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probleme mit gitarrenlehrer

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Gast

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hallo, keine ahnung ob ich hier richtig bin, aber ich versuch es einfach mal. also, die situation ist folgende: ich bin sehr musikalisch und möchte auf die spezialschule für musik gehen, daher habe ich einen privatlehrer für gitarre engagiert. der lehrer ist erst 31 (sieht aber viel jünger aus) und hat sogar einen dr. titel. daher ist er auch recht teuer (30€ pro stunde).
das problem ist dass ich überhaupt nicht mit ihm klar komme.
ich schildere euch einfach mal eine situation von letzter woche: ich hatte mir ein stück gewünscht, und schickte ihm die noten und den youtube link per mail. er reagierte erst einmal gar nicht darauf. dann später beim unterricht sprach ich ihn sofort darauf an, und er antwortete mir, dass ich einige spieltechniken die darin vorkommen noch gar nicht richtig beherrschen würde, und ich mich lieber auf die aufnahmeprüfung an der spezialschule vorbereiten solle. ich bestand aber darauf, dass ich das stück unbedingt machen wollte, schließlich bekommt er ja viel geld dafür. er diskutierte mindestens zehn minuten mit mir deswegen herum, und sagte dann wörtlich "das bekommst du doch eh wieder nur zur hälfte hin, dann bist du irgendwann frustriert und wir machen das nächste stück was du unbedingt willst, anstelle dich mal richtig auf die prüfung vorzubereiten. dann fällst du durch und ich bin am ende schuld, weil ich ja immer schuld bin, wenn madame wieder irgendetwas nicht hinbekommt."
das fand ich schon ziemlich beleidigend. er weigerte sich außerdem am ende der stunde die zehn minuten nachzuholen, auch als ich ihm mit meiner mutter drohte. meine mutter rief ihn deswegen an, und er erzählte ihr, ich würde seiner meinung nach zu wenig üben (manchmal hab ich einfach keine zeit, das versteht er nicht... außerdem will ich ja auch mal rausgehen, und nicht jeden tag üben) mich angeblich nicht auf das wesentliche konzentrieren und seinen unterricht ständig in frage stellen. ich bin aber der meinung er ist mein lehrer, er kostet verdammt viel geld, da kann ich ja auch erwarten, dass er mir was anständiges beibringt was mir spaß macht, und zwar ohne ständige diskussionen.
ich glaube auch er dramatisiert die schwierigkeit der aufnahmeprüfung. es heißt ja schließlich "spezialSCHULE", da muss man ja nicht schon als perfekter musiker antanzen.
dann versucht er mir auch immer einzureden, dass mich der musikladenbesitzer meines vertrauens falsch beraten würde. ich vertraue dem aber mehr, schließlich verkauft er das zeug ja, er muss ja wissen ob das gut ist, außerdem ist viel netter als mein gitarrenlehrer.
was soll ich jetzt machen? ich hab schon überlegt den unterricht zu kündigen, da wir sowieso nur herumdiskutieren und er seinen job nicht macht, oder soll ich ihm einfach die diskussionszeit vom geld abziehen? meine mutter sagt auch, dass er zuviel diskutiert. sie lässt sich von ihm aber immer wieder bequatschen, und am ende bin ich die böse. er lässt mich aber beispielsweise mindestens zehn minuten lang grundübungen zu einer spieltechnik machen, und achtet pingelig auf die kleinste kleinigkeit. ist ja klar, dass ich dann keine lust mehr habe, und ihn darum bitte, etwas anderes zu machen. den ganzen theoriekram will ich auch nicht lernen, sooo detailliert brauche ich das sicher gar nicht.
was würdet ihr an meiner stelle tun?
 
Warum ist es eigentlich wichtig, dass der Lehrer jünger aussieht, als er ist?

Ich finde es gut, wenn er trotz 30€/Std. seine Ansicht vertritt und Dir erstmal die "Grundregeln" beibringen will.
 
das problem ist dass ich überhaupt nicht mit ihm klar komme.
ich schildere euch einfach mal eine situation von letzter woche: ich hatte mir ein stück gewünscht, und schickte ihm die noten und den youtube link per mail. er reagierte erst einmal gar nicht darauf. dann später beim unterricht sprach ich ihn sofort darauf an, und er antwortete mir, dass ich einige spieltechniken die darin vorkommen noch gar nicht richtig beherrschen würde, und ich mich lieber auf die aufnahmeprüfung an der spezialschule vorbereiten solle.

