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Psychisch kranke Schwester hat Mutter erfolgreich gegen mich aufgehetzt

  • Starter*in Starter*in primavera7
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primavera7

Gast
Ich habe schon seit vielen Jahren ein Problem, welches vor einigen Wochen aber so eskaliert ist, dass ich den Kontakt zu meiner 85-jährigen Mutter und meiner 44-jährigen Schwester abgebrochen habe.

Meine Mutter ist seit Jahrzehnten chronisch krank (Diabetes Typ 1, Herz). Sie lebt mit meiner Schwester (2 1/2 Jahre jünger als ich) in ihrem Hause. Meine Schwester und ich durften beide studieren. Doch während ich das Studium erfolgreich abgeschlossen habe und seit Jahren eine Autostunde entfernt von Elternhaus wohne und arbeite, hat meine Schwester weder ihr Studium abgeschlossen noch danach eine Berufsausbildung gemacht. Sie lebt seit Jahr und Tag mit meiner Mutter in deren Haus, bewohnt ihr ehemaliges Kinderzimmer und wird von meiner Mutter finanziell voll unterhalten. Wenn man meine Schwester nur oberflächlich kennen lernt, merkt man ihr absolut nichts Anomales an. Sie sieht recht gut und gepflegt aus, ist gebildet und eloquent, wirkt wesentlich jünger als sie ist. Schon vor neun Jahren habe ich aber laienhaft Symptome einer psychischen Erkrankung bei ihr festgestellt (offenbar psychotische Schübe mit völlig irrationalen Wahnvorstellungen). Sämtliche Versuche meinerseits, sie in ärztliche Behandlung zu bringen, sind gescheitert, da sie völlig uneinsichtig ist. Auch Ärzte bis hin zum Sozialpsychiatrischen Dienst agieren sehr zurückhaltend, da meine Schwester bislang nicht körperlich gewalttätig geworden ist. Und meine Mutter "deckt" meine Schwester, auch wenn sie selbst oft genug unter ihren verbalen Ausbrüchen (hysterisches Geschrei) aus nichtigem Anlass zu leiden hatte. Grund: Meine Mutter will partout niemals in ein Heim, sondern klammert sich an meine Schwester, die sich - wenn auch krankheitsbedingt nur sehr unzureichend - um sie "kümmert", sprich: für sie einkauft und natürlich zwangsläufig jeden Tag bei ihr ist. Im Gegensatz zu mir.

Selber habe ich meine Mutter bis vor kurzem alle zwei Wochen am Samstag- oder Sonntagnachmittag besucht und sie zweimal wöchentlich angerufen, aber das zählt nicht. Oft habe ich ihr einen Blumenstrauß oder eine sonstige Aufmerksamkeit mitgebracht oder zu Weihnachten oder zum Geburtstag z.B. einen besonders schönen Pullover geschenkt, da sie sich selbst nichts gönnt. Ich bin mit ihr zweimal im Jahr zu Verwandten gefahren, an denen sie sehr hängt (meine Schwester hat und fährt kein Auto), und habe sie letzten Sommer auch mal für einen Tag zu mir geholt, damit sie mal etwas anderes sah. Auch habe ich ihr zwei Jahre lang monatlich 160 € überwiesen, davon sollte meine Mutter sich eine Putzfrau leisten und das Grab meines Vaters in Pflege geben. Statt dessen gab sie das Geld offenbar meiner Schwester, da habe ich die Zahlung eingestellt.

Ich selbst bin alleinstehend und daher darauf angewiesen, Vollzeit zu arbeiten. Ich kann mich nicht täglich von morgens bis abends um meine Mutter kümmern. Auch meine Schwester tut dies ja nicht, obwohl sie es könnte, sondern macht die Nacht zum Tag und liegt dann bis nachmittags im Bett. Abends kurz vor Geschäftsschluss geht sie dann im Dunkeln einkaufen. Wenn ihr danach ist, macht sie auch etwas im Garten. Das ist dann offenbar eine Heldentat.

Im November letzten Jahres musste meine Mutter nach einem Sturz an der Schulter operiert werden. Danach zog sie sich eine lebensgefährliche bakterielle Infektion mit wochenlangen Durchfällen zu, so dass sie bis Mitte Januar dieses Jahres im Krankenhaus lag. Für die Zeit danach wurde vom Krankenhaus eine zunächst für drei Wochen geplante Kurzzeitpflege in einem Altenheim an ihrem Wohnort sowie Beantragung einer Pflegestufe empfohlen. Diese ganzen Dinge habe ich organisiert und geregelt und auch den kompletten finanziellen Eigenanteil für die Kurzzeitpflege übernommen. Von Mitte November bis Mitte Februar habe ich meine Mutter bei Wind und Wetter, Schnee und Eis jedes Wochenende besucht (und zwar, von drei Ausnahmen abgesehen, an beiden Wochenendtagen!), von Heiligabend bis Sonntag nach Neujahr sogar täglich, und in vier weiteren Fällen auch nachmittags an Arbeitstagen. Hierzu bin ich fast ausschließlich täglich von meinem Wohnort aus zu ihr und abends wieder zurück gefahren, da es mit meiner Schwester nicht auszuhalten ist und eine Übernachtung im Elternhaus daher nicht in Frage kam. Die komplette Ausstattung für eine Rehamaßnahe im Dezember, die meine Mutter leider nach wenigen Tagen mangels Rehafähigkeit abbrechen musste, habe ich bis hin zum Koffer ebenfalls kurzfristig besorgt und bezahlt und meine Mutter übers Wochenende in der Rehaklinik auch besucht (An- und Abreise jeweils drei Stunden).

Noch in der Kurzzeitpflege selbst wurde meine Mutter vom Medizinischen Dienst in meinem Beisein und dem meiner Schwester begutachtet. Inzwischen hat sie die Pflegestufe 1 erhalten. Die Gutachterin hatte ziemlich schnell durchschaut, was mit meiner Schwester los ist, und hatte meiner Mutter daher nahe gelegt, auf Dauer in der Einrichtung zu bleiben. Das wollte meine Mutter partout nicht, erklärte sich aber nach und nach mit einer Verlängerung der Kurzzeitpflege bis Anfang März einverstanden. Auch um das alles habe ich mich gekümmert. Meine Schwester besuchte sie fast täglich, aber immer erst abends, frühestens gegen 18.00 Uhr, vorher hatte sie angeblich so viel zu tun, dass sie zu nichts kam. Nun, kein Wunder, wenn man erst nachmittags aufsteht.

