Pfefferminzdrops
Sehr aktives Mitglied
Über Verhalten und Äußerungen der Kollegin darfst du dich ärgern. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat sie den Spruch rausgehauen aus Sorge, verzichtbar zu sein. Diese Sorge darf man natürlich haben, sollte sich aber gut überlegen, wie man das formuliert. Sie ist stillos und kann sich nicht benehmen - steh da einfach darüber. Wie eure spätere Zusammenarbeit aussehen könnte muss ja aktuell kein Thema sein, daher wäre mein Vorschlag, diesen Part erst einmal zurückzustellen und dich dem wirklich Wichtigen zuzuwenden.
Dich nach einem neuen Job umzuschauen finde ich verfrüht. Probleme sind dazu da, dass man sie löst und nicht dass man davor wegläuft Für die Lösung ist dein Chef zuständig, du allerdings für eine klare Benennung. Wie sehr du überlastet bist wird er vermutlich nicht richtig einschätzen können - und wer sich nicht beklagt, bei dem wird es schon irgendwie laufen. Wunderbar.
Klar wird er nicht laut jauchzen, wenn du ihm das Problem deutlich schilderst. Das darf dir aber egal sein. Und ganz ehrlich: Wenn zwei Jobs problemlos plötzlich von 1 Person gewuppt werden können, wäre doch zuvor etwas falsch gelaufen.
Ein Riesenvorteil ist, dass du in einem großen Unternehmen tätig bist. Die sind normalerweise schon sehr ernsthaft darum bemüht, dass sie nicht gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen und auch daran, dass ihre Mitarbeiter leistungsfähig bleiben und sich wohl fühlen. Die Pausenregelung ist so ein erster Knackpunkt, bei dem gegen eine gesetzliche Vorgabe verstoßen wird - dein Chef MUSS sicherstellen, dass du Pausen einhalten kannst, sonst macht er sich strafbar. Ich würde ihm also schon einmal deutlich sagen, "dass es dir aktuell nicht möglich ist, die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen einzuhalten".
Bitte ihn um ein Gespräch - und zwar um ein richtiges, nicht zwischen Tür und Angel. Du kannst dann damit beginnen, dass du sehr gerne im Unternehmen arbeitest und dich wohl fühlst. Sag ruhig, dass dein Start herausfordernd war, da du keine echte Einarbeitung hattest, du aber das Gefühl hättest, mittlerweile gut angekommen zu sein und dass auch alle zufrieden mit deiner Leistung sind. Hinterfrag das gerne - sicherlich wird er es dir bestätigen. Dann sagst du, dass es für dich anfangs nicht ganz leicht gewesen sei, einzuschätzen, was von deinen Aufgaben womöglich noch etwas länger dauert, weil du noch unerfahren und neu bist, du mittlerweile aber einen guten Überblick hättest. Und dass du ihm leider mitteilen müsstest, dass das Pensum für eine Person deutlich zu hoch sei und du ihn bitten würdest, eine Lösung zu überlegen. Das kann eine Priorisierung der Aufgaben sein - was kann vielleicht sogar wegfallen? Es könnte aber auch die Organisation einer Schwangerschaftsvertretung sein, bis die Kollegin wieder zurück ist. Wo er die her nimmt muss dich nicht interessieren. Es gibt Leihkräfte von Extern, die für so etwas eingesetzt werden können - dazu braucht es keine neue reguläre Kraft. Vielleicht hat er auch noch andere Ideen - der Zustand, so wie er jetzt ist, wäre jedoch nicht tragbar. Obwohl du durchaus belastbar seiest würdest du und auch dein familiäres Umfeld mittlerweile deutliche gesundheitliche Signale wahrnehmen und er möge sich bitte eine Lösung überlegen. Lass dich nicht vertrösten! Dein Körper signalisiert JETZT den Stop - es muss sich kurzfristig etwas ändern.
2 Wochen sollten reichen. Schlag ihm doch einfach vor, dass ihr euch dann erneut zusammensetzt. Sollte dein Chef sich winden kannst du dich an euren Betriebsrat wenden und solltest das auch tun. Normalerweise gibt es in Bereichen auch Vertrauensleute, die du ansprechen kannst. Eine Chance, dass er sich etwas überlegt, würde ich ihm dennoch geben.
