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Probleme mit Eltern

G

Gast

Gast
bis vor ein, zwei jahren kam ich eigentlich mit meinen eltern wirklich gut aus, das verhältnis war nie so, dass ich ihnen wirklich viel anvertraut hätte, dafür war das vertrauen nie wirklich da, aber seit dieser zeit stimt einfach nichts mehr.
ich bin 17, werde im mai 18, und meine eltern behandeln mich jeden tag mehr wie eine 3jährige.
egal, was ich mache, es ist ihnen nicht recht. übe ich gitarre, mach ich zu viel lärm und übe ich nicht, gibt man ja das geld für die teuren stunde umsonst aus. mein skateboard ist laut meinem vater genauso ernst zu nehmen, wie ein dreirad, musik, fernsehserien und filme, die ich mag, absolut geschmacklos.
gut, mag am alters-und generationsunterschied liegen, versteh ich ja gerade noch.
ich bin in der schule ziemlich gut. bis zur 8. klasse wurde ich von meinen eltern jeden tag mindestens 2 stunden zum lernen gezwungen - machte sich natürlich an den noten bemerkbar, in der klasse war ich aber außerhalb von meinem freundeskreis schnell die streberin. seitdem lerne ich fast nichts mehr, am abend vorher halt noch mal durchlesen, aber meine noten bleiben trotzdem im 1- 2 bereich. aber aus einem mir nicht nachvollziehbaren grund nehmen mir das meine eltern plötzlich wieder übel und von meinem vater muss ich mir pausenlos sprüche à la "der teufel macht immer auf den größten haufen" oder "ich freu mich schon, wenn du mal studierst, dann siehst du wenigstens mal, was arbeiten heißt" anhören.
beide wissen, dass ich an meiner jetzigen schule ziemlich unglücklich bin. vor einem jahr habe ich ihnen 20 broschüren von verschiedenen internaten unter die nase gehalten, weil ich einfach nur weg wollte. ihre reaktion war eine kurze allgemeine belustigung, danach wurde da weiter diskutiert, wo man davor stehen geblieben war.
dazu kommt, dass ich gern schreibe. geschichten von mir wurden in verschiedenen anthologien veröffentlicht und ich würde später gerne autorin werden. oder auch erstmal lektorin, übersetzerin oder ähnliches... seit meine eltern das gehört haben, darf ich mir jeden abend einen vortrag bezüglich "brotlose kunst", "nur über meine leiche" und "du studierst medizin" anhören.
jetzt hat mir eine freundin angeboten, dass ich für ein halbes jahr zu ihr ziehen kann. ich geb zu, in ein anderes bundesland während der 12. klasse ist vllt nicht ideal, aber einfach das, was ich jetzt brauche.
meine eltern haben mich zuerst ausgelacht und als sie gemerkt haben, dass ich es ernst meine und schon briefe an die verschiedenen stellen geschickt habe, kamen sprüche wie: "genauso dickköpfig wie mit einem jahr, als ihre spielsachen nicht so wollten wie sie", "solange du nicht mal dein zimmer aufräumen kannst, gehst du nirgendwo hin", "wir lassen dich nicht dein abi versauen"
wirklich beruhigend zu sehen, dass ich meinen eltern wichtiger bin, als meine schulische ausbildung

ich weiß einfach nicht mehr, wie ich weitermachen soll. sowohl schule als auch familie machen mich total unglücklich und ich möchte einfach nur so weit wie möglich weg. wenn sie das mit dem halbjahr wirklich verhindern, überleg ich mir wirklich, ob ich abhauen soll... das halt ich einfach nicht mehr aus!
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
jetzt hat mir eine freundin angeboten, dass ich für ein halbes jahr zu ihr ziehen kann. ich geb zu, in ein anderes bundesland während der 12. klasse ist vllt nicht ideal, aber einfach das, was ich jetzt brauche.
!
Dann mach das mal, ich finde die Idee gut und bedenkenswert. Sprich doch mal mit der Schule, ob sie dir ein halbes Jahr "Ausland" gestatten, so dass du dann bequem zurückkommen kannst.

Wobei natürlich auch die Idee, durchzuhalten und die Anforderungen der anderen ins Leere laufen zu lassen, ihren Reiz hat.

Wichtig finde ich, dass DU entscheidest und auf dein Herz hörst.
 
G

gast

Gast
Ich kann Dir nur raten, sehr gut abzuwägen, was Du tust. Auch ich hatte ( und habe) sehr strenge, engstirnige Eltern, die mich niemals wirklich ernst genommen haben, bei Problemen ausfällig wurden und ich habe meine ersten 20 JAhre meines Lebens damit zugebracht, meine Rolle zu spielen, die meine Eltern sehen wollten. Zu mir gefunden hab ich dabei nicht wirklich. Was die Schule angeht, so waren sie ähnlich streng, auch ich sollte eine bestimmte Studienrichtung einschlagen, hab ich leider auch noch gemacht...... .
Ich würde an Deiner Stelle noch die Schule hier zu Ende machen und zum Studium unbedingt in eine andere Stadt gehen ( das war auch mein Plan, der mir jedoch verboten wurde). Ich bereue bis heute, dass ich mich nicht durchgesetzt habe, denn an den ewigen Bevormundungen wird sich niemals etwas ändern, ganz im Gegenteil, sie werden noch schlimmer. Meine Eltern behandeln nicht nur mich nach wie vor wie eine doofe 3 jährige sondern auch meinen Mann ( ein erfolgreicher, gebildeter Mann), beschimpfen ihn als weltfremd usw. und glauben uns und unsere zwei Kinder erziehen zu müssen. Da hilft nur Abstand, da sich solche Eltern niemals ändern werden.
Ich weiß, ist oft leichter gesagt, da das Auflehnen gegen die Eltern oft einen herben moralischen Beigeschmack hat, aber ein Studium in einer anderen Stadt ist ein guter Anfangspunkt für Abstand.
 

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