Die Heimleiterin hatte meiner Schwester und mir erklärt, dass für eine Pflege meiner Mutter zu Hause Hilfsmittel wie ein Pflegebett, eine Toilettensitzerhöhung etc. nötig seien. Aufgrund ihrer körperlichen Schwäche und der Schultergelenkprothese saß meine Mutter bis Anfang Februar noch im Rollstuhl, ihre Wohnung zu Hause ist aber nicht rollstuhlgerecht. Hierzu hätte meine Schwester zumindest das völlig verwahrloste Schlafzimmer (total unaufgeräumt, Schimmelbefall) meiner Mutter aufräumen und renovieren lassen müssen, was sie aber einfach nicht "gebacken" bekam. Als ich ihr Ende Januar dabei helfen wollte, machte sie mir die ganze Zeit nur Vorschriften (alte Zeitungen, die ich zur Entsorgung eingepackt hatte, packte sie mir z.B. wieder aus) und lautstark pausenlos unverschämte Vorwürfe, es war nicht zum Aushalten. Daraufhin habe ich es aufgegeben.

Mitte Februar begann meine Mutter im Heim dann mit Unterstützung wieder zu laufen. Es war klar, dass sie wieder nach Hause wollte. Daran wollte ich sie gegen ihren Willen auch nicht hindern, ich wollte allerdings schon, dass die "Rahmenbedingungen" für eine Rückkehr und Pflege zu Hause auch in Ordnung waren. Schon vor ihrem Sturz war dreimal täglich ein ambulanter Pflegedienst zur Blutzuckerkontrolle und zum Insulinspritzen gekommen; es war klar, dass dieser bei Pflegestufe 1 nun weitere Pflegeleistungen würde übernehmen müssen. Meiner Schwester hatte es aber nie gepasst, dass dieser Pflegedienst ins Haus kam, da sie sich dadurch in ihrem merkwürdigen Tagesablauf gestört und wohl auch ertappt fühlte. Auch durften die Verwandten und eine bestimmte Nachbarin meine Mutter schon seit Jahr und Tag nicht mehr besuchen - meine Mutter ließ sich dies alles von meiner Schwester gefallen.

Als meine Mutter dann Mitte Februar in der Kurzzeitpflegeeinrichtung einmal einen sehr hohen Blutzuckerwert hatte und meine Schwester dies mitbekam, drehte sie durch. Sie setzte meine Mutter (auch vorher schon) ständig unter Druck, sie müsse "da raus", tobte mit der Heimleiterin herum und versuchte, dieser die Pflegedokumentation zu entreißen (die Heimleiterin und das Pflegepersonal haben mir das erzählt und ich glaube es ihnen auch, da ich die Ausbrüche meiner Schwester ja selbst kenne). Ich fuhr dann am nächsten Nachmittag von der Arbeit aus noch dorthin und habe meine Mutter unter Tränen über meinen Standpunkt aufgeklärt, dass doch erst zu Hause alles in Ordnung gebracht werden müsse bis zu ihrer geplanten Rückkehr Anfang März. Falls sie sich nicht traue, das meiner Schwester zu sagen, werde die Heimleiterin sie dabei unterstützen. Damit war meine Mutter auch einverstanden. Ich habe ihr auch erzählt, wie meine Schwester sich bei meinem Versuch, ihr beim Aufräumen zu helfen, benommen hatte.

Zwei Tage später kam es dann zum endgültigen Eklat:
Ich erhielt einen aufgeregten Anruf von einer Pflegerin, meine Mutter habe sich am Nachmittag übergeben und wolle sofort (an einem Freitagabend!) wieder nach Hause, obwohl dort noch rein gar nichts organisiert war. Bei ihrem Hausarzt fand ich auch keine Unterstützung, der stand kurz vor seinem Urlaub, war entnervt, sehr ungehalten und das Theater mit meiner Familie (er kennt meine Schwester und die Problematik) nur noch Leid. In Panik fuhr ich noch am selben Abend zu der Pflegeeinrichtung, wo meine Schwester mit meiner Mutter und der Heimleiterin zusammensaß. Meine Schwester empfing mich hasserfüllt mit allen möglichen unverschämten, völlig aus der Luft gegriffenen Lügen und Vorwürfen, meine Mutter würdigte mich weder eines Blickes noch eines Wortes, und die Heimleiterin eröffnete mir, dass meine Mutter entschieden habe, sofort auf eigenes Risiko nach Hause entlassen zu werden, und dass man, da meine Mutter ja soweit noch bei klarem Verstand sei, dies akzeptieren müsse (meine Mutter hat manchmal zwar leichtere Gedächtnisstörungen und Unsicherheiten, aber von einer richtigen Demenz kann - auch laut Gutachten des Medizinischen Dienstes - noch keine Rede sein). Meine Schwester muss meine Mutter die ganze Zeit über, wenn ich nicht da war, bearbeitet und gegen mich aufgehetzt haben (womöglich hat sie ihr eingeredet, ich hätte sie hinter ihrem Rücken auf Dauer ins Heim "stecken" wollen). Die Heimleiterin sagte noch, dass meine Mutter kurz vor meiner Ankunft geäußert habe, sie wolle nun notariell einiges zugunsten meiner Schwester regeln. Ich vermute, sie will sie als Alleinerbin einsetzen (ist mir aber recht, da ich den Kampf um meinen nach bisherigem Testament hälftigen Erbteil an dem Hausgrundstück, das bei gesetzlicher Erbfolge mangels Einkommens meiner Schwester sowieso hätte zwangsversteigert werden müssen, ohnehin nicht auf Kosten meiner Nerven hätte austragen wollen). Vielleicht will sie ihr auch sonstige alleinige Vollmachten (Konto, Pflege etc.) übertragen. Ich sagte dann: "Gut, aber dann komme ich nicht mehr nach Hause." Die Heimleiterin meinte daraufhin, ja, das fände sie dann auch nur konsequent, und zu meiner Mutter gewandt: "Ich habe Ihnen ja vorhin schon gesagt, das kann dann dazu führen, dass Ihre ältere Tochter sich zurückzieht." Meine Mutter daraufhin, ohne mich anzusehen: "Ja, dann ist das eben so."

Als meine Mutter und meine Schwester abgefahren waren, brach ich weinend zusammen und habe von der Heimleiterin noch erfahren, meine Mutter hätte sich ihr gegenüber auch noch genau daran erinnert, dass sie schon zwei Wochen vorher in einer Konfliktsituation (da ging es um eine Verlängerung des Aufenthalts im Heim) zu mir gesagt hatte, sie hielte zu meiner Schwester. Sie wisse also durchaus, was sie tue, es sei ihre Entscheidung. Die Heimleiterin meinte, ich würde gegen dieses symbiotische Bündnis nicht ankommen, meine Schwester hätte meine Mutter offenbar seit Jahren geschickt manipuliert, um von ihrem Scheitern abzulenken und ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Sie empfahl mir dringend, mein eigenes Leben zu führen und mir ggf. professionelle Hilfe zu suchen.

Inzwischen sind vier Wochen vergangen. Auf beiden Seiten keinerlei Kontaktversuche. Ich habe einige Nachbarn meiner Mutter und die Verwandten informiert. Sie alle haben viel Verständnis für mich und teilen die Auffassung der Heimleiterin. Sie meinen, meine Schwester hätte meine Mutter über die Jahre wohl regelrecht einer Gehirnwäsche unterzogen. Über Nachbarn habe ich noch erfahren, dass meine Mutter sich bei niemandem mehr meldet, auch nicht bei den Verwandten, sich jetzt nur noch von meiner Schwester pflegen lässt (in punkto Blutzuckerkontrolle und Medikation ist meine Schwester schon zuverlässig, das weiß ich) und nicht mal mehr den ambulanten Pflegedienst im Haus haben will. Der Diabetologe meiner Mutter ist ebenfalls durch mich informiert, meinte aber, meine Schwester gebe ihm regelmäßig die Blutzuckerwerte meiner Mutter durch, sodass er eine gewisse Kontrolle behalte. Das Selbstbestimmungsrecht des Patienten gehe so weit, dass man meine Mutter nicht zwingen könne, einen Pflegedienst zu akzeptieren, auch wenn es medizinisch besser wäre. Letzte Woche sollte angeblich auch ein Hausbesuch (wohl durch den Assistenten des Diabetologen oder durch den Hausarzt meiner Mutter) stattfinden. Ob es dazu gekommen ist, weiß ich nicht. Am Montag nach der überstürzten Rückkehr haben zwei Nachbarn bei meiner Mutter nach dem Rechten gesehen. Immerhin wurden sie von meiner Schwester hereingelassen. Meine Mutter hätte am Nachmittag noch im Nachthemd (!) auf dem Wohnzimmersofa gesessen, die Jalousien seien heruntergelassen gewesen (alles auf Betreiben meiner Schwester). Immerhin weiß ich dadurch, dass meine Mutter noch lebt (jedenfalls zu dem Zeitpunkt).

Ich möchte nach wie vor keinen Kontakt, weder zu meiner Mutter noch gar zu meiner Schwester, da ich einfach fix und fertig bin, körperlich wie psychisch. Ich weiß genau, dass ich bei jedem Versuch einer Kontaktaufnahme nur angefeindet und fertiggemacht würde. Dennoch komme ich nicht darüber hinweg, dass meine Mutter nach allem, was auch ich für sie getan habe, mich unter dem Einfluss meiner Schwester so fallen lässt und mir nichts mehr glaubt (ich habe letztlich ihretwegen auf so manches verzichten müssen - dass ich z.B. keine eigene Familie habe, hat zumindest teilweise auch mit der jahrzehntelangen Rücksichtnahme auf meine chronisch kranke Mutter zu tun). Wahrscheinlich war meine Schwester immer ihr Lieblingskind, sie durfte sich mehr herausnehmen als ich und ihr wurde auch mehr zugetraut. Ich weiß außerdem auch nicht so recht, wie ich darüber hinwegkommen soll, falls meine Mutter plötzlich stirbt und ich sie bis dahin nicht mehr gesehen habe, wir also quasi im Krach auseinander gegangen sind. Andererseits habe ich mir absolut nichts zuschulden kommen lassen und daher auch keinen Grund, bei den beiden zu Kreuze zu kriechen. Ein vernünftiges, ruhiges Gespräch ist aber mit beiden nach meinen jahrzehntelangen negativen Erfahrungen in Konflktsituationen absolut nicht möglich.

Dass meine Schwester mich aufgrund ihrer Krankheit und ihres Scheiterns im Leben hasst und uneinsichtig ist, konnte ich ja bislang noch halbwegs akzeptieren. Dass nun aber selbst meine Mutter so weit ist und ich mir von ihr sagen lassen muss "Ich halte zu X." (meine Schwester), obwohl meine Schwester auch meine Mutter nach deren eigenem Bekunden jahrelang immer wieder tyrannisiert hat, darüber komme ich nicht hinweg. Nicht nach allem, was ich für sie getan habe, nach all den Sorgen und Aufregungen, die ich - nicht nur in den letzten Monaten - immer wieder ihretwegen gehabt habe. Außerdem liebe ich meine Mutter (was umgekehrt offenbar nicht der Fall ist). Ich leide sehr unter ihrer Ablehnung und der offensichtlichen Bevorzugung meiner Schwester, habe seit Wochen an nichts mehr Freude und kann diese Grübeleien nicht abstellen.

Es tut mir Leid, dass der Text so lang geworden ist. Ich hoffe, der/die eine oder andere liest ihn trotzdem. Ich meine auch, dass man sonst als Außenstehender die Gesamtsituation nicht richtig nachvollziehen kann.

Soll ich mir professionelle Hilfe suchen oder besteht eine Chance, dass es mit zunehmendem zeitlichen Abstand besser wird?
 
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Grenzen beachten

Weder kann man seine Schwester dazu bringen,sich behandeln zu lassen--solange jemand nicht andere gefährdet hat er das Recht,
ein auch evl. SELTSAMES Leben selbstbestimmt zu führen,

noch kann man eine pflegebedürftige Person nach seinen auch noch so gut gemeinten Plänen völlig fremddirigieren---wenn er das ausdrücklich nicht will und nicht "in Not" ist.

