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Psychische Gewalt...

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Gast

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Guten Abend

Ich lebe seit zwei Jahren in einer Beziehnung mit einem Borderline-Partner.
Die sonnigen Stunden sind wunderschön, doch oft wird mir von einer Sekunde auf die Andere massive Abwertung und Hass entgegengebracht. Ich werde dann auf das übelste beschimpft bedroht und fertig gemacht.

Leider komme ich nicht nicht von der Beziehung los. Es ist für mich wie eine Droge geworden. Nun bin ich aber an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiter weiss. Egal was ich tue, ich kann es nur falsch machen. Der kleinste Fehler wird als Vertrauensmissbrauch gewertet. Ich würde ihn verletzen und zerstören wollen.

Ich vergesse dabei ganz, wie er mich verletzt und setzte alles daran, jedes Wort auf die "Waagschale" zu legen, nur um kein "Trigger" (Auslöser) bei ihm zu verursachen.

Alles was mich interessiert ist schlecht und für Ihn langweilig. Wenn ich ihm nicht seine ganze Aufmerksamkeit schenke, ignoriert er mich als strafe eiskalt.
Rede ich mit einem Mann, gehe ich ihm bereits schon fast fremd. Wenn er es tut, ist es was anderes.

Was soll ich bloss tun? Eine Therapie lehnt er kategorisch ab. Er sei nicht krank, meint er. Ich liebe ihn, aber ich gehe allmählich kaputt...

Ich komme immer öfters an meine Grenzen...
 
Hallo,

ich kenne das und hatte das auch schon.

Ich hatte da tolle Erlebnisse, z. B . als ich alleine wegging und zurückkam war das Bad zerstört und demostrativ so liegengelassen worden, damit ich auch sehen konnte , dass er mich strafen wollte.

Feindseliges Schweigen oder mich für alles schlechte in seinem Leben verantwortlich zu machen war an der Tagesordnung.

Sogar Freunde von mir , die ihm sehr geholfen haben , waren mögliche Rivalen und jeden , den ich nur ansah, rief einen Zornesausbruch hervor.

Ich rate Dir dich schleunigst zu trennen, bevor er dich kaputt gemacht und in die Klapse gebracht hat.

Egal, was Du tust , Du kannst ihn nicht ändern und wirst es auch nicht.

du kannst dich nur so schnell wie möglich aus der Gefahren zone entfernen.

Denn er lebt in einer Welt zu der Du niemals Zugang haben und verstehen wirst .

Gruß. Corinna
 
Danke Corinna für Deine Antwort.

Wie hast du es geschafft, von ihm zu trennen? Wäre über Deine Erfahrungen dankbar. Ich liebe ihn doch...

Das es mich eines Tages fertig macht, weiss ich vom Kopf her...

Doch ich fürchte, ich bin schon in eine co-Abhängigkeit geraten...

Er bedroht mich und meint, ich würde dafür bezahlen, wenn ich ihn alleine und verlassen würde. Schon so vielmal hat er schluss gemacht. Jeden Monat einmal im letzten Jahr. Dann kommt er flehend zurück wie ein Kind und bittet mich um Verzeihung. Es bricht mir das Herz...
 
Hallo Du
Kann Deine Gefühle sehr gut verstehen. Jemanden lieben und die Angst dabei kaputt zugehen. Meine Freundin leidet an der selben psychischen Krankheit wie Dein Mann. Als mir das ganze Ausmaß der Krankheit bewußt wurde versuchte ich immer und immer wieder ihr klar zu machen daß sie damit unsere Beziehung zerstört. Soviel Mißtrauen, hinter jeder Frau steckt eine Konkurrentin, alles wird angezweifelt.....das hält keine Beziehung aus. Bin damit jedoch auf ganzer Linie gescheitert. Dann hab ich versucht soviel als möglich Zeit mit meiner Freundin zuverbringen, ihre Zweifel und ihr Mißtrauen durch nähe und Beantwortung all ihrer Fragen zu zerstreuen..... Erfolg gleich null. Es gibt Momente da gibt mir meine Freundin das Gefühl ich sei der größte Lügner auf Erden, dabei war ich ihr immer treu und unternehm kaum noch was alleine. Sie dagegen hat mich schon mehrmals belogen und ist auch schon mal fremd gegangen. Hab mich mehrmals von ihr getrennt, danach ist sie immer gekommen und hat mir versprochen daß es besser wird, daß sie was dagegen unternimmt. Nach der letzten Trennung ließ ich nicht mehr locker und hab sie dazu gebracht eine Therapie zu machen. Es trat für kurze Zeit Besserung ein. Nach einigen Monaten brach sie die Therapie ab, Begründung sie sei jetzt durch mit dieser Krankheit. Jetzt beginnt ein neues Leben und den Job hat sie auch noch geschmissen. Es hat nicht lange gedauert dann waren wir kaum weiter als am Anfang der Therapie nur mit dem Unterschied das sie jetzt auch keine Ablenkung mehr durch ihren Job hat.
Da ich hier aber nicht meine Geschichte erzählen soll, sondern vielleicht ein bischen helfen kann, einige Tipps aus meiner Erfahrung (hab mittlerweile keine Angst mehr an dieser Bezeihung zu Grunde zu gehen).
Dein Mann braucht Hilfe, wahrscheinlich braucht er auch Dich, Du kannst jedoch nicht in seine Welt vordringen, keine Chance. Er braucht die professionelle Hilfe eines Psychologen. Sag ihm das und sag ihm auch daß Du ihn ansonsten verlässt. Das mußt Du allerdings auch tun wenn er sich weigert.
Such Dir jemanden zum reden, vielleicht eine Selbsthilfegruppe oder sowas.
Nimm Dein Leben in Deine Hand und laß Dich nicht in diese Welt mit reinziehen, auch psychische Krankheiten können ansteckend sein.
Wenn Du ihn noch liebst dann gib ihm eine Chance sich zu ändern. Tut er es nicht dann geh sonst gehst Du drauf dabei.
 