Das solltest du vielleicht auch, denn eine Spezialschule hat von Anfang an hohe Erwartungen an die Bewerber. Und die Konkurrenz ist hart. Klar man kann mal was anderes machen, aber man sollte sich hauptsächlich auf die Aufnahmeprüfung konzentrieren.

meine mutter rief ihn deswegen an, und er erzählte ihr, ich würde seiner meinung nach zu wenig üben (manchmal hab ich einfach keine zeit, das versteht er nicht... außerdem will ich ja auch mal rausgehen, und nicht jeden tag üben) mich angeblich nicht auf das wesentliche konzentrieren und seinen unterricht ständig in frage stellen. ich bin aber der meinung er ist mein lehrer, er kostet verdammt viel geld, da kann ich ja auch erwarten, dass er mir was anständiges beibringt was mir spaß macht, und zwar ohne ständige diskussionen.

Entschuldige, aber du musst dich entscheiden. Entweder machst du weiter Party und fällst durch die Prüfung oder du kneifst die Pobacken zusammen und übst übst übst und übst bis dir die Finger weh tun und blutig sind. Klar ist es doof ständig zu üben aber du musst dir klar sein, was du willst. Natürlich nerven die Diskussionen aber er hat ja auch nicht ganz unrecht. Was ist denn in deinen Augen "anständiges beibringen"?

ich glaube auch er dramatisiert die schwierigkeit der aufnahmeprüfung. es heißt ja schließlich "spezialSCHULE", da muss man ja nicht schon als perfekter musiker antanzen.

Nun ja... Die, die an so eine Spezialschule gehen, haben schon einiges auf dem Kasten und wie bereits gesagt die Ansprüche sind hoch. Und mal ganz ehrlich: was ist denn daran so schlimm, wenn du schon was besser kannst als es bei der Aufnahmeprüfung gefordert wird?

was soll ich jetzt machen? ich hab schon überlegt den unterricht zu kündigen, da wir sowieso nur herumdiskutieren und er seinen job nicht macht, oder soll ich ihm einfach die diskussionszeit vom geld abziehen? meine mutter sagt auch, dass er zuviel diskutiert. sie lässt sich von ihm aber immer wieder bequatschen, und am ende bin ich die böse. er lässt mich aber beispielsweise mindestens zehn minuten lang grundübungen zu einer spieltechnik machen, und achtet pingelig auf die kleinste kleinigkeit.

Es wäre auch schlimm, wenn er nicht drauf achtet das du das richtig machst. Diese Grundübungen sind Aufwärmübungen. Stell dir mal vor, du machst das vor deiner Aufnahmeprüfung nicht und zack, Sehne überdehnt oder bekommst n Krampf während du spielst. weißt du was das heißen würde? Durchgefallen und tschüss. das wars.

ist ja klar, dass ich dann keine lust mehr habe, und ihn darum bitte, etwas anderes zu machen. den ganzen theoriekram will ich auch nicht lernen, sooo detailliert brauche ich das sicher gar nicht.

Soso die Theroie willste nicht lernen... Sagste das dann auch wenn du aufgenommen wurdest? Ach ich spiel lieber die Theorie...sch*** drauf? Theorie und Praxis gehören nun mal zusammen und wenn dich die Theorie nicht juckt, dann mach halt lieber Musik weiter für den Hausgebrauch. Da juckts auch keinen ob du die Theorie beherrschst..
Und so detailiert brauchst du das da nicht? von wegen. 3/4 des Unterrichts besteht aus...achtung: Theorie.


was würdet ihr an meiner stelle tun?

Hmm...red mit deinem Lehrer, versteh ihn aber auch das er will das du aufgenommen wirst und der Unterricht nicht umsonst war. Wie gesagt man kann 1,2 mal was anderes spielen, aber wenn er auch sagt für das Stück bist du noch nicht bereit, dann wirds auch wohl so sein. Das ist ungefähr so, als wolle ein Neuling der grade mal die Tonleiter spielen kann, direkt Nothing else matters spielen wollte was nun wirklich ein seeehr schweres Stück ist..
😀
Kommst du denn sonst mit deinem Lehrer klar? Also lernst du auch was? Dann würde ich da bleiben. Ich mein klar, er bekommt viel Geld aber du lernst auch was und du weißt das es richtig ist. Es gibt ja immerhin auch so genannte "Musiklehrer" die selbst kaum spielen können und dann anderen was beibringen und dafür evtl auch viel Kohle nehmen...
 
Hallo,

Darf man fragen, wie alt du bist? Dann können dich hier die User besser einschätzen...

Also... 30€ für eine Stunde ist in der Regel sogar recht preiswert, im Vergleich zu anderen. Das solltest du erst einmal wissen.

Die Frage ist, was du dir genau vom Gitarreunterricht erwartest.
Ich habe damals, als ich mich auf der Gitarre verbessern wollte an manchen Tagen 3 Stunden lang ein einziges Akkordarpeggio geübt.
Dass man eine Grundübung 10 Minuten lang macht, ist eigentlich normal, wenn man tatsächlich in die Richtung "professionell" gehen will.

Der Lehrer wird wahrscheinlich mehr Ahnung darüber haben, wie die Aufnahmebedingungen auf der Spezialschule sind, als du. Das musst du ihm leider einräumen.

Den Lehrer würde ich an deiner Stelle mal mehr respektieren. Glaub mir, dass er Ahnung davon hat, wie man seine Spieltechnik verbessert.
Dass er rumdiskutiert, ist ja fast zwangsweise die Folge davon, wenn du deinen eigenen Kopf durchsetzen willst, während er dir etwas beizubringen versucht.
Wenn du ein Stück lernen willst, dann tu es - und zwar selbstständig. Lerne Motive rauszuhören, oder Tablaturen zu lesen; sehr gut helfen dabei Tablaturenprogramme wie Guitar Pro.
Ich will ja nicht anzweifeln, dass du andere Stücke lieber magst als die, dir dir dein Gitarrenlehrer aussucht. Allerdings wird er sich bei den Stücken auch was gedacht haben. Üb das, was du für den Unterricht brauchst, denn es verbessert deine Spieltechnik (und glaub mir, grade wenn du mal in deiner Grundlagentechnik etwas falsch lernst, hast du ein Leben lang deine Probleme damit), und wenn dir ein Stück gefällt, dann schau dir die Noten selbstständig an.

Um welche Spieltechniken handelt es sich denn, die du für dein Stück bräuchtest?
Bzw. welches Stück ist das überhaupt?
 
Moin, ich lerne seit einigen Monaten mit meiner Frau zusammen das Gitarrespielen bei einem sehr netten und kompetenten Gitarrenlehrer. Und ich kann Dir sagen - würden wir das Diskutieren anfangen, würde der Lehrer auf den Tisch hauen und das Thema wäre durch. Als Schüler sollte man seinem Lehrer vertrauen und so wie Du Deinen Lehrer beschreibst, scheint er gewissenhaft, fundiert und überlegt zu unterrichten. Ich kann Dir sagen, was ich als Lehrer mit Schülern wie Dir machen würde: Abhaken! Wenn dann noch Frau Mama antanzen muss, um Dir den Allerwertesten abzuwischen, kommt in mir der Eindruck hoch, dass Du was können willst, ohne was dafür zu tun. Du an einer Musikschule? Gute Nacht! Denk mal drüber nach...
 
Ich bin Gitarrenpädagoge und habe seit zehn Jahren eine Gitarrenschule. Ich habe mich dem Flamenco gewidmet, zu mindest
aber der spanischen Gitarrenmusik und deren Lehrmethode. Vormachen, Nachmachen, Wiederholen, Korrigieren und ÜBEN;ÜBEN;ÜBEN::::::::::. Das Lernen von Tabulatur läuft automatisch mit hinein, weil meine Schüler, das gelernte selber aufschreiben müssen, dann wissen Sie sofort wo es lang geht. Noten brauchen Sie nicht können, ist aber immer eine gute Bereicherung wenn man es kann und hat viele Vorteile in der Musik.

Mein Prinzip ist: Jeder Ton ist Erfolg, Flow im Üben. Keine Diskussion im Unterricht, klaut nur die bezahlte Zeit und nervt einfach. Wenn Du erfolgreich Gitarre lernen möchtest, dann ordne Dich unter und vertraue auf Deinen Lehrer. Wenn er Dir nicht sympathisch ist, such Dir einen Andern. Bei mir wärest Du nach dem Kennenlerngespräch und der Probestunde, mit Deinem jetzigen Verhalten schon weg und Deine Mutter müsste sich noch einige Sätze anhören über Ihre Erziehung. Aber wenn Du es schaffst den Weg zur Gitarre, der schon sehr schwer ist und auch lange dauert, je nachdem, ob ich nur am Lagerfeuer spielen will, oder aber auf eine spezial Schule gehe, wo sie Dir Deine nicht vorhandenen Musik Ar.......h aufreißen, mit Freude, Engagement, Neugierde, Selbstdisziplin und Spassssss an der Gitarre und die Fähigkeit, Dir was beibringen zu lassen, ohne Zickenarlam, dann könntest Du es schaffen. Also Einstellung ändern und andere Saiten bei Dir selber aufziehen!!
Ansonsten kannst DU das alles in die TONNE kloppen. CARACOL
 

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