Du magst völlig andere Auffassungen vom Leben,von Ordnung,von Tagesabläufen und Gesundheitsfürsorge haben---nur--

es gibt Grenzen.

Deine Vermutungen der "Gehirnwäsche",der "Diagnosen" Deiner Schwester könnte alle als Beleidigung durchgehen,als Übergriff in fremde Privatbelange.

Du fühlst Dich im Recht--aber--da beide Frauen seit Jahren zusammen "zurechtkommen",sich vertrauen, ihr Leben halt "seltsam" aber doch gestalten-- gibt es m.E. auch nicht mal den Ansatz einer Berechtigung,hier regelrecht eine "Aufklärungskampagne" bei Nachbarn,Verwandten zu machen.

(Da würde ich an deren Stelle Dich auch nie wieder sehen wollen,wenn Du Dich so wie hier auch ÖFFENTLICH äußerst?!)

Deine Mutter hat sich klar geäußert.

Selbst diese ganzen "Putzigkeiten" und Ausflipper Deiner Schwester sind ja kein Freibrief,sich AUCH übergriffig zu benehmen.

Wenn Deine Schwester sich blamiert-- fällt das NICHT auf Dich.
SIE muß mit den Reaktionen klarkommen.

Deine Mutter ist noch keine "hilflose Person".

Sie wäre bestimmt auch nicht glücklich,wenn Du gegen ihren Willen "ihr Leben aufräumst".

Es sind keine minderjährigen Kinder,wo man das macht und muß und darf!


Da kann man sich nur abgrenzen---Hilfe anbieten,aber nicht AUFZWINGEN.

Da Deine Bemühungen so auf Widerstand stoßen,passen sie offenbar nicht in den Bedarf.

Das gibt es halt.

Ich hab sehr sehr lange jemanden gepflegt---und immer aufs Neue gestaunt,wie absurd zum Teil die Wünsche sind---bis hin zu Widerständen gegen "ganz normale Dinge"---Kontakte,Sauberkeit, Trinken(!!!), Außenwelt---Verbesserungen (Hörgeräte!) ...

das muß man dann erst mal sacken lassen--und sich immer klarmachen: solange der Wille geäußert werden kann,ist der ZU RESPEKTIEREN!
Auch der Wille zu "absurdem Verhalten".

Jeder Mensch hat ein Recht auf Individualität.

Deine beiden Verwandten sind halt besonders "individuell".

Aber--sie sind sich offenbar EINIG!

Warum mußt Du da Dinge unterstellen?
Irgendwelche unlauteren Absichten?

Deine Mutter kann zu Lebzeiten ihr Haus auch VERSCHENKEN an den nächsten Obdachlosen--- sie kann Schulden machen ohne Ende,wenn ihr danach ist--- sie kann nackt durchs Dorf laufen,solange sich niemand belästigt fühlt! 😎 ES IST IHR RECHT!

Es ist nicht "Dein " Haus..oder?

Erst,wenn sie sagt "Hilf mir bitte" wäre das anders!

Jemandem geistige Defekte zu unterstellen
(und WENN?? Ist KRANKHEIT verboten? MUSS MAN SICH ZWANGSTHERAPIEREN LASSEN?) oder "Gehirnwäsche an anderen" zu behaupten, kann mal richtig ins Auge gehen.
Denn ---Du bist im Zweifel NICHT "entschuldigt durch geistiges Verwirrtsein".... auch Beleidigungen können strafbare Handlungen schon sein.

Egal,was die da abziehen-- es ist ihre Sache,
da sie Dir klar dazu was sagten.

Du bist DANN zuständig,wenn Mama es will,

wenn Mama verstorben ist und beerdigt werden muß --
und--wenn Du Dich entscheiden mußt,ob Du ggf. einen Pflichtteil annimmst oder wegen Überschuldung ausschlägst.

Wenn Du das nicht begreifst,brauchst Du vielleicht eine Therapie--Verhaltenstherapie--Abgrenzung lernen, bittere Wahrheiten akzeptieren!


Leb Dein Leben,freu Dich an Deiner erfolgreichen Lebensbahn und Deiner Ordnung---mehr kannst Du da leider nicht tun.

(IRONIE an :Es hat doch was Gutes,das "Chaos" dort---Du wirst Dich immer viel viel viel besser,klüger,ordentlicher,normaler fühlen...ist doch ein chickes Gefühl...)

Es klingt so wertend und abfällig,was Du äußerst.

Es ist halt eine krasse Form der Lebensgestaltung--aber---deshalb nicht weniger mit Würde zu behandeln.

Die Lebensform sagt NICHTS über Menschlichkeit aus! Über Herzenswärme und Zusammenhalt---als vielleicht "krasses Gespann".

Mit Respekt solltest Du rangehen -auch,wenn Du es nicht verstehst und anders machen würdest.

Bei Angehörigen ist absonderliches Verhalten besonders schwer zu akzeptieren--das geht mir auch immer so-- aber--man kann lernen, Grenzen auch VERBAL einzuhalten. Und sei es durch "Therapie".

Gruß!
Micky
 
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AW: Grenzen beachten

Es klingt so wertend und abfällig,was Du äußerst.
Mag sein. Aber es ist nichts gegen das, was ich mir völlig ohne Grund seit Jahrzehnten schon von meiner Schwester anhören musste. Außerdem haben mir sowohl die Pflegekraft vom Medizinischen Dienst als auch die Heimleiterin, die beide lange in der Psychiatrie gearbeitet und meine Schwester ja auch persönlich kennengelernt haben, bestätigt, dass ich mit meiner Vermutung nach ihrer Einschätzung Recht habe. Ebenso eine Psychiaterin, die ich privat kenne. Mir geht es auch darum, ob ich, wenn meine Mutter und meine Schwester sich für diese merkwürdige Lebensgestaltung entschieden haben und ich mir dann zwangsläufig große Sorgen um meine Mutter mache, ich mich umgekehrt auch dafür entscheiden "darf", mich dem Ganzen nicht mehr auszusetzen, weil ich einfach nicht mehr kann.

Oder bedeutet "Respekt" in Deinen Augen, dass ich mir das Elend freiwillig regelmäßig angucken muss und so tun muss, als ob ich es normal fände, auch wenn es mich fertig macht? Und nach meinem Befinden fragt weder meine Mutter noch gar meine Schwester.

