir mehr Mühe bei der Suche geben, andere Leute würden schließlich auch eine Wohnung finden. Na toll.
Unterstützung gibt es hier nirgends, ich werde von allen Stellen immer nur weggeschickt.

So, ich hoffe, dass ich jetzt keine eurer Fragen vergessen habe.

Liebe Grüße

Vany
 
Hallo Vany, es tut mir leid, was du durchmachst. Wie finanzierst du aktuell deine Miete, da du schreibst, du hast deinen Job verloren?

Suchst du einen neuen Job, woanders? Manche Arbeitgeber sind behilflich bei der Wohnungssuche.

Hast du schon einen Mieterverein kontaktiert? Oder die Verbraucherzentrale? Oder gibt es eine Mieterberatung in deiner Stadt?
 
Laut Mietrecht darf ich das Schloss zu meiner Wohnung austauschen. Das habe ich mittlerweile getan, und seitdem ist hier die Hölle ausgebrochen. Anders kann man es nicht formulieren.
Auf welche Weise haben die Herrschaften denn überhaupt bemerkt, dass du das Schloss ausgetauscht hast?
Dafür müssten sie ja versucht haben, ohne Absprache deine Wohnung zu betreten und dann wäre es direkt schon ein Fall für die Polizei?!
Du könntest dich bei der örtlichen Polizeidienststelle vielleicht mal beraten lassen, wie du damit umgehen kannst.
Eventuell arbeiten die zugewandter und besser als der Sozialpsychiatrische Dienst bei euch.
 
Hey Vany, oh ha, es tut mir auch sehr leid, deine Situation. Wenn ich hier irgendwie unterstützen kann, gerne. Drücke die Daumen.
Was mir noch einfällt, ich verfolge auf fb ein paar Gruppen zu Alternativen Wohnformen, Wohnen gegen hand, oder WGs. Sowas könnte vielleicht noch eine Idee sein, wenn auch nur für eine Übergangslösung?
LG
 
Liebe Vany,
was du schreibst ist erschütternd, und du hast mein uneingeschränktes Mitgefühl. Ich habe mich auch aus einer Wohnsituation herausmanövriert, die für mich ziemlich unerträglich war.
Da ging es auch letztendlich um Mobbing, und es war schwer dort Unterstützung zu bekommen. Ich habe mich noch nie an Mobbing oder ähnlichem beteiligt, weil ich dann doch innerlich stark genug bin, und allein stehen kann, und mein Grechtigkeitssinn zu ausgeprägt um jemandem der so in Not ist noch eine reinzuwürgen obendrein.
Von daher kann ich es auch nicht nachvollziehen, daß es so viele Menschen gibt, die ihre Macht so mißbrauchen.
Also die Wohnungsnot beispielsweise ausnutzen, um irgendwelche komischen Spielchen zu spielen.
Natürlich ist es ziemlich primitiv, und schwach im Grunde genommen, wenn man sowas nötig hat, aber es hilft dir natürlich auch nicht, aber trotzdem solltest du dir das immer wieder vor Augen halten.
Ich finde solche Menschen irgendwie zutiefst krank, und natürlich ist es eine Form der Gewalt. Das es Institutionen gibt, die die Gewalt in der Beziehung "bekämpfen" ist löblich, aber schade das in deinem Fall keine Unterstützung gibt. Vielleicht hast du Anspruch auf eine Reha, die könnte dir etwas Abstand verschaffen, um wieder zu Kräften zu kommen, und dann wieder handlungsfähig zu werden, um deine Situation zu verändern.
Das sind mal meine Gedanken zu deiner Situation.
Nicht du hast ein Problem sondern die, und mir fällt auch nur dieser Satz von dieser starken Frau Gisele Pelicot ein, die den Mut und die Stärke hatte ihren Mann, der sie auf so übelste Weise vergewaltigte, und anderen Männern darbot zu verklagen und sagte:
Die Scham soll die Seite wechseln...Wahrscheinlich haben solche Menschen keinerlei Schamgefühl, aber die hätten Grund sich zu schämen. Und in deiner Situation, eben auch diese komischen Vermieter, und nicht du!
Ich hoffe du findest ein wenig Unterstützung, Hilfe und Tröstliches.
Solidarische Grüße von Zarah
 

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