Hallo.

Es gibt nur 2 Möglichkeiten:
einerseits - Du hast eine unendliche Kraft und Mut das alle durchzustehen.
oder - Du trennst Dich.
Was Du schreibst ist ja eigentlich typisch.
Vor allem, was am schlimmsten gerade psychisch wirkt ist dieses "angekrochen kommen". Man will verzeihen.
Aber man weiß trotzdem, daß das nächste Gewitter bereits im Anzug ist.
Und da entsteht der Teufelskreis. Das "auf Glas gehen". Man wird üerbvorsichtig - und merkt nicht, daß man damit bereits begonnen hat sich einzuschränken... sich aufzugeben.
Du schreibst Du liebst ihn - jedoch bräuchtest Du um ihm zu helfen eine übermenschliche Liebe. Gekoppelt mit Durchsetzungsvermögen.
Du schreibst (was ich eher denke), daß es für Dich zur Droge geworden ist.
Die Liebe hat es erst ermöglicht, daß er Dein Mitleid ausnutzen kann.
Daß es sich Zur Droge wandeln kann.
Aber noch bist Du nicht total abhängig - sonst hättest Du hier nicht geschrieben. Du hast keine Kraft mehr für ihn - aber noch für Dich.
Und Du siehst, daß jemand anders die Kraft haben muß:
und zwar Therapeuten, Ärzte...
Die auch die nötige Autorität zu dem Fachwissen haben.
Und wenn er eine Therapie ablehnt - nimm Du eine an.
Das wird dann vielleicht auch in seinen Haßphasen bis zu ihm durchdringen.
Dann hast Du immer noch die Möglichkeit zu entscheiden.
Ob ihm vielleicht doch zu helfen und eine Besserung nicht eingeredet ist.
Oder daß Du von ihm weggehst.
Denke immer dran:
auch eine Krankheit ist kein Darfschein für Gewalt.
Und wenn er sich nicht helfen lassen kann/will...
Dann mußt Du für Dich sorgen. Du siehst den Weg. Geh ihn. 🙂
Gruß
 
Hi Gast,

letztlich hat jeder selber die Verantwortung für sich, d.h. wenn jemand krank ist hat er an sich die Verantwortung sich fachärztlich helfen zu lassen. Insbesondere auch dann, wenn man in einer Beziehung lebt, denn ich finde kein Mensch hat das Recht auf ein DAuerabo zu einer Belastung des Partners. Sich nicht helfen zu lassen und dann den Partner ohne Aussicht auf Besserung , sondern eher Verschlechterung mit seiner Krankheit zu verunsichern und zu belasten geht an sich zu weit! Wie bereits andere hier schrieben ist ne Krankheit auch kein Freischein für asoziales Verhalten oder Gewalt.
Du hast das Recht Bedingungen zu stellen, bist nicht der Sklave deines Partners, der alles still dulden muss oder soll! Dadurch züchtet man an sich erst recht nen Terrorknochen heran.
Borderline hin oder her, erkundige dich mal selber was bei diesem Krankheitsbild typisch ist und was man an VErhalten eher einem kleinen Despoten zuordnen kann...und v.a. stell die Bedingung: "wenn du mich behalten willst, dann kümmer dich um dich und mach ne Therapie...oder du kannst allein mit deiner Krankheit ins Bett gehen" Oder sag was in der Art: "Schatz ich liebe dich, aber du weißt, dass du krank bist, ich weiss dass du krank bist, und ich kann nicht mit ansehen, dass du dir nicht helfen lässt und vor die Hunde gehst, und v.a kann ich unter diesen Umständen nicht mehr mit dir zusammen leben" Ich mein: diese Erkrankung ist ohne ne Therapie ja im Grunde ne KOnkurrenz, gegen die du eh nicht ankommst. Es ist meiner Ansicht nach auch nicht dein Job die Therapie zu ersetzen etc.
Mein Rat: geh auf Entzug in Hinsicht auf deine Abhängigkeit von diesem Partner, grenze dich ab, setze Grenzen und stell auch Bedingungen. Falls du in Hinsicht auf Abstand oder ggf. Trennung Schwierigkeiten hast, sone Art Hörigkeit aufgebaut hast, wäre es evtll. ratsam dass du dahingehend mal selber einen Fachmann/FAchfrau, eine Psychologin betr. VErhaltenstherapie od.ä. aufsuchst. Du tust dir keinen Gefallen damit stillzuhalten, nichts zu fordern etc. und ihm natürlich erst REcht nicht, geschweige denn dem Rest der Menschheit, der evtll. auch mal in den "GEnuss" dieses untherapierten und v.a. auch fortschreitend (?) unsozialisierten Typen kommen könnte! Die GRenzen sind ja fließend...aber die Grundregel lautet immer: je länger ein Bewusstseinszustand andauert, oder je öfter Schübe da sind, desto höher die WAhrscheinlichkeit dass das zur Gewohnheit/Dauerzustand wird.
Liebe: ja, aber nicht um jeden Preis und v.a. nicht um den Preis, dass sich dein Freund herausnimmt keinerlei Verantwortung für sich selber zu übernehmen und dich mit den Folgen belastet. Hier ist an sich auch deine Verantwortung gefragt, um hier konsequent gegenzuarbeiten, notfalls mit Trennung, damit er aus den Puschen kommt.

Viel Mut und Kraft...und v.a. auch genügend Blick auf deinen eigenen Selbstwert,
LG
Tyra
 

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