Habe ich kein Recht auf ein eigenes, vielleicht sogar zur Abwechslung mal glückliches Leben, sondern nur auf Arbeit einerseits und in der Freizeit ausschließlich Sorgen wegen meiner Herkunftsfamilie andererseits? Bin ich nur dazu auf die Welt gekommen? Auch ich habe nur dieses eine Leben.

Die Nachbarn und Verwandten habe ich deshalb informiert, damit überhaupt noch irgend jemand anders ein Auge darauf hält, wenn meine Mutter sich schon "freiwillig" in ihrem eigenen Haus wie eine Gefangene halten lässt. Eine Gesundheitsgefährdung sehe ich auch, da ja z.B. auch kein Physiotherapeut und keine Podologin zu ihr kommt, obwohl sie beides nötig hätte. Und wenn meine Schwester sie weder wäscht noch badet und sie dies mühsam allein versuchen sollte, ist sie 1. erhöht sturzgefährdet und 2. dürfte eine körperliche Überanstrengung bei ihrer Herzschwäche (Aortenklappenverengung) auch gesundheitsgefährdend sein.

Den Begriff "Gehirnwäsche" haben eine Nachbarin und eine Verwandte verwendet. Ich habe diese lediglich zitiert.
 
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Na--nicht Deine Mutter und Schwester haben das Problem--sie haben ja für sich eine Strategie gefunden--sie wollen keinen Kontakt mehr.

Du machst Dich fertig!
Du kommst damit nicht klar,daß sie seltsam oder krank sind.

Sie DÜRFEN doch krank sein--- ob Du Dir das nun bestätigen läßt oder nicht---es ist offenbar kein Problem für Deine Mutter--die beiden arangieren sich.

Es ist nicht verboten,ganztags im Nachthemd zu sitzen. 😉

Schlimm wäre es doch,wenn sie Dir ihr komisches Leben aufdrängen wollten.

Du mußt dort nicht wohnen,
es sind genug Leute informiert---mit Pflegestufe 1 ist niemand
"zwangszuhospitalisieren"---es ist KEINE hilflose Person!

Wenn Deine Mutter nicht optimal versorgt wird---sie aber hätte im Heim wohnen können..dann ist es ein Problem Deiner Schwester!

Jemandem "Zwangskontrollbesuche" zu schicken ,wäre eine krasse Übergriffigkeit.

Du denkst,sie wäre anders/woanders glücklichr?
Das sieht sie aber nicht so.

Wenn sie das Haus verschenkt,für 1000 Eu verkauft,hätte maximal das Sozialamt was zu motzen,falls die mal Zuschlag zu den Heimkosten zahlen müssen.
JETZT wäre es ihr RECHT!

Wenn Dich die beiden stressen,kann man nur raten,ABSTAND zu halten.

Nicht aber kannst Du denen "die Schuld" geben--weil Du die freie Wahl hast,Dich abzugrenzen.

Du mußt Dich mit ihnen nicht streiten.
Du darfst Dich abseitshalten---oder sie nur kurz sehen--so,wie es FÜR DICH paßt.

Aber "Schuld" sind nicht sie.

Du läßt Dich stressen.

Das kannst nur Du ändern!

Man bastelt sich keine "Wunschverwandten"---meine sind auch z.T. furchtbar 😀😛 --- dann hab ich die Wahl,tu ich es mir an (die Pflege hab ich mir angetan) oder halte ich Abstand--- auch das mach ich-- zu denen,die ich nicht mehr sehen will--und die,die ich liebhab--die sind bei mir.

Es ist DEIN PROBLEM-- nicht die Schuld der anderen!

Die Verantwortung,ob wir uns von Leuten,von Umständen fertig machen lassen,es zulassen wollen,haben nur wir selbst!

Dein Text klingt nach zu viel Selbstmitleid--dabei bist Du die mit der Fähigkeit zu adäquatem Verhalten und aufgeräumtem Leben.

Absurderweise aber siehst Du Dich als Opfer.

Fang doch mal an,für Dich selbst zu denken---und nicht in ihnen die Verursacher zu sehen---- Du mußt doch nicht MIT IHNEN ZUSAMMENLEBEN!

Sei doch froh,daß Du Dein Leben im Griff hast...nach Deiner Vorstellung aufgeräumt und erfolgreich bist!

Irgendetwas wird es sein,was diese Frauen so zusammenhält.

Auch verknorkselte Bande sind Bande,auch knotige Stricke halten fest ,oft sogar viel fester ...man muß nicht alles im Leben verstehen.

Ja--wenn Du so unglücklich bist,wäre Therapie gut.

Manchmal trauert man um Leute,die noch leben---hat diese schon "verloren"--- das ist bitter--aber--wie willst Du es ändern--wenn sie es nicht wollen?

Gruß!
Micky

Was willst Du denn hören?
Daß Du "Recht" hast?

DAS macht Dich nicht glücklicher und bringt Dich keinen Fatz weiter!
Oder brauchst Du Bestätigung,damit Du Dich gut fühlst?!

Wenn sie nicht fragen ,wie es Dir geht,such Dir Leute,die es interressiert--das ist DEINE SACHE--und sorge dafür,daß DU SELBST was für Dich tust---was DU ÜBER DICH DENKST ist doch wichtig?!

Du klingst wie ein eifersüchtiges Kindchen,was nie erwachsen wurde---und sauer ist,daß Mutti die Schwester bevorzugt.

Du bist aber erwachsen.
Verstehst Du?!
 
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Auweia, du hast ja ganz schön was am Hacken. Das tut mir total leid. Aber ich zitier mal deinen letzten Satz:

Soll ich mir professionelle Hilfe suchen oder besteht eine Chance, dass es mit zunehmendem zeitlichen Abstand besser wird?

Meine Meinung: beides!!! So traurig das ist, du wirst die Situation nicht ändern können. Denk jetzt mal an dich. Was tut dir gut? Warum musst du zurückstecken?

Wenn es dir damit besser geht, fahr hin und klingel. Wenn nicht, dann lass es bleiben. Vielleicht einen Brief schreiben? Wenn du es nicht kannst, dann lass es. Vielleicht wird deine Mutter sich ja irgendwann melden. Wenn nicht, dann musst du versuchen, damit zu leben.