Wenn du nichts änderst steuerst du von einer emotionalen Erschöpfung strackes in einen Burn-out. Und wenn du wegen solch einer Diagnose ausfällst, dauert es oft Monate, bis du wieder zurück im Job bist.
Dich nach einem neuen Job umzuschauen finde ich verfrüht. Probleme sind dazu da, dass man sie löst und nicht dass man davor wegläuft Für die Lösung ist dein Chef zuständig, du allerdings für eine klare Benennung. Wie sehr du überlastet bist wird er vermutlich nicht richtig einschätzen können - und wer sich nicht beklagt, bei dem wird es schon irgendwie laufen. Wunderbar.
Klar wird er nicht laut jauchzen, wenn du ihm das Problem deutlich schilderst. Das darf dir aber egal sein. Und ganz ehrlich: Wenn zwei Jobs problemlos plötzlich von 1 Person gewuppt werden können, wäre doch zuvor etwas falsch gelaufen.
Ein Riesenvorteil ist, dass du in einem großen Unternehmen tätig bist. Die sind normalerweise schon sehr ernsthaft darum bemüht, dass sie nicht gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen und auch daran, dass ihre Mitarbeiter leistungsfähig bleiben und sich wohl fühlen. Die Pausenregelung ist so ein erster Knackpunkt, bei dem gegen eine gesetzliche Vorgabe verstoßen wird - dein Chef MUSS sicherstellen, dass du Pausen einhalten kannst, sonst macht er sich strafbar. Ich würde ihm also schon einmal deutlich sagen, "dass es dir aktuell nicht möglich ist, die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen einzuhalten".
Bitte ihn um ein Gespräch - und zwar um ein richtiges, nicht zwischen Tür und Angel. Du kannst dann damit beginnen, dass du sehr gerne im Unternehmen arbeitest und dich wohl fühlst. Sag ruhig, dass dein Start herausfordernd war, da du keine echte Einarbeitung hattest, du aber das Gefühl hättest, mittlerweile gut angekommen zu sein und dass auch alle zufrieden mit deiner Leistung sind. Hinterfrag das gerne - sicherlich wird er es dir bestätigen. Dann sagst du, dass es für dich anfangs nicht ganz leicht gewesen sei, einzuschätzen, was von deinen Aufgaben womöglich noch etwas länger dauert, weil du noch unerfahren und neu bist, du mittlerweile aber einen guten Überblick hättest. Und dass du ihm leider mitteilen müsstest, dass das Pensum für eine Person deutlich zu hoch sei und du ihn bitten würdest, eine Lösung zu überlegen. Das kann eine Priorisierung der Aufgaben sein - was kann vielleicht sogar wegfallen? Es könnte aber auch die Organisation einer Schwangerschaftsvertretung sein, bis die Kollegin wieder zurück ist. Wo er die her nimmt muss dich nicht interessieren. Es gibt Leihkräfte von Extern, die für so etwas eingesetzt werden können - dazu braucht es keine neue reguläre Kraft. Vielleicht hat er auch noch andere Ideen - der Zustand, so wie er jetzt ist, wäre jedoch nicht tragbar. Obwohl du durchaus belastbar seiest würdest du und auch dein familiäres Umfeld mittlerweile deutliche gesundheitliche Signale wahrnehmen und er möge sich bitte eine Lösung überlegen. Lass dich nicht vertrösten! Dein Körper signalisiert JETZT den Stop - es muss sich kurzfristig etwas ändern.
2 Wochen sollten reichen. Schlag ihm doch einfach vor, dass ihr euch dann erneut zusammensetzt. Sollte dein Chef sich winden kannst du dich an euren Betriebsrat wenden und solltest das auch tun. Normalerweise gibt es in Bereichen auch Vertrauensleute, die du ansprechen kannst. Eine Chance, dass er sich etwas überlegt, würde ich ihm dennoch geben.
Wenn du nichts änderst steuerst du von einer emotionalen Erschöpfung strackes in einen Burn-out. Und wenn du wegen solch einer Diagnose ausfällst, dauert es oft Monate, bis du wieder zurück im Job bist.
Zuletzt bearbeitet: