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Psychiatrieaufenthalt in Bewerbung verpacken

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Ich empfinde die Frage als spannend, weil ich unabhängig davon auch jemanden im weitläufigen Bekanntenkreis habe, der nach einem Psychoseschub wieder ins Arbeitsleben als Krankenschwester zurück will.

Man kann natürlich diskutieren, inwieweit man die von einigen angegebenen Gründe auch bedenkenlos verwenden kann.
Es heißt ja immer: Keine Lebensläufe manipulieren.
Wenn irgendjemand nachfragt wer gepflegt wurde oder inwieweit man arbeitssuchend war in diesem Jahr, ist man im Eimer.
 
ich würde es auf gar keinem fall geheimhalten .
das kann erst recht nach hinten losgehen . ein vernünftiges umgehen mit den problemen , welche einen in die psychiatrie gebracht haben ist ein zeichen , " geheilt " zu sein . sonst wäre man ja auch nicht entlassen .
das zu verheimlichen und es kommt dann doch raus kann viel übler sein .

noch schlimmer : ein jahr ausfall wegen krankheit . da würde ich als arbeitgeber ja gleich die hand davon lassen .
" was für eine krankheit ?????? " . der kandidat könnte ja gesundheitlich auf der letzten felge fahren wenn er schon ein jahr krank war . krebs , aids oder was auch immer ..... dann kommt der drei monate und man wird ihn nicht mehr los ?
nein , dann wirklich lieber eine ehrliche auskunft über einen aufenthalt in der psychiatrie .
viel erfolg für dich !
 
Würde ich nicht empfehlen, den Psychiatrieaufenthalt anzugeben. Das ist gesellschaftlich heute mindestens genauso schlimm wie Aids oder Krebs, weil zum einen wenig Informationen gegeben werden und zum anderen jeder denkt, dass es jeder Zeit wieder kommen kann.
Wobei ein Jahr immer so eine Sache ist. Die weiläufig Bekannte von mir mit der Psychose ist jetzt 4 Jahre zu Hause und soll sich neu bewerben. Ich denke, es wird ihr schwer bis gar nicht möglich mit 4 Jahren Lücke im Lebenslauf irgendwas zu finden. Ich denke, man begibt sich damit auf dünnes Eis. Jeder Grund den man angibt, kann einem zum Verhängnis werden. Fiktive Kinder können einem zum Verhängnis werden. Pflege von Angehörigen ist auch schwierig, denn da kann die Krankenkasse alles aufdecken. Auslandsaufenthalte, okay. Wäre jetzt so das Einzige wo man jetzt nicht nachrecherchieren kann. Selbstständigkeit vielleicht noch? Das wäre noch eine Idee, die mir gerade spontan kam.

Selbst bei uns im sozialen Bereich wäre die Angabe von Psychiatrieaufenthalte/psychischen Erkrankungen ein Ausschlusskriterium bei der Bewerbung.
Mein vorheriger Chef, der Leiter einer Suchtklinik war, hatte alle Sozialpädagogen mit größeren Lücken ab einem halben Jahr im Lebenslauf regeros aussortiert. Ich war kurzzeitig Teamleiterin, weil unser Teamleiter erkrankt war und hab für den Personaler über mir die Vorauswahl getroffen und natürlich alle Absolventen mit Abschluss und staatlicher Anerkennung weitergeleitet.
Auf meine Frage, warum er denn einige aussortierte, kam prompt die Antwort: Die sind dann ja instabil. Das sieht nach Depressionen aus. Wir können hier keine instabilen Mitarbeiter gebrauchen. Die fehlen zu oft, sind zu anfällig.

Übertrieben gesagt: Wo siehst du einen Unterschied zwischen Krebs und Depressionen? Depressionen sind in meinen Augen der Krebs der Seele. Kann jeder Zeit wieder kommen und ist unberechenbar.

Wenn ich betroffen wäre und das habe ich Anderen auch Klienten immer geraten würde ich niemals Psychiatrieaufenthalte oder Therapien in Lebensläufe schreiben. Das schreckt jeden Personaler ab. Das ist gesellschaftlich noch weniger anerkannt als Krebs oder ein Beinbruch.

Die Frage ist eben nur und die habe ich auch Kollegen der jetzigen Beratungsstelle gestellt, was geben diejenigen für Alternativgründe an?

Pflege von Angehörigen oder Auslandsaufenthalte sind schon ganz gut, wie hier geraten wurde. Nur, was wenn der Personaler nachhakt oder nachfragt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie soll die Krankenkasse irgendwas aufdecken? Die darf die Daten doch gar nicht an den Arbeitgeber weiterreichen.
 
Ich bin von jemandem gefragt wurden, wie er seinen Psychiatrieaufenthalt in einer Bewerbung verpacken kann.
Wir alle wissen ja: Psychische Erkrankungen sind in der Arbeitswelt ein no-go.

Hab mich mal kundig gemacht und in der Tat: Bislang gibt es im Internet nur wenig brauchbare Ideen hierzu. In dem mir mitgeteilten Fall geht es um ein Jahr.
Oft habe ich gelesen, dass Psychiatrieaufenthalte mit einem Aufenthalt im Gefängnis gleichgesetzt werden.

:mad:

Eure Einfälle dazu?

Der ehrliche Weg. 1 Jahr wegen Vorurteilen und Klischees zu verschleiern, nee. Ist doch gut wenn sich jemand, trotz Vorurteilen und Klischees, externe Hilfe geholt hat. Das nenne ich Lösungsorientiert. Darauf kommst Du nicht selber?😕

Ich verstehe nur nicht, dass Du zur Lösung Deiner aktuellen und realen Fälle, dass Internet befragst. Schon mal überlegt, was Deine Klienten dazu sagen würden? Sehr fragwürdig so etwas.
 
Was, wenn der Arbeitgeber trotzdem nachfragt?

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass das ausschließlich klientenrorientiert ist. Ich habe auch eine Bekannte im Umfeld, die sich jetzt nach 4 Jahren Klinikaufenthalt bewirbt.
Abgesehen davon entfremde ich, wenn ich etwas persönliches schreibe hier so stark, dass sich gewiss niemand angesprochen fühlt. Mach dir da mal keine Sorgen. Da passe ich schon auf.

Ich denke nicht, dass es gut ankommt, beim Arbeitgeber mit offenen Karten zu spielen.
Beim Beinbruch ja. Bei psychischen Erkrankungen? Wer sagt dann, dass derjenige nach dem Klinikaufenthalt stabil ist? Ich sehe es kritisch. Eben nur die Frage, was man stattdessen sagt.
 
Man könnte ja auch einfach argumentieren, dass man sich bewußt eine Auszeit genommen hat.
 
Der ehrliche Weg. 1 Jahr wegen Vorurteilen und Klischees zu verschleiern, nee. Ist doch gut wenn sich jemand, trotz Vorurteilen und Klischees, externe Hilfe geholt hat. Das nenne ich Lösungsorientiert. Darauf kommst Du nicht selber?😕

Ich verstehe nur nicht, dass Du zur Lösung Deiner aktuellen und realen Fälle, dass Internet befragst. Schon mal überlegt, was Deine Klienten dazu sagen würden? Sehr fragwürdig so etwas.

Da könnte die betreffende Person auch rechtliche Schritte einleiten.
 
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