Versuch mal, einen Therapeuten zu finden. Oder vielleicht reicht ja auch eine Telefonseelsorge. Aber auf jeden Fall: denk gefälligst an erster Linie mal an dich!!!!
 
Zitat:
Habe ich kein Recht auf ein eigenes, vielleicht sogar zur Abwechslung mal glückliches Leben, sondern nur auf Arbeit einerseits und in der Freizeit ausschließlich Sorgen wegen meiner Herkunftsfamilie andererseits? Bin ich nur dazu auf die Welt gekommen? Auch ich habe nur dieses eine Leben.

Die Nachbarn und Verwandten habe ich deshalb informiert, damit überhaupt noch irgend jemand anders ein Auge darauf hält, wenn meine Mutter sich schon "freiwillig" in ihrem eigenen Haus wie eine Gefangene halten lässt. Eine Gesundheitsgefährdung sehe ich auch, da ja z.B. auch kein Physiotherapeut und keine Podologin zu ihr kommt, obwohl sie beides nötig hätte. Und wenn meine Schwester sie weder wäscht noch badet und sie dies mühsam allein versuchen sollte, ist sie 1. erhöht sturzgefährdet und 2. dürfte eine körperliche Überanstrengung bei ihrer Herzschwäche (Aortenklappenverengung) auch gesundheitsgefährdend sein. Zitat Ende


Naja--aber--wer hat Dir denn ERLAUBT, Nachbarn und Verwandte "zu informieren",wenn Deine Mutter sowas GAR NICHT WILL?

Sie ist--so Deine Schilderungen hier-- durchaus nicht geistig weggetreten,sie äußert sich klar und bestimmt und energisch,sie hat keine Verstandesschwierigkeiten ,sie reagiert auf Konflikte mit klarer Reaktion-- sie setzt ein Nachhausekommen durch,sie bezeichnet Deine Schwester als Vertrauensperson,sie ist klar loyal (vielleicht "undankbar"--das ist halt bitter...),
sie hätte ja "unter fremder Aufsicht" jede Möglichkeit gehabt,
Defizite zu beklagen oder sich dort "raus zu flüchten".

Ob jemand VERMUTLICH in einem Nachhemd sitzt ,ist PRIVATSACHE-- ob jemand zum Podologen geht noch viel mehr (woher willst Du wissen,wie oft da wer die Zehennägel schneidet?),
selbst die Pflicht,zum Arzt zu gehe gäbe es maximal bei MINDERJÄHRIGEN-- man kann guten Gewissens lebenslang sich weigern,zum Arzt zu gehen--selbst,wenn jeder in der Umgebung das gerne sähe.

Artikel 13 Grundgesetz--sie muß NIEMANDEN in ihre Wohnung lassen! Warum auch?!

Hab ich AUCH erlebt-- da waren es 66Jahre(!) die jemand mit eindeutigem Problem 😱 NICHT zum dafür vorgesehenen Facharzt ging.
*grins*--- derjenige hatte damit kein Problem.... weder der Arzt noch ich konnten das nachvollziehen.
Es war unlogisch und auch hinderlich...eine rechtzeitige OP 66Jahre früher hätte aus UNSERER SICHT ein ganzes Leben anders gestaltet---- tja...???!!

Da zum Glück KEINE Komplikation von unzähligen möglichen eingetreten waren,blieb es dann den Rest des Lebens bei diesem einmaligen Aha-Erlebnis .😎 Und beim bestehenden "Zustand" .
Denn---OP wurde wg. Risiko nun auch nicht mehr gemacht .

Wenn ich die Mutter wäre und NICHT die Erlaubnis gegeben hätte,daß Du Dich um medizinische Belange kümmern darfst--im GEGENTEIL--würde ich nicht so ruhig bleiben,wenn Du zu meinen Ärzten gingest--die dann doch Schweigepflicht haben--und Dir keineswegs Auskunft über Zuckerwerte,Arztbesuche, Kontrollpflegebesuche--- geben dürften.

Was reitet Dich da?

Nichts und niemand gibt Dir das Recht dazu--es sei denn,die Mama möchte es.

Sie hat,warum auch immer,entschieden,daß Deine Schwester das macht---also--- WARUM RESPEKTIERST DU DAS NICHT?

DAS meine ich mit RESPEKT!

Du möchtest helfen,es klappt aber nicht--es gibt Konflikte--man sagt Dir "STOP"--und dann heißt das nicht: "weiter" sondern
"Ich hab mich RAUSZUHALTEN!"

Und da geht das gar nicht,daß Du überall bei Fremden dann dieses Problem durchsprichst.
Vor allem--nicht anonym!

Sich allgemein,wie hier,Rat zu holen,ist ja okay--aber NICHT okay ist es,wenn Du bei NACHBARN,ÄRZTEN,VERWANDTEN die Einzelheiten des Hausstandes durchsprichst.

Es geht nicht um Kinder -es geht NOCH NICHT um hilflose Personen.

Eine alte Oma und eine etwas konfuse mittelaltrige Frau wursteln sich durch ihr Leben -- DAS IST NUR IHR DING--erst,wenn Du um Hilfe gebeten wirst oder dazu kommst,wenn sie HILFLOS sind,wäre EVENTUELL irgendwas von Dir zu tun.

Weder mußt Du streiten mit denen---Durchzug und Abstand,
noch mußt Du deren Chaos sortieren--sie WOLLEN ES NICHT!

Ich glaube--- Du verstehst nicht, was Du dort RICHTIG VERKEHRT machst.

Daß Du Dir Sorgen machst,ist verständlich.

Aber--- Du selbst erzeugst Dir den Streß. Nicht sie.

Vorschläge machen--okay.
Übergriffig einmischen, Rumreden, deren Angelegenheiten breit diskutieren--NEIN!

Wenn ich einen Menschen in der Bekanntschaft hab,der 40 kg Übergewicht hat und DESHALB Diabetes ,deshalb oft Kreislaufprobleme-- darf ich TROTZDEM,auch wenn ich noch so berechtigt besorgt bin,nicht dessen Kühlschrank beräumen, ihn auf Zwangsdiät setzen.
Wenn er das nicht will.
Auch nicht bei Eltern und Geschwistern!

Du überschreitest trotz Dir sogar klar gesagtem STOP die Grenzen---und beschwerst Dich,wenn Dich im feindlichen Gebiet eine Mine trifft.

