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Psychiche Gewalt ??

  • Starter*in Starter*in Engelsflug
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    gewalt
E

Engelsflug

Gast
Hallo !
Ja ich habe schon sehr lange kein Lebenszeichen mehr von mir gegeben. Es war viel los bei uns.
Wie kann man Gewalt definieren. Ist es nur etwas was einem jemand anderes antut ??
Hab ich erlebt.
Ist es auch zu unterscheiden, mit dem was man sich selber antut ??? Nicht Körperlich, sondern Psychisch.
Nach dem Versuchten Mord durch meinen Ex habe ich geglaubt das es nichts schlimmeres mehr gibt was ich erleben und überleben müßte. Ich habe mich geirrt.
Am 16.01.2007 habe ich angefangen meinen Verstand zu verabschieden. Ich hatte an diesem Tag einen sehr schweren Autounfall, zusammen mit meinen Kindern. Seit diesem Tag stehe ich komplett neben mir. Ich habe nicht aufgepasst. Habe das Leben meiner Kinder aufs Spiel gesetzt. Jetzt ist für mich der Zeitpunkt gekommen an dem ich nicht mehr kann. Ich habe versucht an meinem alten Leben wieder anzuknüpfen als ich aus der Reha zurück war. Meinen Job habe ich wieder aufgenommen. Mein Chef war hoch begeistert. Nur hat keiner mitbekommen das ich von Anfang an weggelaufen bin. Vor mir. Vor meinen Gefühlen , meinen ängsten vor meinen Träumen. Ich bin ausgebrannt. Leer, willenlos. Vorwürfe, warum, wiso, weshalb mir das passieren konnte. Mir, die alles dafür tun würde das es den Kindern gut geht. Warum ich nicht aufgepasst habe. Das andere Auto nicht, bzw. zu spät gesehen hat. Diese gedanken und vorwürfe die sich nachts selbstständig machen, kann man das auch als Gewalt sehen????
 
Du solltest aufhören, Dir Vorwürfe wegen diesem Unfall zu machen! So etwas kann Jedem passieren!! So wie Du schreibst, bist Du reif für ´n Psychiater - Geh mal dain, Deinen Kindern zuliebe!!
 
Hallo Engelsflug,
Deine Vorwürfe sind einfach ungerecht. Es klingt so, als würdest Du Dir unterstellen, absichtlich diese Karambolage angesteuert zu haben. Das kann ja wohl nicht sein. Dass Du ausgewichen wärst, wenn Du die Gefahr rechtzeitig bemerkt hättest, davon gehe ich aus und davon wird mich auch keiner abbringen.
Ein Unfall ist oft der Beginn einer neuen Zeit, auf die wir mit der Nasse "drauf gestossen" werden. Was in Deinem Leben hatte eine Karambolage verdient oder wo riskierst Du nach wie vor Zusammenstösse, wo Unterhaltungen und Austausch darüber Aufschluss geben, ob wir miteinander wollen und dann wie und wo auch können.
Lass Dich diesen gnadenlosen inneren Gerichtshof verlassen und die Tür hinter Dir zufallen, so dass Du es hören kannst.
Dann frage Dich, was Du Wertvolles gelernt hast und damit jetzt anfangen kannst.

Du hast genug gelitten. Es ist Zeit, die Aussichten ins Blickfeld zu rücken, die sich inzwischen ergeben haben.
Was kann sich in Deinem Leben ändern und was willst Du verändern.
Lass Dir die Zeit, um heil zu werden. Du bist schwer verletzt worden. Möglicherweise nicht nur am Unfallort.
Viel Erfolg bei der Suche nach Deinen Möglichkeiten.

Schöne Grüße

Benedikt
 
Danke Benedikt und auch Kabuki.

Ich habe in meinem Leben schon so viele Türen zugeschlagen. Ich glaube jetzt ist es an der Zeit sich den dingen zu stellen. Ich hatte immer den Instinkt eines Tieres. Flucht, wenn man sich in die Ecke gedrängt fühlt. Aber ich mag nicht mehr flüchten. Ja, dieser Unfall ist wenn man das von einer anderen Perspektieve aus betrachtet ein Neuanfang. Tiefer sinken nach dem Mordanschlag konnte ich nicht. Ich habe gestrampelt, gemacht und getan um irgendwie den Kopf über Wasser halten zu können. Eine zusätzliche arbeit angenommen, da ich keinen Unterhalt für die Kinder bekommen habe und auch noch nicht bekomme. Die Finanzen waren immer gerade so ausreichend. Ich habe mir DA schon etwas vorgemacht. Aber es blieb keine zeit für mich.
Dann kam der Tag an dem sich von einer sekunde auf die andere alles geändert hat.

Ich habe bei meiner Ärztin eine Selbsteiweisung angefordert.
Zuhause ist die Hölle. Das Leiden meiner Tochter zu sehen ( Körperlich ist alles wieder im grünen Bereich, das Problem liegt in der Wort-Bildfindung. Aphasie) macht mich fertig. Die unausgesprochenen vorwürfe die sie mir macht. Egal was ich mache, ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Wenn ich JETZT nicht an mir arbeite werden meine Kinder untergehen.
Ich hoffe mit Hilfe von den Therapeuten alle Türen weit aufmachen zu können um sie danach Entgültig und dauerhaft schließen zu können.
Es war bis hierher ein verflucht harter und schmerzhafter weg und ich glaube das die erste zeit in Behandlung nahe an die Schmerzen und angstzustände ran kommt die sich in mir so standfest eingeniestet haben und von zeit zu zeit immer wieder durchkommen.
Die abstände werden immer kürzer, beängstiegend kürzer. Teilweise bleibt mir keine zeit dazwischen um wieder voll und ganz herr über mich zu werden.
Ich habe Angst.


Ich will für meine Kinder wieder die Ma sein wie sie sie verdient haben. So wie ich war. Lustig, Lebensfroh, STANDFEST. Ebend der Fels in ihrem Leben.
 

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