Wenn sie Dich um Hilfe bitten,hilf--aber ohne,daß Du Dank als "berechtigten Lohn" erwartest.

Wenn Du etwas tust,dann nur mit ihrem Willen.
Wenn Du über ihre Angelegenheiten Dich ausbreiten willst,dann unter Beachtung des Datenschutzes.

Deine Mutter ist kein Baby.

Es gibt Formen von Gewalt,die viel schlimmer sind als "sichtbare Körperverletzung"--kann sein,ihr tut Euch GEGENSEITIG seit Jahren weh.

Fakt ist : wenn Du gegen den Willen Deiner Mutter "ihr Leben" ändern willst,ist das vielleicht auch aus ihrer Sicht schon psychische Gewalt -denn die Reaktion,Dich gar nicht mehr zu kontaktieren ist ein DEUTLICHE Reaktion. Auf was auch immer.

Die Erklärung ,Deine Schwester könnte "jahrelang manipuliert , instrumentalisiert haben" , ist so schön griffig--und wohl unpeinlicher,als zuzugeben:
Es hat einfach NICHT mit Eurer Kommunikation geklappt und beide wollen Deine "Hilfe" nicht sich aufdrücken lassen.

Ein Therapeut würde es vielleicht noch drastischer ausdrücken,damit es Dir wieder besser geht irgendwann, damit Du es verstehst.
 
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Nur, wenn meiner Mutter dann irgendetwas passiert, meine Schwester ihr vielleicht sogar eines Tages etwas antut, weil ihre Krankheit unbehandelt immer schlimmer wird, dann darf ich mich plötzlich doch fragen lassen, wieso ich denn niemanden informiert habe, obwohl es Anhaltspunkte für eine psychische Krankheit und mögliche Fremdgefährdung gab. So ähnlich wie damals bei der Lafontaine-Attentäterin, da war hinterher auch das Geschrei groß. Und das, obwohl auch dort die Angehörigen vorher die Behörden gewarnt hatten. Dann will es keiner der Ärzte gewesen sein, die jetzt nicht mal bereit sind, regelmäßig Hausbesuche bei meiner Mutter zu machen (sie könnten ihr ja vorher nahezubringen versuchen, dass das dringend geboten ist, wenn sie nicht mehr wie bisher in die Praxis kommen kann. Wohin sie übrigens auch immer von einer Nachbarin und nicht von meiner Schwester begleitet wurde). Dann bin ich auch wieder schuld, weil ich nichts unternommen habe. Es geht hier um die Sicherheit meiner Mutter und nicht um eine Situation wie im sog. Dritten Reich, als die Gestapo nachts unschuldige Menschen aus ihren Wohnungen holte und ins KZ brachte.

Die Nachbarn haben auch ohne mein Zutun genug mitgekriegt, wenn meine Schwester meine Mutter anschrie, während im Sommer das Fenster auf der Kippe stand. Oder die Verwandten, wenn sie meine Mutter anriefen und meiner Schwester das nicht passte und sie im Hintergrund herumzeterte. Im Übrigen ist meine Schwester mit der gesamten Nachbarschaft krankheitsbedingt verkracht. Ein Ehepaar wollte sogar mal Anzeige gegen sie wegen übler Nachrede erstatten und hat vorher bei mir angerufen. Ich konnte sie noch davon abhalten.

Und wie oft hat sich früher der Pflegedienst an mich gewandt, wenn meine Schwester mal wieder wegen einer Kleinigkeit bei der Pflegedienstleitung Krach geschlagen hatte und eine Pflegerin nicht mehr bei uns im Haus sehen wollte. Oder aber, wenn die Pfleger meine Mutter wiederholt weinend angetroffen hatten, weil meine Schwester sie stundenlang wegen Nichtigkeiten angeschrien hatte. Da sollte ich es dann richten und auf meine Mutter einwirken, ob es nicht besser sei, sie ginge in ein betreutes Wohnen. Das habe ich natürlich abgelehnt, weil ich den Standpunkt meiner Mutter kenne. Solche Anrufe kamen immer gern dann, wenn ich im Büro sowieso gerade den totalen Stress hatte.

Aber ich möchte Dich mal erleben, wenn Du so etwas seit fast zehn Jahren mitmachst und zermürbt bist. Da mach' mir mal vor, wie ruhig Du dabei noch bleiben kannst und alles tatenlos bis zum bitteren Ende mit ansiehst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo primavera

ich finde es auch ganz schön krass, das man dn beiden hilfe anbietet und es ihnen dadurch besser gehen könnte und sie sich quer stellen. kann man aber leider nichts machen...

etwas mitanzusehen und zu wissen da es anders gehen kann , ist nicht leicht, zumal es auch noch die mutter ist..aber sie scheinen ja auf ihre wiese zurecht zu kommen.

ich denke wenn du innerlich abstand nehmen kannst, dich lösen kannst, kannst du es mit der zeit auch allein überwinden. ich würde mir immer wieder sagen, das ich alles was geht versucht habe und nichts tun kann und im notfall für die beiden schon gesorgt wird, wenn was dort passiert.
sonst machste dich nur mürbe.

sonnenlichtlein
 
ich denke wenn du innerlich abstand nehmen kannst, dich lösen kannst, kannst du es mit der zeit auch allein überwinden. ich würde mir immer wieder sagen, das ich alles was geht versucht habe und nichts tun kann und im notfall für die beiden schon gesorgt wird, wenn was dort passiert.
sonst machste dich nur mürbe.

Ja, ich denke auch, so ist es. Das Schwere daran ist, wenn man es jahrein, jahraus seit fast einer Dekade mitmacht und Kollegen und Freunde um einen herum ein "normales" Leben mit eigener Familie und halbwegs "normaler" Herkunftsfamilie führen können. Man selbst macht sich die größten Sorgen, kann in der Freizeit und im Urlaub nicht mehr abschalten, kann sich auf und über nichts mehr freuen, weil ja jederzeit etwas passieren könnte, und kriegt für seine Bemühungen, dass die Mutter wenigstens noch einen halbwegs erträglichen Lebensabend haben soll, noch einen Arschtritt obendrein.

Ein Therapeut würde mir wahrscheinlich auch nichts anderes sagen als hier, das kostet nur wieder Zeit und Kraft, und hinterher bin ich auch nicht weiter als vorher. Ich war wegen der Situation vor Jahren schon mal zu jeweils einem Gespräch bei einer Familienberatungsstelle und auch mal beim Sozialpsychiatrischen Dienst (da war es aber noch längst nicht so schlimm wie jetzt). Da war das Ergebnis ähnlich, dass ich leider nichts machen könne. Vielleicht frühestens, wenn meine Mutter mal nicht mehr da ist und alles noch mehr den Bach heruntergeht.

Aber dann kann meine Schwester auch zusehen, wo sie bleibt, jetzt habe ich mich ja auch aus allem herauszuhalten. Da werde ich dann auch konsequent auf dieser Schiene weitermachen.
 
um WAS geht es?

Geht es Dir um eventuelle Vorwürfe?

Oder um die Mutter?

Diese hätte die Möglichkeit gehabt,etwas zu ändern.

Wenn sie aber KEINE GRÜNDE sieht,um ihre Sicherheit zu fürchten---
dann ist das zu akzeptieren.

Setz Dir den Hut nicht auf.

Wenn Du nicht helfen sollst,von der Mutter aus,haben Dich auch Pfleger nicht anzurufen.
Dann wäre NUR IM NOTFALL der übliche Weg...Notarzt.

Tränen und Streit und Verkrachtheit mit Nachbarn sind nicht toll,aber KEINE LEBENSGEFAHR.
Du schreibst selbst,Deine Schwester würde auf Medikamente achten.
Deine Mutter ist offenbar noch soweit geistig beisammen,daß sie auch Leute anrufen kann--sich also auch den Arzt hinholen könnte.

Wenn ein älterer Mensch gar nicht mehr zum Arzt will (ich hab das alles live und in Farbe gehabt *grins*...das willst Du alles nicht wirklich wissen...), gibt es auch keine "Zwangshausbesuche".

Sicherheit hin oder her--- ich weiß,daß es schwierige Momente gibt--- da ist Arztverweigerung noch " friedlich"--- aber--- gegen den Willen von jemandem darf man nunmal nur bei Minderjährigen handeln oder bei betreuten Personen- in engen Grenzen .
Zwangsbetreuung ist AUCH Gewalt.

Das,was Du anführst--also Streit mit Nachbarn,Schreierei --ist blöd--aber wenns danach ginge,müßten ganze Städte in die Psychiatrie. Gibt es Hinweise auf Medikamentenmißbrauch, läßt Deine Schwester die Mama verdorbene Speisen essen, wird regelmäßig die Bude angekokelt,
setzt die Schwester die Wohnung unter Wasser, hat sie der Mutter
schon mal die Füße mit zu heißem Badewasser verbrannt, versäuft sie die Gelder statt Lebensmittel zu kaufen, rennen Ratten durch die Bude ,bleibt die Mama in ihrer Kacke tagelang liegen, werden die Tapeten von der Wand gerissen und gegessen...?

SOWAS wäre z.B. ein Handlungsbedarf.

Nicht aber seltsame Besucherfeindlichkeit,lockere Bekleidungszeremonien, Steitlust, Emotionen ,dramatische verbale Auftritte...

Schlägt man sich?
Gibt es regelmäßige blaue Flecken an der Mama?
Ist sie stark unterernährt?
Gab es irgendwelche WIRKLICHEN Vorkommnisse außer STREIT?

Du hast NICHTS geschrieben, was JETZT auf Gefährdung hinweist.

( Im Forum ist jemand,dessen Mutter regelmäßig den kranken Vater verprügelt--DORT sähe ich Gefahr im Verzug! DORT würde ich handeln !)

Austicken urplötzlich kann auch ein stinknormaler Liebmensch.
Der alles emotionslos in sich reinfraß.
ALLES kann man nicht vorhersehen.

Jemand,der sich abreagiert , ist doch "immer wieder im Lot"--nämlich durch/nach irgendwelchen theatralischen Auftritten.
Nicht jeder "unordentliche Mensch" muß fremdbetreut werden.

Offenbar stört es Deine Mutter nicht--wie es jeden anderen stören würde. Sie verzeiht Deiner Schwester oder es ist "ein Ritual".
Sowas gibt es -- ich hatte so ein Rentnerpaar in der Nachbarschaft--die fluchten sich wie die Kesselflicker an. JAHRELANG.Klang schlimm- war es aber nicht.
Bis die Frau starb,ohne Gewaltgrund --nun flucht der Opa ALLEIN im Altersheim. 🙁

Entweder,Du versuchst mit ALLEN MITTELN gegen den Willen Deiner Mutter sie dort rauszuholen, von mir aus auch durch "Zwangsbegutachtung" Deiner Schwester,wenn Du irgendeinen Amtsarzt überzeugen kannst,daß sie allgemeingefährlich ist --und fühlst Dich als Held.

Oder--Du setzt Grenzen und sicherst Dich,falls Du das für Dich brauchst,auch noch ab-- hinterleg beim Hausarzt Deiner Mutter eine Erklärung,daß Du dies das jedes Dir denkst---aber weder Mutter noch Schwester was ändern lassen wollen.

Du bist NICHT verantwortlich .
Du kannst nur handeln,wenn Schwester komplett ausfällt oder Mama es will.

Und-- es gibt auch in Deutschland heutzutage Leute,die möchten als Einsiedler leben und wollen niemanden bei sich sehen-- das ist legal, es ist okay--- wenn sie es aus freiem Willen tun,keine Kinder sind.
Alles,was Du anführst, klingt nicht nach Harmonie--aber nach Bedrohung klingt es absolut nicht.

Ich würde mir noch paar Hunde anschaffen,wenn irgendein Verwandter auf die Idee käme,mir Hausbesucher zu organisieren...aber HALLO!
Man wird doch nicht automatisch ab 80/85 oder 90 zum
" rechtelosen Wesen",dem andere Erwachsene sagen können,was gefälligst 😎 gut zu sein hat,was zur "Ordnung" gehört.

Du wirst das akzeptieren lernen müssen - JETZT hat Deine Mutter noch einen Willen- wie absurd er Dir erscheint. Respektier ihn.

Man kann sich auf sinnlosen Zwist einlassen--oder nicht.
Gesünder ist das Zweite.
 
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